F&A, L&K – nach langer Zeit mal wieder :-)

Ups, da komme ich vor einer knappen halben Stunde zurück und finde 17 Kommentare vor – Meikes Streifenmonat hat wohl das Bewußtsein für dieses Design geschärft 😉 Nun gehören Streifen schon seit eh und je zu meinen Favoriten, aber es schadet ja nicht, wenn auch andere auf diesen Trichter kommen – go, Meike, go! Und weil die Jungs nach dem Tennis noch etwas aufgekratzt sind und es draußen wahrhaftig sommerlich ist, dürfen Selbige noch draußen herum rennen und ich mir Zeit nehmen, um auf die Kommentare einzugehen. Hatten wir ja auch längere Zeit nicht mehr.

Alle scheint der Gedanke zu einen, dass ich nicht zu alt für das Kleid bin; das Kleid selbst wird als erwachsen empfunden – da bin ich schon mal erleichtert und sollte es auch gelogen sein, dann zumindest gut und charmant. Letztendlich bin ich ja eher eine Vertreterin der These, dass es der eigene Stil ist, der wichtig ist und nicht das Alter der Stilträgerin. Es mag sein, dass mich all die Fünfziger-Jahre-Bilder von quergestreiften Sommerkleidern kurzfristig in die geistige Verwirrung getrieben haben mögen: die Models dort – halt nein, die Mannequins der Zeit waren zumindest im hochpreisigen Zeitschriftensektor schon sehr, sehr zart, sehr, sehr geschnürt und sehr, sehr jung und statuesk in ihrer Ausstrahlung – wie kühler, frisch polierter Marmor. Sagen wir so: das entspricht mir ja eher nicht … 😉
Andererseits bin ich von den Fünfzigern nur mäßig angetan: die übertrieben süßliche Weiblichkeit der Zeit ist mir zu arg, die darin wohnende Spießigkeit zu muffig. Da muss ich mich auch nicht mit den Bildern vergleichen. Aber wir stellen klar: ich darf das Kleid tragen und mit 25 hätte ich mich das sowieso nicht getraut. Danke Mädels, ich fühle mich geradezu gebotoxt 😀 (Noch schnell ein Aber: darf man mit 44 denn bei irgendetwas sagen, man sei zu alt dafür …?)

Jetzt gucken wir mal, ob noch was anderes zu beantworten bleibt:

Susanne von Januarkleider:

„Ich finde das Kleid erwachsen genug und muss zugeben, dass ich schon länger auf der Suche nach einem ähnlichen Ober­teil­schnitt bin, obwohl ich ein bisschen älter bin als du.“

Im Prinzip könntest du den Schnitt leicht selbst erstellen, wenn du einen gut passenden, engen Oberteilschnitt hast. Wenn du magst, schreibe mir und ich erkläre dir, was du dazu tun musst und welches Maß du noch nehmen musst. Geht ganz leicht und flott, versprochen 🙂

Uta von littl el:

„Sehr schön, keines­falls zu alt. Wenn ich mich das frage überlege ich immer, ob ich mir das Klei­dungs­stück an einer erheblich älteren Person, evtl. grau­haarig, zu deren Typ es passt vorstellen kann.“

Da passt es ja, dass ich vor einem guten halben Jahr beschlossen habe, meine Haare nicht mehr zu färben – ich habe nämlich die ersten Grauen entdeckt und hoffe, dass sie schnell mehr werden. Dann nämlich bliebe mein Haar auch unter Sonne im kühlen Farbbereich und ich finde grau so schön … wenn ich auch ein wenig „alt“ oder zumindest „älter“ darin bei mir sehe 😉 Aber der Blauton des Kleides passt natürlich perfekt zu grau!

Die pfeifende Karin:

„Gib mir mal einen Tipp zu einem Stoff mit Bordüre für ein Kleid. Das kann ich das Rockteil ja unten nur gerade schneiden. Hebe ich an den Hüften dann etwas hoch???“

Normalerweise im Gegentei: die meisten Frauen haben von der Taille über den Hüftbogen bis zum Boden ein bis zwei Zentimeter mehr Länge als in der VM oder HM – das kann natürlich variieren. Ich habe den Stoff als Rechteck gelassen, weil eine Taillenrundung im Rock bei dem Stoff aufgefallen wäre, deshalb sitzt es seitlich auch nicht perfekt. Andererseits ist der Rock so weit und so sehr in Bewegung, dass das nicht auffällt. Ob ich dir damit jetzt geholfen habe …?

Gerlinde, das vorlaute Stück 😉 :

„Glaube nicht, dass Du ’schon zu alt‘ fuer das Kleid bist;
a) hast Du noch ziemlich kleine Kinder zum notfalls ‚Irre­fu­ehren‘ etwaiger Raet­sel­rater an Deiner Seite“

Ha, du kennst diese beiden Monster nicht – wenn die so weitermachen, wird sich keiner mehr Irreführen lassen. Jeder wird meinem zerfurchten Sorgengesicht sofort ansehen, dass ich die Großmutter bin 😉 Aber dafür doch, wie heißt es so nett: flott!

Sewing Galaxy:

„so jetzt zu deinem blind­stich. nein, es liegt nicht am stoff. und wenn du meiner erfahrung und erfahrung meiner haute­couture meis­terin vertraust– du wird niemals das unsichbare bild mit einer haus­halt­ma­schine erreichen, mit keiner!!! ich mache alle meine säume per hand,wenn sie nicht mit einer anderen art verar­beitet werden.
also, guter rat– verlier nciht danier zeit mit etwas ,was nie kommt.“

Ich verstehe deinen Standpunkt, aber ich für mich habe auch nicht das allergeringste Talent für Handstiche 😉 Ich konnte in der Schule passabel sticken, besser häkeln, richtig gut Makramee knüpfen, perspektivisch zeichnen und Faltenwürfe schattieren, ich hasste das Stricken und ich konnte und kann bis heute mit einer Nähnadel nichts anfangen. Da kommt meine naturgegebene Ungeduld und Ungenauigkeit heraus. Bislang habe ich die meisten Säume mit der Hand gemacht und bei einem festen Wollstoff konnte ich mich damit sogar arrangieren – aber nicht einmal konnte ich es hinbringen, dass die Stiche im gleichen Abstand oder gar in gleicher Größe gerieten. Schlimmer aber noch: ich bin eine Niete im Vernähen dieser Handstiche und ich blieb immer wieder mit Schnallen, Schuhen, Bügeleisen oder anderem im Saum hängen, der sich dann sofort löste – bei Knöpfen erreiche ich mittlerweile einen 90prozentigen Erhalt bei der Dauerverwendung.
Dagegen dieser Stich, der sicherlich noch ein wenig zarter werden kann (wenn ich mir Mühe gebe) – das liegt mir (Und das Bild oben ist deutlich größer als das Original, das tröstet mich auch). Dass ich vor dem Nähen auch lange brauche, um den Stoff in die richtige Falte zu legen und zu sichern, das macht mir nichts und dass das kein Haute Couture Ergebnis gibt, ertrage ich auch mit Fassung 😉 Es gab eine Zeit in meinem Leben, während der ich zu ein paar Jil Sander Stücken brachte, die ich sicherlich gerne trug und deren Innenleben einmal schön war, aber das ist nichts, womit ich konkurrieren will – nicht, so lange hier Monster leben…

„jetzt zum klied. das ist mit abstand die beste passform,die ich je an dir gesehen habe. es stimmt einfach alles– lage der abnäher, länge der abnäher, tail­len­li­ni­enlage und vor allem rücken­länge!
sehr grosses komplemnat für die arbeit mit streifen.
falls du an kritik nciht inter­es­siert bist– lese nicht weiter.
zu kritik­punkten gehört RV. an so einem kleid darf RV in der ertsen linie nicht dunkel sein, und vor allem nicht sichtbar.“

Ja, es ist seltsam, wie Stoffe ihr Eigenleben entwickeln 😉 Das ist meine große Unsicherheit beim selbermachen. Denn das Oberteil ist, was die Maße und die Lage der Abnäher anbelangt, identisch mit all den anderen engen Oberteilen. Aber mal dehnt sich ein Stoff durch das Gewicht des Rockes doch ein wenig nach unten, mal gibt ein Stoff in der Weite stärker nach oder aber er lässt sich einfach an den Abnähern nicht schön Ausbügeln. Oder ich mache einen Fehler beim Zuschnitt, was gerne im dunkeln passiert 😉 Bei diesem Oberteil ist es allerdings so, dass es etwas zu eng ist, was natürlich keinesfalls am Süßkram liegt.

Kritik darf wohl sein – kommt halt immer drauf an, ob sie weiterhilft. Und ich habe ein Problem mit feststehenden Regeln, womöglich, weil unser Französisch/Klassenlehrer meine Klasse und mich sehr geprägt hat. Es gab nichts, gar nicht, was wir NICHT in Frage gestellt und diskutiert hätten; ja, das ging so weit, dass manchen von uns bis heute glauben, dass man recht bekommt, wenn man nur lange genug fragt und diskutiert. Und so frage ich mich natürlich – also ich fragte es mich schon beim Entwurf – ob ich zwangsweise einen nicht sichtbaren RV einarbeiten muss. Wer sagt das? Weshalb nicht mal anders? Es ist doch mein Kleid, mein Entwurf, meine Spielerei. Kommt noch hinzu, dass ich keine freie Minute in Aussicht hatte, um einen anderen RV zu besorgen … ich sage ja nicht, dass die Gründe gut sind 😉 Aber ich wollte nichts halbes, ich mag keine einseitig verdeckten RVs und ich wollte einen Bruch im Netten – also habe ich den RV bewußt sehr sichtbar eingenäht. Zum Glück, so habe ich einen Zentimeter mehr Platz gewonnen … jetzt geht auch einatmen wieder. Puh, dass deine Kommentare aber auch immer so anstrengend in der Beantwortung sind.

Und nochmal für alle:

ja, die Streifen passen ganz schön zusammen – auf der anderen Seite sind sie einen knappen Millimeter versetzt, weil dort ein Stück am Stoff fehlte und dafür habe ich es ganz gut gerettet. Nun sind die Streifen ja schon riesig – da ging es mit dem Zuschnitt an den passenden Stellen schon sehr gut. Aber da bin ich nun auch mal stolz, dass ich das hinbekommen habe, habe aber auch lange über den Schnitt gegrübelt und das war die halbe Miete. So, nun ist die Zeit weg, ich muss die Jungs in die Betten packen und dann mache ich mir Gedanken über das nächste Hemdblusenkleid (äähä, schooohn wiedäähhh … ja schon wieder, die Dinger sind praktisch wie nur was! Verschrottet die Jeans, tragt Hemdblusenkleider, jetzt!)

Mal wieder Frage und Antwort spielen – mehr

Ich habe wirklich keine Lust, heute noch irgendetwas aufzuräumen und mit meinem dreimalverfluchten Sloper will ich auch nicht hadern. Wie entgehe ich dem? Ich ziehe mich heimlich, schnell und leise auf meine Kemenate zurück und veröffentliche die Kommentare, die sich bis jetzt eingefunden habe und antworte unendlich lange darauf 🙂

Masa
Liebe Michou,
hast schon recht, vorwiegend.
ja, in der Tat war es bei mir so: ich habe einen Blog begonnen, hatte vorher keine Bloger­fahrung, weder aktiv noch als Leserin. Ich habe quasi gleich­zeitig begonnen in Blogs zu stöbern und einen eigenen eröffnet. und habe erstmal das so gemacht wie vorge­funden. Es war eine gewisse Scheu, sich im Netz ablichten zu lassen. Jetzt sehe ich das entspannter und mich gibts mal ganz, mal halb, mal gar nicht. Je nach Laune. Aber meine Kinder möchte ich in dem Blog nicht ablichten, zumindest nicht erkennbar mit Gesicht. Ein Freund von uns hat eine totale Internet-Neurose und wittert überall die „Bösen“, die uns ausspi­no­nieren.
Als ich also anfing im Blog­gerland zu Stöbetrn, ging es mir oft so, das ich etwas gelesen hatte und toll fand,… und nicht wieder. Nur die mit Gesicht, da war es einfacher. Und sympa­thisch. Vor allem in den Nicht-Deutschen Blogs auffällig kein Probelm. Was ist unseres? Angst vor Big.-Brother und dem bösen Mann, wie bei unserm Freund? Weiß ich nicht.
Ist es nicth hrerlich, was für Themen hier in letzter Zeit in die Blogs kommen. Heikes Kopf­klei­der­schrank , Aller­lei­rauhs Kommen­tarfrage, und auch Du hast mal wieder zum Nach­denken angeregt. Ich liebe das Bloggen dafür!
Und Deine Auflistung stimmt auffällig. Aber darf man nur Bloggen, wenn man seinen Stil schon hat. Verän­de­rungen und entwick­lungen können doch auch inter­essant sein/ werden.
Liebe Grüße an Dich,
Sabine
Sei gegrüßt

Liebe Masa,

bin gerade vor meiner undank­baren Familie (ich kochte viererlei und bekomme nicht mal ein Danke, statt­dessen wird geme­ckert, dass drei Pfannen in der Spüle stehen … — darf man da fliehen?) und finde deinen Kommentar, der mir sehr gefällt.
Von genau dieser Situation bin ich bei ganz vielen Blogs ausge­gangen: da schlittert man hinein, weil es woanders auch so ist und bestimmt hat das auch etwas mit dem bekannten deut­schen Daten­schutz­be­dürfnis zu tun. Seltsam aber, dass wir diese Daten auf einem Blog schützen, aber wahr­scheinlich schon mal entspannter sind, wenn genau DER Stoff, DAS Buch endlich gefunden ist und auf einer bislang nie genutzten Seite bestellt werden kann 😉 Nehme ich mich nicht von aus, aber als ich mit dem Bloggen das erste Mal begann, war der zweite Sohn noch nicht einmal gedacht und ich hatte eben erst mit dem Stricken wieder begonnen. Ganz schnell habe ich das Internet als Hilfe entdeckt und von da bin ich auf Strickblog gestoßen — vor allem auf ameri­ka­nische und englische Blogs. Die deut­schen gefielen mir größ­ten­teils nicht, weil sie entweder der Sack­strick­fraktion ange­hörten oder nur bunt­buntbunt konnten. Schön, elegant, edel, modern, neu, spannend ging es damals nur Übersee zu. Und mir ist bis heute noch kein einziger Amiblog im Mode-Strick-Näh-Bereich vorge­kommen, der ohne Bilder vom Gesicht der Schrei­berin versehen ist. Für mich war es daher ganz normal, mich komplett zu zeigen.
Dieses Abschneiden, Verschwinden, Verstecken scheint mir in letzter Zeit zu zu nehmen und da könnte man/ich nun schon weiter philo­so­phieren, ob das mit dem gene­rellen Rückzug ins Private zu tun haben mag — Poli­tik­verdruß, Welt­en­schmerz, eigene kleine Welt schaffen, uner­reichbar, unan­greifbar sein? Könnte ich alles verstehen. Könnte aber auch sein, dass „Gesicht zeigen“ viel­leicht schon als zu indi­vi­duell, als zu besonders, als zu nicht unauf­fällig gelten mag. Ist das Führen eines Blogs, der sich mit einer nur schein­baren Ober­fläch­lichkeit, der Kleidung, befaßt, etwas Ehren­rüh­riges? Macht mich das in den Augen von denen (denen da oben, den Welt­herr­schern, den Verschwörern, den Anderen — eben jene unfass­baren „‚DIE“) zu einem dummen, kleinen Puttelchen, dasnichts weiß, nichts kann und albern und eitel daher kommt? Je länger ich darüber nach­denke, umso mehr verwundere ich mich …
Es ist einfach so: ICH WILL EUCH SEHEN! Weil ich euch gut finde und weil ich neugierig bin und weil ich mich manchmal auch von irgend­welchen Problemchen im Hier-zu-eng und hier-zu-schief-Bereich durch den Gesamt­ein­druck ablenken lassen möchte 🙂

Achso und zu dem eigenen Stil: nein, ich meine nicht, dass man das Blog­schreiben lassen solle, wenn man den noch nicht gefunden hat — als ich begann, dachte ich, ich wolle alles knapp halten, was ich auch getan habe: drei Bilder, Angaben zur Wolle und zur Anleitung, kurze Erklärung der Verän­de­rungen, des Ergeb­nisses und eine Bewertung. Zu mehr habe ich mich auch nicht getraut. Den Blog hatte ich nach einem halben Jahr geschlossen, weil es mir so keinen Spaß mehr machte. Als ich wieder anfing, habe ich mich immer öfter dazu verleiten lassen, mehr zu schreiben und auch öfter so zu schreiben, wie ich auch spreche — viele Satz­zeichen zu verwenden, um mich hörbar zu machen. Lange Sätze, wenn ich mich atemlos fühle, wenn ich mich aufrege oder spielen will. Dreier-Alliterationen, die mir auch im echten Gespräch gerne mal von den Lippen perlen. das bewußte Verzichten auf englische Ausdrücke, die Verwendung altmo­di­scher Wörter, je nach Stimmung und Thema das syste­ma­tische Streichen von Füll­wörtern und Adjek­tiven oder im Gegenteil der überreiche Einsatz beider Wort­arten — ich spiele, ich rede mir Frust von der Seele, ich hetze voran, ich geniesse — ich versuche durchaus, mich sehr persönlich mitzu­teilen und damit setze ich mich auch der Gefahr aus, mißver­standen und/oder ange­griffen zu werden. Wenn es mir dadurch gelingt, wieder erkannt zu werden, dann freut mich das sehr — dass ich mein Bild zu Hilfe nehme, weil nicht jede Zeit, Lust und Sinn für meine ausufernden Wort­ver­ket­te­leien hat — ist doch nur fair so.
Aber ha, wie immer von hier nach da mit mir: wenn die Neublog­gerin ihren Stil noch nicht hat, noch nicht haben kann, dann wird es für die Neule­serin schwer, sie von anderen Neublogs zu unter­scheiden, wenn kein Gesicht dabei ist. Und da viele auch gerne mit ihrem Bloger­schei­nungsbild neutral bleiben, muss zumindest ich oft bis zu einem älteren Beitrag scrollen, um mich zu erinnern, weshalb ich hier bin und wer sie ist. Die Zeit habe ich nicht immer und wie schade ist es, sich dann wieder aus den Augen zu verlieren. Nun ist es für mich nie bedeutend gewesen, eine Riesen­fan­ge­meinde um mich zu scharen — ich bin immer sehr fürs Kleine und Exklusive und bin manchmal überrascht, dass es doch mehr sind, als ich dachte — aber andere eröffnen ihren Blog viel­leicht mit dem Gedanken, eine gewiße Aner­kennung zu erhalten — durchaus berechtigt, man muss ja mal anständig gelobt werden, wenn es keiner im Umkreis machen kann — und da wäre es viel­leicht hilf­reich und zu sich komplett zu stehen.
Ha, wieder ewig lang — habe einfach keine Lust, nun da unten aufzu­räumen 😉

Elke
Liebe Michou,
eigentlich stimmt ich Dir zu.
Auch ich schaue mir lieber Blogs mit Ganz­kör­per­bildern an. Enthauptete oder verwischte Köpfe finde ich aus foto­gra­fi­scher Sicht furchtbar.
Für mich selber (mein Blog ist noch frisch) habe ich mir fest vorge­nommen so oft wie möglich normale Bilder mit Kopf einzu­stellen. Aller­dings gibt es auch bei mir schon Posts (z.B. das Weih­nachts­kleid) wo ich den Kopf leider entfernen mußte 🙂 , ich war krank und lag eigentlich mit Fieber im Bett, wollte aber auf keinen Fall das Finale verpassen und habe in der Phase als das Paracetamol am besten gewirkt hat schnell die Bilder gemacht. Wie die Haare und meine Gesichts­farbe aussahen wollte ich nicht
sehen und das hatte mein Kleid auch nicht verdient 😉
und auch bei Fotos die Nachts entstehen nach einem langen Tag und wenn dann das was man sich vorge­nommen hat nicht klappt (solche Posts werden hoffentlich wenige entstehen) bitte ich um Verständnis.
Ansonsten habe ich nichts zu verbergen 🙂 und bin bemüht um „sehens­werte“ natür­liche Bilder, die nicht dadurch entstehen dass ich mich im Spiegel foto­gra­fiere und dann wundere wieso das Bild nicht scharf geworden ist 😉 (der Auto­fokus stellt immer auf den Spiegel scharf und nicht auf die tatsäch­liche Entfernung des Körpers im Spiegel, das kann nicht funk­tio­nieren)
Grüße
Elke

😀 Ohja, diese Art der Köpfung kenne ich auch und ich finde sie vollkommen legitim, denn im Grunde verrät sie doch auch eine süße kleine Kleinigkeit über uns: ein büschen eitel sind wir auch. Es gibt so eine gewiße Grenze bei mir, die ich schwer zu überschreiten finde – mit dem gestreiften Kleid bin ich schon sehr weit gegangen. Denn manche Bilder können einfach weh tun oder verfälschen einen so sehr, dass es keinen Grund gibt, sie komplett zu zeigen. Zeige ich mich sonst und schneide dann mal den Kopf ab, dann heißt das eben auch: Nö, so seht ihr mich nicht und ich verhänge heute eh den Spiegel. Dieses seltsame Wesen werde ich nicht verewigen 🙂
Oder es kann sein, dass ich auf ein Detail besonders hinweisen möchte und nicht will, dass der Liebreiz meines edlen Antlitzes mit seinem Strahlen den Fehler des Kleides überdenkt. Manchmal ist es mir nur um Lösung, nicht ewigen Ruhm zu tun 😀 Bei mir ist es allerdings eh so, dass ich das Zeigen meiner Person als therapeutisch empfinde – so bin ich nun mal und schöner werde ich nicht mehr und nun sollte ich auch endlich damit klar kommen. Ob es klappt? Frag mich in zehn Jahren noch mal …

SwinginCat
Guten Abend Michou und die rest­lichen Damen,

nachdem ich mich nun diebisch gefreut habe, erwähnt worden zu sein, noch ein kurzer Kommentar, warum es für zB mich ’natürlich‘ ist mich voll­ständig abzu­lichten: Ich gebe auch hier nichts von mir preis, was ich nicht jedem Kollegen, Freund, Bekannten auch erzählen würde (soweit das Gespräch darauf kommt). Ich plane natürlich auch eine Karriere, möchte ernst genommen werden und binde nicht jedem meine jämmer­lichen Moment auf die Nase, aber warum sollte sich das ändern nur weil ich ein Privat­leben habe? Weil ich mir Nadeln in die Finger ramme und mich darüber freue, wenn dabei noch was bei raus­kommt? Ganz im Gegenteil überwiegt der Stolz und die Leiden­schaft gegenüber der Schüch­ternheit.
Kinder abzu­lichten (vor allem solche, die sich nicht mal wehren könnten) ist mir suspekt — mich selbst der Öffent­lichkeit zu präsen­tieren ist das Eine, andere da hinein­zu­ziehen etwas völlig Anderes.

Und außerdem ist ein Outfit nie voll­ständig ohne die Frisur, ggf. Ohrringe, Haar­spangen etc. Klamotte macht viel, Details machen den Rest, daher kommen mir kopflose Bilder unfertig vor (und da kann ich auch noch so sympa­thische und gute Bloge­rinnen nicht ausschließen).

..so, das nur von mir.

Liebe Grüße

Schön, dass du dich meldest – wo du so ausgezeichnet worden bist 😀 Ich nehme an, du übst noch an deiner zu Herzen gehenden Dankesrede, ich bin schon im Vorfeld zu Tränen gerührt.
Aber vor allem bringst du den beruflichen Aspekt und dein tägliches Umfeld noch mal in den Vordergrund: Ich arbeite ja nun leider nicht mehr und bin daher etwas unsicher, ob es denn wirklich alles heute so schlimm ist? Wenn ich in Stern und Konsorten immer erklärt bekomme, dass das Netz nicht vergäße und Personalchefs auch googlen könne und wie das denn aussähe, wenn sie was Privates vom Bewerber fänden … das wird mir schlecht. Erstens einmal ist auch der kühlste Personal irgendwo mal Mensch (hoffe ich doch) und mag sich wohl freuen, wenn er etwas finden kann und sich vielleicht schon auf dich freut. Dass das nicht unbedingt Oben-Ohne-Bilder vom alljährlichen Komasaufwettberwerb auf Malle sein müssen – ehrlich, nicht nur, wer solche Bilder von sich zulässt, sondern wem so was wichtig ist, hat doch eh noch andere Probleme. Aber mich bei der Hauseinweihung meines Bruders oder als hochkreative Blogbetreiberin, der das Netz und seine Möglichkeiten keine Angst machen, zu entdecken – wenn das schon ein Negativpunkt sein sollte, dann würde es höchste Zeit für eine kleine (weibliche?) Revolution. Dafür hat man ja nicht für Freiheit jedweder Art gestritten, um dann das handgemachte Jäckchen verschämt unters Sofa zu treten.
Und wie du sagst: wer dich kennt, erfährt eh nichts neues und einer Bahnbekanntschaft mag man das wohl auch mitteilen, was man hier so schreibt – ok, würde wohl eine lange Reise in meinem Fall sein, aber eigentlich bin ich diejenige, die zuhört und mir erzählen sie alle immer alles … 😉

Cat:
Na, du weißt ja auch, wie ich aussehe — das macht es bestimmt einfacher 🙂 Aber vielen Dank für das Adeln, ich weiß es serh zu schätzen. ich fürchte gerade, dass ich negative Vorbild­funktion haben könnte…Aber bei mir sind es schon sehr spezielle beruf­liche Konstel­la­tionen und dazu inzwi­schen sehr viele Leser, wenn ich im Lotto gewinne zeige ich auch mein Gesicht wieder.

Ich eifer dir übrigens gerade schwer nach, 40er Pullover mit kleinen Nadeln, das könnte zur Sucht werden…Habe nämlich a stitch in time geschenkt bekommen und bin im Strickfieber!

Liebe Grüße, toller Post! Catherine

Ha, schnell noch, bin eigentlich schon weg, aber du bist gerade ein gar zu gutes Beispiel, du schlechtes Vorbild, du! Ich bin ja über deinen Kommentar bei mir zu dir gekommen und durfte ja ob öffentlich verteilten Lobes rot werden. Mir gefielen deine Sachen alle ausnehmend gut, dachte aber, das all das für mich viel zu lieblich sei. Dachte auch, dass das an dir vielleicht zu sehr Milchmädchen sein könne. Dann hast du mir lieberweise einmal dein Bild geschickt und für mich sahst du aus wie eine Romy Schneider mit mehr Durchsetzungskraft und auf einmal bekam dein Stil ein vollkommen neue Variante, die ich ohne Gesicht so nicht hätte entdecken können – was mir vorher fast schon romantisch-verträumt vorkam, war nun im Gegenteil bodenständig-weiblich-selbstbewußt-verspielt-mädchenhaft, hatte mehr Pipi Langstrumpf als Dornröschen, mehr – tja, ich weiß nicht recht, mein Versuch, das zu erklären, ist bis hierher irgendwie gescheitert … Na, du wirst es schon verstehen. Es geht eben darum, dass manches, was ich so pur an der einen oder anderen nicht als gelungen bezeichnet hätte, ist auf einmal der absolute Knaller, das I-Tüpfelchen, das Salz in der Suppe, das Einzig und das Wahre.

Antje:
hallo michou, viel­leicht ist es ja auch einfach so, daß nicht jeder so selbst­bewußt ist bzw. so ein hübsches foto­genes gesicht hat? ich dachte immer, letzt­endlich geht es doch um die genähten sachen…gerade die letzte bemerkung trifft mich doch, denn die gesichter meiner kinder zeige ich, aber die finde ich auch einfach viel schöner. soll jeder das anschauen was er mag, wie gesagt, mir ist das gesicht letztlich egal, ich schau lieber schnitte und stoffe…viele grüße antje

Schön, dass du dich damit zu Wort meldest, denn mir ist noch nicht in den Sinn gekommen, dass ein Blog zwar Gesichter zeigt, aber nicht das Eigene, weil die Schreiberin andere einfach hübscher (auf Bildern) anzusehen findet. Wobei ich ja dann wieder an dem Punkt wäre zu sagen: Na, soo schlimm wird es auch nicht sein, wo hättest du sonst die süßen Kinder her?
Treffen wollte ich damit auf gar keinen Fall jemanden, schon gar nicht eine stolze Mama, die ihre Hübschen auch gerne mal zeigt – zu überängstlich sollte man da auch nicht sein. Ich hatte wohl eher diejenigen im Sinn, die sehr ausdrücklich auf ihre eigene Privatsphäre verweisen, aber dann kein Problem damit haben, diejenige anderer zu verletzen. Mit Sicherheit hatte ich nicht dich im Sinn, das darfst du mir wohl glauben 🙂
Das nicht Fotogen-Sein lasse ich mal nicht gelten – ich bin null fotogen, quäle mich mit Bildern (dem Knipsen und dem Anschauen) unglaublich und dennoch beiße ich mich tapfer durch … aber letztendlich geht es mir ja nicht darum, dass sich nun jemand schlecht fühlen soll. Nur vielleicht noch mal darüber nachdenken, ob es mit Gesicht nicht doch hübscher ist. Klar geht es vor allem um die Kleidung und die Schnitte und den Weg dorthin, aber doch auch um die Möglichkeit, sich wieder zu individualisieren, nicht zu tragen, was alle haben, Farbe in den Alltag zu bringen, Farbe auf unsere Straßen – nähen, was ich genauso kaufen könnte, wäre mir zu langweilig und nur mit meinem Gesicht, meinen schlechten Aufnahmewinkeln, meinen Frust übers Älterwerden etc. kann ich erkennen, ob ich auf dem richtigen Weg bin – nicht zuletzt auch durch eure Kommentare 🙂

Mema:
Liebe Michou,
Einspruch.
Einspruch zum Anspruch auf Gesichter auf Fotos und zur Diskri­mi­nierung der Blogs ohne Gesichter.
Nur wenige Blogs geben wirklich Einblicke in das reale Leben der Auto­rinnen. Die Inhalte des Austau­schen über die Kommentare sind sehr zentriert auf Kleidung. Nur ganz manchmal tauchen auch z.B. poli­tische Themen auf und beispiels­weise in diesem Blog auch Emotionen, aller­dings im Wesent­lichen bezogen auf die Herstellung der Kleidung, den eigenen Körper und gg. noch Klei­dungs– oder Schnitt­mus­ter­her­steller und Designer manchmal noch der Familie. Alles in allem also nur ein schmaler Ausschnitt aus dem normalen Leben. Jede von uns zeigt den Teil den sie will und kann und läßt den größten Teil außen vor.
Das sich Verstecken hat mit dem normalen und verständ­lichen Wunsch nach Schutz zu tun. Es ist einer der Vorteile des Internets.

Ohne eine gewisse Anony­mität würde ich nicht bloggen. 25 Jahre haben die Mitar­bei­te­rinnen jede neue Lippen­stift­farbe bemerkt und manchmal auch kommen­tiert und jedes neue Klei­dungs­stück notiert. Will ich das auch noch der Blog kommen­tiert wird? Ich habe den Blog geöffnet weil ich den begrenzten Austausch wollte und jetzt auch schätze. Aber Schutz muss sein.

Einen schönen Sonntag
Mema

Ich denke, im ersten Punkt sind wir uns alle einig – wir bloggen alle nicht unser Leben, sondern einen Teil davon, der uns verbindet: Das Selbermachen von Kleidung im weitesten Sinne mit all seinen Schwierigkeiten, Erfolgen, Anekdoten und Erlebnissen. Den Anspruch, alles von einer Bloggerin zu erfahren, habe ich aber auch gar nicht erhoben. Auch eine Diskriminierung von gesichtslosen Blogs ist nicht mein Ziel; ich beschreibe, wie ich – und das muss ich immer wieder betonen! – es empfinde. Und du wirst niemanden, der es ähnlich sieht wie ich, dazu zwingen können, diese Blogs ebenso lieben zu können wie diejenigen, deren Schreiberin mir erlaubt, ihr viel, viel näher zu kommen. Und ich denke, das ist weder diskriminierend noch böswillig von meiner Seite aus.
Es ist doch ein wenig wie ein Blind Date: ich habe ja den Gatten in einem Partnerforum kennen gelernt und ich hatte unglaublich viele Verabredungen, vor allem eben mit Jungs, die gut rüber kamen: die etwas zu sagen hatten, die lustig waren, eigen, selbsbewußt, locker. Und wie oft saß man dann vor einem, der immer noch die gleichen Worte sprach wie in Mail und am Telefon, aber die – von einem verschwitzten, kleinem, dicken, gierigen Männlein kommend, der jedem weiblichen Wesen hinterher geiferte – doch eine ganz andere Bedeutung bekamen. Bin deshalb ich ein schlechterer Mensch, weil ich diesem ungeschliffenem Edelstein keine zweite Chance gab?
Nun verstehe mich nicht falsch: ich gehe gar nicht davon aus, dass die Unsichtbaren in diese Kategorie gehören – im Gegenteil, deshalb fordere ich sie ja zu etwas mehr Mut auf. Zumindest da, wo nicht wirklich handfeste Gründe dagegen sprechen. Aber bei den Bloggerinnen, die sich mir zeigen, fühle ich mich sicher und gut aufgehoben: sie geben mir das zurück, was auch ich biete – eine kurze private Begegnung, Offenheit. Natürlich äußere ich mich dort ungezwungener. Und sei ehrlich: gefällt es dir nicht, wenn du angelächelt wirst, wenn dir jemand quasi die Tür öffnet? So empfinde ich es, ohne dass ich die Unsichtbaren deshalb verdammen muss – ich besuche sie nur einfach nicht so oft …

Was die Anonymität anbelangt: ich habe schon oft den Eindruck gehabt, dass viele Bloggerinnen das Interesse der näheren Umwelt an eben ihrem Blog überschätzen. Deine Kolleginnen und Freundinnen, deine Verwandten und Bekannten haben dich ja live, pur. Noch einmal nach zu lesen, was du ihnen beim Kaffee oder am Telefon zu sagen hattest, ich glaube, das ist nicht so verbreitet. Aus meinem Bekanntenkreis sind es eher diejenigen, mit denen der Kontakt nicht so intensiv ist, die schon mal herein schauen. Und eine Kollegin, die in deinem Blog vielleicht erst entdeckt, dass ihr ein gemeinsames Hobby habt, könnte in ein paar Monaten schon der lange gesuchte Nähkumpel sein 😉
Aber es geht mir nicht darum, dir jetzt mit aller Macht das „öffentliche“ Bloggen einzureden: deine Argumente sind für dich richtig, deine Art des Bloggens ebenfalls und du ziehst daraus genau das, was dir wichtig ist. Wieviel schöner kann es sein? Ich glaube nicht, dass uns das zwangsläufig entzweien muss 🙂 Noch einmal ganz deutlich: es geht mir nicht um das Schlechtmachen der Unsichtbaren, sondern um das Verstehen, vielleicht einen kleinen Stein anzustossen und vor allem die sich Zeigenden meiner überschwenglichen Freude und Zuneigung zu versichern 😀

Joanna:
ich habe mir nicht alle Antworten zum Thema „gesichtslose“ Blogs gelesen … kann also sein dass ich evtl. jemanden nach­plappere.
Mich stören gesichtslose Blogs nicht im geringsten. Die meisten, die ich in meiner knappen Freizeit noch verfolge, sind eben „ohne Gesicht“. Mich inter­es­siert eher was der Blogger/die Blog­gerin zu sagen hat bzw. Infos zu einem bestimmten Thema und nicht unbe­dingt sein/ihr reales Leben — dazu gehört m.E. auch Gesicht. Zeit­schriften lese ich ja auch ohne zu wissen wie der Verfasser des Artikels ausschaut. Und es inter­es­sieren mich dann auch nicht andere privaten Merkmale (ob sie/er ein Haustier hat, CDU wählt usw …).
Kurz­ge­fasst — Blog ist für mich gleich Worte. Und Bilder, wenn sie der Sache dienen (oder wenn sie Gestal­tungs­mittel sind). Und wenn die Sache Blumen sind, dann reichen mir die Blumen. Wenn die Sache gestrickte Pullover sind, dan dürfen sie durchaus auf einer Puppe/Kleiderhaken abge­lichtet sein, wenn’s um Makeup geht, reicht mir wenn das betrof­fenen Gesichtsteil abge­lichtet ist (Auge z.B) usw usw. Ich muss nicht wissen wer das alles schreibt.
Wenn ich jemanden wirklich kennen will, tue ich das ausserhalb des Netzes, im „wahren“ Leben 😉 (auch wenn letzendlich alles relativ ist, ain’t it?)

Grüße
gesichts– und gar bloglose joanna

Liebe Joanna,
in weiten Teilen stimme ich dir zu; ich erinnere mich sehr gut an unseren intensiven Austausch in Bezug auf Ost/West – was aber doch auch alles andere als nicht-politisch, nicht-persönlich war. Das ging natürlich auch gut, ohne dass ich dich sehe. Aber eben auch, weil ich deine Art zu schreiben als passend und vertraut empfinde (wir „kennen“ uns ja nun auch schon eine Weile). Gelingt nur nicht jeder, eine Leserin rein zu ziehen, zu überzeugen – und dieser Einstieg wird meiner Meinung nach erschwert, wenn ich die Damen nicht von Anfang unterscheiden kann. Sicher kommt es auch darauf an, zu welchem Zweck ich wandere von Blog zu Blog: manchmal will ich eine bestimmte Info zu einem Schnitt, einem Buch finden und da ist es mir mal shitegal, wie die Schreiberin aussieht oder was sie denkt. Habe ich die Info, klicke ich mich durch die ersten zwei Seiten des Blogs und entscheide, ob ich nur die Info speichere oder ob ich mehr will. Die Wahrscheinlichkeit, dass ich wiederkehre, ist eben umso höher, je mehr von meinen Wunschpunkten erfüllt werden – reine Sachinfos interessieren mich eher nicht, ich will soviel „Sinnlichkeit“ wie möglich 😉

Aber an einem Punkt bleibe ich dort hart: Kleidung lässt sich besser erkennen, auch der Sitz, die Paßform, wenn die gesamte Figur samt Kopf abgebildet ist. Da gibt es ja manche, die das schaffen, ohne sich zu deutlich zu zeigen – auch da habe ich schon eher das Gefühl von Nähe. Sie ist halt komplett, aber für mich nicht klar zu sehen. Sie versteckt sich nicht, offenbart sich aber auch nicht. Nach wie vor eine für mich elegante Methode der Anonymität 🙂

Eva:
Ha, du sprichst mir aus der Seele !! Die aller­meisten Gesichts­losen Blogs sind austauschbar und prägen sich in keinster Weise ein. Ich habe kein Problem damit, mich zu zeigen, da es in meinem Blog fast ausschließlich um Nähen, Stricken geht. Gerade die ameri­ka­ni­schen Blogs haben mich zum selber bloggen inspi­riert und ich kenne keinen, in dem das Gesicht abge­schnitten ist !
ich mache aller­dings auch keine Fotos, wenn ich gerade unmöglich aussehe (z.B. die rote Schnup­fennase) oder die Licht­ver­hält­nisse es nicht zulassen. Viel­leicht bin ich da zu sehr Ästhet und lege Wert auf „schöne“ Fotos — liegt ja auch immer am Betrachter, was man so schön findet 😉

Übrigens, ich bin gerade tatsächlich dabei, mal wieder etwas fertig zu bekommen … ansonsten echter Zeit­mangel.
Aber ich lese immer fleissig bei Dir mit 🙂

Ganz liebe Grüße
Eva

Ebenfalls Ha! 😉 Erstmal bin ich ja froh, dass du nicht komplett entschwunden bist – bis auf deine musikalischen Links aus den 60ern.
Aber obwohl es Tage gibt, an denen ich schmerzfrei bin und mir das Zeigen eines Stückes wichtiger ist als mein Aussehen, kommt das nur selten vor – wie oft habe ich euch Bilder nur versprochen, weil Haare, Nase und Pickel nicht mitmachen mögen. Das sei uns allen gegönnt, dass wir uns nicht immer in jedem Zustand zeigen mögen. Aber – wir zeigen uns und das an sich finde ich nach wie vor nett. Und es ist mir auch schon vorgekommen, dass ich einen Blog deswegen so oft besucht habe, weil mir die Bloggerin einfach nur gut gefällt 🙂
Das mit den Amiblogs habe ich ja genauso erlebt und es deshalb ebenso gemacht, weil es mir wie dir so normal erschien.

Hoffe, du bist fit und bald wieder ansprechbar, habe dich schon vermisst!

Mode, Mut, Marotten F&A / L&D

EIGENTLICH bin ich seit drei Tagen schon dabei, in einem Extrabeitrag jeden Kommentar zu dem Thema kurz zu beantworten. Weil ich ALLE Kommentare sehr lesenswert und ermutigend fand. Aber ich komme nicht voran und verliere so langsam den Überblick 😉 Als ich am Donnerstag vormittag – nach einem tollen Abend mit Schellack-Schätzchen – meine Mailbox öffnete und die Kommentare nur so rein ratterten, sah ich mich in meinem Gefühl bestätigt: Kleidung (nicht Mode, wie eine Kommentatorin extra betonte und recht hat sie! Tschuldigung, dass ich den Namen gerade nicht parat habe) mag an der Oberfläche (des Körpers) stattfinden, ist aber nicht zwangsläufig oberflächlich.
Im Idealfall zeigt sie unsere Persönlichkeit, macht uns selbstsicherer und andere vielleicht froh. Sie kann uns stolz machen, wenn andere einen Rock loben, den wir selbst genäht haben. Sie kann unsere Tagesstimmung nach außen vermitteln und beeinflussen, wie wir wahr genommen (und behandelt werden). Schon der letzte Grund spricht gegen die Idee, sich über Kleidung Gedanken zu machen, sei oberflächlich: Wir alle nehmen Menschen vor allem optisch wahr; nicht mit jedem Passenten führen wir lange Gespräche, bevor wir entscheiden: Mag ich, mag ich nicht. Das werden wir nicht ändern und so erscheint mir sorgfältige Kleidung (ebenso wie tägliches Duschen 😉 ) auch als Höflichkeit anderen gegenüber.
Wenn nun Eine da draußen sich bislang nicht so recht wagte, aus der Uniformschiene auszuscheren und nach dieser Diskussion hier einen Versuch startet – das wäre das gewünschte Ergebnis. Ich kann euch kaum sagen, wie sehr ich mich an manchen Tage darüber ärgere, dass ich viel zu lange auf Röcke und Kleider verzichtet habe, weil ich meinte, dafür nicht weiblich genug zu sein. Das muss ja nicht jeder so gehen.
Daher danke ich euch sehr herzlich, dass ihr so tolle Beispiele, Ideen und Überlegungen eingeworfen habt.

Und damit schwenke ich zum nächsten Thema um: die Passform! Ha, welch eine Überraschung. Ja, liebe Berry, du hast natürlich immer noch recht: „Mach deinen eigenen Schnitt“, schreibt sie zum wiederholten Male. Ich schleiche ja auch schon seit anderthalb Jahren drumrum. Habe auch vor einem Jahr mal einen Versuch gestartet, der ganz viel versprechend war: Ich hatte einen Sloper gebastelt, der mir als flache Schneiderpuppe dienen sollte, in dem ich ihn in die Kaufschnitte lege und diese dann anpassen könnte – dazu gab es im Threads mal einen Artikel. Und dann stand ich da und stellte fest, dass zwischen meinem Schnitt und den fertigen Schnitten keinerlei Ähnlichkeit bestand. Obwohl es fertige Schnitte gab, die richtig gut saßen. Das verwirrte mich gar sehr und ich habe die Idee verworfen. So weit, dass ich aus einem Grundschnitt selber andere Entwürfe fertigen könnte, war ich noch lange nicht – weder technisch noch gefühlsmäßig.
Aber es grub und gräbt in mir und so habe ich den Gatten am gestrigen Sonntag gezwungen, mich erneut zu vermessen – für meine bevorzugte Schnittmustererstellungsanleitung 😉 aus einem Vierzigerjahre-Buch. Leider scheint die Seite vintagesewing.info nicht mehr zu existieren, so dass ich euch nicht dorthin verlinken kann. Mit viel Mühe hatte ich alles einmal gespeichert und bin gerade dabei mit noch viel mehr Mühe, den Text in eine lesbare Form und die kleinen Bilder darin durch die Großen zu ersetzen. Also ganz schön viel Vorarbeit. Und warum das? Weil ich mit den modernen Schnittmustererstellungen nicht klar komme.
Gestern habe ich also gemalt, geschnitten, gestichelt und zwei Sloper gefertigt – und im Laufe der Woche werde ich euch zeigen, was daraus wird. Alles sehr aufwendig, aber es könnte sich lohnen. Das einzige, was mich noch ein wenig abhält, mit ganzem Herzen einzusteigen, ist meine eigene verquere Gefühlswelt:
Nun habe ich hier so, so viele Schnitte im Haus, die mich alle anlachen und die mich reizen – wenn ich nun anfange, etwas eigenes zu versuchen, dann könnte es passieren, dass sie und ich niemals glücklich miteinander werden. Und ob ich jemals das Talent und die Fähigkeit entwickeln werde, Schnitte nach meinen Vorstellungen zu schaffen – das kann ich noch nicht sehen … hört sich das nicht idiotisch an?

Mein Lebensinhalt?

Da ich noch immer angekränkelt und elend im Bett liege, habe ich Zeit, um einmal direkt auf einen Kommentar einzugehen.

Sabine (ohne Blog, daher kein Link) schreibt:

Ichl leses seit­ei­niger Zeit deinen Blog,anfänglich aus Interesse an Deinen Kleidern, mitt­ler­weile aber eher um zu sehen wie DU Dich wieder fühlst.Es ist unglaublich wieviel Zeit Du damit verbringst über Dein Äüßeres zu meckern.
Ich frage mich wie sich eine Frau mit Kindern nur ihre Zeit mit soviel Ober­fläch­lichkeit verschwenden kann. Es scheint als ob Du die meiste Zeit des Tages mit dem nähen von Kleidern beschäftigtbist,die dir dann doch nicht gefallen,dann foto­gra­fierst du sie und blogst darüber.Was machen deine Kinder deon Mann deine Famlie?

Nicht böse sein,aber ist das dein Lebensinhalt?

Nein, liebe Sabine: das ist mein Bloginhalt. Und das ist ein großer Unterschied. Ich habe schon einige Male erzählt, warum ich blogge – um den Gatten zu entlasten und zu lernen. Denn keine Frau ist jemals objektiv, wenn es darum geht, den Sitz der Kleidung zu überprüfen. Und ich weiß durch einige Kommentar, dass das gerne als „Meckern über mein Äußeres“ ankommt. Wozu Berry erst in dieser Woche etwas kluges geschrieben hat 🙂
Oft empfinde ich das selbst nicht als Meckern über mein Äußeres: die vielerwähnte „Hohe Hüfte“, die mir beim Schneidern viel Ärger macht, habe ich nun einmal und bezeichne sie als solche vollkommen wertfrei. Weniger wertfrei meckere ich über meine Rückseite, das muss ich zugeben … 😉 Aber wie ich lernen soll, Kleidung passend zu bekommen, wenn das Benennen des Problems schon als Meckerei empfunden wird, ist mir nicht klar. Die andere Möglichkeit ist natürlich, mir Mühe mit den Bildern zu geben, grundsätzlich nur das Schmeichelhafteste zu posten und zu erzählen, wie wunderschön das alles an mir aussieht. Wahrscheinlich bekäme ich dann Kommentare, die mich der Arroganz und schlechter Augen bezichtigen. Davon abgesehen, wäre eine solche Form des Bloggens nichts für mich. Und ich blogge für mich. Um zu lernen. Um anderen zu zeigen: selbst eine handwerklich ungeduldige und eher unbegabte Dame ist in der Lage, das zu schaffen.

Aber am wichtigsten ist mir, noch einmal klar zu stellen: Das ist der Inhalt meines Blogs, nicht meines Lebens. Das geht in seiner Gesamtheit auch nicht jeden etwas an. Schon gar nicht möchte ich, bis auf sehr seltene Ausnahmen, meine Jungs auf Bildern zeigen. Und sollte der Gatte Lust am Bloggen haben, so ist er alt genug, um das selbst in die Hand zu nehmen. Ich bin bereit zu verraten, dass mein Jüngster seit anderthalb Stunden – für mich etwas warm und unbequem – auf meiner linken Schulter eingekuschelt schläft, während meiner Großer, nachdem seine Playmobil-Agenten jeglichen Reiz verloren haben, seit einer Viertelstunde an seinem Uraltcomputer Hase Felix Spiele spielt. Der werte Gatte pflegt von morgens bis abends zu forschen und zu entwickeln und abends ein frisch gekochtes Mahl zu sich zu nehmen.
Ja, ich gebe auch gerne zu, dass das Nähen einen enormen Platz eingenommen hat – so ist das mit Dingen, die mich beschäftigen und in denen ich mich verbessern will. Und dieser Teil meines Lebens ist eben blogbar; andere Aspekte sind es nicht, weil sie entweder zu privat sind oder aber viel zu langweilig:

Ärger mit dem Kindergarten, der ständig geschlossen hat.
Mein wöchentlich zweimaliges abendliches Bügeln von jeweils zwei Stunden – hui, spannend.
Kochen, Spülen, Putzen, Einkaufen – solange ich dazu keine revolutionär-neuen Erkenntnisse habe, wird es keinen Hausfrauenbloginhalt geben 🙂
Bettgeschichten? Auch dafür gibt es mit Sicherheit passende Onlinetagebücher.
Urlaub? Findet nicht statt, solange das Haus hergerichtet werden muss.

Dieser Blog ist ein kleiner, gefilterter Teil meines Alltages, in dem ich mehr von mir zeige, als ich jemals dachte. Er ist nicht anonym, ich verstelle mich nicht, ich blubbere darauf los, ich habe gewiße Ansprüche, enttäusche mich manchmal selbst und meckere. Aber niemals werde ich hier alles zeigen oder erzählen. Dafür sind Freundinnen des Lebens offline da.

Hui, du siehst, du hast mich beschäftigt und ich habe mehr gesagt, als vielleicht nötig gewesen wäre. Nun muss ich mir den Kleinen von der Schulter puhlen, um dem Großen einen Film zu suchen und mit ihm zu kuscheln.

Es bleibt schwierig – oben herum

Julia schrieb ausführlich, was sie auf dem letzten Problembild erkennt:

wenn du das bild von hinten anschaust,dann kannst du sehen,dass die ässere naht der schul­ternaht sich anhebt-da ist etwas zu viel oder die linie der schul­ternaht nicht in der rich­tigen flucht verläuft.mit anderen vorten, du hast vermutlich mehr geneigte schulter als der schnitt es vorgibt!
jetzt zu den abnäher. es muss viel mehr rein in die abnäher!!guck beide seiten bilder– du kannst sehen:
1. es spannt auf dem hoch­punkt des busens.
2. es legen sich die fältchen von „zu viel stoff“ die drum betteln-weggeschlossen zu werden.
3. armloch an der vorder­seite muss vertieft verden– auch da spannts…
und auch bei genauer betrachtung kannst du auf den seiten­bilder sheen, dass in der mitte des rückenst der hals­aus­schnitt etwas absteht.d.h. dass die 3–5 cm(in der senk­rechtem verlauf) abnä­he­ränlich weggenäht werden müssen.nurr paar milli­miter vom centrum, damit es sich um dein körper legt.

Die Sache mit der leidigen Schulternaht und die Frage, wie sind die Schultern: gerader als beim Durchschnitt, identisch oder abfallend? Die Burda-Damen waren die ersten, die von sehr geraden Schultern sprachen und mir erklärten, ich müsse die Schulternaht an der Schulter anheben. Habe ich versucht und die Falten am Rückenteil waren geringer und die Beulen weniger. Von vorne allerdings bildeten sich nun Falten, die auf herabhängende Schultern zu deuten schienen.
So habe ich an einer Bluse einmal das Gegenteil versucht und die Schultern gesenkt – nun spannte es überall, die Falten und Beulen am Rücken und hinteren Armloch waren unglaublich. Erst dass sich Beschäftigen mit englischsprachigen Fitting-Literatur brachte mich auf die – teilweise – Lösung: nach vorne geneigte Armkugeln, die unabhängig von der eigentlichen Schulterlinie eine rückwärtige Anhebung und vordere Senkung an der äußeren Schulter verlangten.
Ha, das passte doch und sitzt um gute 200% besser als alles andere.

Wie gerade oder geneigt ist aber die Schulterlinie nun? Trotz der nach vorne zeigenden Armkugel ist meine Schulter dennoch eher gerader als bei vielen anderen. Am besten kann man das wohl bei den Strickpullis sehen, die sich ganz anders anlegen:

Schwierig … 😉

Das mit dem mehr Platz für die Oberweite – das bereitet mir richtig, richtig Schwierigkeiten. Weniger vom Technischen her als vom Geistigen: innerhalb von fünf Monaten bin ich von 53 kg auf 58 kg gestiegen und von 75 B auf 75 D! Dass mir kaum noch etwas passt, ist klar. Dass ich mich an die neue Menge einfach nicht gewöhnen kann, ist vielleicht auch verständlich – mein Körpergefühl ist da noch nicht angekommen. Vor kurzem noch war ich manchmal mit einem SBA beschäftigt und nun soll auf einmal das Gegenteil das Richtige sein … Ich will keine 75 D haben 🙁 In den nächsten Wochen muss ich es unbedingt schaffen, ein Kilo dauerhaft herunter zu bekommen und die Finger vom vermaledeiten Süßkram zu lassen. Tipps dazu bitte hier abliefern. Mit Express!

Dann die Sache mit dem Armauschnitt: ich habe weiterhin sehr zarte Arme und brauche enganliegende Armlöcher, weil sie sonst sofort abstehen. Was durch den Oberweitenzuwachs noch gefördert wird. Was ich hier sicherlich noch verstärken könnte, ist das verschmälern des Vorderteiles auf Höhe der Armlochmitte – durch die nach vorne geneigten Schultern wird die Partie schmäler. Das gibt auch mehr Weite für das Armloch.
Und weil das Beschreiben der Dinge, die man tut oder tun sollte, immer missverständlich sein wird, habe ich an einem Bildchen gezeigt, was ich bislang ändere.

  1. Schulter um 2 cm nach vorne neigen.
  2. Hinteren Halsausschnitt um einen halben Zentimeter nach oben verlegen – mein Hals ist zu schmal für die meisten Schnittmuster.
  3. Den Brust- und/oder Taillenabnäher um anderthalb Zentimeter senken. In letzter Zeit allerdings reicht oft schon 1cm.
  4. Neuerdings den Brustabnäher verbreitern – demnächst noch mehr als in den ersten zaghaften Versuchen … vielleicht warte ich das Abnehmen des einen Kilos ab?
  5. Am Rücken die zu starke Neigung für meinen absolut geraden Brustkorb heraus nehmen.
  6. Platz für die Hüfte schaffen.

Das mit dem kleinen Abnäher am hinteren Ausschnitt klang für mich immer schon logisch – funktioniert aber gar nicht. Dann verschob sich die Schulter zu stark, der Armausschnitt beulte noch mehr und es entstanden leere Tüten unterhalb des Abnähers. Da denke ich, ist doch eher mein Schwanenhals das größere Problem.

Letztendlich aber muss ich sagen: so nörgelig ich bin  und so genau ihr alle schaut – wer sonst mal hinschaut, sieht das alles nicht. Im Gegenteil gibt es Teile, auf die ich positiv angesprochen worden bin. Wir, die wir ständig nähen und viel zu kritisch schauen, haben längst den Blick dafür verloren, was andere Menschen, die „normal“ einkaufen gehen, als gut sitzend empfinden. Ich sollte mich mal wieder zur Entspannung gemahnen.

Auf der anderen Seite allerdings: wenn ich sehe, wieviel besser der Sitz vieler Dinge geworden ist, dann denke ich, die letzten Schritte zum guten Sitz müssen doch auch noch zu schaffen sein;-)