10 Jahre – was gab’s, wie weiter?

So. Diesen Termin hatte ich mir vor einigen Wochen in den Kalender geschrieben, denn ich bin nicht gut darin, mir Geburtstage zu merken. Auch nicht den meines Blogs. Der heute 10 Jahre alt wird, obwohl die ersten Beiträge nicht mehr existieren und somit als Beweis nicht herhalten können.

Damals hatte ich bei twoday einen Blog angelegt, der schnell viel zu viel Inhalt für meine 5,- € im Monat hatte. Anfangs habe ich immer wieder Speicher freigeräumt und unwichtige Beiträge, überflüssige Fotos und seltsame Kommentare gelöscht. Was ich heute schade finde, auch wenn ich nur selten im Damals wühle. Irgendwann – ich müsste schauen, wann – wechselte ich dann zu meinem jetzigen Anbieter und hoste seitdem selbst. Herrliche Freiheit.

Ist es bezeichnend, war es die Vorsehung, die mich alles hat löschen lassen bis zu dem Beitrag im August 2007, in dem ich davon erzähle, mir eine “Schule des Schreibens”-Ausbildung zu gönnen und die erste Aufgabe vorstelle? Die Schreibschule habe ich nach dem ersten Halbjahr übrigens beendet, weil die beiden Söhne mir die Ruhe dazu nicht mehr gaben. Weshalb ich den Kurs überhaupt belegte? Weil ich mich in meinem Mutter-Hausfrauen-Dasein alt und gefangen fühlte an vielen Tagen und eine erstaunliche Sehnsucht nach Kritik hatte – zu Schulzeiten machte mich das Aufsatzschreiben, am besten in einer Klausur, unglaublich glücklich. Darüber nachgedacht, ob ich jemals öffentlich würde schreiben wollen, habe ich damals nicht. Obwohl ich es da ja schon tat, das öffentliche Schreiben …

Doch wie öffentlich ist ein kleiner Strickblog im Jahr 2007? Sehr, sehr lange ging ich davon aus, dass ich mich relativ unbemerkt mit einer Handvoll anderer toller Bloggerinnen unterhalb jeden Radars amüsierte und ich zucke heute noch zusammen, wenn mir jemand “Reichweite” attestiert oder ich erkannt werde. Wer mich ein bißchen besser und näher kennt, weiß, dass ich zwar endlos quatschen kann, aber mich doch eher am Rand wohler fühle als in der Mitte. Naja, wer regelmäßig hier liest – tolle Bilder gucken ist hier ja nicht drin – weiß das natürlich auch schon.

Irgendwann also wurde aus dem Strickblog, in dem wenig Persönliches zu finden war, auch ein Nählern-Frust-Blog. Und als der Frust größer, weil die Passform wichtiger wurde, habe ich mir vor aller Augen das Konstruieren beigebracht. Jedes neue Hobby brachte neue Leserinnen, die mir mit Rat und Tat und viel Humor zur Seite standen. Immer mehr tauschte ich mich aus, wurde offener und entspannter und irgendwann schrieb ich über dieses und jenes zwischen den Zeilen.

Vor fünf Jahren kam die schlimme Zeit, in der mein Papa erkrankte, wir nicht wussten, was passiert und ich meine Hilflosigkeit in diesen Blog hinein packte – ich kam mit den Ereignissen nicht mit und funktionierte irgendwie. Es war ein heißer Sommer, den ich heute noch spüre. Der Kleine stand vor der Einschulung, beide Söhne hatten in der letzten Ferienwoche ein Tenniscamp, in dem sie sich den Tag über austoben konnten, während ich apathisch und dauerlesend auf der Terrasse lag und darauf wartete, sie abzuholen und meinen Vater in der Palliativstation zu besuchen. Die Wochen vom 18. Juli – dem Tag, an dem mein Vater das letzte Mal alleine Auto fuhr und mit uns Toms Geburtstag auf dem Chinesischen Schiff feierte – bis zum 27. August, an dem er starb – haben auch diesen Blog verändert. Denn ich schrieb mit täglicher Verzögerung über die Ereignisse und bis heute bin ich dankbar für jeden einzelnen Kommentar und die vielen, vielen Mails, in denen mir vollkommen fremde Frauen von ihren Verlusten erzählten und davon wie ihre Trauer als störend und übermäßig wahrgenommen wurde. Frauen, die mir dankten, weil ich darüber sprach und sie es selbst nicht durften. Und all diese Geschichten haben mir sehr geholfen, denn wir waren nicht allein.

Durch diese Erfahrung war das Schreiben für mich endgültig Ventil für kleine und große Ärgernisse. Wenn mir einer diesen schiefen Elendstage begegnete, ertrug er sich leichter beim Gedanken an den Beitrag, den er ergeben würde – wenn ich mich auch ärgerte, so konnte er einige andere vielleicht zum Lachen bringen. Auch besonders Schönes fand seinen Weg in den Blog. Als ich mich beispielsweise mit dem Kosmetikstudio selbstständig machte – ein Plan, der sehr spontan entstand und an dem mein Vater Anteil hatte, der immer dafür plädiert hatte – war ich überwältigt von der Tatsache, dass meine ersten Kundinnen ausnahmslos Blogleserinnen der näheren Umgebung waren, die dazu bis zum Ende der Studios regelmäßig Termine vereinbarten. Es war ein eigenartiges Gefühl, erst im Laufe des Erstgespräches zu erfahren, dass mir da Frauen gegenüber saßen, die mich kannten. Frauen, die allesamt genauso spannend, toll, witzig, warmherzig, intelligent waren, wie ich mir meine Leserin eben vorstelle. Frauen, deren Lebensgeschichten sich sehr voneinander unterschieden, die verschiedene Hobbies und Interessen und Körper und Gesichter hatten und jede einzelne von ihnen hat mir den Tag verschönt. Und es ist bis heute ein großes Kompliment für mich, dass sie sich mit Umarmungen verabschiedeten und meinten, ich sei im wahren Leben die Selbe, die sie auf dem Blog so mochten. (Und jetzt habe ich etwas feuchte Augen, mal wieder …)

Egal, über was ich lamentierte und klagte, mich ärgerte und aufregte, ob es antifeministische Frauenministerinnen waren oder unerträgliche Moderatoren, ob es um den Flüchtlingsstrom und die rechte Meute, meinen nicht vorhandenen Gottglauben oder um unmögliche Wollqualitäten ging – immer entwickelten sich Gespräche, die mir viel bedeuten. Selbst als es um Regelschmerzen und Wechseljahrsärger ging, fand ich Zuspruch, Hilfe und viel zu lachen. Und jeder Kommentar, jedes Like hat mir meinen Alltag leichter und schöner gemacht. Das Schreiben, das semi-öffentliche Schreiben, das ganz private und persönliche Erzählen ist mir eine Selbstverständlichkeit geworden, weil ihr – die ihr also lest und kommentiert – mich nie peinlich-nackt im Regen habt stehen lassen.

Als nun im letzten Jahr der Topp-Verlag anfragte, ob ich einige Texte für ein Buch verfassen wolle, war das der Anstoss, mich endlich mit einem Wunsch auseinander zu setzen, den ich lange hatte – und der immer wieder von außen befeuert wurde. Ihr, die ihr auch Deutschleistungskurswählerinnen gewesen seid, kennt das: Deutschlehrer, die fest davon ausgehen, ihr würdet wenigstens journalistisch tätig werden oder einen Gedichtband nach dem anderen veröffentlichen oder doch zumindestens eine Verlagskarriere anstreben. Und dann traut man sich eben doch nicht oder ist viel zu beschäftigt, sich durch all die wirklich grandiosen Werke der Weltliteratur zu lesen, mit denen man sich nicht geringsten vergleichen kann.

Ich schrieb also diese Texte, die einigen sehr gefielen. Und schrieb Texte für ein weiteres, besonders schönes Nähbuch, das demnächst erscheint. Das hat mir Spaß gemacht und ein wenig Selbstvertrauen gegeben, aber ich stelle auch fest, dass das Thema Schönheit, Mode, Stil damit erst einmal ausgeschrieben ist für mich. Doch da war noch meine Emma, eine Figur, die ich seit zehn Jahren in mir trage. Ein-, zweimal hatte ich begonnen, sie in einen gemütlichen Krimi zu setzen, doch insgeheim erschien es mir sehr albern und vermessen, ernsthaft etwas schreiben zu wollen – Schund gibt es nun wahrlich schon genug und ob ich etwas anderes hervor bringen könne …?

Meine Freundin, die sich all meine mir wichtigen Texte am Telefon anhören muss, drängelte schon länger; einige andere mir sehr freundliche gesinnte Damen auch. Und so habe ich vor drei Wochen etwa begonnen. Ausgelöst durch einen wirklich heftigen Streit mit dem Gatten, dem ich samt Hunden und großem Sohn in einen Spaziergang entfloh. Über alles mögliche unterhielten sich das sehr schwierige Pubertier und ich uns, irgendwann erwähnte ich wohl, dass ich gerne meine Emma schreiben würde und der Sohn legte los mit einer Mordsstory, bei der ein Mann seine Frau ermordet (und das richten eheliche Streitereien in den Kindern aus!) und deren Schwester das beweisen wollte. Dabei fiel mein Groschen, wie Emmas erste Geschichte sein müsse – sehr persönlich nämlich. Und zwei Tage später schrieb ich los, vom mittlerweilen wieder versöhnten Gatten angespornt.

Ob daraus irgendetwas wird? Wer weiß das schon, aber im Moment schreibe ich täglich, lese es der Freundin vor, die es sehr mag und an den richtigen Stellen lacht oder schluchzt, und habe Proben davon drei Frauen zum Lesen gegeben, die mich zum Weiterschreiben motivieren. Entsprechend still ist es daher manchmal hier auf dem Blog – nix zum Zeigen, nix zum Erzählen. Ich weiß nicht, ob ich es schaffen kann, eine spannende Geschichte zu erzählen, ob ich fertig werde und dran bleibe, aber ich habe ein Vergnügen besonderer Natur für mich entdeckt und schreibe ganz so, wie es für mich passt. Weiter denke ich noch lange nicht. Was ich aber weiß, ist eines: Hätte ich vor zehn Jahren nicht mit dem Bloggen begonnen, hätte ich nicht immer auch ein Miteinander und Hilfe dadurch erfahren, dann säße ich auch jetzt noch hier und dächte, wie wunderbar es ist, dass andere Menschen Geschichten schreiben und wie gern ich das auch täte. Ich hätte auch niemals erfahren, wie wunderbar es ist, Kleidung selbst zu nähen oder in einen Stil komplett einzutauchen, einfach, weil ich ohne diesen Blog nie mit den  Frauen in Berührung gekommen wäre, die mir diese Ideen eingaben und mich auf dem Weg motivierten.

Von dort bis hier sind also nun zehn Jahre vergangen, in denen sich die Welt sehr verändert hat. Ich möchte gerne positiv in die nächsten zehn Jahre schauen, weiß aber nicht so recht, ob mir das gelingt: Was damals wie eine  gut asphaltierte Straße durch schöne Landschaften erschien, ist nun zu einer Autobahn mit einigen Schlaglöchern geworden, deren Ende hinter immer mehr Kurven zu liegen scheint. Ich schaue etwas weniger nach links und rechts, besinne mich etwas mehr auf mich selbst und versuche, nicht zuviel an das zu denken, was hinter der Kurve kommen mag. Ich weiß ja nun, alleine bin ich nicht.

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14 thoughts on “10 Jahre – was gab’s, wie weiter?”

  • Liebe Michou,
    schreibe bitte weiter!
    Du wirst sehen, mit jedem “Schlagloch”, das Du heil überstehst, wirst Du besser.
    Liebe Grüße aus Remagen

    • Und ist das nicht ein gutes Gefühl – wir sind nicht alleine?
      Ach, Emma ist sehr schüchtern und hat einen langen Weg vor sich, der 1906 begann … in Gedanken weiß ich fast alles über sie 😀

  • Und ich drücke dich ganz von weitem – ohne den Blog hätte ich dich ja nie getroffen (auch wenn ich Himbeer-Rot trotz Farbberatung immer noch nicht mag 😉 )

    • Du musst das Himbeer-Rot ja auch nicht lieben, aber es ist doch gut zu wissen, dass es dich liebt 😀 Und ich hoffe ja, du kommst zurück nach Bonn …

  • Ich bin sehr froh, deinen Blog gefunden zu haben! (irgendwie scheinst du für manche “Schlaglöcher” und “Mistviecher” genau die Worte zu finden, die mir fehlen… :))
    LG Maria (…die wohl so langsam auf der Suche nach den richtigen Farben so langsam die Kurve kriegt….)

    • Ach du, das freut mich – es ist bis heute das seltsamste, aber auch befriedigendste Gefühl, eigenartiges zu schreiben und zu glauben, man fühle nur alleine so fremd und dann zu lesen, dass andere genau das genau so sehen und nur die passenden Worte nicht fanden 😀

      Und mit den richtigen Farben tut sich eine Menge, nicht wahr?

  • Liebe Michou,

    herzlichen Glückwunsch zum zehnten Bloggeburtstag! Und wie schön, den mit dir feiern zu können.
    Ich bin ja noch nicht lange hier dabei – zu kurz, um den Tod deines Vaters mitbekommen zu haben, und doch haben gerade diese Zeilen mich zum Weinen gebracht (ein kürzlicher Tod in der eigenen Wahlverwandtschaft, ähnlich schnell). Deswegen bin ich momentan auch so still…

    Liebe Grüße und eine Umarmung,
    Sabrina

  • Gratulation zu den 10 Jahren Blog, in dem ich ja erst seit Kurzem lese.

    Ach Liebes, da hat mich Dein vorletzter Satz doch glatt zum Lachen gebracht!
    “Was damals wie eine gut asphaltierte Straße durch schöne Landschaften erschien, ist nun zu einer Autobahn mit einigen Schlaglöchern geworden, deren Ende hinter immer mehr Kurven zu liegen scheint.”

    Mir schien das Leben nie glatt asphaltiert zu sein, und wenn es nur ein paar Schlaglöcher hätte, es wäre wesentlich einfacher. 😉

    Meine Lebenssstraße ähnelt eher einer Rallyestrecke, die durch trockene Wüsten und steile Berge führt, und in der ich halb zerstörte Hängebrücken und reißende Flüsse überqueren muss(te). Was hinter dem nächsten Bergrücken liegt, bleibt immer verborgen und wenn ich glaube, die Strecke werde jetzt übersichtlich, zieht dichter Nebel auf. 😉

    Wenn ich so an meine Träume und Wünsche denke, fällt mir ein, dass ich schon zu Schulzeiten Schriftstellerin werden wollte. Nachdem zuerst Lehrerin und dann Ärztin auf meinem Lebensplan standen. Aber dann kam frecherweise einfach das Leben dazwischen. *lach*

    Lebe Deinen Traum, liebe Andrea, denn man bereut nur selten die Dinge die man getan, aber ganz oft die, die man unterlassen hat.

    Eine herzliche und lange Umarmung, falls Du magst. <3

    Ganz liebe Grüße

    Ariana

  • Glückwunsch zum 10jährigen! Gerade an deinem Blog finde ich spannend zu sehen, wie sehr er mit der Schreiberin wächst und andersherum. Letztlich, auch wenn einen alle Kommentare und lieben Leserinnen unendlich freuen, ist es ja ein Projekt auch ganz für einen selbst, der viele Reflexionen anstösst, einen verändert und die hilft. Darauf einen Toast! Freue mich sehr über deine Buchprojekte und hoffe noch ganz viel von dir zu lesen! Liebste grüße, zuzsa

  • Glückwunsch zum 10ten Bloggeburtstag! Deine Schreibweise ist etwas das mich immer wieder hierhin zieht und mich gerne mitlesen läßt, und doch kommentiere ich so selten da meine Stärke wohl eher nicht im Schreiben liegt (zig nicht abgesendete Kommentare 🙂 beweisen das) Ich kann mir gut vorstellen das es eine tolle Geschichte wird mit Emma, und hoffe darauf das wir hier alle einmal einen kleinen Einblick erhaschen dürfen, neugierig wie wir/ich bin. Liebe Grüße, Nicole

  • Auch von mir einen dicken Glückwunsch zum 10. Bloggeburtstag! Auch ich bin noch nicht so lange dabei die schwierige Zeit mit dem Tod deines Vaters miterlebt (bzw. mitgelesen) zu haben, sondern erst durch Muriels Podcast auf dich gestoßen. Ich finde es sehr mutig, dass du damals so offen über deinen Schmerz geschrieben hast und freue mich zu lesen, dass du darauf so positiven Zuspruch bekommen hast. Ich habe schon oft gelesen bzw. gehört, dass durch sowas auch gerne das Gegenteil passiert, da manche Leser durch gewisse Themen getriggert und dann unverschämt werden. Das aber ein Blog oder ein Podcast ein freiwilliges Angebot sind und man das Lesen oder Hören auch einfach lassen könnte, anstatt Unverschämtheiten über den anderen auszugießen, scheint in manchen Köpfen nicht zu existieren. Aber ich schweife ab…
    Ich bin gerade erst wieder dabei beim Bloggen in einen regelmäßigen Tritt zu kommen und mache mir eine Menge Gedanken darüber was auf das Blog gehört und was nicht. Nach Beendigung meines Studiums bin ich gerade auf Jobsuche und da fragt man sich schon ob ein potentieller neuer Arbeitgeber gewisse persönliche Gedanken lesen können sollte oder die neue selbstgenähte Unterwäsche anschauen können sollte. Na ja, nichtsdestotrotz danke ich dir für deine offene und ehrlich Art zu schreiben und mich immer wieder zum Nachdenken anzuregen. Die Gedanken zum “sexy sein”, die du bei Muriel geäußert hast, arbeiten immer noch in meinem Hinterstübchen.
    Ich wünsche Dir auf jeden Fall viel Erfolg mit deinem Buchprojekt und hoffe, dass du es wirklich durchziehst und es genauso wird wie du es dir wünschst! Wer nicht wagt, der nicht gewinnt! Leider hatte ich Probleme mir deinen Prolog mit der nötigen Aufmerksamkeit anzuhören. Ich muss dazu vorwegschieben, sobald es genügend laute Hintergrundgeräusche gibt, höre ich schlecht bzw. hat mein Hirn zunehmend Probleme Sprache zu verarbeiten (angeblich irgendein Druckausgleich Problem in meinem Ohr…). Das Rauschen und das Vogelzwitschern im Hintergrund haben es mir deshalb schwierig gemacht dir zuzuhören. Aber, trotzdem scheint es mir Potential zu haben, und ich bin sehr gespannt irgendwann noch mehr zu erfahren.
    Also, alles Gute für die Zukunft!

    Liebe Grüße,
    Kathrin

    • Liebe Kathrin,

      zunächst einmal entschuldige, dass ich deinen Kommentar erst jetzt freigeschaltet habe – er war im Spam gelandet, weshalb auch immer. Und dann danke für den wunderbaren Inhalt, ich mag es immer sehr, wenn sich jemand einfach mal gehen lässt 🙂 Deinen Blog schaue ich mir gleich einmal an.
      Die zukünftigen Arbeitgeber … ich denke, es ist sicherlich branchenbezogen, je nachdem wie entspannt oder verlogen dort hantiert wird. Sich in Unterwäsche zu zeigen – manchmal denke ich, wenn wir das alle einmal täten, ginge es der Welt vielleicht besser. Weil zum Einen ja gar nichts dabei sein sollte und zum Anderen wir wirklich unterschiedliche Frauenbilder zeigen würden, was anderen Mut machen könnte. Aber ich tue es ja auch nicht, obwohl ich darüber zwecks persönlicher Angstbewältigung schon nachgedacht habe 😀

      In den zehn Jahren des Bloggens habe ich einen einzigen Kommentar bekommen, der vor Boshaftigkeit und Arroganz nur so triefte und das traf mich auch. Ich war kurz davor, ihn zu löschen, aber merkte, dass ich ihn dann ewig mit mir tragen würde – und hey verdammt noch mal: Weder hatte die Person mit ihrer Aussage recht noch musste ich mich für deren Entgleisung schämen. Wenn sie mir erklärte, ich müsse mit ihrer Beurteilung leben, weil ich ja öffentlich schriebe, dann galt das Selbe für sie und so habe ich daraus einen Beitrag verfasst. Was ich jederzeit wieder täte – damit muss halt jeder Troll rechnen, ganz groß raus zu kommen 😀 Unnötig zu erwähnen, dass diese Person auf die Kommentare der anderen nicht einging, sondern schwieg …
      Dass das nur einmal bislang geschehen ist, hat vielleicht gerade etwas damit zu tun, dass ich ziemlich ungefiltert all meine Gedanken hier eintrage und es wahrscheinlich mehr Spaß macht, einer scheinbar perfekten Bloggerin ihre Fehler aufzuzeigen als einer unperfekten bei der Aufzählung ihrer Fehler zuzustimmen. Von daher kann ich nur zur Offenheit raten, wenn man das Bloggen als persönliches Erlebnis empfindet und nicht nur als Möglichkeit des Zeigens.
      Und ich schreibe zur Zeit sehr fleißig an meinem Krimilein und niemand muss sich den Prolog antun 😀 Ich kann Technik wohl bedienen, aber nicht gut einsetzen und eigentlich geht es dir wie mir: Hintergrundgeräusche machen das Verstehen für mich sehr schwer.

      So, ich danke dir sehr und gehe jetzt deinen Blog anschauen 🙂

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