Zwei Jahre nun

Morgen vor zwei Jahren ist mein Vater gestorben – 26 Tage, nachdem ich frühmorgens von seinem Arzt erfuhr, wie es um ihn steht. 26 Tage waren sehr wenig Zeit, um überhaupt zu verstehen, was passiert. Noch viel weniger Zeit ist es, wenn zwei Tage nach dieser Botschaft dein Vater dich bittet, einen Platz zum Sterben für ihn zu suchen, während du am Tage zuvor noch zaghaft so etwas wie eine Hoffnung aufkeimen ließt. Vier Tage vergingen im Kampf mit einer …

Der 24.12.

Ganz dummer Tag, sehr zwiespältige Gefühle. Heiligabend war in unserer Familie immer in zwei Abschnitte unterteilt: Vormittags war Papas Geburtstag, ab nachmittags dann Weihnachten. Nun, ohne meinen Vater, finde ich es schwierig, so etwas wie Weihnachtsstimmung zu empfinden. Jetzt, in diesem Augenblick, läuft „Drei Haselnüsse für Aschenbrödel“ im Hintergrund und sorgt für kindliches Wohlgefühl – bei mir, irgendwie, zumindest oberflächlich. Zwischen mir und dem Fernseher schmücken die drei Männer des Hauses den Weihnachtsbaum, während ich – offenbar – hier sitze …

Unerträglich

Es wird persönlich und da möchte ich – ausnahmsweise – darum bitten, dass all diejenigen, die damit nicht umgehen können oder wollen, einfach diesen Post überspringen; irgendwann heute möchte ich gerne mal wieder etwas Fertiges zeigen und dann ist alles wieder fein. Also zumindest in dem Post dann … In acht Tagen wird es neun Monate her sein, dass mein Papa abends gegen 18.00 Uhr aufhörte zu sein. Zu dem Zeitpunkt war es nicht mehr unerwartet, im Grunde hatten wir …

Vorbei

Mein Vater ist soeben verstorben, meine Mutter rief mich an. Muss noch auf Lenny warten, der von einer sehr lieben Freundin vom Training abgeholt wird, weil unser Auto den Geist aufgegeben hat. Gleich werde ich noch einmal ins Krankenhaus gehen. Ich schwanke zwischen Weinen und Taubheit. Der Verstand sagt: „Gut, das hat er sich herbeigewünscht.“ Bauch, Herz und alles andere sagen gar nichts. 42

Nicht vor, nicht zurück

Mein Vater liegt im Sterben, das ist nun seit Wochen so und jeden Tag wird er weniger und weniger; es ist kaum zu ertragen. Es tut mir leid, wenn das für manche, die hier gern hinein geschaut haben, unschön zu lesen ist, aber es muss raus. Genauso, wie es raus muss, dass ich ganz, ganz vielen von euch und natürlich all meinen nicht-virtuellen Freundinnen danken muss: Ich habe hilfreiche Kommentare hier und auf FB erhalten, habe Mails von Bekannten und …

Weiter …

… geht im Augenblick gar nichts so recht. Seit Anfang der Woche ist mein Vater wieder in „unserem“ Krankenhaus und seit vorgestern auf der Palliativstation, wo er neu eingestellt wird, so dass die Schmerzen so gering wie möglich sind, ohne dass er nur noch müde und dämmerig ist. Das tut ihm gut, wohl auch die Tatsache, dass wir alle nun leichter und schneller und öfter bei ihm sein können. Wie es von da aus weitergehen soll, ist noch nicht zu …

Im Augenblick warten wir darauf, dass mein Vater in das Krankenhaus in unserer Nähe zurück verlegt wird, aber wann das der Fall sein wird, wissen wir nicht. Ich kann nicht so recht etwas mit mir anfangen und habe die CD mit den alten Dias eingelegt und durch gesehen. Hilft, irgendwie. Vielleicht hilft es ihm ja auch ein wenig. 25

Die Besten im Westen

Ich möchte euch noch daran erinnern, die ihr ein Westblogtreffen wollt, euch deshalb bei Simone zu melden – am Samstag, den 6. Oktober soll es soweit sein; der Treffpunkt ist Köln. Es mag sein, dass das hier für längere Zeit der letzte Eintrag sein kann. Ich stricke wohl vor mich hin und habe viele Ideen für viele Dinge, aber die Stimmung ist nicht da, die Zeit auch nicht mehr so recht und das Bloggen darüber gerade unpassend. Meinem Vater geht …

Kein Titel

Eigentlich hatte ich heute etwas zum Bloggertreffen im Westen schreiben wollen, damit wir das endlich ans Laufen bekommen. Und ebenso eigentlich lasse ich euch zwar an vielem in meinem Leben teilhaben, aber meine Familie gehört nicht dazu. Warum ich das heute ändere, kann ich nicht genau benennen, aber ich tue es. Mein Vater ist heute erneut in die Klinik eingewiesen worden für ganze drei Wochen. Was geschehen wird, ist offen; gut sieht es nicht aus und ich befinde mich wohl …