MuMo – Die Wienerin etwa 1941/42

Da war doch mal was …? Der Muntere Montag ist sicher schon in Vergessenheit geraten; bei uns zumindest ist er in den letzten Wochen nie munter gewesen. Und so dachte ich heute am frühen Morgen, während ich die Wäsche in die Trommel stopfte, ich könnte ihn ja ein klein wenig munterer gestalten. Zumindest für diejenigen unter euch, die immer nach Inspiration dürsten.

Viele alte Zeitschriften besitze ich ja nicht, aber eine der bunteren Ausgaben habe ich noch und schon lange hatte ich sie einscannen wollen. Ich weiß jetzt wieder, weshalb mir das schon lange nicht mehr in den Sinn kam: es dauert Stunden! Bis alles gescannt ist, bis die Bilder bearbeitet und geschnitten sind, bis sie in das gleiche Format gebracht sind, bis die PDF-Software alles zusammengebündelt und verarbeitet hat: eigentlich kann ich mir das am ersten Tag der Woche gar nicht leisten. Auf der anderen Seite läuft mir der zu putzende Boden ja auch nicht weg 😀

Hier ist nun also die Wienerin, ohne genaue Jahresangabe – 22. Jahrgang; ein wenig Sucherei brachte den 19. Jahrgang hervor, der auf 1938 vermutet wird. Hach, jetzt fühle ich mich angenehm bestätigt, denn ich hatte auf 41/42 getippt. Wenn ich sonst schon nix kann, die Mode meiner Zeit einordnen geht gut. Ist ja auch ein unglaublich nützliches Talent, mit dem sich Welt erobern lässt. Wenn ich nur wollte!

Die Wienerin

Die Wienerin war eine Schnittmusterzeitschrift, der 20 Schnitte beilagen; weitere waren „lagernd“, was bedeutet, sie konnten bestellt werden. Wie üblich gab es nur eine Größe im Heft, in diesem Fall war es die 44, die in etwa den Maßen 96-76-106 entsprach.

Und natürlich habe ich besondere Lieblinge, die mich ansprechen:

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Ganz gerührt schaue ich aber auch auf die drei Seiten mit Kinderkleidung – sehen die gezeichneten Kinderlein nicht allesamt wie die komplette Käthe-Kruse-Kollektion aus?

MuMo – Schneidern mit Stil 1. Teil

Heute morgen, als die Wolken ins Zimmer lachten und mein Hals sich kribbelnd meldete, beschloß ich, dies sei kein guter Tag für montägliche Putzorgien – heute müsse alles etwas langsamer von der Hand gehen. Und so dachte ich, es sei eine gute Idee, mal eben etwas einzuscannen.
Das mit dem ‚mal eben‘ war ein Trugschluß; das von mir gewählte Heftchen bringt 68 Seiten mit und einige davon mit farbigen Akzenten, die ich euch nicht vorenthalten will. Aber das dauert … somit wird das nichts mit einem kompletten Scan, sondern nur mit einem Teil davon. Ein bißchen was anderes wollte und sollte ich heute doch noch erledigen können und dürfen und müssen und überhaupt und sowieso.

Was gibt es heute und an den nächsten ein oder zwei Montagen? Etwas für die ambitionierte Heimschneiderin, die keinen Fehler begehen möchte – und sind wir das nicht alle? Irgendwie?

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Klick aufs Bild führt euch zur Datei 🙂

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Munterer Montag – wieder erwacht!

Nun gut, es ist Dienstag. Aber als ich gestern mich daran begab, meinen Aktenschrank zu sortieren – alte Schnitte, neue Schnitte, eigene Schnitte, Knittax-Unterlagen, Strickhefte, Nähhefte, allgemeine Inspiration – fielen mir Schätzchen in die Hand, die mir gar nicht recht bekannt vorkamen. Unter anderem ein kleines Heftchen: Erikas Handarbeiten 2 von 1948 – Kostenpunkt: 1,95 Mark.
Der erste Gedanke war, und ich finde, das ehrt mich sehr :-D, ich müsse das sofort einscannen. Zumal ich denke, ich solle mich wieder mehr organisieren, endlich wieder raus aus der Lahmheit, die mich seit dem Tode meines Vaters so gefangen hält. Das ging mir auf, als ich vor einigen Tagen auf dem Weg zum Einkauf an Spätzle dachte. Mein Vater kam aus Lindau – der bayrischen Stadt am Bodensee – und ist mit schwäbisch-bayrischer Kücher groß geworden. Kam er abends von der Arbeit nach der Hause, so erinnere ich mich vor allem daran, dass er dann mit Holzbrettchen und holzeingefaßtem Besteck Brotzeit machte samt Radi und Bier dazu trank. Nicht sehr rheinisch, ließ sich hier aber gut machen. Weniger gut war die Tatsache, dass hier vor 40 Jahren kaum jemand wußte, was Spätzle oder Kasspatzen sind und noch weniger konnten sie herstellen. Bei einem unserer jährlichen Lindau-Urlaube wurde also ein Spätzlehoble besorgt und meine Mutter lernte, damit umzugehen. Kam auch auf Parties immer gut an. Käsespätzle werden für mich auch in zukünftiges veganen Zeiten unverzichtbar sein; da hängt zu viel anderes dran.
Wie nun auch immer, ich dachte daran, fertige Spätzle mitzunehmen und auf einmal setzte die Trauerspirale so heftig ein, wie ich es seit einigen Monaten nicht mehr kannte. Es hat mich überwältigt und ich musste erst einmal auf dem Parkplatz im Auto verharren, bis ich mich einigermaßen gefasst hatte. Als ich nach Hause kam, war mir klar, ich muss mich zumindest so weit eingesammelt bekommen, dass ich mein Leben wieder genießen kann. Und da fehlt mir doch einiges, was ich gerne tun möchte – und was ich von einer Seite zur anderen geschoben habe. Was davon ich dann wirklich wieder auf die Reihe bekommen werde, sei mal dahingestellt.
Aber mir wieder einen etwas geregelteren Tagesablauf zuzulegen, ist sicher nicht verkehrt. Und der Blog gehört dazu – und da war doch mal was? Genau: Teilen. Downloads. Munterer Montag. Nun also geht es ans Stricken. Und zwar luftig, luftig, luftig.

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Ein Klick aufs Bild führt euch zum PDF, ansonsten ist es auch über den Reiter ‚Downloads‘ zu finden. Nachgestricktes würde ich natürlich gerne sehen und ich möchte noch einmal fragen, ob eine der knapp 1.000 Damen, die die Modenschau 1938 herunter geladen haben, mir diese Datei noch einmal zusenden könnten: sie ist vor einiger Zeit gecrasht und ich habe sie nicht mehr auf dem Rechner …

MuMo – geht auch am Dienstag

Unendlich viele Seiten, die durch den Scanner mussten. Unendliche Kilometer, die ich zwischen Scanner und Laptop zurück legen musste. Ganz klar, bei so viel liebevoller Mühe erwarte ich, dass jede Seite sorgfältigst gelesen werden wird und sämtliche Modellvorschläge sich in Kleider verwandeln werden.

Modenschau2 001

So, und ich brauche jetzt mal Aufmunterung und Motivation, bitte im Doppelpack. Ein läppischer Bleistiftrock ist seit heute morgen zugeschnitten, aber trotz all meiner Beteuerungen meinem Spiegelbild gegenüber habe ich auch nicht einen Stich genäht. Oder gestrickt. Ich will, aber irgendwie …

MuMo – Jack Frost Knitting Book

Heute sind wieder die Strickerinnen an der Reihe – mit einem meiner liebsten Bücher. Mein allererster Vintagepulli war nach einer Anleitung aus einem Jack Frost-Buch gestrickt und seitdem habe ich eine besondere Zuneigung für die Anleitungen dieser Reihe: ausnahmslos alle Teile danach saßen gut und waren fehlerfrei geschrieben. Ob das hier auch bei jedem Pulli der Fall ist, kann ich nicht sagen; da hilft nur selber testen.

Jack Frost Knitting Book 003

Was mir gerade an dieser Ausgabe so besonders auffällt: wie unterschiedlich sich die Mannequins auf jeder Seite präsentieren. Es gibt ein wenig Glamour, ein wenig Melancholie, mal ganz entspannt, mal sehr aufmerksam, mal mädchenhaft und dann wieder sehr abgeklärt. Aber vielleicht ist das nur mein Eindruck. Wie auch immer, Klick aufs Bild öffnet das PDF.

Viel Spaß 🙂

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