Das bisschen Haushalt

ist doch nicht so schlimm. Sagt mein Mann. Auf den folgenden Bildern sehr ihr im Hintergrund neben den – nun schon seit zwei Wochen – zum Wohnzimmer gehörenden Spielsachen und Kindermöbelstücken die Bügelwäsche und meine Flüssigkeitszufuhr. Gebügelt wird erst heute abend, vor dem Fernseher. Genauer zum Themenabend von arte: Rock oder Hose. Sollte mein femistischer Kampfgeist dabei wieder erwachen, so wird die Bügelwäsche demonstrativ zur Seite geschoben werden. Und morgen abend gebügelt …

Heute gibt es den weißen Rock mit den maritimen Knöpfen in seiner ganzen Pracht zu sehen. Pracht ist relativ: weiße Röcke haben eine Tendenz zu Transparenz bei gleichzeitiger, akuter Hüftverbreiteritis. Die Transparenz habe ich durch ein hautfarbenes (ach, nein, das heißt ja: nude oder skin!) Baumwollfutter eingedämmt. Was durch mehrere Lagen Stoff letztere Erscheinung verstärkt. Man kann nicht alles haben.

Das Top dazu war die erste Version meiner neuer Standard-Knopflos.-Bluse. Unbedingt brauche ich mehr Platz oben herum (ähm, letzte BH-Messung in einem Fachgeschäft ergab 75 D – DAS kann man mir wirklich nicht ansehen. Ich bin nach drei Wochen noch fassungslos und ausgerechnet nun trägt die Prominenz wieder B-Körbchen. So publizierte es eine Fachzeitschrift 😉 ) Bei der letzten Version vom Sonntag hatte ich entsprechend den Abnäher vergrößert, das Armloch verkleinert und die Schulter etwas niediriger gesetzt – sollte es da draußen eine Leserin geben, die ähnliche Schwierigkeiten wie ich hat, Oberteile anzupassen, dann möge sie Laut geben – noch habe ich das Problem nicht vollkommen im Griff, aber ich könnte mal zeigen, was man bei nach vorne geneigter Armkugel, zarten Schulter, schmalen Brustkorb, wenig Armdurchmesser und mehr als B-Körbchen machen sollte. (Änderungen an den eigenen Schnitten so auf zählen und danach selbstbewußt in den Spiegel schon ist eher was für Fortgeschrittene – daran arbeite ich noch!)

Und dazu gibt es heute noch den Vergleich zwischen Top über Rock und flache Schuhe (Verlängerung des Oberkörpers und Verkürzung des Unterköprers) und Top in Rock und hohe Schuhe (Betonung der vorhandenen Körperrelationen).

ALSO ich – ich mag mich in diesem Fall lieber mit der Bluse im Rock sehen. Es ist nun einmal so, dass auch wenn ich zu lange Beine habe, sie mit flachen Schuhen nicht ausreichen, um 100 cm Hüftumfang elfengleich erscheinen zu lassen. Ich mag meine Hüfte. Eigentlich. Würde sie aber auch mögen, wenn sie vielleicht drei oder vier Zentimeter schmaler wäre … 😉 Aber was soll ein Mädchen tun? Es gibt so viele köstliche Süßigkeiten auf dieser Welt und sollen sie etwa verkommen? Nein, ich erbarme mich ihrer. Aber hey, wozu gibt es hohe Absätze?

Heute ist immer noch kein Fotografiertag: meine Haut spinnt extrem herum und auf einmal erscheinen mir kopflose Bilder als vernünftiger Ausweg: auf immer schön 😉

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