40er-Jahre-Kostüm: Inspiration und Konstruktion

Seit gestern nachmittag sitze ich stündchen- und häppchenweise an der Konstruktion meines Kostümschnittes und spannend kann das sein: Ob es Xaver war, der dafür verantwortlich zu machen ist, oder auch nicht: vor einer guten Stunde ging hier das Licht aus. Und der Fernseher. Der Kühlschrank, der Herd, das Telefon. Passiert schon mal in einem nicht mehr ganz so neuen Haus. Ein Blick aus dem Fenster zeigte, dass unsere Straße von oben bis unten im Dunkel lag. Und das Viertel dazu. …

MuMo – geht auch am Dienstag

Unendlich viele Seiten, die durch den Scanner mussten. Unendliche Kilometer, die ich zwischen Scanner und Laptop zurück legen musste. Ganz klar, bei so viel liebevoller Mühe erwarte ich, dass jede Seite sorgfältigst gelesen werden wird und sämtliche Modellvorschläge sich in Kleider verwandeln werden. So, und ich brauche jetzt mal Aufmunterung und Motivation, bitte im Doppelpack. Ein läppischer Bleistiftrock ist seit heute morgen zugeschnitten, aber trotz all meiner Beteuerungen meinem Spiegelbild gegenüber habe ich auch nicht einen Stich genäht. Oder gestrickt. …

Wieviele brauche ich?

Wieviel von was muss die Frage der aufmerksamen Leserin lauten. Häuser, Männer, Autos, Gärten – eines von jedem reicht mir, Danke. Augen, Ohren, Arme, Beine, Kinder bevorzuge ich paarweise. Sonnentage düften unzählbar sein, Regentage liebe ich aber auch – bei diesem Sommer ist das ein Glück. Aber um all das geht es nicht. Es geht um Röcke und Pullis. Ganz genau: um GRAUE SCHMALE Röcke und kleine selbstgestrickte (natürlich, was sonst?!?) Vintagepullis. Das Stricken hatte seit dem letzten Herbst ein …

Gerade wie ein Bleistift

Irgendwann in der letzten Woche habe ich an dem schon erwähnten Fünfziger-Rock genäht und heute, tadaa, zeige ich ihn euch sogar. Er könnte besser gebügelt sein, aber weder das Bügeleisen (Nummer 4 in diesem Jahr!) noch ich fühlen uns motiviert, hart zu arbeiten. Also, ich meine, also ich, ich würde ja, aber was kann ich tun, wenn das Bügeleisen anderer Meinung ist? Da beuge ich mich als gute Arbeitgeberin eben. Allerdings ruft das Bad sehr laut danach, geputzt zu werden …

Hätte ich es doch fast vergessen!

Erinnert ihr euch noch an diesen Schnitt, den ich ausführlich vorgenäht habe? Sollte man nicht meinen, dass auch der fertige Rock ein oder zwei Bilder wert gewesen wäre? Er wäre es nicht nur, er ist es auch – schon aus dem Interesse heraus, ob das Ding etwas geworden ist. Und ich hätte ihn längst gezeigt, wenn ich ihn beendet hätte. Nun möchte man meinen – und die Damen Palmer/Pletsch sagen dies in ihrer Anleitung gar – dass ein solcher Wickelrock …

Mea Culpa

Ich habe etwas GEKAUFT. Etwas, dass mit bestem Willen nicht unter Schuhe oder Wäsche abgelegt werden kann. Etwas, das ich hätte selber machen können. Wenn, ja wenn ich nur passenden Stoff bekommen hätte – wir wissen alle, dass der passende Stoff für dieses eine ganz wichtige Kleidungsstück sich niemals in einer unserer Truhen, Schränke, Kartons oder Dachböden befindet. Leider befand er sich auch keinem meiner Stoffhandelshäuser. Gesucht wurde ein vorzugsweise hellgrau-türkiser Batist. Gab es nicht. Es gab Jersey. Mag ich …

Das bisschen Haushalt

ist doch nicht so schlimm. Sagt mein Mann. Auf den folgenden Bildern sehr ihr im Hintergrund neben den – nun schon seit zwei Wochen – zum Wohnzimmer gehörenden Spielsachen und Kindermöbelstücken die Bügelwäsche und meine Flüssigkeitszufuhr. Gebügelt wird erst heute abend, vor dem Fernseher. Genauer zum Themenabend von arte: Rock oder Hose. Sollte mein femistischer Kampfgeist dabei wieder erwachen, so wird die Bügelwäsche demonstrativ zur Seite geschoben werden. Und morgen abend gebügelt … Heute gibt es den weißen Rock mit …

Hold und lieblich

Nicht gerade Worte, die ich (oder sonst wer) mit meiner Person verbinde. In der vergangenen Woche allerdings habe ich einen Rock und eine Bluse (ein Blüschen) genäht, die gemeinsam gar hold und lieblich sind: lichte Pastelltöne, ein fliederfarbenes Schleifchen, zarte Spitze. Wie hold und lieblich beides an mir, mit mir ist, dürft ihr ohne meine Hilfe entscheiden. Draußen knipsen ging gar nicht, viel zu windig. Drinnen lief es nicht viel besser – heute gibt es keine gelungenen Aufnahmen. Holde und …

Ich weiß nicht

was soll es bedeuten, dass ich mit dem Zeigen meiner fertigen Teile nicht hinter her komme. Liegt es daran, dass ich ständig im Auto sitze? Dass ich lieber nähe als fotografiere? Ich will aber nun versuchen, aufzuholen. So wollte ich schon seit über einem Jahr (oder noch länger) die verdeckte Gehfalte meines Lieblingsschnittes zeigen. Heute wird das erledigt. 🙂 Die Bluse kennt ihr schon, der Rock ist – wie fast immer – Vogue 2863 OOP. Und – ebenfalls wie fast …

Für mich soll’s rote Rosen regnen oder …

… das Kleid, mit dem ich alles falsch mache. Heute morgen war ich fleißig: zwei Ladungen Wäsche, eine Etage gesaugt, Küche von oben bis unten geputzt, fünf Hemden, zwei Hosen, einen Rock und diverse Jungs-T-Shirts gebügelt, Essen vorgekocht und jetzt gleich Kind (groß) abholen. Kind (klein) liegt müde auf dem Sofa und schaut Kinderfernsehen. Und als für ein paar Minuten die Sonne ins Zimmer schien (die sich jetzt hinter hohen Wolken versteckt), habe ich mir das rosige Wickelkleid übergestreift und …

Schluppe, Glocke, Beinkleid

Mir rinnen die „freien Tage“ durch die Finger; Steve ist in Malaysia und ich hatte vor, den Haushalt liegen zu lassen bis Donnerstag abend, um Zeit für mich, meine Näherei und die Jungs – wenn sie mich beachten, was selten der Fall ist – zu haben. Stattdessen habe ich am Montag gewaschen und gebügelt, bevor ich meinen Fahrdienst angetreten bin. Am Dienstag habe ich der Mutter einer Freundin die Hände manikürt, weil sie damit nicht mehr gut zurecht kommt, habe …

Spinksen?

Für diejenigen, die mit dem Rheinischen nicht vertraut sind (wobei mir spinksen sooo rheinisch gar nicht mal vorkommt): das bedeutet, schnell und heimlich mal schauen 🙂 Wer möchte, darf jetzt mal bei mir spinksen. Damit will ich davon ablenken, dass ich schon wieder keinen Nerv zum Mich-Knipsen habe. ABER auch keine Zeit: muss gleich noch Waffelteig für unseren Besuch rühren. Ein Wickelkleid aus den Siebzigern. Am Montag konnte ich nicht länger widerstehen, zumal ich am Sonntag zuvor passenden Stoff gekauft …

Siebziger-Hose

Ich erzähle zwar von vielen Projekten, zeige oft auch die Schnittmuster und dann – dann vergesse ich, das Endprodukt zu zeigen. Oder habe keine Zeit. Oder habe Zoff mit meinen Haaren. Oder es ist zu kalt. Oder zu heiß. Oder die Kamera ist nicht betriebsbereit. Oder, oder, oder… Heute gibt es keine Ausrede! Die Hose finde ich ausgesprochen bequem, aber leider sehr, sehr schwer zu kombinieren – bislang passt keine Jacke dazu, viele Oberteile sehen mit der Hose an mir …