Mg 13 – Kartoffelkleid für Haus und Garten plus kleiner Brigitte-Rant und Überlegungen zu Kleidern

Der Titel zeigt mein Talent zum Sich-Kurzfassen. Tja, wo  fange ich an? Als ich 2009 mit dem Nähen begann, hatte ich von Zeit zu Zeit auch noch die Brigitte im Einkaufskorb, einfach deshalb, weil ich als Kind mit ihr aufwuchs und die Mischung aus Mode, Pflege, Reportagen, Gewinnspielen, Rezepten und Selbermacherei sehr liebte. Sie war deutlich emanzipatorisch und scheute sich nicht vor Politik. Das hat sich seitdem sehr verändert: schaue ich mir allein den unsäglichen Onlineauftritt an, der sich offenbar …

Mg 12 – noch ein Kleidchen

Es fällt mir schwer, die kurzen, weiten Kleider ohne Abnäher, ohne eingesetzte Ärmel, ohne Kragen, ohne nix als Kleider zu bezeichnen; ich bin noch in meinen alten Denkenmustern gefangen und meine Beine so zu zeigen gelingt mir eigentlich nur, weil ich mir sage: Mit Ende 40 guckt da keiner mehr hin, das kannst du ruhig tun, wenn es warm ist. Es ist natürlich nicht warm, sondern ausgesprochen frisch, wenn es auch für den morgigen Feiertag besser werden soll. Vielleicht kann …

Mg 11 – Krempelliese und endlich selbstgenäht

Die eine oder andere erinnert sich mit Schaudern – ich selbst auch – mit welchen Schwierigkeiten ich zu kämpfen hatte, bevor ich den simpelsten all meiner Mäntel konstruiert und genäht hatte. Diese Schwierigkeiten waren hausgemacht, saßen nur in meinem Kopf, der sich nicht an den Gedanken gewöhnen wollte, dass es auch einfach geht. Ganz, ganz einfach. Heute ist mir das verständlich, denn mein Wunsch, eigene Schnitt entwerfen zu können, entstand mit dem ersten Blick in Harriet Pepins „Modern Pattern Design“ …

Mai-Garderobe 10 – gemixt

Ich erwähnte neulich en passant, wie unglaublich verliebt ich in COS bin – und wenn ich das noch einmal erzähle, sollte ich dafür bezahlt werden oder geschlagen! – und am Samstag begleitete mich der weltbeste Gatte in die Innenstadt. Zuvor hatten wir die Kinder zwecks Omahilfe zu selbiger verfrachtet, wo sie aufräumten, Müll entsorgten, einkauften und aßen, um später vollkommen geschafft zu Hause nölend zu „chillen“. Ich würde es gammeln nennen, aber das ist eine ganz andere Geschichte. Wir waren …

Mg 9 – und zugeschnitten!

Gestern nachmittag habe ich endlich wieder einmal einen Schnitt konstruiert und Stoff zugeschnitten – es geht aufwärts, hurra! Wobei ich das mit dem Konstruieren relativieren muss: es war das allersimpelste Kleid, das man sich vorstellen kann. Ich habe den Halsausschnitt breiter und tiefer gesetzt, die Länge von Hüfte auf kniefrei gezogen und von der Achsel zur gewünschten Saumbreite eine Diagonale gezogen – das als Schnittkonstruktion zu bezeichnen, das ist schlicht frech. Spannend daran ist nur: wird es mir stehen? Gestern …

Mg 8 – klar und kühl / geklaut und genäht

Der gestrige Tag war geil. Ohne besondere Vorkommnisse, aber geil. Die Nacht war es nicht. Normalerweise gehe ich zwischen 22:00 und 24:00 Uhr zu Bett und lese ein wenig. Und schlafe fast sofort darüber ein. Gestern nacht nicht, noch um halbeins war ich wach. Um 1:15 Uhr war ich dann wieder wach, weil auf dem Spielplatz oberhalb unseres Hauses junge Männer sich angeregt unterhielten. Lautstark, johlend, rücksichtslos. Bis ich richtig wach war, wälzte ich graue Gedanken über Leid und Elend …

20.000 windzersauste Gedanken + Mg 7 (Laanger Mäandertext, Warnung!)

Heute morgen fuhr ich den Gatten zur Arbeit und weil es so schön war und er mässig lustig, sein Büro zu betreten, frühstückten wir im Café um die Ecke. So sollten Wochen beginnen: mit Sonnenschein, Ruhe und einem entspannten Frühstück. Danach machte ich mich auf in die Innenstadt mit nur einem Ziel: möglichst viele verschiedene Kleidungsstücke anprobieren, einen supersimplen, lässigen Hosenschnitt erstehen und eventuell ein paar günstige Sommerschuhe finden. Es war kurz vor 10:00 und so landete ich bei C&A …

Mg 6 – nochmal Mustermix und Rockstress

  Ich sagte schon, dass es schwierig sei, das passende Oberteil zu diesem Rock zu finden oder noch konkreter: irgendein Oberteil zu irgendeinem Rock. Zwei 30er-Jahre-Röcke habe ich in der letzten Woche gekürzt und vom Bund getrennt, aber so richtig gefallen will mir gar nichts dazu. Versuche ich es minimalistisch-architektonisch à la Jil Sander oder Cos, dann sieht es an mir einfach aus wie ein riesengroßes A. Oberteile ÜBER Röcke – grauenvoll, trutschig, litfaßig. Oberteil im Rock – besser, aber …

Mg 5 – 30:70 / Brustabnäher reduzieren?

  Herrlich warm schon jetzt am frühen Vormittag ist es und die nötigsten Einkäufe sind bereits erledigt. Dabei stellte ich fest, dass ich wirklich, wirklich, wirklich noch schnell einen zweiten Blazer nähen sollte. Zwei Dinge gibt es, die mich an dem obigen stören: zum einen wellt sich auf einmal der Saum, so, als würde er immer weiter und breiter und würde nur durch das Futter an einer weiteren Zunahme gehindert werden. Ich habe das auch bei einigen Mänteln festgestellt, nachdem …

Mg 4 – 10:90

Zur Zeit steht es schlecht für das Selbstgenähte. Liegt auch daran, dass meine Hosennäherei eher lust- und erfolglos ist und ich fast ausschließlich Hosen trage. Gestern überlegte ich, ob die weiten Hosen nicht einen Tick zu weit seien und probierte sie an. Und stellte mich vor die Haustür in den strahlenden Sonnenschein, um sie im Kellerflurspiegel deutlicher sehen zu können. Es zeigte sich überdeutlich, dass die Gabardinestoffe alles, absolut alles durchdrücken lassen, was darunter ist: Belege, Abnäherspitzen, unsichtbare Wäsche, Blusensäume, …

Mg 3: 50:50

Ha, heute endlich eine deutliche Verbesserung im Verhältnis Kauf- zu Selbstmachkleidung: die Bluse ist die zweite Hippie-Bridget und folgerichtig trage ich die Jeans mit Schlag dazu. Die ich dann doch deutlich enger genäht habe von Hüfte bis Knie. Also das Verhältnis ist damit fast schon 60:40 … mit etwas gutem Willen.     Gestern war ich übrigens mit Mann und Maus im Zirkus. Wobei die Vokabel „Zirkus“ nicht treffend ist; normalerweise bin ich für diese Art der Nummernshow nicht zu …

Maigarderobe 2

Draußen ist es deutlich grauer und kühler und nach was griff ich? Genau, nach grauer, kühler Viskose. Die ich liebend gerne trage, aber meist hassend vernähe. Deshalb heute schon wieder nichts selbstgemachtes. Da ich heute abend in den Zirkus darf, werden aber wohl ein handgestrickter Pulli und ein selbstgenähter Mantel zum Einsatz kommen.     Ich war übrigens schon oft versucht, ein Kleidungsstück in einer zu großen Größe zu kaufen, nur um an den Stoff heran zu kommen … bislang …

Gekauftes als Grundlage

Ich hatte gewarnt, hier kommt der zweite Beitrag für heute – überschüssige Energie, die heute ins Einkaufen, Staubsaugen, Ändern und Bloggen fließt. Als es vor zwei Wochen sonnig und warm war, hielt es mich nicht mehr und ich musste wenigstens einmal vor die Tür und sei es nur zu einer der lokalen Aldi-Filialen. Was ich dort wollte, weiß ich nicht mehr, aber ich fand eine nebenweiße Leinenhose der Art, wie ich sie in der ersten Schwangerschaft mit Wonne trug. Eine …

Auch mal ein kleines Mai-Projekt – nur für mich.

Die halbe Nähwelt versammelt sich zum Me-Made-May wie seit Jahren und als ich gestern – wieder einmal – sehr früh und müde im Bett lag und mein Blick auf den Kleiderschrank fiel, fragte ich mich, ob ich noch mal wieder an den Punkt kommen werde, an dem das Selbstgenähte das Gekaufte überwiegen würde … Anfang letzten Jahres stellte sich die Frage gar nicht: außer einer Turnhose, der Wäsche und den Strümpfen war alles selbsthergestellt. Da gab es keine Bluse, keinen …

Kehrtwende marsch!

So militärisch-harsch gehe ich nicht mit mir um. Oder nur äußerst selten. Aber es mag von außen betrachtet ähnlich abrupt wirken wie eine Militärparade vor dem Buckingham Palace: erst läuft alles stur nach rechts und ups, zack, peng rast alles nach links. Oder konkreter und persönlicher: erst versinkt Michou immer tiefer in alten Zeiten und Kleidern und in der nächsten Sekunde steht sie in kurzen Hosen vor einem Kleiderschrank, in dem sich seit einigen Tagen zwei Kunstlederhosen, ein Kunstlederrock, eine …

Noch mehr Gekauftes.

Heute vormittag hatten wir das Ergotherapievideoanalysegespräch. Ergotherapie, weil der große Sohn Lenny Schwierigkeiten mit seinen Hausaufgaben bzw. mit deren Erledigung oder noch besser mit deren Sinnhaftigkeit hat. Was in der Regel mit einer schlampigen, fehlerhaften Ausführung und miesester Laune im Haushalt endet(e?). Da wir natürlich alle dazu beitrugen – zur Laune und Stimmung – wurden wir beim Spielen und Planen und Arbeiten gefilmt. Ich muss gestehen: das Schlimmste für mich daran war die Anwesenheit einer Kamera. Das heutige Ansehen einiger …