Curvo

Verreisen ist ja, bin ich ehrlich, nicht so mein Ding: Stundenlange Autofahrten oder überfüllte Züge erfüllen mich mit Horror, von Flügen ist gar nicht zu reden – nach jahrzehntelanger Flugverweigerung musste ich dann auf viel zu vielen Flügen feststellen, dass die Wirklichkeit noch viel schlimmer ist als meine Furcht. Soviel zu den Sprüchen all derer, die mir immer sagten, ich müsse es einfach einmal versuchen, danach hätte ich keine Angst mehr. Ha! Eben so gelogen wie alles andere von „Nach …

Irgendwie frustig

In Kombination von Weihnachten und Geburtstag bekam ich vom Gatten Wolle – dreifach sogar. Ich wollte unbedingt mit dicker Wolle in Luxusausführung stricken und so erhielt ich drei Farben der Lana Grossa-Brigitte-Mischung (ausgerechnet diese Zeitschrift muss sich einmischen – schon mal bemerkt, wie sich deren Portal gewandelt hat? Offenbar sind die Leserinnen zwölfjährige Idiotinnen, die nix anderes im Sinn haben, als irgendwelchen Männern zu gefallen. Brigitte, wie tief bist du gesunken. Übrigens kenne ich keine idiotischen Zwölfjährigen …). Aber egal, …

Das Ärmel-Plumeau live und in Farbe

Schon vor bald zwei Monaten habe ich eine Woche damit verbracht, den simpelsten Mantelschnitt überhaupt zu zeichnen, zuzuschneiden und zu nähen. Und bis zu Beginn dieser Woche war es zu warm, um den Mantel zu tragen. Gut, stimmt nicht ganz, denn ich habe ihn immer mal wieder abends übergeworfen, wenn ich die Jungs zum Training brachte. Ob also die Mischung zwischen locker gewebtem Wollstoff, einer Lage thinsulate und Viskosefutter plus weiter Silhouette wintertauglich ist, kann ich noch nicht sagen. Aber …

Weit und eng – wie gehabt

So ganz langsam füllt sich meine Garderobe wieder mit Selbstgemachten – all die feinen Kleider und Röcke und Blusen und Pullis der letzten drei Jahre liegen sorgsam verpackt unter meinem Himmelbett, während der Schrank vor allem Gekauftes beherbergt. Und hier hat sich die Silhouette des Sommers durchgesetzt: enge Hosen, weite Oberteile. Wie schon beim Mantel saß ich anfangs ratlos vor meiner Wolle: kleine, kurze Pullis der 30er mit Mustern und perfekten Schulterlinien stricke ich blind und ohne Anleitung. Vor den …

Tongshan

Nein, nicht China. Sondern Pullover. Nach ewig langer Strickpause und Umorientierung bei der Modellauswahl habe ich etwas gestricktes UND beendetes zu zeigen. Bis zum nächsten Jahr wäre ich gerne wieder an dem Punkt, an dem der Inhalt meines Kleiderschrankes überwiegend selbstgemacht ist – das wird ein Weg … im Augenblick weiß ich gar nicht, wo ich beginnen soll, was ich mag, was ich will, brauche und was mir steht. Und so habe ich mich tagelang durch ravelry gesucht, unendlich viele …

Ich suche!

Hat jemand von euch vielleicht dieses mittlerweile 11 Jahre alte Anleitungsheftchen und könnte mir eine Seite einscannen oder abfotografieren? Ich hatte daraus einmal einen Pulli gestrickt, aber leider ist das Heft zusammen mit zwei anderen vor ein paar Jahren weggeschimmelt – ein unbemerkter Wasserschaden in meiner Dachkemenate war schuld. Es geht um einen Pulli mit Zöpfen an den Seiten, die bis zu Schulter hochgehen; die Ärmel sind 3/4-lang und ein kleiner Stehkragen war auch vorhanden. Wenn wer was weiß oder …

Prophezeiung durch Stricken?

Ich erwähnte es gestern: die Farbe, die ich zuletzt verstrickte, heißt Sturmblau. Weshalb eigentlich, erschließt sich mir nicht, denn die Gewittersturmhimmel, die ich sah, waren entweder grau schattiert oder aber leuchtend giftgrün (das war in Lindau zu Kinderzeiten und hat mich nachhaltig beeindruckt). Das Woll-Sturmblau hingegen ist petroltürkis: nix blau, nix Sturm. Und so wunderte ich mich. Bis gestern. Kaum war der Beitrag geschrieben und publiziert, schon schimmerte es in der Ferne sturmgrau. Nicht viel später vernahm ich ein Grollen, …

Sturmblau und nebenweiß

Endlich, endlich, endlich mag ich wieder stricken; es war eine Qual in den vergangenen Monaten: Wollvorräte, die ungenutzt blieben, Fensehabende und Hände, die sich langweilten, Ideen, die sich nicht klar zeigen mochten. Ach, wer weiß, was ich litt. Der Ausweg aus der Krise: dickes Garn, glatt rechts, schöne Farben, günstiger Preis. Nun halte ich von der Drops Baby Merino nichts, gar nichts, aber das hindert mich ja nicht, andere Garne desselben Herstellers zu testen und so kam ich auf die …

Himbeerpfau an kranker Frau

Reimt sich und alles, was sich reimt, ist gut. Stammt, wenn ich mich nicht sehr in meiner Erinnerung vergreife, vom Pumuckl. Das mit der kranken Frau ist aber nicht gut, für mich zumindest. Seit gestern nachmittag scheint es wieder los zu gehen – ich kann keinen Tee mehr sehen, egal, ob Fenchel, Anis oder Pfefferminze. Doch anstatt mich wieder hinzulegen, denn so krank bin ich nicht, versuchte ich vor einigen Stunden aus der Kreatur des Alls, die mich aus dem …

Smaragdgrün …

… ist eigentlich etwas zu leuchtend für mich, aber da ich sämtliche Blaugrüntöne für mich in Besitz genommen habe, fühle ich mich dennoch sehr wohl im Pfauenfederpulli. Oder würde mich darin wohl fühlen, wäre es nicht viel zu heiß für Strick. Als nun aber heute morgen es sintflutete, setzte ich mich unter das Terrassendach und knipste Bilder, bevor es wieder heiß und schwül werden würde. Außerdem hatte ich die – vergebliche – Hoffnung, frühes Tageslicht würde die Farbe korrekt wiedergeben. …

Trockne! Schneller!

Obwohl – es ist warm, fast schon heiß und ich brauche alles, nur keinen kleinen Wollpulli. Aber nachdem ein Teil fertig gestrickt und vernäht, gewaschen und zum Trocknen in Form gebracht vor mir liegt, werde ich ungeduldig. In wirklich kalten Wintern muss ich dann etwa zwei Tage warten, bevor ich den Pulli in seiner ganzen Pracht sehen und tragen kann; heute könnte es sein, dass er schon heute abend so weit ist – nur, um dann in der Schublade zu …

Pfauenfederpulli – geht auch voran

Es war ja nicht nur das Nähen, das mich ärgerte, sondern das Stricken ebenso: angefangen hatte ich einiges, aber nach den ersten Reihen gefiel mir, was ich sah, meist nicht mehr. Entweder war das Garn unfreundlich und unangenehm oder das Muster war öde und langweilig. Das Muster des Peacock Feather Jumper aber hat es mir angetan, ebenso das mysteriöse Abendstern-Garn in der unfotografierbaren Smaragdfarbe. Leider, leider kam ich in den letzten zweieinhalb Wochen kaum zum Stricken, sonst wäre der Pullover …

Ganz von vorne

Von dort starte(te) ich meine Grundschnittreise am Donnerstag. Nachdem ich nun knapp zwei Wochen lang meinen bisherigen Grundschnitt gradiert und geändert und gekürzt und geändert und zuletzt geschreddert hatte, hatte ich die Nase voll davon. Aber gründlich. Dazu bewahrheitete sich wieder einmal das alte Wort von den zu vielen Köchen, die den Brei verderben. Jeden guten Tipp, den ich erhalten habe, habe ich eingebaut; jeder für sich war richtig und gut, alle zusammen vertrugen sie sich nicht. Widerstrebend zwar, aber …

Beschlossen und losgelegt. Jaha! Hahaha…

Die Sache mit dem Stricken – tiefer, tiefer Seufzer. Es sind ja nun schon einige Mädels, die ich in den letzten Jahren ans stricken gebracht habe. Es kann also nicht sein, dass ich nicht motivieren könne. Weshalb also klappt das bei mir selbst nicht? Seit einigen langen Monaten (die ich nicht in ein Jahr umrechnen möchte) geht es mir mit dem Stricken nicht von der Hand. Das waren noch glückliche Zeiten, als ich pro Jahr 25 feine, kleine, meine Pullis …

Manche Garne werden zu Recht nicht mehr hergestellt …

Als ich November 2007 mein allererstes Vintage-Strickprojekt anschlug und beendete, hatte ich Anfängerglück, denn mein erstes 4ply-Garn mit LL 175m/50g war Rowan 4ply soft. Ein Merinogarn, dem ich wohl für die kommenden Jahrzehnte hinterher trauern werde: perfekte Definition der Maschen (sei es Ajour oder Struktur, Zopf oder glatt), wunderbare Farben, drehte sich nicht auf, splittete nicht, pillt bis heute so gut wie gar nicht, behält die Form auch nach Jahren wie am ersten Tag. Weshalb Rowan diese Wolle aus dem …

Knittaxen!

Ha, ja, ich weiß, dass jetzt sicher die Eine oder die Andere erwartet, wenigstens einen fertigen Pullover zu sehen. Tut mir leid, das Leben will einfach nie so wie ich. Nachdem ich am Donnerstag das Rückenteil zeigte, machte ich mich auch fleißig an das Vorderteil. Ich war in Reihe 110, als die alte Dame M2 rheumatisch stöhnte und sich nicht mehr gleitend fortbewegen mochte. Zumindest nicht von links nach rechts – ruckel ruckel ruckel zockel stopp. Zwar mit einem unguten …