Der verschwundene Professor

So, seit Mitte letzter Woche ist mein erster Kriminalroman – das Wort Krimi allein trifft es nicht und weckt die falschen Erwartungen, so finde ich – bei amazon und Weltbild und Hugendubel und wie sie alle heißen als ebook erhältlich; bei amazon gibt es sogar eine gedruckte Version, wenn man mag. Gefühlte 20.000 habe ich geändert, gestrichen, korrigiert, formatiert und mit Sicherheit lassen sich noch immer Fehlerchen finden. Was nicht sein sollte, aber irgendwann war ich an einem Punkt, an dem es nicht mehr weiterging.

Natürlich wird ständig, immer und überall geraten, auch als Selbstverleger Lektoren und Korrektoren zu beschäftigen, das Titelbild professionell gestalten zu lassen und das Schriftlayout aus der Hand zu geben. Aber ganz ehrlich: Zum einen glaube ich so langsam, dass diejenigen, die behaupten, all das zu tun, gerne ein wenig mehr behaupten, als wirklich geschieht und zum anderen erstaunt es mich dann, weshalb manches noch immer so schief und falsch und unlogisch herauskommt – sowohl bei den Selbstverlegern wie auch bei den Romanen, die ich zuletzt käuflich von Verlagen erstanden habe. Es erschließt sich also weder der Sinn noch die Qualität aus meinen Stichproben. Dabei ist es gar nicht einmal so, dass ich all das nicht täte, ich frage mich nur, wer so gut in seinem Hauptberuf verdient, dass er das finanzieren kann? Da kommen nämlich sehr schnell einige Tausende zusammen, denen man weitere Scheine hinterherschicken müsste – nämlich an Marketingagenturen – wenn man die Investition wieder reinbekommen möchte. Und ich persönlich kann mir nichts Grauenvolleres denken, als von nun an an jeder Ecke zu stehen und mein Buch anzubieten.

Bin ich auch viel zu schüchtern für, das ist klar, nicht wahr? Aber es schlagen natürlich auch zwei Herzen in meiner Brust: Einerseits möchte ich natürlich, dass es gelesen wird, andererseits habe ich eine Heidenangst vor bösen Besprechungen. Ich arbeite vorsorglich schon jetzt daran, die positiven Aussagen höher zu bewerten als die negativen, wenn letztere mich nicht überzeugen. Und bis jetzt habe ich ganz entzückendes von ebenso entzückenden Menschen zu hören bekommen, daran halte ich mich fest.

Und ganz zuletzt muss ich auch zugeben, dass ich eigentlich auch alles sehr, sehr gerne alleine gemacht habe: Vom Schreiben bis zum Titelbild ist alles aus meiner Hand und das ist ein unsagbar gutes Gefühl, wenn ich auch niemanden für meine Fehler verantwortlich machen kann.

 

Nun sitze ich wahrhaftig schon am Folgeband und hoffe sogar, ihn noch vor Weihnachten abschließen zu können. Hier wird kaum noch etwas anderes getan als geschrieben – das Jacket hatte ich sofort versemmelt, weil ich den falschen Schnitt zugeschnitten hatte … jau, sehr gut. Dank Janet von Vicona Vintage aber kann ich noch einmal von vorne beginnen, hoffentlich in dieser Woche noch.

Zu guter Letzt, damit das hier ein Ende findet, weise ich nun frech auf meinen Newsletter hin für all diejenigen, die mehr erfahren wollen. Bislang kam ich noch nicht dazu, ihn einzurichten – allzu oft wird er wohl nicht erscheinen, also könnt ihr euch gefahrlos anmelden.



6 thoughts on “Der verschwundene Professor”

  • so, der Anfang dieser Weihnachtswunschliste ist somit getan.
    Bist an der zweiten Stelle – viel länger wird die Liste nicht, von daher hoffe ich dass sie dieses Jahr nicht Theorie bleibt.
    Und jetzt prüfe ich was es mit amazon prime auf sich hat, ich möchte nämlich ein Buch haben, physisch 🙂

  • Liebe Andrea,
    so, ich habe den Roma durchgelesen und er hat mir sehr, sehr gut gefallen. Gerne mehr davon! An einigen Stellen bin ich kurzfristig in tüddel mit den einzelnen Personen geraten, doch das mag an mangelnder Konzentration meinerseits gelegen haben. Die Ausführungen und der Stammbaum auf der Emma-Homepage haben auf jeden Fall geholfen. Ich bin gespannt wie es eventuell weitergeht.

    • Oh 🙂 Ich danke dir sehr und hach, ich möchte dich gerne schubsen, eine Rezension zu schreiben, dann macht das weiterschreiben gleich noch mehr Sinn … 😀
      Ich hatte mich bemüht, die Personen nicht zu schnell hintereinander auftreten zu lassen, weil ich mir selbst sowas auch ganz schlecht merken kann. Vielleicht muss ich darauf noch genauer achten? Ich strenge mich an und danke dir so, so sehr.
      Strahlend-blöd-grinsende Grüße!

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