Geliebte Leserinnen

Es ist ja schon wieder einige Jahre her, dass ich eine Ode an die stille Leserin schrieb, die sich eines Tages aufrafft und kommentiert – kommentiert in der denkbar liebenswürdigsten und manchmal mich zu Tränen treibenden Art. Als ich dann den Laden eröffnete, lernte ich manche auch leibhaftig kennen und wußte ab da ganz genau, dass meine vage Vorstellung von den Frauen, die mich lesen und mir schrieben, eine absolut richtige war: Allesamt waren genauso offen, humorvoll, intelligent, lebensklug und herzenswarm wie erhofft. Und doch war jede anders und besonders – Frauen kommen eben sehr vielfältig und mit sehr persönlich zusammen gewürftelten Lebensgeschichten daher.

Eher selten geschah es mir bislang, dass ich erkannt wurde – Wiebke (oder ist es Wibke?) ahnt nun schon, dass sie gemeint sein muss 🙂 Ich erhielt einmal einen Kommentar, dass mich die Betreffende am Vormittag in der Stadt auf Karstadt’schen Rolltreppe erkannt habe, aber zu schüchtern gewesen sei, mich anzusprechen. Ein anderes Mal hörte ich auf dem Remagener Stoffmarkt, wie eine Frau ihrer Freundin zutuschelte: „Die kenn isch, dat is die Mischu. Also glaub isch …“ – ich gebe zu, dieses Mal war ich zu feige, mich umzudrehen und los zu jubeln. Auf einem meiner Kosmetikseminare kamen wir abends auf das Thema „Nähen“ zu sprechen und eine Kollegin schlug sich auf den Schenkel und rief, sie habe es doch geahnt – sie lese ja auch sämtliche Blogs, aber bislang kamen ihr all die Bloggerinnen kaum wie echte Menschen vor. Was mir, ich gebe es zu, bei manchen ganz ähnlich ging in früheren Jahren. Und dann sprach mich letztens eine der Angestellten der Bonner „Wolle Rödel“-Filaliale an, ob ich nicht auf der H+H gewesen sei? Da hätte sie mich gesehen und gehört und ich sei ihr so bekannt vorgekommen – und nun sei ich wohl auch noch Kundin.

Aber heute war es noch einmal ganz anders: Die Jungs brauchten – schon wieder und nein, ich werde wohl niemals für sie nähen – T-Shirts und kurze Hosen, dem Gatten schwebte ähnliches vor, die Hunde brauchten eh Bewegung und der kleine Hund aus der Hölle noch viel mehr Sozialtraining und so fuhren wir bei lauen Temperaturen ins nahe gelegene Bad Münstereifel, das in den letzten Jahren zum Outlet-Shopping-Center ausgebaut wurde. Nach den ersten Schritt schon hörte ich jemanden rufen und fühlte mich angesprochen: „Kommen Sie aus Bonn?“

Ich drehte mich um und nahm spontan an, wir müssten uns wohl schon einmal mit den Hunden begegnet sein – sämtliche Neubekanntschaften sind ausschließlich auf Max und Micky zurück zu führen. Aber nein, da erkannte mich jemand über den Blog. Und siezte mich – was ja gar nicht nötig ist. Ich trete jeder Leserin hier so was von nahe und palavere und jammere und klage und zetere, da kann mich ruhig duzen, was wir dann auch taten. Und wieder traf ich eine ganz tolle Frau mit einer unglaublichen Ausstrahlung, die lustig, offen und extem sympathisch war, dass ich am liebsten noch mehr Zeit für sie gehabt hätte – da hast du, liebe Wiebke, noch mal Glück gehabt, dass du deine Entourage dabei hattest, die dich schützen konnte 🙂

Und weil du mir sagtest, dass die Sache mit dem Passwort ein bißchen blöd sei, weil das Herum suchen ja nicht so schön sei und ich auf der Fahrt nach Hause mich fragte, weshalb ich eigentlich solche Angst habe, dass andere meinen Unsinn hören – nun ja, deshalb nehme ich das Passwort vom letzten Beitrag jetzt wieder raus und lasse eine jede sich darüber freuen, amüsieren, peinlich berührt den Kopf schütteln und sich krank lachen über das, was ich jetzt anfing und aus dem ich zumindest eine fertige Geschichte schaffen möchte. Wem es gefallen sollte, setzt unter den Beitrag – diesen oder den letzten – ein herzliches „Danke, Wiebke!“

So, ich strahle noch immer über das ganze Gesicht, you made my day, Wiebke und werde mich nun auch noch zum Sport aufraffen, weil … na, weil halt 😀

PS: Und hahaha! Wiebke hat ebenfalls einen Blog und gerade eben durfte ich mich freuen, denn sie hat auch von unserer Begegnung erzählt – vielen lieben Dank 🙂 Ich fühle mich jetzt sowas von wohl, ich kann es nicht in Worte fassen.

Schönheit, Selbstbewußtsein, Unsicherheit

Es hat ja, zu meinem großen Erstaunen, doch einige Reaktionen auf meine gestrige Nachfrage gegeben und viele sind bereit, sich dem Thema hier zu stellen. Dabei fiel mir schnell auf, dass jede das Thema aus einem anderen, persönlichen Blickwinkel betrachtet. Was also keinen Sinn macht, ist ein vorbereiteter Fragebogen.

Daher denke ich es mir nun so: Wer hier auf meinem Blog gezeigt werden möchte, „bewirbt“ sich noch einmal – fest stehen schon Wollbiene und  Stella – und ich wähle drei bis fünf weitere aus. Ich schaue durch eure Blogs, wir mailen und ich denke mir die passenden drei Fragen für die Vorgestellte aus, sie sie frei, aber gnadenlos ehrlich beantwortet und mit Bildern versieht, die sie auswählt. Toll wären natürlich Bilder, die den Unterschied zwischen gewünschter Aussenwirkung und der vermeintlichen Wahrheit zeigen.

Diese Serie würde ich gerne innerhalb der nächsten Tagen starten und veröffentlichen. Danach liste ich alle Fragen noch einmal auf und stelle sie all den anderen Interessierten zur Verfügung – wer mag, wählt sich drei davon aus, postet den Beitrag im eigenen Blog und sendet mir den Link, der in die Zusammenfassung meines letzten Beitrags zum Thema kommt.

Wer will? Über eine rege Teilnahme würde ich mich freuen, also gehet in euch.

Die Gewinnerinnen :-)

Am allerliebsten würde ich natürlich allen ein Buch senden und erfahren, ob ihr gerne darin geblättert habt, ob die zwei gegensätzlichen Seiten des Themas gut zusammen gewachsen sind und überhaupt und sowieso 🙂

Aber drei Bücher habe ich, drei Gewinnerinnen gibt es – heute morgen mit Katzenhilfe gezogen wurden: Annemarie, Maria und Jule – bitte seid so lieb und meldet euch.

Nun aber: Wer will gewinnen?

In eigener Sache zu schreiben fällt mir auch nach Jahren noch schwer, also kurz und knackig: Heute morgen sind fünf Exemplare des Buches bei mir eingetroffen, zu dem ich Texte geschrieben habe. Und drei davon verlose ich jetzt wie versprochen.

Wer also möchte gewinnen? Und weshalb musst du es unbedingt haben? Das schreibt ihr mir bitte in die Kommentare bis Montagabend und am Dienstagmorgen lasse ich dann das Los entscheiden.

Jetzt nur nicht schüchtern sein – drei Bücher suchen ein Zuhause. Sollte die Gewinnerin danach Lust haben, etwas darüber in ihrem Blog (so sie einen führt) zu schreiben, so freue ich mich doppelt – na ok, das hängt vermutlich vom Fazit ab 😀

Gewinnspiel?

Manchmal ist der Wurm drin und er will nicht recht heraus. Verständlich, er hat es sich gemütlich gemacht, lebt in seinem Apfel und stört sich nicht geringsten daran, was andere um diesen Apfel herum wohl wollen. Von ihm oder dem Apfel oder überhaupt. Das könnte ein wunderbarer, geradezu romantisch verklärender Anfang eines Märchens sein, dessen Hauptakteur weniger Apfel als orange ist …

Aber nein, heute will ich nicht politisch werden und ich wünschte, all diese häßlichen Männer würden aus meinem Sichtfeld verschwinden. Und deshalb mal etwas Schönes (und ich widerstehe dem Impuls „… solange es noch geht“ außerhalb dieser Klammern zu schreiben). Ich warte nach wie vor auf meine Exemplare, die längst unterwegs sein sollten und es wohl auch sind, aber einfach nicht zu mir finden. Das ist der Wurm im Apfel. Und längst wollte ich drei dieser Bücher hier unter euch verlosen. Solange sie aber nicht hier sind, kann ich nicht so recht loslegen, oder? Dabei möchte ich schon gerne wissen, was andere zu dem Werk sagen, das zwei ganz unterschiedliche Seiten desselben Themas zu vereinen sucht. Ich gebe zu, ich bin noch immer oder eigentlich jetzt erst recht aufgeregt.