Ein Sommerkleid – schon einmal getragen …

Was den Sommer anbelangt, bin ich erstaunlich lange optimistisch – auch im September kann es noch herrlich heiße Tage geben. Aber ich muss zugeben, dass ich mit meinem Optimismus in diesem Jahr ins Straucheln komme. Es gab schon schöne Tage, gerade der letzte Sonntag war ein solcher: ich lag den ganzen Tag in unserem Garten im Schatten und außer lesen und daddeln habe ich rein gar nichts getan. Doch ich könnte noch mehr von dieser Sorte vertragen. Schon allein, um die paar Teile tragen zu können, die ich für Glut und Hitze nähte.

Der Schnitt ist, wie mittlerweile meist, simpel: Schulter- und Achselabnäher wurden zugedreht, der Saum vorne leicht gerundet angehoben und die Schulterbreite verringert (da hätte noch mehr weggekonnt). Dazu vorne ein U-Bootausschnitt und hinten ein kleines V, so dass ich mir jeden Verschluß sparen konnte. Genäht ist es aus einem etwas rauerem Leinen in blaugrau mit leichtem Türkisstich.

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Bei jedem Schritt fächelt es Luft nicht nur um die Beine, sondern auch bis zu Bauch und Taille – herrlich. Wenn es heiß ist; im Augenblick sieht es eher nach Regen aus.

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Ich überlege, wie dieser Schnitt aussähe, nähte ich ihn in Viskose? Zu schlapp? Ober besonders zart und luftig?

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Besonders schön ist, dass es sich extrem schnell nähen lässt. Oder ließe, wenn nicht ich es nähe. Ich werde langsamer und langsamer – ein Zeichen des Alters? Sicher nicht der wachsenden Sorgfalt.

 

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11 Kommentare

  1. Sieht sehr luftig aus. Unbedingt aus Viskose. Versuch doch mal im schrägen Fadenlauf.
    LG
    Martina

  2. Sehe ich genauso; die heißen Tage kommen noch und dann ist man froh, wenn man lockere Kleidung hat; ich finde es sehr hübsch. Ich würde auf jeden Fall noch eine Viskosevariante ausprobieren.
    LG von Susanne

  3. Sieht super aus, die Farbe ist für dich perfekt. Bei Viskose müsste man, denke ich, darauf achten, dass die Qualität nicht zu schwer ist. Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass eine schwere Viskose bei der Stoffmenge „durchhängen“ kann und dabei den Busen ungünstig betont wird. Bei mir „klebte“ der Stoff am Busen. Das Kleid wurde an eine Freundin „entsorgt“, die daraus ein Kleid für ihre Enkelin nähte.

  4. wenn ich das Sommer wäre wurde ich mich von dem Anblick hinreissen lassen und nicht nur kurz in Bonn (und sonst wo in Mitteleuropa, alle mir bekannten Außenposten im Osten und Westen berichten von ähnlichem Wetter) vorbeischauen sondern länger bleiben.
    Vieeeel länger.
    Bis Weihnachten oder so.

    Zum Kleid – ich denke Viskose nicht unbedingt. Vielleicht Mischgewebe mit Viskose un Leinen? Toll schaust Du aus, übrigens.

    • Das wäre eine schöne Mischung, obwohl ich gerade eine vernäht habe, die Meterware zart fließend und leicht transparent war und im Kleidungszustand auf einmal an Quiltbaumwolle erinnerte …

  5. Wunderbar! Ich könnte es mir auch gut ein paar Zentimeter kürzer vorstellen.
    Mit Viskose wäre ich vorsichtig. Ich denke auch das es zu sehr am Körper klebt und dann vielleicht auch an ein Nachthemd erinnert.
    Liebe Grüße
    Arlett

    • Nachthemd, stimmt, das könnte passieren – muss ja nicht sein 😀
      Vielleicht etwas mehr vokuhila mit mehr Schwung? Aber wer weiß, ob ich noch ein zweites brauche. Konnte mich die ganze Woche nicht entscheiden, ob ich noch schnell eine Jacke, eine Bluse oder Kleid nähen will. Und nun ist es fast zu spät …

  6. Bei mir reicht die Zeit nur noch um heute eine Mütze zu nähen. Werde ich wohl brauchen bei dem Wetter.

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