Wahl der Woche

Was gefiel mir in dieser Online-Woche? Schwierige Frage, denn mir fällt spontan nichts ein … das liegt aber nicht an einem Mangel schöner Dinge in der virtuellen Welt, sondern an den realen Begebenheiten rund um mich herum: Auto seit knapp einer Woche in der Werkstatt, Besuch einer lieben Freundin, längere Einkaufsmärsche, Einzug eines Tablets und seine Befüllung mit Strick- und Nähbüchern und vor allem: endlich Sonne! Gut, während ich das das schreibe, ich es schon wieder vorbei, aber immerhin – vier Tage Sommer 🙂

Und weil es bei mir deshalb heute etwas link- und listenarm ist, wie wäre es da mit Vorschlägen und Tipps von euch: wo gibt es schönes zu sein, worüber habt ihr gelacht, was muss man gelesen haben?

Wahl der Woche

In dieser Woche habe ich mich sehr über gute Gespräche gefreut, die sich nicht verlinken lassen. Aber euch sagen, hinter welchen Blogs wirklich tolle Frauen stecken – warmherzig, lustig, clever, sensibel und hilfsbereit – das kann ich tun 🙂

Da wären einmal meine üblichen Verdächtigen: Eva, Sabine, Maria, Simone, Steffi, Miri, Ingrid, Constanze und Andrea – letztere übrigens mit meinem Lieblingskleid in dieser Woche 🙂

Aber ganz besonders danke ich für viel Anregung, warme Worte und witzige Momente: Julia, Rosa, Dodo und Gretelies – schön, euch näher kennen lernen zu dürfen 🙂

Nicht unerwähnt bleiben sollen alle, die sich in den letzten Tagen so freimütig zu einem persönlichen Thema geäußert haben – ob mit, ob ohne Blog, mit grau, ohne grau: schaut in die Kommentare der letzten zwei Posts und ihr entdeckt noch mehr großartige Frauen 🙂

Dann brauche ich aber noch eure Hilfe: ich würde zu gerne einmal ein schlichtes Tageskleid der 1930er nähen. Was eine schmälere Silhouette und einen noch längeren Rock bedeutet. Da bin ich mir nicht sicher, ob es mir noch steht (auf mehr Hüfte ist die Silhouette ja nicht ausgelegt, andererseits hatten die Frauen damals ja auch nicht alle breitere Schultern als Hüften – sollte also irgendwie möglich sein). Vor vier oder fünf Jahren war das ja meine bevorzugte Zeit:

Das waren allerdings 4 kg weniger und vor allem 75B statt 70E und 92 statt 99 cm Hüftumfang. Aber zwei Kleider gäbe es, die ich mir in himbeerfarbenem Leinen vorstellen könnten (ja, Leinen, irgendwann kommt die Sommerwoche!):

AJC-65-LINGERIE-1-Page-1

AJC72-SS7-PAGE-1

Meinungen? Ich muss mich jetzt erst einmal aus dem Bett quälen und mich schön machen, dann die Katze einer Freundin besuchen, der Brut hier im Hause eine Mahl bereiten und dann hoffentlich, hoffentlich mich so weit motivieren, dass ich einen Schnitt beginne. Anfeuerung wäre willkommen 🙂

[poll id=“4″]

Wahl der Woche

Der vierte Sonntag von sechsen, der bei dem Blick aus dem Fenster nichts weiter bietet als grauen Himmel und Regenschauer. Da es zudem windig ist, erhasche ich die eine oder andere Rauchfahne, die aus nachbarlichen Kaminen an meinem Fenster vorbei getrieben wird. Die grünen Baumspitzen irritieren mich etwas, bis ich mich daran erinnere: es ist Mai. Ende Mai. Also kurz vor Sommer.
Gestern abend wollte ich mein Strickmojo zwangserwecken und habe Anleitung nach Anleitung durchblättert. Und konnte mich nicht entscheiden: da gab es sehr schöne langärmelige, hochgeschlossene Strukturpullis, die mich anlachten. Aber dann dachte ich, ich will ja kein weiteres UFO produzieren. So langsam, wie es bei mir gerade vorangeht, sitze ich an dem Teil noch, wenn es heiß wird und da mag ich es nicht auf dem Schoß liegen haben. Wenn etwas erst mal ein paar Monate liegt, sind seine Chancen, fertig gestellt zu werden, gering. Wäre doch schade.
Schaute ich aber die kleinen feinen Ajourpullis an, so meinte ich, sie seien zu kühl . Macht ja auch keinen Sinn. Ich könnte einfach einen kleinen Pulli stricken, der in mein übliches Beuteschema passt: halbe Ärmel, runder Ausschnitt, kleines Strukturmuster. Aber ich will was Ungewöhnliches haben. Finde nichts. Draußen ist es grau und nass und windig und es wird Sommer. Geht nicht. Bah!

Aber ich will ja was zum Freuen zeigen. Gar nicht so leicht, schon wieder nicht. Vier von drei Tagen habe ich in dieser Woche ganz oder teilweise auf dem Sofa mit der Heizdecke und meinem Lesehelfer verbracht; am Laptop sitzen fand gar nicht so oft statt – mit Sicherheit habe ich viel Schönes verpasst.

Keine große Überraschung war, dass ich mich wenigstens einmal über ein Abendsternwelt-Kleid würde freuen können; ist es dann noch Erdbeer-mit-Sahne-Kleid, das auch Poirots Miss Lemon gut zu Gesicht stünde, so bin ich schon gewonnen.

Dass ich mich dank der lieben Constanze noch ein zweites Mal freuen durfte, sie zu kennen, konnte ich am Sonntag noch nicht ahnen – aber am Freitag traf ein großer Umschlag ein, in dem eine Schachenmayrin und ein Vorkost-Heftchen des Vintage Flaneur enthalten war. Danke dir noch einmal – man sollte eben eine Constanze in seinem Leben haben 🙂

Der Montag, der gemeinsten Schmerztag, war der Tag, an dem ich am längsten online war und größtenteils habe ich die Zeit bei den finnischen Vintageliebhaberinnen von Fintage verbracht. Die meisten werden diesen Gemeinschaftsblog wohl kennen, wer nicht, hat am nächsten gesundheitsfreien Bettlagertag viel zu schauen. Bislang fehlten mir Zeit und Geduld, dort intensiv zu stöbern, so geballt war es mir eine Freude.

Gestern warf es mich für einen Teil des Tages auf Sofa und Bett zurück und obwohl Samstag ein eher langweiliger Tag in der Blogosphäre ist – alle Welt scheint mit Einkauf, Hausputz und Fernsehen beschäftigt zu sein – konnte ich mich doch zweimal freuen:

Zum Einen hat Tichiro ihr Archiv erneut vergrößert (auch, wenn man sich daran gewöhnen kann, freut es doch sehr 🙂 ) und zum Anderen hat sich Dodo aus persönlichem Grund Gedanken über das Älterwerden gemacht und diese mit uns geteilt. Wer sich darüber keine Gedanken macht, ist entweder nicht sehr weitsichtig oder aber unter Dreißig – da heißt Älterwerden noch „an die Zukunft denken“ ;-). Das Thema wird wie viele andere Themen, die das Leben immens betreffen und dazu jeden Menschen angehen, viel zu selten angesprochen. Wenn es dazu so positiv geschieht, dann ist das schon einen Asbach Uralt wert – kennt das noch jemand? Ich werde albern …

Wahl der Woche

Herumtapsende Katzen und Gatten haben mich vor einer halben Stunde geweckt und einschlafen ging nicht mehr. Da kann ich mich auch an meine Freuliste machen. Und vielleicht mal erklären, wonach ich meine Links auswähle und weshalb es gar nicht so leicht für mich ist, fünf davon zusammen zu bekommen. Morgens um 7:00 Uhr werde ich geweckt und – bleibe liegen. Mit gespitzten Ohren zwar und jederzeit bereit, aufzuspringen, aber dabei bleibt es auch, außer, der Gatte ist auf Reisen. Und wie kann das sein? Ganz einfach: wenn DREI große und kleine Kerle EIN Bad besetzen, möchte man (ich) nicht dazwischen stecken. Ich darf erst nach 8:00 Uhr rein. Hat sein Gutes, hat sein Schlechtes: Liegen bleiben können ist erst mal gut, dann aber das Herauskommen schaffen, wissend, da warten wenigstens eine Küche und ein Bad auf eine ordnende und putzende Hand … Motivation geht anders.

Ganz oft schnappe ich mir dann in meiner Zwangslagerung den Laptop und wandere durch meine Blogliste, durch Facebook, folge Links oder suche gezielt nach Worten, die mir neues bringen können. Und oft finde ich etwas, was mir gefällt. Vieles sogar. Aber für meine Freuliste braucht es mehr als Augenfutter, Inspiration und Ideen: ich möchte einen wirklichen Moment der Freude erleben, der länger bleibt. Das können sehr unterschiedliche Dinge sein und die Freude zeigt sich auch für mich oft überraschend in ihrer Auswahl 😉

Was also hat mich in der letzten Woche solchermaßen erfreut? Bitte hier, bitte gleich, bitte jetzt.

Meine Onlinewoche startete am Dienstag und fing gut an, denn Julia veröffentlichte die von ihr versprochene Anleitung für das Einnähen des nahtverdeckten Reißverschluß OHNE die elende Fiddelei, der ich mich bislang unterworfen hatte. Meine Motivation, endlich einmal wieder etwas zu nähen UND fertig zu stellen, stieg an.

Das Thema blieb mir aber treu, denn kurz danach war ich bei Lucia und siehe da: noch mehr Tipps zum unsichtbaren Einnähen desselben RVs – und der Hinweis, sie mache es ebenso wie Julia. War das ein Zeichen? Das musste es wohl sein, denn innerhalb der nächsten Stunde kam ein bestelltes Buch bei mir an und was sehe ich: eine Anleitung zum Einnähen, die sich der selben Methode bedient. Vorher von mir nirgendwo gesehen, gelesen oder gehört und nun dreimal an einem Tag …

Der Dienstag blieb weiterhin gut, denn nicht nur ein Buch wurde an meiner Türe abgegeben, sondern auch mein kleiner, feiner Kindle – lange habe ich mich gewehrt, ich mag Bücher und das wird sich wohl nicht ändern. Aber dieser elektronische Lesehelfer hat Vorteile, die man als Leser – also der echte Leser, der nicht anders kann und will – nicht verneinen kann: ich nehme nicht nur ein Buch mit, das dann vielleicht in einer Wartesituation sich als das nicht Optimale heraus stellt, sondern ich kann viele, viele auf einmal dabei haben. Dass manche der digitalen Ausgaben zudem günstiger sind, ist auch kein Nachteil – dass das nicht immer der Fall ist, eigentlich eine Unverschämtheit: keine Papier- und keine Druckkosten, nicht das Wagnis einer zu großen Produktion, kein Versand, keine Lagerkosten … das sollte dem Leser gegenüber in der Preisgestaltung auch gezeigt werden.
Was mich aber sehr freut, ist die Tatsache, dass unendlich viele Klassiker umsonst zu haben sind – nun stehen die meisten davon in meinem Buchregal, weil ich jahrzehntelang nur die Kategorien Klassik und Krimi liebte – aber es lässt sich noch immer ein Schätzchen finden. Und die besonders Geliebten kann man ja auch doppelt haben und somit vielleicht endlich wieder einmal lesen. Im übrigen lassen sich diese Bücher auch auf dem eigenen PC lesen, wenn man mag.

Einer meiner größten und vor allem überraschendsten Freumomente hatte ich am nächsten Morgen während meiner morgendlichen Onlinesafari: da klickt man nichtsahnend seine übliche Blogliste durch und auf einmal wird man strahlendst angelächelt! Draußen ist alles grau und trübe, drinnen irgendwie auch und da steht eine schöne unbekannte Frau mit einer unglaublichen Ausstrahlung und lächelt. Ich nahm das erst mal persönlich 🙂 Hat mir nicht geschadet – Danke liebe Rosa P.

Gestern dann hatte ich gleich zweimal Grund zur Freude: Zuerst bekam ich öffentlich recht und der Grund dafür ist ein ganz besonders Schöner, wenn auch die Folgen nicht ganz so fein sind, wir werden nämlich von der Königstochter jüngsten in der nächsten Zeit weniger zu sehen bekommen – aber das muss so und ist gut. Ich habe seherische Fähigkeiten, das soll nicht unerwähnt bleiben, einen Blick in Ihre Zukunft – kein Problem: verbringen Sie einen Abend auf meinen zerkratzten Sofa und ich sage Ihnen Ihr Schicksal voraus 🙂

Den kleinen Tropfen Wehmut, den Maria in die Freude mischte, glich dann Simone aus, in dem sie endlich das Kleid zeigte, das ich schon eine Woche zuvor in ganz echt und live bewundern durfte: sonniges Geld an einer Rotgelockten. Wenn das keine Freude ist, dann weiß ich auch nicht …

Und wie wäre es nun, wenn ihr auch einmal überlegtet, worüber ihr euch gefreut habt? Gibt es etwas, was ihr teilen möchtet?

Wahl der Woche

Schon wieder Sonntag und irgendwie noch immer nicht Sommer – Frühling ist ja eh gestrichen, könnte also ruhig früher kommen, das heiße, sonnige Eisschleckwetter. Tut es aber nicht, irgendwer isst sein Tellerchen nicht leer und ich bin es nicht: Muttertagsnussnougatcroissant und Instanthustentee sind vernichtet.

Die letzte Woche war zum größten Teil eine Woche offline: Montag und Dienstag war ich ganz die brave Hausfrau, die einen Mann, zwei Katzen, zwei Kinder, drei Etagen, vier Mahlzeiten, fünf Bügelkörbe und sechs Waschladungen bewältigt hat. Mittwochs war ich platt und wurde dafür nach dem Kindertennis mit Nichtkochenmüssen belohnt. Donnerstag war unendlich faul und Freitag endlich einmal wieder ein Paartag ohne Kinder, dafür mit Kino – „Mademoiselle Populaire“ war unsere Wahl. Filme, in denen Kleider der Fünziger auftauchen, können ja schon mal nicht ganz schlecht sein; ist es dann noch ein französischer Film und die Geschichte nett, so kann nicht viel schief gehen. Ging es auch nicht, doch hätte ich dem Film mehr Straffung, mehr Tempo gegönnt: ich sitzliege eben lieber römisch-dekadent mit meinem Strickzeug auf dem Sofa als in einem Kino auf einem kleinen Klappsessel zu hocken. Aber schön war es doch.

Gestern wieder ein wenig Putzerei – es ist ja gar nicht auszudenken, wie sauber dieses Haus wäre, lebten nicht drei Männer darin. Weil ich ahne, wie es jetzt gerade in den unteren Etagen aussieht, bleibe ich noch liegen. Meine Söhne haben gestern wohl beschlossen – und haben ihren Herrn Papa davon überzeugen können – dass sie die Nacht im Wohnzimmer verbringen dürfen; fällt irgendwie unter zelten. Heute morgen stürzte Kind zwei in mein Zimmer und ich machte mich schon bereit, seine Umarmung und seinen Kuss zu empfangen, als er – mich völlig ignorierend! – auf mein Regal zustürzte, in dem eine DVD lag, die er dort vergessen hatte; wenn sie schon im Wohnzimmer und Mama und Papa noch oben sind, weshalb dann nicht die Gelegenheit nutzen und einen Film schauen, den Mama gar nicht leiden kann? Drei Stunden später immerhin stand er nun vor mir mit einer selbst gebastelten Muttertagstulpe. Ich denke, ich werde es im Laufe der nächsten zehn oder zwölf Jahre über mich bringen können, ihm seinen faux pas zu verzeihen. Was ja nicht heißt, dass ich darüber dann nie wieder werde sprechen dürfen… 😉

Aber gab es auch etwas, worüber ich mich in dieser Woche online gefreut habe? Gab es.

Da wäre erst einmal das Bild des gestrigen Postes, das ich bei meiner Seit-ewigen-Zeiten-online-Freundin Lin Franca fand – das Leben kann ja so einfach sein.

Obwohl ich ja kein Mod-Typ bin, fühle ich mich immer sehr, sehr groovy, wenn Eva die Sixties auferstehen lässt:

Man beachte auch den Herren mit Sonnenbrille rechts von ihr – welch eine stimmige Gesamtkomposition 😉

Noch bevor der Gatte und ich in die Innenstadt zogen, las ich bei Constanze einen Erlebnisbericht, bei dem ich – und beim zweiten lauten Vorlesen auch der Gatte – ganz nostalgisch wurde. Aber es wird anders, das immerhin kann ich dir versprechen. Und irgendwann ziehen sie ja auch aus …

Einen kleinen Blick in Richtung Sommer zu werfen gestattete mir Schildi und ich weiß nun genau: ich will einen Stoff mit großen Punkten. Kann ihn nur nicht finden … zwar fröstelte ich kurz bei ihrem Anblick, aber ich weiß ja: frieren tut sie nicht zur Zeit. Freue mich noch immer sehr und wir schauen, was wir machen können, versprochen! 🙂

Am allermeisten gefreut aber habe ich mich über die Bluse bei Susi: Nicht nur hat sie den Schnitt umgesetzt, sie hat das auch noch in meinem liebsten Stoff, meiner liebsten Farbe und in Kombination mit einem Rock getan.

Ich stehe nun etwas unter Druck, ein ähnlich passendes Nährätsel für sie zu finden – heute nachmittag werde ich in staubigen Schnittbüchern stöbern und schnuppern, um für morgen etwas Entsprechendes zeigen zu können. Aber da sind auch noch die Schnittanpassungen für Frifris – mal sehen, was sich mir bietet.

Dann freue ich mich noch ganz linkfrei über die sehr vielen lieben Mails und die neuen Kontakte und wünsche euch allen einen schönen, vielleicht sogar sonnigen Muttertag. Lasst euch verwöhnen und widerlegt die alte Regel, die da hieß:

Vatertag ist, wenn Vater den ganzen Tag außer Haus ist, um sein Vatersein ohne Kind und Kegel zu feiern. Muttertag ist, wenn Mutter zu Hause bleibt, um für alle zu kochen und zu backen …