Männerschreck

Erst einmal zur gestrigen Frage, was tun mit transparenten Stoffen (die man ja meist gekauft hatte, weil sie so herrlich luftig waren und die Transparenz nicht so arg auffiel). Es besteht Einigkeit in dem Gedanken, diese mit einem zarten Batist in passender Farbe zu füttern. Und in der Theorie stimme ich zu. ABER passende zarte Stoffe zu finden, ist ja schon mal das Eine – Stunden an Onlinesuche sehe ich vor mir und neue Stoffe, die ich ursprünglich gar nicht …

Kleines Zelt, japanisch, grau

Ich sitze draußen und das in einem Minibikini, in dem ich mich niemals ins Freibad wagen würde. Aber das will ich auch gar nicht hin, sondern so entspannt wie möglich arbeiten und das Wetter genießen. Darf man das Schreiben an einem Buch, von dem man aber auch so gar keine Ahnung hat, ob es etwas wird, Arbeit nennen. Oder ist das reines Privatvergnügen? Ach, egal, egal. Die Sonne scheint also, der Zahnschmerz ist auf ein erträgliches Minimum reduziert, mit den …

Ganz, ganz simpel

Am Freitag ist Zahn Nummer drei gezogen worden und ich habe Aua. Der Kreislauf sprang im Dreieck, wenn er überhaupt hoch kam, ich pendelte zwischen Bett und Sofa und ernähre seitdem von salzigen, weichgekochten Aufguß-Fertiggerichten und Schmerztabletten. Immerhin bin ich seit gestern abend wieder in einer senkrechten Version zu haben – es geht also aufwärts. Doch zwischendurch, wenn ich stundenlang online war oder brav an einem weiteren Kapitel bastelte, trieb mich der kindliche Übermut; der Gatte nannte es dumm und …

Mein Schwedenkleid, liebevoll Ikealein genannt

In der letzten Woche fuhr ich spät am Nachmittag mit dem Großen in die Innenstadt – in einem Mix aus Langeweile und der Sucht nach Stoff. Im Großen und Ganzen war ich von Angebot enttäuscht, doch auf einem Tisch lagen Baumwollstoffe, relativ dünn, fest und elastisch, knitterwillig, aber farblich überzeugend. Kurz zuvor hatte ich den Sohn noch zu Cos geschleppt, um durch das Angebot zu schauen und einige Kleider zu probieren. „M“ ist bei Cos übrigens ausgesprochen großzügig geschnitten, aber …

20°C-Hemdblusen-Kimono-Mustermix-Kleid

Heute ist Frühling! Satte 20 Grad und mehr! Also was tut die nähende Bloggerin? Sie kramt in aller Eile das luftige Kleid hervor, das über Wochen halbfertig an der Puppe hing, drückt dem Sohne die Kamera in die Hand und stellt sich auf die Wiese.     Der Stoff ist eine relativ feste, dennoch sehr weiche und leider auch rutschige Viskose mit einem Batikdruck, der sich sehr schön trägt. Bei 20°C zumindest – darüber dürfte das Kleid bald schon zu …

Gerüscht – ok. Länge – ups.

Bevor ich in den nächsten zwei Wochen dank Schulferien und Gattenurlaub zu gar nichts komme, wollte ich in der letzten Woche unbedingt vieles schaffen: Texte für ein zweites Projekt beenden, ein Blusentop konstruieren und nähen und ein T-Shirt kopieren (Jersey!Ich!), das Haus von oben bis unten putzen und ordnen, ein Strickprojekt finden und beginnen, meine Haut wieder in Spur bringen und Haare schneiden lassen. Idiotisch. Ganz klar. Idiotisch. Dennoch habe ich ein T-shirt halb genäht und Erkenntnisse gewonnen, mir die …

Wieder einmal ein Zelt. In himmelblau. Mit Sonne!

Dass ich eine gewiße Vorliebe für weite Kleider und im besonderen Zeltkleider habe, habe ich 2015 und 2016 schon gezeigt. Ich finde ja, dass diese Kleider erstaunlich viel Figur zeigen, dafür, dass sie der Taille nicht nahe kommen; wir könnten nun darüber diskutieren, ob und weshalb das so ist. Wir können es auch lassen. Nun hatte ich seit etwa zwei Jahren einen Stoff im Lager, den ich online bestellte und der sich als erstaunlich anders heraus stellte: In der Beschreibung …

Rosen im Winter

Ich möchte ja sehr gern wieder öfter und mehr nähen und so blätterte ich in meinen gesammelten Schnittkonstruktionsanleitungen herum. Und verliebte mich in dieses Kleid aus einer Mrs. Stylebook.     Wobei ich schon gedanklich anfing, Abstriche zu machen: ein bißchen länger dürfte es für mich sein, der Kragen kann eh weg und ob die langen Ärmel wirklich so günstig bei dieser Kleiderform an mir sein würden? Beim Blick auf die Anleitung bzw. das Schnittendergebnis verstärkten sich sowohl meine Zweifel …

Nunja, vielleicht ein Quasi-Weihnachtskleid?

Nach langer – gefühlt sehr langer Zeit – einmal wieder etwas Genähtes, ein Kleid gar. Und eines mit deutlichen Vintageakzenten. Für Kleider der kalten Jahreszeiten eigentlich das einzig wahre: enge Taille, hochgeschlossen, längere Ärmel. Mit einem luftigen Sack wäre ich nicht glücklich. Weshalb ein Quasi-Weihnachtskleid? Weil ich von einem Tag auf den anderen Lust hatte, eines meiner ersten selbstkonstruierten Kleider zu kopieren. Wer hier schon sehr lange vorbeischaut, mag sich erinnern: mein ultimatives Weihnachtskleid war es und mittlerweile ist das …

Greige an bunt mit schwarzer Katze

Jedes Jahr im Herbst muss wenigstens ein neuer Mantel her, am liebsten aber zwei. Und da ich vor kurzem drei Mäntel an eine wunderhübsche Vintagefreundin geben durfte, ist auf dem Garderobenständer Platz genug. Im Gegensatz zu meinen Vintagejahren, in denen mir ein Schnitt kaum kompliziert und aufwändig genug sein konnte, mag ich es nun simpel, simpler, am simpelsten. Was im letzten Jahr zum Plumeau mit Ärmeln führte, das mir ja entsetzliche Kopfschmerzen bereitete und mir dafür jetzt zu groß geworden …

Mal düster … ach was, nur anders

Ich schaue besser gar nicht erst nach, wann ich das letzte Mal etwas gebloggt habe oder wann gar ichirgendetwas erfolgreich nähte. Es muss wohl gestern gewesen sein. Oder vorgestern. Irgendwie so. Nun, wie auch immer, hier bin ich. Und noch besser, ich habe genäht. Am allerbesten: es ist ein Kleid. Was mir richtig schwer fiel, war die Schnitterstellung: wie vernagelt saß ich am Tisch, hatte eine nur vage Vorstellung vom zu erschaffenden Kleid und schob den Pappgrundschnitt lange hin und …

Mehr des Gleichen

Obwohl der Name „Bridget“ für die weiteren Modelle des Tunikaschnittes nicht passt, bleibt es nun dabei – dabei gebe ich meinen Schnitten doch sonst keine Namen. Aber da es wohl noch viele, sehr viele Varianten geben wird, hat er sich einen Namen verdient. Also noch mehr Bridget …   Den Stoff habe ich von Freundin Arlett erhalten, die daraus schon eine wirklich schöne Bluse nähte, die ich probieren durfte. Monatelang lag er nun im Schrank, weil ich trotz Arletts gegenteiligen …

Ein Sommerkleid – schon einmal getragen …

Was den Sommer anbelangt, bin ich erstaunlich lange optimistisch – auch im September kann es noch herrlich heiße Tage geben. Aber ich muss zugeben, dass ich mit meinem Optimismus in diesem Jahr ins Straucheln komme. Es gab schon schöne Tage, gerade der letzte Sonntag war ein solcher: ich lag den ganzen Tag in unserem Garten im Schatten und außer lesen und daddeln habe ich rein gar nichts getan. Doch ich könnte noch mehr von dieser Sorte vertragen. Schon allein, um …

Sommerblazerjackencardigan

Schon lange, lange, ganz, ganz lange wollte ich eine Jacke mit einem drapierten Kragen besitzen – so ein lässiges Teil ohne nennenswerte Struktur. Aber einerseits passte diese Art Blazer nicht zu meiner Vintagegarderobe und zum anderen war ich mir nicht sicher, ob das etwas für mich ist. Alles, was zu fließend und un-geschneidert war, schien mir besser zu Figuren zu passen, die eben nicht so sind und da ich alles andere als athletisch und gestählt bin … Aber es ließ …

Mg 14 – perfekt? Kann ich nicht!

Der Mai ist nun auch schon rum und natürlich habe ich es nicht geschafft, jeden Tag ein Bild zu knipsen, um zu sehen, was aus meinem Kleiderschrank getragen wird. Wenig überaschend war, dass es vor allem Gekauftes war. Aber positiv zu vermerken ist: ich habe wieder Lust, etwas zu nähen. Und zwar die Kleidungsstücke, die sich schlecht bis gar nicht kaufen und diejenigen, die sich besonders leicht nähen lassen. Eine gesunde Mischung aus Bedarf und Bequemlichkeit, was kann schief gehen? …

Mg 11 – Krempelliese und endlich selbstgenäht

Die eine oder andere erinnert sich mit Schaudern – ich selbst auch – mit welchen Schwierigkeiten ich zu kämpfen hatte, bevor ich den simpelsten all meiner Mäntel konstruiert und genäht hatte. Diese Schwierigkeiten waren hausgemacht, saßen nur in meinem Kopf, der sich nicht an den Gedanken gewöhnen wollte, dass es auch einfach geht. Ganz, ganz einfach. Heute ist mir das verständlich, denn mein Wunsch, eigene Schnitt entwerfen zu können, entstand mit dem ersten Blick in Harriet Pepins „Modern Pattern Design“ …