MMM 18 – schnell, schnell, schnell

So, dieser Tag zerläuft mir unter den Fingern, aber wenigstens Reißverschluss einnähen und säumen (sowohl Kleid wie auch Jacke) würde ich gerne noch erledigen, bevor wir den Gatten um 17:00 aufpicken und zum Einkaufen fahren werden. Muss ich also – siehe oben – schnell, schnell, schnell machen. Wie eigentlich nahezu alles, was ich tue. Obwohl vier Tage für eine Jacke und drei Nachmittage für ein simples Kleid ja nicht rasend schnell ist. Gestern abend habe ich sieben Knöpfe angenäht und dafür anderthalb Stunden benötigt – die Zeit für diese Arbeit ist die einzige, die ich regelmäßig zeitlich falsch einschätze. Mag ich also nicht 🙂 Kleine Vorschau?

Am Montag dazu hoffentlich mehr, aber versprechen will ich lieber nichts. Kommt ja immer was dazwischen, wie mir die letzten Tage bewiesen haben.
Seit gut zehn Tagen mehr oder wenig fertig ist diese kleine Sommerbluse, die für mich ungewohnt romantisch daherkommt. Aber wieder mit zwei oder sogar drei Fehlern: der Saum ist nicht auf gleicher Höhe, was sich aber erst nach der Wäsche richtig zeigte. Die Knopfschlaufen sind viel zu groß und wollen immer wieder von den Knöpfen springen – da hätte ich besser auf mein Gefühl anstatt auf die Schnittangaben verlassen sollen. Und zu guter Letzt ist die Antidurchschauleiste viel zu hoch angebracht – obwohl auch das genau nach Schnitt geschah. Und wenn ich es denn geschafft hätte, einen passenden weißen Rock (oder überhaupt irgendetwas passendes!) zu nähen, dann würde ich es auch in Person zeigen.

Jetzt aber schnell zum MMM 18:

Ganz nett, aber nicht eine Kombination, die mich hunderprozent zufrieden stellt: der Rock dürfte eine Handbreit länger sein für meine Beine und Hüften, die Haare hätte ich schon ausbürsten können und der Pulli ist im Sitzen etwas einengend, da der vordere Ausschnitt absichtlich sehr weit hoch zeigt – mag meine Schilddrüse nicht so gern. Aber ansonsten ist das Ganze sehr bequem und angezogen 🙂

MMM 10 – Bonn, Karibik, 34°C, Sonnenschein

Zumindest müsste das so sein:

Leider erreichen wir die 34°C noch nicht ganz und die Heizung läuft sich noch warm; weshalb also stehe ich hier im sommerlichen Wickelkleid und bibbere? Und unterbreche dazu noch mein Kleiderdomino? Mittlerweile läuft mir die Zeit davon, aber der theoretische Plan für diesen Tag sieht vor, dass ich all die Hosen, Röcke und Kleider auf meinem Änderungsberg mir auch wirklich vornehme: also beispielsweise den blauen Rock mit den Ranken oben enger mache (was konkret bedeutet: RV raus, Bund ab und dann das Ganze wieder dran, igitt, ausgerechnet die Dinge, die ich nicht gerne mag). Dazu muss ich mich ständig an- und ausziehen. (Und ich möchte nicht wissen, wer aufgrund dieser Formulierung nun wieder enttäuscht auf meinem Blog landet – tut es euch bloss nie an, die Keyword-Liste anzusehen … schudder! Da draußen laufen ein paar kranke Seelen herum 😉 )

Wie auch immer, dafür ist das Kleid hier ideal. Wie immer nörgele ich nun aber herum: Der Schnitt ist Butterick 5030 und diejenigen unter euch, die mich schon länger kennen, sehen anhand der Schnittzeichnung sofort, was mich daran angzogen haben mag – wer mag, kann ja mal laut raten ;-). Im letzten Jahr allerdings haben sich meine Schnittänderungen auf das Anpassen der Seitenlinien von 8 – 12 und der Länge beschränkt. Mein großes Ziel für dieses Jahr ist ja eine verbesserte Paßform – innerhalb eines vertretbaren Rahmens; man kann es auch übertreiben.

Was hier beispielsweise wie Fettröllchen zwischen Taille und Brust aussieht, ist Stoff. Als ich das Kleid zuschnitt, habe ich nicht vernünftig nachgemessen, sondern aufgrund der vorherigen Erfahrungen die Taille in Größe 10 gewählt: was in diesem Fall zu groß ist und sich beim Wickeln eben nicht reduziert, sondern hartnäckig an der Stelle verbleibt und sich trotzig ausbeult. Beim nächsten Mal also die Taille reduzieren.
Problem ist dann nur, wie komme ich von der schmalen Taille auf die Weite, die ich in der Hüfte brauche? Das ist – für mich erstaunlicherweise – bei ausgestellen Röcken schwieriger als bei Engen. Da bastele ich noch an einigen Kleidern herum. Eine Teillösung besteht darin, die Taille bewußt höher anzusetzen als sie ist.
In diesem Fall hier war das allerdings ein zufälliger Ergebnis: die Taillennaht sitzt drei Zentimeter über meiner Taille, was beim Wickeln des Gürtels auffällt – der möchte nämlich gerne weiter unten sitzen. Dann allerdings ist fast nicht möglich, meine Hüfte anständig unterzubringen … hach, ne, das ist aber auch nicht leicht!

Die größere Schwierigkeit liegt aber in den Schultern. Und jetzt muss ich euch warnen, vielleicht wird das hier wieder einmal länger. Obwohl ich keine Zeit habe. Vielleicht erinnert sich die Eine oder Andere an die Burda-Diagnose(n)? Vor allem lief es auf meine zu geraden Schultern hinaus zusammen mit einer verkürzten Hals-Achsel-Zone. Das habe ich – da vom Profi – als gegeben angenommen und begonnen, die Schulterlinie entsprechend zu ändern. Das mit der verkürzten Hals-Achsel-Zone habe ich aber schnell wieder ad-acta gelegt – nur bei Burda sind die Armausschnitte so tief und weit, dass ich mich nicht rühren kann. Und meine Messung in der letzten Woche hat das ja auch bestätigt: DA bin ich ganz normal 😉 Aber die Sache mit den Schultern …

Das hat mich wirklich verrückt gemacht: denn egal, wie ich änderte: da blieben Falten. Und zwar Falten, die eher nach abfallenden Schultern aussahen. Was definitiv nicht sein konnte. Natürlich kam ich schon einmal auf die Idee, dass das Problem vielleicht von meinen leicht nach vorne geneigten Schultern herrühren konnte (und die zeigen immer schon nach vorne, auch wenn ich ansonsten gerade bin – nachdem ich gestern wieder einmal “Indiscreet” sehen konnte [CARY GRANT! Ingrid Bergman!], stellte ich auch fest, dass das nicht ungewöhnlich ist: Anna’s Schwester trägt ein trägerloses Kleid, verfügt über die perfekte Haltung und hat nach vorne geneigte Schultern. Da!). Nur: die Beispielbilder, die ich finden konnte, zeigten vollkommen andere Haltungen. Und schlimmer noch: die Lösung sollte darin liegen, die Schulterlinie vorne deutlich schräger zu zeichnen, während die hintere Schulter entsprechend erhöht werden sollte. Wie ich nun auch kritzelte: das ging mit der Änderung für gerade Schultern nicht wirklich zusammen. ABER dann:

traf endlich mein Fitting-Buch ein. Und dort ist endlich ein Bild zu finden, dass mit meinem Problem identisch ist. Und es sind die nach vorne geneigten Schultern. Besser aber noch ist, dass irgendwo in diesem Buch der Satz versteckt war, dass “die nach vorne geneigten Schultern von vorne einen sehr geraden Eindruck hinterlassen.” Leider kann ich die Stelle nicht mehr finden, aber da ging mir ein ganzer Kronleuchter auf.

Wie ich diese Änderung in eine Schulterpasse einpassen kann und ob das überhaupt möglich ist, muss ich noch herausfinden – im Grunde würde mich eine Schulternaht in der Passe auch nicht stören, wenn dadurch der Sitz besser wird. Dazu muss die Vorderseite von Oberarm zu Oberarm etwas verschmälert werden und dann sollte es funktionieren. Nun habe ich am Wochenende zwar eine Bluse genäht, aber mich für diesmal dafür entschieden, erst einmal gar keine Änderung vorzunehmen, um zu sehen, wie der Schnitt original an mir aussehen würde.

So, nun ist es wirklich spät und bald schon muss ich mich für eine halbe Stunde in die Jeans stürzen und die Jungs abholen. Ich verlasse mich fest darauf, dass ich nach dem Kochen und Essen Zeit für meine Aufgabe haben werde – die Top Agents werden schon dafür sorgen. Ob Sucht ein zu großes Wort ist? Lenny war gestern nach dem Kiga sehr mürrisch: da sei es zu langweilig, denn es gebe ja keine Playmos … tja, mein Sohn, bald beginnt die Schule, da wirst du dich noch wundern … armes Tucktuck!

Diese Beiträge könnten dich interessieren:

MMM 8 + 9 – ähm, plus Nachtrag 1 h später …

Jacke: wieder so ein Lalateil. Den Schnitt mag ich eigentlich recht gerne (Butterick BP384 OOP), aber der Schnitt ist an den Schultern und den Armen zu weit, so dass ich den Arm kaum heben kann. Auch die Vorderteile lassen sich nur geringfügig übereinander legen; an der Hüfte hätte ich eindeutig mehr zugeben müssen. Nun hätte ich all das ja leicht ändern können, aber der Stoff ist dermaßen kratzig, dass ich den Sinn nicht sehen konnte. So steht diese Jacke auf der Liste der Dinge, die ich noch einmal nähen möchte: vielleicht ein wenig kürzer, mit schmäleren Schultern und mehr Hüftweite. Problem ist nur, dass da noch so viele andere Dinge (auch Jacken) auf mich warten … ihr kennt das. Weiß ich genau.

Na also, gnädige Frau, ist das etwa ein Anständiger Aufzug? Mit herunterhängender Schluppe? Nicht sehr damenhaft!

‘tschuldigung, wird sofort in ordnungsgemäße Ordnung geordnet. Wie sich das gehört.

Rock und Pulli kennt ihr sicher alle schon – ich habe Dopplungen ja ausdrücklich nicht ausgeschlossen 🙂 Und hier noch ein Bild vom Jackenschnitt (den Rock dazu haben wir neulich schon ausführlich besprochen).

Jetzt noch einen schnellen Gruß Richtung Eva und Bettina: mein Netzstecker hatte nach einer letzten Mail zu Bettina aufgegeben und nur wenige Minuten war der Akku leer. Heute morgen dann bin ich schnell zum Händler geflitzt, der mir lieberweise einen Leihstecker mitgab, da es etwa drei Wochen dauern kann, bis der reparierte Übeltäter wieder bei mir eintrifft. Die LMB geht morgen früh raus, nachdem ich Porto und Adresse ausgedruckt habe und Bettinas Schnitte gehen den selben Weg, sobald ich auch onlinegebankt habe, sozusagen 🙂 Entschuldigt die Verspätung bitte!

Und jetzt noch das gestrige Kleiderkettenglied – echt, alt werden ist auch nichts! Es gibt nur ein Bild, und das gefällt mir gar nichts. Aber nachdem Stecker machte auch die Kamera schlapp … Technik, halt. Sie macht uns das Leben leichter. Solange zumindest, bis wir angefangen haben, uns darauf zu verlassen.

MMM 7

Einen Montag Morgen kann man doch nur mit etwas Farbe und der Abwesenheit von Jeans und groben Schuhen begegnen, oder? Und ein Hauch von Frühling scheint uns auch zu umwehen – nach dem Winter im letzten Jahr habe ich diesmal den Eindruck, dass Bonn zu seinem normalen Winter zurückzukehren scheint: Mal ein, zwei Wochen kräftig Schnee, Eis an Silvester und ansonsten reicht ein warmer Mantel über normaler Kleidung. Hach, das will ich unbedingt wieder so haben. Dann müsste der Lenz ja schon auf den Anfahrt zu unserer Tür sein, um zu klopfen 🙂

Die Sonne, die hier kräftig hinein scheint, verhindert allerdings deutliche Bilder und klare Farben. Aber schön ist es doch!

Den Mantel kennt ihr schon: Simplicity 2311 aus einem dunkellila Wollvelours. Heute morgen dachte ich noch, dass ich unbedingt einen dünnen, weichfallenden Stoff finden muss, um noch einen für das Frühjahr zu haben. Welche Art Stoff wäre hier wohl geeignet?

Der Rock ist aus einem dunkelrotem Baumwollsamt – naja, nicht wirklich Samt, es ist eher eine gebürstete Oberfläche, die glücklicherweise unempfindlich dem Bügeln gegenüber ist.
Pulli ist hellgrau und auch ihn kennt ihr schon: das war der “schiefe Graue”, dessen Pisaneigung mittlerweile Vergangenheit ist. Erkennen könnt ihr auf den heutigen Brillen allerdings kaum. Soviel Sonne … schön!!

Yepp, etwas mehr als ein halbes Kilo ist runter und das reicht eigentlich auch. Jetzt muss ich nur noch dauerhaft weniger Süßkram in mich hinein zu futtern. Wenn es sonst nichts ist …
So, nachdem ich die Küche in Ordnung gebracht habe, werde ich mir “Eins, zwei, drei” von Billy Wilder anschauen – liebe, liebe, liebe diesen Film. Da fällt das Bügeln kaum noch schwer.

MMM 6

Heute ist ein makeup-freier Tag, fotografieren fühlt sich entsprechend unangenehm an. Mehr noch als sonst. Dazu noch Halsschmerzen – hurra!

Wie wäre es mit einem Maria von Trapp-Bild? Krächz, krächz …

Erst nachdem ich mit allem hier fertig war, habe ich bemerkt, dass ich den Rock mit der Seite nach vorne trage … offenbar bin ich angeschlagen 😉