Mai-Garderobe 10 – gemixt

Ich erwähnte neulich en passant, wie unglaublich verliebt ich in COS bin – und wenn ich das noch einmal erzähle, sollte ich dafür bezahlt werden oder geschlagen! – und am Samstag begleitete mich der weltbeste Gatte in die Innenstadt. Zuvor hatten wir die Kinder zwecks Omahilfe zu selbiger verfrachtet, wo sie aufräumten, Müll entsorgten, einkauften und aßen, um später vollkommen geschafft zu Hause nölend zu “chillen”. Ich würde es gammeln nennen, aber das ist eine ganz andere Geschichte.

Wir waren früh in der noch sehr ruhigen Stadt, gönnten uns einen Kaffee und etwas Süßes beim Starbucks, wo ich aus dem Fenster einen hervorragenden Blick auf die samstägliche Wanderung auf der Sternstraße hatte. Wie herrlich, das ohne die geliebte Brut mit einem entspannten Mann genießen zu können – fast wie früher, als wir noch in der Altstadt wohnten, in fünf Minuten zu Fuß mittendrin im Trubel waren und das Gefühl von ganz viel Zukunft vor uns hatten. Das ist jetzt marginal anders …

Und der Gatte war in Spendierstimmung, was immer wieder einmal vorkommt. Ich wollte ihm zeigen, was mich so begeistert hatte und weshalb ich mich in den Kleidungsstücken so neu-verwandelt und doch ganz bei mir fühlte (Stopp das, o Weib, diese enthusiasische Euphorie für Konsumgüter ist schamlos und befremdlich!). Und er hat es gesehen. Im noch ruhigen Geschäft saß er im ersten Stock mit Blick auf die Stadt und auf mich, wenn ich aus der Garderobe trat. Und ich trete ansonsten eher ungern vor die Umkleidetür. Selbst das erste Outfit, bestehend aus einer sehr weiten Dreiviertelhose und einem sehr, sehr weiten Fledermausoberteil schockierte ihn nicht. Ich war verblüfft. Sehr.

Ich zeigte ihm mein Lieblingskleid, ich zeigte ihm den Himbeer-OP-Kittel, ich zog die Khakiröhre an, das weiße Feenflattertop, ich trug das schöne, doch noch immer nicht passende Kleid, ich probierte etwas blaues, etwas weißes und auf Geheiß des Gatten auch zwei schwarze Kleider und eine blaue Bluse. Und nicht nur war er geduldig, sondern ich war, wie immer in diesen seltenen Fällen, freudig überrascht: auch nach Jahren noch ist er, obwohl er Kleidung für sehr nebensächlich hält, mein Stylist mit dem perfekten Händchen. Wenn er sich eine Stunde lang angesehen hat, was mir gerade so gefällt, dann kommt er auf einmal mit zwei, drei Dingen, von denen eines sofort ein “Oh ja!” auslöst und zwei ein “Öhmmm, echt … also eigentlich ….”  Wie immer ist das Oh ja dann eines der Teile, die ich haben muss und eines der beiden Öhmmms eines, das in der passenden Größe oder besseren Farbe perfekt gewesen wäre. Ich beuge mich vor deiner Fähigkeit, o Gatte. Und dass ich dann 6 Teile haben durfte, weil ich so lieb bin und so krank war und überhaupt und sowieso – das macht es nur noch besser.

Und ganz unspektakulär trage ich das schlichteste Teil heute zusammen mit der zartrosa Überziehbluse und einer Jeansjacke aus zweiter Hand:

 

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Demnächst werde ich es wieder einmal mit besseren Fotos versuchen: ein besonders entzückender Facebook-Freund konnte das Elend nicht länger ertragen und überließ mir einfach so ein Stativ für die Kamera. Damit muss ich mich in Ruhe beschäftigen; mal schauen, ob es doch noch mal besser wird mit den Bildern. Danke nochmals, lieber André!

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