Fadenlauf nutzen am Rockteil

Das Thema kam in den letzten Tage einige Male auf: wie der Fadenlauf für unterschiedliche Effekte und Silhouetten genutzt werden kann. Das folgende Bild ist eine Seite aus dem Buch Pattern Making by the Flat-Pattern Method von Norma R. Hollen:

fadenlauf

So faul ich meist bin: eigentlich mag ich nach außen wippende Rocksäume nicht, weswegen ich beim gestrigen Kleid die Mittelnaht durch das Muster hindurch in Kauf genommen habe. Hätte ich nun die Kamera nicht auf Bauchhöhe platziert, dann hätte man auch schön sehen können, wieviel schmäler der Rock fällt verglichen mit dem Langeweile-Kleid, bei dem der Fadenlauf in den VM liegt.

Viel Spaß beim Spielen 🙂

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11 Kommentare

  1. witzig. bei russen kam das thema auch vor kurzem. da wurden wir aufmerksam darauf gemacht, dass ein konus-rock am schönsten und gleichmässigsten nur dann fällt,wenn er exkat in 45° geschnitten wird. in anderen fällen bekommt man „ohren“ an den oberschnekel:-) da waren auch so änliche bespiele vom stofffall.

    • „Nur dann“ und „exakt“ ist aber typisch russisch 😀 Zu viele Regeln 😀 Ich denke, es hängt vom gewünschten Effekt und von der Figur ab. Wenn ich schmale Hüften hätte, die ich gerne mal runder hätte, dann sieht es besser aus, Figur 2 zu wählen. Für Gleichmäßigkeit ist es Nummer 3 und für eine schmälere Silhouette mit sichtbarer Bewegung ist es 4.
      Ohren? Meinst du unterhalb der Hüfte? Die kommen ja, wenn man diese Rockform durch Zudrehen der Abnäher erhalten hat, dann bekommt man die Ohren, wenn man die Hüftrundung nicht abflacht. Oder Ohren vorne drauf? Da muss ich mal gucken, ob ich so was schon mal gesehen habe 😀

      • nein, nein schon richtig, ohr3en sind die stehende seitennähte. und genau darum ging es russisch hin oder her.es ging um fall des stoffes.
        schenidet man unter 45°-hat man keine ohren,unabhängig davon ,was man für hüfte hat.der stoff fällt gleichmässig.

        • Ich könnte mal wühlen, wo die Anleitung für Anti-Ohren ist, wenn man das macht, kann man den Stoff legen, wie man mag 😀 Er muss nur an den Nähten auf den gleichen Winkel treffen – aber das stand auch wieder woanders … lästig, dass wichtige Tipps nie in einem Buch zusammen stehen.

          • ich hab nicht vor dich zu bekehren und ich muss ja auch nicht recht haben.das,was ich sage ist etwas,was man in einem video gezeigt hat.s war mehr als überzeigend. gleicher stoff- unterschiedlich zugeschnitten- unterschiedliche fallender stoff. oder besser gesagt- die falten des falls konzertireren sich auf den ganzen saum oder auf bestimmte regionen.es gibt ein spuch: es oist besser einmal zu sehen, als 10 mal zu hören.es war auf jeden fall lehrreich.

            • Liebste, ich habe dich schon verstanden – aber es geht ja einfach darum, dass man manchmal gar nicht WILL, dass sich der Stoff am Saum gleichmäßig verteilt 😀 Wenn du ihn mittig bei 45° zuschneidest, hast du natürlich auch weniger Stress mit den Anschlussnähten oder sich aushängenden Saumzipfeln. Es sieht nur manchmal so langweilig aus und bei einem nur mäßig ausgestellten Rock hat man ja nicht so viel Saumlänge, um bei gleichmäßiger Verteilung überhaupt eine sichtbare Wellung zu erreichen. Bei einem weiteren Rock würde ich persönlich immer die perfekte 45°-Variante wählen, aber da reden wir schon über etwa ein Meter mehr Saumweite.
              Ach Mensch, wir müssen unbedingt mal wieder ausführlich mailen, aber ich komme zu gar nix mehr 🙁 Bei dir ist es vermutlich nicht viel besser …

  2. Ich habe mal ein paar meiner Röcke durchgesehen: Die sind alle wie in „Figure 2“ zugeschnitten, auch die gekauften. Da muss ich wohl doch in diesem Jahr noch einen Rock nähen, um gleich mal auszuprobieren, ob mir der Fadenlauf an der Seite nicht viel besser gefällt.
    Viele Dank fürs Wiederfinden!
    Liebe Grüße
    Julia

  3. Ein toller Beitrag! „Straight lengthwise grain in the middle of the gore“ wird demnächst garantiert ausprobiert! Bin gespannt auf das Ergebnis! Wünsche mir mehr solche Beiträge von dir.

    An Julia: Nach deiner Anleitung habe ich mir zwei ganz tolle PAN AM-Röcke genäht. Mit vorderer Mittelnaht und schräggestellten Abnähern sitzen die Röcke wirklich super. Danke für deine große Mühe mit den verschiedenen Schnitten damals. War sehr aufschlussreich.

  4. Mein Dank ging an Julia von sewing galaxy. Ich sehe gerade, da hat wohl eine andere Julia auch geschrieben.

  5. Mein erster Kommentar ist wohl nicht angekommen. Ich hatte mich bei Andrea bedankt für den tollen Beitrag zum Fadenlauf bei Rockbahnen. Wird garantiert beim nächsten ausgestellten Rock ausprobiert. Mir gefällt wahrscheinlich „straight lengthwise grain in the center of the gore“ am besten. Bin gespannt auf das Ergebnis! Wünsche mir mehr Posts von dieser Sorte!

    An Julia von sewing galaxy: Nach deiner Anleitung habe ich mir zwei ganz tolle PAN AM-Röcke genäht. Vielen Dank für deine große Mühe damals mit den verschiedenen Schnitten.

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