„Stilphilosophie“

Vor noch nicht gar so langer Zeit lief mir Nicole mit ihrem Blog Art & Stil über den Weg und seit heute macht sie sich Gedanken zu Kleidung und was sie genau mit uns zu tun hat. Ausgangspunkt war ein Buch, über das ich persönlich nicht viel weiß – schon weil ich mittlerweile Wochen brauche, um etwas komplett durch zu lesen – aber dessen Inhalt sie zu eben jener Reihe angeregt hat. Vier Fragen sind es, die sie sich und …

Wunderbarer Kleiderschrank: raus, raus, raus! Raus?

Immer schon habe ich an meinem Kleiderschrank Freude gehabt. Immer schon hatte ich den Hang – lange bevor ich die Farbberatung entdeckte – alles zueinander passend haben zu müssen. Und immer schon habe ich regelmäßig und gnadenlos aussortiert. Manches Mal bereute ich Wochen später den Verlust eines Kleidungsstückes, das ich an eine Freundin weitergab. Und packte bei der nächsten Aktion die Aussortierten in einen Karton unters Bett bis zu dem Zeitpunkt, an dem ich meinte, sie zu vermissen. Keines der …

Wunderbarer Kleiderschrank: Stilregeln

Für den Fall, dass das noch nicht deutlich genug zum Ausdruck kam: ich hasse Regeln, die nicht als Vorschlag, sondern als Verbot und Einschränkung daher kommen, wo sie keinen Sinn machen. Ein Verkehrsschild, das mich zum Halten vor einer gefährlichen Kreuzung zwingt: macht Sinn, denn bei Nichteinhaltung gefährde ich mich und andere. Warum ich aber dieses oder jenes partout nicht tragen dürfen soll, nur weil es meine Figur nicht in Richtung begehrenswerter Männertraum optimiert, leuchtet mir nicht ein – wen …

Wunderbarer Kleiderschrank: die Hauptperson

Heute geht es um dich. Die Besitzerin des Schrankes, die Trägerin der Garderobe, die kaufende, nähende, sammelnde Frau. Ich schrieb es bereits: mir fehlt in den meisten Artikeln zum Thema das wirklich wichtige – die angesprochene Person. Also ich. Oder du. Dein Charakter, deine Persönlichkeit spielen eine eben so große Rolle wie dein Beruf oder dein Budget. Beim Lesen hatte ich oft das vage Gefühl, all die Tipps der lifestylebloggenden Modemädchen und der Magazinredakteurinnen richten sich an die gleiche Frau. Als ob die Schreiberin sich nur einen Typ Frau vorstellen kann, der diese Zeitschrift, diesen Blog liest. Eine Frau übrigens, die mir noch nie begegnet ist:

what to wear

Offenbar verdient sie ihre eigenes Geld und davon ausreichend, besitzt ein Zimmer nur für ihre Kleidung, besucht monatlich wenigstens eine abendliche Veranstaltung in großer Robe, hat am Wochenende unglaublich viel vor, packt ihre Reisetasche mehrfach im Jahr für Städtereisen und Badeurlaube und hat zwar keine Zeit am Morgen, weshalb sie vor dem Kleiderschrank verzweifelt, aber Zeit genug, um über Tage hinweg ihren Schrank auszuräumen, über jedes Teil zu philosophieren und es zu analysieren, Listen der must haves anzufertigen und alles zu streichen, was sie keinesfalls tragen sollte. Und trotz ihrer kosmopolitischen Umtriebigkeit und ihrem Organisationstalent ist sie doch so von Selbstzweifeln und Unsicherheiten geplagt, dass sie sich sagen lässt, was sie in den nächsten Wochen zu kaufen hat. Im Zweifelsfall wird sie nun einen capsule wardrobe im French Chic bestücken, der nicht vollständig ist ohne das kleine Schwarze, einem Trenchcoat, der perfekt sitzenden Jeans, der weißen Hemdbluse und einer dunkelblauen Anzughose. Achja, auch ein gestreiftes T-Shirt gehört dazu und für ein Hermès-Tuch, das so vielseitig kombinierbar ist und ihre Klasse und Individualität verrät, spart sie ab sofort ebenfalls.

Wieder möchte ich einwerfen: versteht mich nicht falsch, das sind fantastische Kleidungsstücke, die nicht ohne Grund immer wieder genannt werden. Es schadet überhaupt nicht, sie zu besitzen und zu tragen. Aber sagen sie etwas über dich aus? Stellen sie dich in den Vordergrund oder spielt der teure Mantel die Hauptrolle? Wobei wir da schon bei der ersten Selbstbetrachtung sind: willst du gesehen werden? Oder möchtest du dich gerne ein wenig hinter einer Uniform verstecken? Beides ist möglich, beides berechtigt und in Ordnung. Ob du introvertiert und schüchtern bist oder explosiv und theatralisch oder alles, was zwischen diesen Polen liegt – deine Kleidung sollte dir geben, was du brauchst. Verblüffenderweise wird das die für alle gleiche Garderobe nicht schaffen können. Wer hätte das vermutet? Dass Frauen so unterschiedlich sind, das konnte ja niemand erwarten!
Und was besseres könnte ich nun tun, als zwei Kommentare zu zitieren. Lottie beispielsweise könnten wir mit dem Zwang zum Minikleiderschrank und Stilvorschriften bestrafen :

Ich habe einen sehr überreich gefüllten Kleiderschrank und liebe es. Nie habe ich nix anzuziehen, oft überlege ich schon beim Heimweg am Abend vorher, was ich anziehen könnte und das macht mich wirklich sehr zufrieden. Schliesslich habe ich sehr vielseitige Interessen und es muss für Sport, Wandern, Schicksein, Bequemsein, Alpleben im Tessin etc. alles dabei sein.

Joanna träumt ganz anders:

Ich finde die moduläre Garderobe sehr reizend – weil ich ja so unglaublich faul bin (mit etwas Wohlwollen kann man das „ergebnisorientiert“ nennen). Ein Traum wäre wahllos in den Schrank zu greifen und alle Sachen passen zusammen und sehen gut aus (und müssen nicht gebügelt werden).

Ihr seht, schon jetzt haben wir zwei ganz unterschiedliche Auffassungen und Ideen. Aber noch immer nur eine einzig wahre Art, den Kleiderschrank aufzuräumen und zu bestücken. Was tun?

So sehr ich mich ansonsten gegen Kästchen wehre und bislang nur für die Farbfamilien eine Ausnahme machte, so streue ich nun Asche auf mein Haupt und baue Kästchen. Ganz unterschiedliche. Weil wir als Leserin der Frauenmagazine und Lifestyleblogs (selbst wenn wir sie nicht ernsthaft lesen …) bislang in einer einzigen Box feststeckten: unmündige Leserinnen, die nach dem großen Umstyling alle gut, aber auch alle etwas gleich aussehen. Wodurch wir noch leichter in die eine vorhandene Schublade passen. Sicherlich bekomme ich nun auch nicht alle Kästchen passend gezimmert und da fehlen sicherlich noch Döschen für manche. Aber ich bin ja auch nicht zum Vordenken hier, sondern zum Anregen. Im besten Falle. Und ehrlich gesagt, mir ist gerade ein wenig schwindlig, weil ich mir vielleicht zu viel vorgenommen habe.

 

Alle

 

Nun gut, ich mache es mir so leicht und übersichtlich wie möglich und gehe davon aus, dass ihr selbst mit ein wenig Nachdenken am Besten wisst, was ihr wollt und braucht. Wie bei der Farbberatung auch sehe ich zwei mal zwei Gruppen. Dort sind es warm und kühl, leuchtend und gedämpft und daraus ergeben sich vier Kombinationen. Bei den Kleiderschrankbesitzerinnen, die ich kenne, ist das ganz ähnlich und ähnlich wie bei der Farbberatung gibt es innerhalb der Gruppierungen viele Varianten.

Bei der Schranktypologie unterteile ich einmal nach Persönlichkeit der Hauptperson und einmal nach Menge des Schrankinhaltes. So gibt es die Introvertierten, die Zurückhaltenden und die Extrovertierten, die Bunten; und es ist ein guter Zeitpunkt darauf hinzuweisen, dass das keinerlei Wertung enthalten soll. Der Kleiderschrank selbst mag eher spartanisch sein oder zur Überfülle neigen – und beides aus den unterschiedlichsten Gründen. Ich versuche mich mal an den Beschreibungen meiner vier Haupttypen.


modespaß

Selbstbewußt die Frau, voll der Schrank

In deinem Kleiderschrank findet sich alles und davon viel: es gibt einfarbiges, gemustertes, leuchtendes, dezentes. Es gibt Kleider für den Hippie in dir, für die Rockröhre, für die strebsame Karriererau, das Spielkind. Es gibt etwas für morgens, mittags und nachts. Es gibt sündteures und sehr günstiges, vererbtes, gekauftes, selbstgeschneidertes. Jede Größe, die du einmal hattest, ist vorhanden; Kleidung aus all deinen Lebensjahrzehnten und aus denen davor. Kurz: alles, was dir gefällt und gefiel, ist irgendwo zu finden; dein Kleiderschrank ist dein Archiv. Denn du bist eine Sammlerin, eine Stilwandlerin, eine Kostümspielerin. Kleidung hat für dich mit Laune, Anlass und Tagesform zu tun. Und das soll auch so bleiben.

Das Problem könnte sein: nicht nur der fehlende Platz, sondern mit den Jahren auch die fehlende Übersicht. Es wird immer schwieriger, wirklich passende Kombinationen zusammen zu stellen und so kann es dir geschehen, dass du trotz der großen Auswahl nur noch in den selben zehn Kleidungsstücken zu sehen bist. Dann ist es an der Zeit, die Garderobe zumindest neu zu sortieren und von den Stücken zu befreien, die dich behindern. Welche das bei dir sein können, dazu kommen wir beim nächsten Mal. Was du dir keinesfalls nehmen lassen solltest, das ist der Spaß an der Mode und das Selbstbewußtsein, auch ungewöhnliche Zusammenstellungen zu tragen – wenn du eher der Exzentrik zuneigst.

Es kann aber auch sein, dass dein Kleiderschrank sehr voll, aber nicht vielfältig ist, was Stile und/oder Farben anbelangt. Weil du trotz reichhaltiger Auswahl eine Puristin bist; eine, die viel Wert auf Harmonie in der Erscheinung legt: dann weißt du die feinen Unterschiede deiner drei dunkelblauen Hosenanzüge zu schätzen und solltest dir auch nichts anderes einreden lassen, wie oft du auch lesen magst, dass kein Mensch so viel des Gleichen bräuchte. Auch für deinen Schrank greifen die üblichen Ausmisttricks nicht.


ordnung

Selbstsicher die Frau, ausreichend gefüllt der Schrank

Dein Kleiderschrank kann jederzeit inspiziert und abfotografiert werden: er ist makellos. Für alle Gelegenheiten bestückt, wohlgeordnet, einladend. Und das ohne große Mühe. Ein oder zweimal im Jahr sortierst du um, sortierst aus, sortierst ein. Farblich passt alles zusammen, stilistisch alles zu dir – und das können mehrere Richtungen sein oder eine einzige. Du bist die Perfektionistin unter den Kleiderschrankhalterinnen, die Stilsichere, die Souveräne.

Das bedeutet nicht, dass bei dir nur die must haves hängen oder alles auf den großen Auftritt ausgerichtet ist. Auch du warst schon und kommst auch wieder an den Punkt, an dem alles anders werden muss, an dem dir nichts mehr gefällt, an dem du dich verändert hast. Aber so ist das Leben und das wird nur selten etwas an einem Fakt ändern: dir ist dein Äußeres, deine Kleidung so wichtig, dass du dich kümmerst, aber das so selbstverständlich, dass dir gedanklich der Raum und zeitlich der Platz bleibt, dich um die wirklich wichtigen Dinge im Leben zu kümmern. Ob du dich ehrenamtlich engagierst, mit den Kindern auf dem Spielplatz bist oder deine berufliche Zukunft vorantreibst – all das geht im gepflegten Habitus ebenso gut wie in Jeans und T-Shirt.

Die Gefahr liegt auf der Hand: du fährst dich schon mal fest, findest es nicht leicht, zwischen verschiedenen Stilen zu wechseln und die äußere (scheinbare) Perfektion (die du ganz anders wahrnimmst) kann auf andere schon mal arrogant oder snobistisch wirken. Ein bißchen mehr Lässigkeit schadet sicherlich nicht und dein übersichtlicher Kleiderschrank kann eher vom Addieren als vom Subtrahieren profitieren.


uniform

Unsicher die Frau, leer der Schrank

Der Grat zwischen modulärem Kleiderschrank und trister Langeweile ist fließend. Manche deiner Kombinationen lassen dich wunderbar schlicht und edel wirken, die meisten aber tun das nicht. Du findest deine Kleidung langweilig, du findest dich langweilig und eigentlich gibt es im Leben viel wichtigeres als diese Äußerlichkeiten. Da hast du recht. Aber eigentlich ist fast alles wichtiger als Spaß an Nichtigkeiten zu haben. Vor allem, wenn diese Nichtigkeiten, ob du es willst oder nicht, anderen ein Bild von dir vermitteln. Von dir als der Gleichgültigen …

Die immer gleiche Jeans, die ausgewaschene Bluse, der Pulli, der pillt – sie zeigen nicht nur, dass dir die Kleidung egal ist, sie behaupten auch, dass du dir egal bist. Dazu noch das Beige, das Braun, das Grau, die zu weiten oder zu engen Schnitte – das ist ein wenig traurig. Von Zeit zu Zeit wolltest du das ändern und gerietst an eine Verkäuferin, die es mit der Beratung nicht wohlmeinte und so hängen noch einige wild gemusterte Shirts und ein paar Leinenkleider in orange und giftgrün im Schrank. Wenn ich das so schreibe, dann denke ich, dass es nicht viele sind, die sich hier wieder erkennen, aber wenn doch: rede dir nicht immer ein, dass du mit all dem Modezeugs nichts anfangen könntest, dass du kein Händchen hättest oder sowieso nicht hübsch genug seiest, um dich mit Freude und Liebe einzukleiden. Das ist Blödsinn. Trau dich einmal raus aus deinem Schneckenhaus. Wühle dich durch pinterest, kaufe dir zwei Stapel oberflächlicher Zeitschriften, schaue dir alles an und kreuze auf jeder Seite etwas an, was du tragen würdest, wenn du müsstest. Spiel mal wieder. Und dann schnapp dir die Freundin, die dir schon immer in den Ohren liegt, dass du etwas ändern müsstest und kauf ein. Leg dir einen Nähplan zurecht, was du endlich einmal haben willst. Versteckt wird nicht mehr!

Und während ich mich um das unsichere Mäuschen kümmerte, saß die andere, die sich gerne versteckt, die Sicherheitssuchende, in ihrer Ecke und gratulierte sich schon zu ihrer erfolgreichen Unsichtbarkeit. Zu früh gefreut. Es gibt auch Kleiderschränke, die erst einmal ganz gut aussehen, minimalistisch eben und von guter Qualität. Sauber, geordnet, gepflegt. Und so ist auch die Halterin dieser Garderobe. Wahrscheinlich hängen in ihrem Schrank das kleine Schwarze, der Trench, die edle Jeans für die erwachsene Frau, das unverzichtbare Jacket und die weiße Bluse. Dazu kommen Schuhe, in denen sie gut laufen kann, Handtaschen, in denen nicht gewühlt werden muss, Seidentücher, die „aufpeppen“ und Perlen, von der Großmutter geerbt. Und immer schon wird sie wahrgenommen – wenn sie wahrgenommen wird! – als zurückhaltend, zuverlässig, gut gekleidet und etwas ältlich.
Deine Uniform soll dir Schutz geben, aber sie soll dich nicht unsichtbar machen. Es ist ok, sich „sicher“ zu kleiden und die eigene Persönlichkeit nicht nach außen tragen zu wollen; es ist nichts verkehrt daran, ruhig, introvertiert und zurückhaltend zu sein. Aber wenn andere nicht erahnen können, dass eine witzige oder neugierige Frau, eine mit entschiedenen Meinungen oder verrückten Thesen hinter der Fassade steckt, dann wird sie all das mit der Zeit auch immer weniger sein – einfach dadurch, dass man sie als Einrichtungsgegenstand behandelt.


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Nicht selbstbewußt genug die Frau, berstend der Schrank

Kleider, wohin das Auge auch schaut. Es ist bunt, es ist laut, es ist wild. Ob im Schrank oder an dir. Und im ersten Moment möchte man meinen, du seist eine hyperexzentrische Modemutige, eine Sammlerin ersten Ranges. Aber schaut man sich deinen Kleiderschrank genauer an, dann stellt man fest: es sind vor allem Klamotten, nicht Kleidungsstücke, die lieblos auf Drahtbügeln hängen oder in die Ecken gestopft sind. Es gibt kaum zwei Teile, die wirklich zueinander passen und wenn man ehrlich ist, dann kann man sich an dein Outfit erinnern, wäre aber in Verlegenheit, müsse man dein Gesicht beschreiben. Denn du hast dich entweder bewußt hinter all dem Farben-Formen-Wirrwarr versteckt oder du bist eine Chaotin ersten Ranges, der ihre Garderobe wahrhaftig über den Kopf gewachsen ist.

Wenn du dich nicht verlieren willst, dann musst du deinem Schrank zeigen, wer die Herrin im Hause ist. Und am besten bittest auch du eine Freundin zu Hilfe, die unerbittlich aussortiert, dich aber nicht umkrempeln will. Vielleicht bist du die Exzentrikerin, die eben doch ein paar Regeln braucht, um aus seltsam besonders zu machen. Vielleicht bist die Frau mit dem gewissen Etwas, die aus den Schichten heraus geschält werden muss. Oder du hast dir noch nie Gedanken darüber gemacht, wer du bist und was du der Welt von dir zeigen willst. Auf jeden Fall dürftest du von allen am ungläubigsten vor deinem Schrank stehen, nachdem alles daraus entfernt worden ist, was dir zu groß ist, was nicht mehr zu reparieren ist, was schäbig ist oder dir schlicht überhaupt nicht steht.Es dürfte nun sehr, sehr leer sein …

Von allen Kleiderschrankhalterinnen hast du die größte Aufgabe, aber auch die schönste Wandlung vor dir. Dir würde ich empfehlen, eine Farbberatung zu machen, denn du wirst immer den Hang haben, ein von anderes ungeliebtes Kleidungsstück zu retten, ein mißlungenes Nähstück aufzubewahren und einem Schnäppchen nicht widerstehen zu können. Wenn du dabei innerhalb eines Farbbereiches bleibst, passt immerhin alles zusammen und nicht jedes Kleidungsstück zieht bei dir ein.


Ich fühle mich jetzt etwas erschlagen und wer mitgelesen hat, wahrscheinlich auch. Aber wir sind noch nicht ganz durch für heute.

Natürlich gibt es unendlich viele Frauen, die sich nicht ganz und gar in den überspitzt dargestellten Typen wiederfinden. Aber vielleicht reichen diese vier Unterteilungen schon aus, um Gedanken anzuregen, die sich um DICH ganz alleine drehen. Und es geht noch immer nicht ums Körperliche oder um den passenden Stil. Sondern alleine darum, dass der EINE perfekte Kleiderschrank für ALLE gar nicht existiert. Erinnert ihr euch an den Film Monsters inc.? In dem die Monster des Nachts Kinder erschrecken, um aus deren Angstschrei Energie zu gewinnen? Sie treten durch die Kinderzimmertüren ein, die alle unterschiedlich aussehen. Manche sind bunt, andere neutral, einige verziert, die meisten schmucklos. Aber keine ist wie die andere. So stelle ich mir eure Schränke auch vor. Es sind alles Schränke, jeder gehört zu einer der vier Typen und keiner ist gleich.

Und als letztes für heute (endlich!): es kann durchaus sein, dass die Perfektionistin momentan noch den Schrank der Gleichgültigen hat oder dass unter der Sammlerin eine Minimalst-Puristin verborgen liegt, oder oder oder. Ich bin gespannt.

Na vor allem bin ich jetzt todmüde und hungrig, so lange habe ich noch nie an einem Beitrag gesessen, dessen Nutzen dazu höchst ungewiß ist.

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