Burda-Problem-Update – BPU

Meine liebe Freundin Viola war heute morgen zu Besuch, um sich eine Tunika nähen zu lassen und glücklicherweise ist sie, was millimeter genaues Nähen anbelangt, entspannt. Und da sie insgesamt entspannter ist als ich und bislang an meinen Kleidungsstücken nichts zu beanstanden hatte, hielt ich es für eine gute Idee, ihr das letzte Kleid nach dem Burdamaßschnitt vorzuführen. Vielleicht, so dachte ich, sähe es ja unter nicht kamerabewehrten und entspannten Augen viel besser aus, als ich es hier gezeigt und geschildert hatte? Könnte ja sein, immerhin …

Ich hatte noch kaum die ersten vier Knöpfe zu, als ich den Ausdruck sanfter Kritik in ihrem Antlitz nicht umhin kam zu bemerken. Man kann auch sagen, dass ihr nicht gefiel, was sie sah. „Am Busen sitzt das ja widerlich,“ sprach die holde Maid, „wie ist das denn passiert?“ Ok, vielleicht sieht das Kleid im wahren Leben sogar noch schlimmer aus als auf den Bildern. Nun stehe ich mit der Meinung, da sei viel zu viel Stoff zwischen Schulter und Oberweite, nicht mehr alleine da. Auch die auf dem Oberarm schwappende Armausschnittnaht wurde bestätigt. Weiß ich immerhin, dass ich nicht blind bin. Mit schier unerträglicher Spannung warte ich noch auf die Antwort des Burdateams, um zu wissen, was da nicht stimmt. Bei einem Vergleich zwischen Maßschnitt und Magazinschnitt schneidet zu meiner Überraschung der zweite besser ab. DAS war nicht in meinem Sinne und lässt mich bittere Tränen ob des heraus geworfenen Geldes vergießen.

Und weil ich doch dazu neige, die Schuld dafür bei mir zu suchen (schief und krumm genäht, falsch ausgeschnitten, schief und krumm gebaut, unmöglich, da einen Schnitt passend zu bekommen), hat Viola mich auch gleich noch aufgebaut, indem sie mir das ausredete. Bin relativ normal gebaut, habe schöne Schultern und der Stoff sieht ziemlich gerade aus 🙂

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