Gedanken & Geschichten

Nähe, kon­struiere, lese oder stricke ich gerade nicht, dann schaue ich entweder einen Film oder mache mir Gedanken. Es kommt sogar vor, dass ich drei dieser Dinge zugleich erledige. Und manchmal, wenn die Gedanken so gar nicht von mir lassen wollen, sie mich erheitern oder bedrücken oder aber ich kein bißchen durch­blicke — dann schreibe ich sie hier auf:


29. Mai 2017
Und weiter geht es – und ist es nicht erstaunlich, aus wie unterschiedlichen Winkeln wir auf das Thema schauen? Und wie unterschiedlich “kurze” Antworten ausfallen können. Heute antworten Stella, Sabrina und Lottie: Wie definierst DU Schönheit? Schönheit definiere ich über Freundlichkeit,Weisheit und Ruhe. Also eher Werte statt Äußerlichkeiten. Ich denke da an eine ältere, grauhaarige Frau im Rock … warum, das weiß ich auch nicht. Schönheit ist für mich die Eigenschaft, die dafür sorgt, dass ich jemanden gerne anschaue. Besonders lange bleibt mein Blick an kleinen Brüchen und Extravaganzen hängen – die finde ich spannend. „Schön ist alles, was man…

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26. Mai 2017
Ich gehöre zu denen, die innerlich und äußerlich zusammen zucken und in Widerspruch ausbrechen, wenn man ihnen sagt, sie seien hübsch oder gar schön. Ja, sicher, ich freue mich schon, denn ich denke, das Gegenüber will mir etwas Gutes tun – vermutlich, weil wir uns sympathisch sind und Freundschaft jede Optik veredelt. Und nein, ich bin nicht wahnsinnig unzufrieden; ich habe – zähle ich das Positive an mir auf – durchaus Grund, mich ok zu finden. Ich fand nur immer schon, dass ich nah genug dran an dem Ideal bin, dass über die Jahrhunderte immer wieder favorisiert war: Relativ groß…

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19. Mai 2017
Bei der Vorbereitung dieser Serie fiel mir auf, wir alle reden oft aneinander vorbei, denn Schönheit – darunter versteht jede etwas anderes. Und so stellte ich meinen Siebenschönen die folgenden drei Fragen, bevor es richtig persönlich wird und bat sie um knappe Antworten. Die ersten Drei haben geantwortet: Offen und gerade heraus. Bühne frei für Bine, Nico und Martina: Wie definierst DU Schönheit? Das in Kürze beantworten ist ganz s c h ö n schwierig. Schönheit ist für mich ein perfektes Zusammenspiel aus Äußerem und Innerem. Eine alte Frau mit vielen Falten kann genauso schön sein wie ein kleines Mädchen.…

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9. Mai 2017
Sieben Frauen in sieben mitunter sehr verschiedenen Lebenssituationen und -stationen, unterschiedlich in Alter, Größe, Gewicht, Form und Prägung. Einig darin, dass es eben nicht albern und oberflächlich ist, sich über das eigene Äußere Gedanken zu machen. Einig auch darin, sich – vielleicht zögerlich und übend, vielleicht immer schon – schön zu finden auch abseits klassischer Schönheit und medialer Präsentation. Und ebenfalls einig in dem Versuch, den eigenen Blick zu öffnen in alle Richtungen. Siebenschön ist ein Märchen Ludwig Bechsteins aus den 1840ern: Ein junges Mädchen armer, aber ehrlicher Herkunft ist so schön wie sieben schöne Mädchen gemeinsam. Also klassisch Märchen…

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29. April 2017
Seit einigen Jahren schon habe ich zwar einen Instagram-Account, den ich allerdings nur zum Folgen und Begucken anderer Nutzerinnen angelegt hatte. Da ich auch kein Handy besitze, war ich so ziemlich außen vor, bis der große Sohn – ab nun Leonard genannt – mich fotografierte und der kleine – Tom mit Namen – es ihm gleichtat. Nach der H+H bekam ich einen Riesenpacken an Bildern, auf denen ich mehr oder weniger vorteilhaft zu sehen war. Auch die Bilder meiner Söhne, geschossen in urlaubsentspannten Abhängmomenten, trugen nicht eben zu meinem Wohlbefinden bei: Was mir in den letzten Monaten verstärkt auffiel, war…

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15. April 2017
So ist es ja immer, nicht wahr? Kaum kommt man zur Ruhe, freut sich auf die erholsamen Tage, die vor einem zu liegen scheinen, endet man kränkelnd in fremder Umgebung. Vorher wusch und packte man, um für jede Aktivität gewappnet zu sein, brachte die lästige Autofahrt vorbei an Baustellen und gesperrten Rastplätzen hinter sich, bezahlte Unsummen für ein vergammeltes Brötchen und wollte am liebsten selbst im Minutentakt ausrufen, wann man denn endlich da sei. Dann endlich ist man angekommen, schleppt alles in das temporäre Heim und verspeist glücklich und zufrieden den Tags zuvor zubereiteten Nudelsalat – der nie besser schmecken…

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1. März 2017
Wundert euch nicht, mir liegt seit einigen Tagen etwas eigentlich Selbstverständliches auf der Seele. Na, auf der Seele ist übertrieben, aber es treibt mich um. Zum einen ist da die Sache mit der Blogroll, der Leseliste, der Besuchsempfehlungen: Als einer der altmodischen Bloggerinnen gehört sie für mich zum eigenen Blog dazu. Den ersten Blog habe ich vor 12 Jahren gestartet und das Erste, was ich tat, war das Auflisten all der Blogs, die ich regelmäßig besuchte. Ich schloß den Blog, öffnete Monate später einen zweiten, schloß ihn, wartete ein Jahr und begann den dritten – ernsthaft diesmal. Und zog mit…

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20. Januar 2017
Irgendwann im Frühsommer letzten Jahres erhielt ich eine Mail, die ich auf den ersten – offenbar durch Erfahrung nicht vorurteilsfreien – Blick auf den Betreff für die folgende Art von Spam hielt, die wir als Bloggerinnen kennen und hassen gelernt haben: “Liebe xy (hier steht selten der richtige Name, da der eine Klick zu Impressum/Über mich entschieden zu viel verlangt ist für die wichtige Person, die uns hier schreibt) Dein/Ihr Blog fiel mir auf und wir könnten uns eine Zusammenarbeit gut vorstellen (wer “Wir” ist, wird nur selten erschöpfend dargelegt). Daher möchte ich wissen, wieviel es kosten würde, einen Artikel…

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13. Januar 2017
Oh, bibber, bibber, bibber … heute ist mein (für mich sehr unterhaltsames) Gespräch mit Muriel online gegangen und wenn ich schon mit Bildern von mir fremdele – mit meiner Stimme und meinem mitunter aus der Bahn springendem Enthusiasmus noch viel mehr. Und so bitte ich euch gar herzlich: seid lieb und nachsichtig mit mir, wenn ihr reinhört. Und jetzt werde ich mir die Kopfhörer aufsetzen, Wäsche falten und Küche aufräumen und mir selbst zuhören. Vermutlich werde ich mich danach in der Badewanne wälzen und nie wieder heraus kommen wollen … Aber egal, Muriel war wirklich fantastisch, einfühlsam und lustig und…

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18. Dezember 2016
Hachja, seit Tagen denke ich darüber nach, endlich Marie Antoinette vor Gericht zu stellen, bin aber ständig über Gebühr müde und erschöpft – ein Hashimoto-Schub ist wohl wieder einmal in Gange mit dem üblichen kratzigen Druck um die Schilddrüse herum und der fast schon schmerzhaften Müdigkeit. Nur ganz kurz gestern schreckte ich auf, weil es um Körperbilder, um Frauenkörper, um Emanzipation/Feminismus und um Schönheit ging; die Meisten werden es irgendwie mitbekommen haben und wer nicht, hat eigentlich auch nichts verpasst. Denn das Ganze ist hier und jetzt nur Anlass für meine ganz persönlichen Gedanken und Körpererfahrungen, die ich ja immer…

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7. November 2016
Als ich, durchfroren aus dem Regen kommend, durch den ich dank des Hundes, der nach regelmäßigem Auslauf verlangt, hindurch musste, das montägliche Haushaltschaos, welches dem gemütlich im Kreise der Familie verbrachten Wochenende geschuldetet war, betrachtete, das ich zu ordnen gedachte, empfand ich zu eben dieser Tätigkeit eine gewiße Unlust, dank derer ich mir ein Brötchen aufbuk, es belegte und mit zum Sofa nahm, auf welches ich mich niederließ, um mein petit déjeuner zu verspeisen, während ich das Fenster zur Welt öffnete, um mich an den Gedanken meiner Mitmenschen zu erlaben. Dieser Satz diene als Beweis: nicht nur Thomas Mann kann…

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23. Oktober 2016
Versailles, das Schloß, seine Gärten und Parks sind Pracht, Perfektion und Pomp. Sein Hof ist frivol, bigott, geistreich: ein Bonmot zählt mehr als Freundschaft, Affären sind prickelnder Zeitvertreib und Spiel mit dem Feuer – manchmal treffen Hohn und Spott die Betrügenden, machmal den Betrogenen und zerstören Karriere und Fortkommen. Doch was an der Oberfläche spielerisch, unmoralisch erscheint, ist durch ungeschriebene Gesetze streng geregelt; was dem einen recht ist, ist dem anderen noch lange nicht billig. Ein jedes Mitglied dieser Gesellschaft bewegt sich auf seinen unsichtbaren Gleisen, erscheint, wo es zu erscheinen hat, sagt und spricht das zu Erwartende. Alles, wirklich…

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6. Oktober 2016
Dieses Jahr 2016 ist nach 2012, 13, 14, 15 nur die logische Steigerung an Miesheit – persönlich wie weltpolitisch. Sicherlich, immer wieder sind kleine Höhepunkte und Erfolge eingebaut, aber insgesamt … die letzten 14 Monate haben mich dahin gebracht, Nachrichten so gut es geht zu meiden und mich mit Schönem zu beschäftigen. Eine kleine, leider durchlässige Schutzschicht, die oberflächlich ist und bleibt. Oberflächen habe ich schätzen gelernt. Aber von Zeit zu Zeit bricht es aus mir heraus: der Frust, die Sorge, der Ärger, eben all der angestaute Gefühls- und Gedankenwirrwarr und seit dem Tode meines Vaters schreibe ich alles heraus,…

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4. Oktober 2016
Zwei Dinge: ich werde altersmilde und auch im Hundeland ist nicht alles eitel Sonnenschein. So! Seit neun Wochen ist Maxi nun bei uns, seit acht Wochen spaziere ich immer schnelleren Schrittes mit ihm durch die Derle. Und jeden Tag begegnen wir anderen Hunden samt menschlichem Anhang. Immer ist es nett, lustig, aufregend für Hund wie Mensch. Einigen begegnen wir bald täglich, anderen alle paar Tage und gehen wir einmal zu einer anderen Zeit los, so treffen wir gar unbekannte Hunde und Menschen. Es ist übrigens so, dass wir alle recht schnell die Hunde kennen – wie sie heißen, was sie…

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9. Mai 2016
Heute morgen fuhr ich den Gatten zur Arbeit und weil es so schön war und er mässig lustig, sein Büro zu betreten, frühstückten wir im Café um die Ecke. So sollten Wochen beginnen: mit Sonnenschein, Ruhe und einem entspannten Frühstück. Danach machte ich mich auf in die Innenstadt mit nur einem Ziel: möglichst viele verschiedene Kleidungsstücke anprobieren, einen supersimplen, lässigen Hosenschnitt erstehen und eventuell ein paar günstige Sommerschuhe finden. Es war kurz vor 10:00 und so landete ich bei C&A – eines der Geschäfte, in denen meine Großmutter immer dann Kleidung für mich kaufte, wenn meine Mutter darum bat, es…

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29. April 2016
Ich war nie eine Freundin Ihrer Politik – sei es der großen Politik Ihrer Partei oder Ihrer persönlichen Art im Umgang mit anderen – und bin nach wie vor enttäuscht von den meisten Entwicklungen unter Ihrer Regierung, egal ob es um Soziales, Frauenrechtlerisches, Gesundheit oder Bildung geht: wir sind nicht einer Meinung. In den letzten Monaten – als Sie zum ersten Mal zeigten, dass eine Pfarrerstochter und Wissenschaftlerin Werte hat, die man erwarten kann: Nächstenliebe und Vision – gewann ich mit vielen anderen den Eindruck, dass Sie mit den richtigen Menschen an Ihrer Seite schon Jahre zuvor viel mehr hätten…

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11. April 2016
  Aber so was von hinüber fühle ich mich. Nicht nur, dass die Mistwechseljahrsbeschwerden wieder aufmucken und Jungs und Mann zwei Wochen Osterferien hatten – was ich ab einem bestimmten Punkt sehr anstrengend finde: dieses niemals alleine sein – nein, es mussten in der letzten Woche noch fiese Zahnschmerzen für eine Nacht und daran anschließend gemeine Rückenschmerzen auftreten. Die so gemein waren, dass ich am Freitag, als ich den Gatten vom Büro abholte und nach Hause kutschierte, zu weinen begann und mich wieder zurück aufs Sofa legte. Was die Kinder verstanden, denn sie sahen ja schon am Tag zuvor, dass…

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18. März 2016
Was kommt jetzt? Eines der Themen, die mich immer wieder beschäftigen: Büstenhalter. Gibt es ein Kleidungsstück, das weniger nervig ist? Ok, Strumpfhosen vielleicht, deren Größenangaben jenseits jeder Realität zu sein scheinen, aber es wird wärmer, es wird Frühling und so lassen sich diese Teufelsdinger für einige Monate gnädig verdrängen. Also BHs. Wieder einmal. Damals (in den Ardennen [auf 2:05]), als ich noch zu dünn und kleinbusig war, war die Welt viel einfacher. In vielerlei Hinsicht, aber lasst mich nicht ranten … Das waren die Jahre von 1980 bis – ja, bis wann eigentlich? Ab wann wurden dieser uniformen Schaumform-BHs das…

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12. Januar 2016
Tja, eigentlich … Eigentlich hatte ich mich schon darauf gefreut, endlich wieder die Familie in Schule und Büro zu wissen, einmal gründlich durchs Haus zu wischen und danach in Ruhe etwas schönes zu bloggen – da sind ja noch der Mantel, eine Hose, zwei Pullis, bald drei, ein wunderschönes Freundinnengeschenk und Marie Antoinette hängt nun schon seit Wochen in Paris fest. Hatte ich vor, habe ich mich drauf gefreut. Soll natürlich so nicht sein. Was soll ich sagen, was will ich schreiben? Ich wünschte, unsere Welt wäre nicht so, wie sie ist, denn dann fühlte ich mich nicht so getrieben,…

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15. November 2015
  Das kann man wohl nicht oft genug teilen und sagen, aber leider gibt es viel zu viele Idioten, die selbst einen solch kurzen Satz in seiner Bedeutung nicht begreifen können. Das sind diejenigen, die hier von Bedrohung, Bombengürteln, Grenzen zu und Abschiebung reden. Wer sich erkannt fühlt, streiche sich bitte ENDLICH aus meiner Freundesliste. Oder denkt noch einmal nach – das wäre natürlich noch schöner. Um das noch einmal zusammen zu fassen: Der IS ist reich, reich, reich. Und er hat es überhaupt nicht nötig, irgendwelche hirngewaschenen Bombenleger über Schlauchboote einzuschleusen: die können nämlich untergehen. Und es könnte am…

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12. November 2015
  Frieden wünsche ich ja, wie jeder “Gutmensch”, der ganzen Welt; würden wir uns alle um uns selbst so kümmern wie um andere und um andere so, wie um uns selbst, dann wäre es erreichbar. Klingt etwas kryptisch, dürfte aber urkatholisch sein: in der Kindheit gelernte Kommunionsweisheiten ankern fest und tief im Grund. So sprach unser Pfarrer einmal davon, was Nächstenliebe beinhalte: “Liebe deinen Nächsten wie dich selbst” spräche eben nicht nur von der Sorge um andere, sondern auch darum, sich selbst zu schätzen. Nicht höher als andere, aber auch nicht niedriger. Und ich denke, da sind Frauen anfällig: sich…

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18. Oktober 2015
Vor 222 Jahren, zweieinhalb Wochen vor ihrem 38. Geburstag, verlor Marie Antoinette ihren Kopf zum letzten Mal. Und ist damit die dritte Königin in meiner Schönheitsreihe, die eines gewaltsamen Todes starb. Doch während Anne Boleyn und Maria Stuart als Königinnen und in einer ungefähren Privatheit starben, eingehüllt in morbide Würde und dem Bewußtsein historischer Bedeutung, wurde Marie Antoinette einer blutberauschten, feindlichen Menge vorgeführt. Doch nicht nur der Tod verbindet diese drei Frauen: Frankreich mit seiner Kultur, seiner Mode, seiner Redekunst spielte eine wichtige Rolle für jede von ihnen. Dazu wurden und werden alle drei bis heute als Schlampen, als unsittliche…

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3. September 2015
Als ich mich letzte Woche mit meiner (Schul-)Freundin Viola traf, hatte ich mitten im Gespräch eine doppelte Erkenntnis: wir sprachen über die Schulzeit, unsere Wahrnehmung und was ich meinem jüngsten Sohn ersparen möchte. Irgendwann meinte sie, mir stünde der Pullover übrigens sehr gut. Ich blickte an mir hinunter und da traf es mich: nicht nur bringen mich meine Wechselsjahrsmalessen nahe an die Pubertät, nein, ich kleide mich auch wieder so wie damals in den 80ern! Wer jetzt den Kaffee verschüttet hat und entgeistert auf den Monitor starrt, sei beruhigt; die 80er bestanden nicht nur aus Clochardhosen, Schulterpolstern und pink. Über…

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25. August 2015
Ich bin 1968 in Bonn geboren; hier wuchs ich auf, hier ging ich zur Schule. Mein Gymnasium lag im Bannkreis der Hardthöhe und spätestens nun war Politik Teil meines Lebens – in Bonn kam man daran kaum vorbei. Meine Großmutter führte einen Schreibwarenladen in der Innenstadt, den meine Mutter nach deren Tod noch einige Jahre weiterführte. Das hat insofern eine Bedeutung für mich, als dass ich mit sechs Jahren nicht nur zum Schulkind, sondern auch zum Schlüsselkind wurde, das sich seine Nachmittage mit Freundinnenbesuchen, Barbiespielen, Hausaufgaben oder Lesen vertrieb. Gelesen habe ich alles, was mir in die Finger kam, so…

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13. August 2015
Ha, als wäre ich sonst nicht ehrlich. Bin ich, oft sogar ehrlicher als gewollt oder gedacht. Vor allem, wenn ich schreibe. Was immer man von mir sagen kann, Unehrlichkeit ist keine meiner schlechten Eigenschaften; höchstens sage ich einmal etwas nicht: wenn es eh keinen Sinn macht oder jemand verletzt würde. So weit, so gut. Nun ist es so, dass ich manche Gedanken nicht einmal vor mir selbst bis zum Ende denken möchte – aus dem gleichen Grund wie oben angeführt: jemand könnte verletzt werden. In diesem Falle ich. Aber gehe ich wirklich mit Wunden aus einer zu Ende geführten Überlegung…

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1. Juli 2015
Es ist ein kleines Wunder, denn ich habe zum ersten Mal den Geburtstag meines Blogs nicht verpasst. Am ersten Juli 2007 startete ich mit meinem zweiten Blog; leider habe ich den ersten Beitrag und die zwei oder drei folgenden beim Umzug auf die eigene Domain verloren – weltbewegendes stand nicht darin, so ist der Verlust zu verkraften. Von damals bis heute hat sich einiges getan, in jeder Hinsicht: von der anfänglichen Monothematik “Stricken” bin ich zum bunten Sammelsurium meiner Gedanken, Vorlieben und Hobbies gelangt. Sobald mich etwas so bewegt, dass ich unter der Dusche gedanklich Passagen eines Textes formuliere, muss…

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26. Juni 2015
Vor etwa zwei Stunden fand ich mich müde auf dem Sofa wieder – kaum haben die Schulferien angefangen, ist die Mutter erschöpft! – und schaltete den Fernseher an. Ich hatte noch einen halben Saum zu befestigen und wie passend: es lief auf einem dieser Sky-Spartensender “Project Runway”. Das Ideenfinden und Nähen nimmt nur noch wenig Platz ein, aber im Vergleich zum Tatort doch noch einiges. Den Anfang hatte ich verpasst, aber offenbar stammten die Materialien dieses Mal aus der Gartenabteilung des Baumarktes, denn es wurden Blumen und Blätter, Seile und Rankhilfen verarbeitet; durchaus zu sehenswerten Modellen. Einer der Teilnehmer, ein…

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17. Juni 2015
Maria Stuart war nun also die Flucht aus ihrer Haft gelungen und stand auf englischem Boden und wir mit ihr. Schauen wir mal, ob wir wieder hinein finden in die Geschichte. Dass sie dort stand, wird – wen wundert’s – ganz unterschiedlich gewertet: als plumper Versuch, die englische Krone zu ergattern, als Dummheit ohne Boden, als Verzweiflung ohne Ende oder schlicht als Naivität. Vielleicht war es von allem ein wenig, vielleicht aber auch ein Beweis dafür, dass Maria es in den letzten Jahren doch ernst nahm mit ihrem Versuch, eine Versöhnung, eine Freundschaft zwischen sich und ihrer Cousine Elisabeth herzustellen…

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16. Mai 2015
Meine Damen, lassen Sie mich Ihnen ein herzliches Willkommen zurufen und gestatten Sie, dass ich mich Ihnen vorstelle: Frau Dr.h.c. Hüberlein, Hauswirtschafts- und Schönheitsexpertin und Ratgeberin in allen Frauenfragen. Sicher haben Sie schon von mir gehört und so begrüße ich Sie heute im Heim von Frau Stephen Instone, deren freudige Überraschung ihr lebhaft in ihr reizendes Antlitz geschrieben war, als ich heute morgen vor ihrer Türe stand. Ich habe es mir zur hehren Aufgabe gemacht, die Frauen Deutschlands zurück zu ihrer Bestimmung und damit zum wahren Glück zu führen, indem ich ihnen mit Rat und Hilfe zur Seite stehe. In…

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12. Mai 2015
… beschäftigt mich; nicht alles davon ist schön. Und so treffe ich Entscheidungen, überlege, wo es hingehen soll und darf und kann und muss. Eine davon betrifft das Studio, das ich aufgeben werde, weil es mir wichtiger erscheint, die Fürsorge und Pflege, die ich dort anderen angedeihen ließ, an Mann und Kinder und Katzen und Haus umzuleiten – das sollte einiges entspannen. Aber eine schöne Entscheidung ist es eben nicht. Dazu kommen die üblichen Ärgernisse, die man im Alter von Mitte/Ende Vierzig wohl erwarten muss: eine mich überfallende Regel alle drei Wochen, die mich schlaucht und schafft und eine Figur,…

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20. April 2015
Ohne lange Vorrede geht es los mit Elisabeth Tudor, Königin von England, nach der als erster ein Zeitalter benannt wurde und die England zur Seemacht führte. Elisabeth wurde am 7. September 1533 als Tochter Anne Boleyns und Heinrich VIII. geboren und ihr erster Eindruck von dieser Welt muss wohl Enttäuschung gewesen sein: sie war nicht der erwartete männliche Thronfolger, ihr Vater kein liebender Beschützer und ihre Mutter würde nicht mehr lange für sie da sein – kein schöner Beginn. Und es blieb holprig, schwierig und gefährlich in ihrer Kindheit und Jugend. Nach der Hinrichtung ihrer Mutter und der Geburt ihres…

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13. April 2015
Ich möchte mit zwei Feststellungen und einer Konsequenz beginnen, dir mir wichtig sind:  Ich bin keine Historikerin, bin nicht der Objektivität und der Überprüfung aller Quellen verpflichtet.  Ich bin keine professionelle Autorin. Woraus sich ergibt:  Das momentane Thema bzw. die Darstellung dessen, um was es mir geht, erscheint mir im Augenblick so komplex, dass ich es nur dritteln kann und noch gar nicht sicher bin, es bewältigen zu können. Das wäre das Eine, was mir von der Seele musste. Das andere ist das Bekenntnis, dass mir diese Schönheitstexte erstaunlich viel bedeuten, denn sie spannen eine Klammer um die Themen, die…

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26. März 2015
Nach dem Beitrag über Wallis Simpson überlegte ich, ob ich daraus nicht eine Serie machen könne und als erste Nachfolgerin fiel mir Anne Boleyn ein. Auf den ersten Blick mögen Wallis und Anne nicht viel gemein haben: die eine starb in dem Lebensalter, in dem die andere erst in der Öffentlichkeit auftauchte; eine wurde Königin, die andere nicht und vier trennende Jahrhunderte liegen ebenfalls zwischen ihnen. Aber die Gemeinsamkeiten sind stärker: beide wurden von einem König umworben und konnten sich dem nicht entziehen. Beide werden bis heute mit ganz ähnlichen Kommentaren und Ausdrücken bedacht. Und beide waren stilvoll, elegant, eloquent,…

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24. Februar 2015
Seit einigen Wochen bin ich wieder dem Charme der Dreißigerjahre erlegen – natürlich der Mode der Zeit, nicht der Zeit an sich; man kann so etwas nicht oft genug betonen. Diese schmale, gestreckte Silhouette, die dennoch viel Bewegungsfreiheit bietet und die sehr feminine Elemente mit sehr klaren Linien kombiniert, zieht mich an. Im doppelten Sinne. Sucht man nach Zeichnungen und Bildern dieser Mode, so stößt man unweigerlich auf Wallis Simpson. Und ist man erst einmal auf sie gestossen, so findet man zudem Hass und Häme, gemeine Gerüchte und übelste Nachrede. Nicht nur von ihren Zeitgenossen, sondern mehr noch von unseren.…

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23. Februar 2015
Sind wir nicht. Punkt. Aus. Basta. Ups – das sage ich? Gerade fuhr ich den Gatten zur Arbeit und auf dem Heimweg sang Whitney Houston “Learning to love yourself is the greatest love of all” – ein wenig pathetisch-amerikanisch, aber durchaus nicht unverkehrt. Wieviele Frauen habe ich kennengelernt, die sich selbst nicht mochten? Das bezog sich vordergründig auf das Äußere, aber man musste nicht einmal graben, um zu erkennen, dass es meist tiefer ging. Fast immer gab es eine Unsicherheit, wie weiblich man denn sei, sein dürfe, sein müsse, sein wolle und was weiblich (=schön) denn nun eigentlich sei. Für…

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12. Februar 2015
Wer jetzt darauf hofft, dass es endlich, endlich, endlich um die Restaurierung antiker bäuerlicher Wäscheschränke geht, liegt leider falsch und muss nun enttäuscht von dannen ziehen. “Bauernmalerei” ist in meiner Branche, die ich nach knapp 30 Jahren noch immer mit Befremden betrachte, der Fachjargon für ungekonntes, grobes und entstellendes Schminken. Ganz konkret: Grundierungen, die zu dunkel vom Hautton abstechen; grelle Lippenstifte, ungelenk über die Kontur aufgetragen und pechschwarze Lidstriche, die das Auge erdrücken und selten in Perfektion gezogen sind. Auch Klassiker, wie hellblauer Lidschatten vom Wimpernkranz bis zur Augenbraue, pinkfarbene Apfelbäckchen, in einem Strich nachgezogene Augenbrauen oder verklebte Mascarafliegenbeinchen, die…

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2. Januar 2015
  Ja, ja…Michou loves Vintage gibt es schon viel zu lange & viel zu erfolgreich, um wirklich auf die Liste zu gehören. Trotzdem. Sie ist für mich wie eine cool-unaufgeregte große Schwester (hoffentlich nimmt sie mir das nicht übel). Ich freue mich über jeden Post. Bei denen ohne Mode an den klugen Gedanken & bei denen mit Mode an den Kleidern & dem “Ach-könnte-ich doch-auch-so-nähen”-Gefühl. Abgesehen davon ist sie eine der weltbesten Blogkommentatorinnen, den ihre Kommentare sind wie ein zusätzlicher, weiterführender Post. So fing mein Tag an. Ein kurzes Überfliegen der Neuigkeiten in den Netzwerken, sehen, Corinne hat einen neuen…

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16. Dezember 2014
… sind für einen Profi wie mich nicht fotografierbar, es sei denn als Suchbild. Momo – pure Freundlichkeit in zierlichste, scheue Katzenform gegossen, das süßeste Mädchen im Haus, das verschmusteste und kuscheligste Katzenkind überhaupt. Und Katzenkind wird sie bleiben, mag sie auch 20 Jahre alt werden. Kaum ein Besuch hat sie je gesehen und wie man sieht: sieht man nichts. Schwarze Katzen hat man mit Hexen, Gefahr und Unglück in Verbindung gebracht und ihnen magische Kräfte zugesprochen. All meine Aufforderungen an Momo, doch mal etwas zu zaubern, irgendetwas, blieben vergeblich. Sollte das mit der Magie, mit den Dingen zwischen Himmel…

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16. Oktober 2014
Seit etwa zwei Wochen gehe ich mit einem Beitrag zum Thema schwanger; immer wieder formen sich (Ab)Sätze, Gedanken und Tiraden, während ich nähe, koche, spazieren gehe. Viele unterschiedliche Stränge, doch bis jetzt morgens früh um fünf verweigerte ich mich dem Wunsche des Verstandes, das auch bloggen zu wollen. Wohlwissend, dass das lang und ausufernd werden könne. Aber nun bin ich seit anderthalb Stunden wach, statt Minusch liegt nun Momo schnurrend auf mir und was sonst soll ich mit dieser geschenkten Zeit beginnen? Nun bin ich ja grundsätzlich und seit wenigstens 38 Jahren Feministin – bevor ich 8 war, kannte ich…

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13. Oktober 2014
Weihnachten naht, Wünsche werden erfragt und geäußert, Hoffnungen steigen. Nützt mir in der Regel nichts, denn ich wünsche mir mit unzerstörbarem Kinderglauben jedes Jahr dasselbe vom Gatten: feines Tuch, edle Wolle, Ballen und Knäuel. Ich sende ihm Links und Bilder, nenne ihm Adressen und Preise und … – ja und, nichts. Diese Zeit- und Aufmerksamkeitsfresser sind ihm nicht geheuer und er meint, es seien genügende von diesen Teufeln im Hause. Nunja, gemessen an ihrer reinen Anzahl, an ihrem Gewicht, an dem Platz, den sie einnehmen, mag er nicht ganz unrecht haben, aber es ist – Fluch, der ewige – nie…

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9. Oktober 2014
Wirklich gar nicht. Das Einzige, was mich in manchen Momenten trösten kann, ist die Gewißheit, die mißliche Lage später bloggend verarbeiten zu können. Der Trost war heute nötig, aber mal so richtig. Ich hänge jetzt auf dem Sofa in eine dicke Decke eingekuschelt, da der Gatte die Heizung noch nicht anzustellen gedenkt, das große Kind hat seine Pflichten von Katzenklo bis Spülmaschine bereits erledigt und loomt nun vor sich hin, das kleine Kind hat sich freiwillig bereit erklärt, das Bad zu putzen – ich habe das nicht weiter hinterfragt; zu erleichtert war ich, diese Arbeit abgeben zu dürfen, wohlwissend, dass…

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22. September 2014
Ich hasse, hasse, hasse das Fotografieren. Die dämliche Kamera, die falschen Farben, die verzerrte Darstellung und mein unglaubliches Untalent – vor und hinter der Linse. Vor allem verdirbt diese Chose mir Laune und Freude an Kleidungsstücken, die mir gefallen. Gefielen. Bis ich sie digital verarbeitet vor mir sehe. Der Versuch gerade eben im Kellerflur, ein Bild von dem zu nehmen, was ICH sehe, wenn ich anprobiere, scheiterte grandios an meiner Unfähigkeit, die Kamera still zu halten. Was durch Mechanik und Technik des Mistdings eh verhindert wird: um ein scharfes Bild zu erhalten, muss ich den Auslöseknopf drei Sekunden lang auf…

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30. Juli 2014
Manchmal stehe ich unter der Dusche oder bin beim Einkauf oder sitze im Auto und es kommt mir ein Gedanke, über den ich gerne schreiben möchte, will, muss. So auch heute. Seit Sonntag abend bin ich dabei, meine Wollvoräte – Stoff war letzte Woche dran – zu sortieren und dabei fielen mir neun Pullis in die Hände, die ich schon seit Jahren ribbeln will. Zwei liegen noch vor mir; eine wirklich mühsame Angelegenheit, bei der ich alberne TV-Shows schaue und ansonsten meine Gedanken treiben und kreisen lasse. Irgendwann fiel mir auf, dass ich nun Mitte 40 bin und sich doch…

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23. April 2014
Ja, ich bin absolut langweilig und vorhersehbar in meiner Kleiderwahl – zumindest dann, wenn ich mich auf das besinne, worin ich mich am wohlsten und schönsten und echtesten fühle. Kleine Versuche links und rechts davon und sommerliches Ausweichen auf 50er-inspirierte Schnitte wird es immer wieder geben, aber danach krabbele ich doch gar reumütig in meine Schnittkomfortzone zurück: Da die Stoffmenge begrenzt ist, modele ich mir zur Zeit zwei Schnitte zurecht, die meinem Beuteschema entsprechen: betonte Taille, mäßig weite Röcke, Raffungen und weiche Falten im Oberteil, kurze oder keine Ärmel. Danach soll noch ein ganz schlichtes Leinenkleid ohne jedes Tralala folgen.…

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9. April 2014
Es ergab sich gestern viermal, dass ich mit unterschiedlichen Frauen zu unterschiedlichen Tageszeiten über Körpermaße sprach – es lag da das Thema Wechseljahre, Ernährung, Schnittmuster und Sport in der Luft. Zweimal virtuell, zweimal real gab ich meine Maße preis und kund zu wissen. Wie immer, wenn ich darüber spreche, schaue ich danach irgendwie genauer (kritischer?) in den Spiegel. Aber erst heute morgen, nur in Wäsche und zwischen zwei Räumen hin- und herhetzend und quasi auf dem Weg zur Arbeit, fiel mir auf, dass sich schon wieder was geändert hat. “Liebes Schicksal, ich habe wirklich überhaupt gar keine Lust, meine Grundschnitte…

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20. Februar 2014
Ich lebe wahnsinnig gerne in Bonn, obwohl ich Norderney ebenfalls wunderbar fand und es durchaus auch in Hamburg, Toulouse, Brüssel oder London aushalten könnte. Oder in Lüneburg, Lindau und Lüttich. Aber Bonn ist einfach so wunderbar praktisch, so herzig hübsch, so freundlich entspannt. Also meistens – wer vorhin bei FB meinen GLS-Frust verfolgen durfte, darf diesen Teil Bonns mal ausnehmen. Bißchen Schwund ist immer … Bonn liegt malerisch am Rhein gelegen, war zu Hauptstadtzeiten die prozentual grünste Hauptstadt Europas (was sich im meist frühen Frühling bemerkbar macht – nach all den Jahren bin ich jeden Lenz komplett umgehauen, wenn es…

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20. Januar 2014
Ja. Hahaha. Es ist nicht so, dass ich es immer so rundum kuschelig hätte, dafür gibt es schlicht zu viele Idioten um uns herum – und zu viel Hausarbeit, zu viel Kinderstreiterei, zu viel Altwerden, zu viel Näh- und Strickfrust, zu viel Freizeitstress, zu viel von diesem und zu viel von jenem. Aber das heißt auch nicht, dass man es sich nicht doch ganz schön bequem gemacht hat in der eigenen Kuschelecke. Das neudeutsche Wort hierfür ist übrigens die berühmt-berüchtigte comfort zone. Nun ist dieses Wort wie so viele andere angelsächsische Vokabeln so fest in unserem Sprachgebrauch verankert, dass die…

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11. Januar 2014
Ich möchte voraus schicken, dass mir die Trennung zwischen privatem Blog und meiner kosmetischen Existenz sehr wichtig ist: ich möchte meinen Blog nicht zu einem Werbeinstrument verkommen lassen. Aber genau so wenig möchte ich diesen Teil meines Lebens komplett, zwanghaft nahezu, ausschließen müssen und nach dem heutigen wunderbaren Nachmittag (Danke, liebe Ellen, fühle mich noch immer beschenkt!) liegt mir eines auf der Seele und das möchte ich jetzt loswerden. Schaue ich auf meine Statistik und vergleiche sie mit den mir bekannten Bloggerinnen/Freundinnen und regelmäßigen Kommentatorinnen, dann ist die Kluft – zahlenmäßig – riesig. Ganz klar gibt es eine sehr große…

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27. September 2013
Bin ich. Irgendwie. Gut, bin 68 geboren, aber so richtig nimmt man das Geschehen um sich herum ja doch erst in den eigenen Zehnern wahr. Und neben NDW und New Wave, Neon und Pastell, Magnum und Remington spielten falsche Perlen, Seitenscheitelbobs und – darum geht es! – Dauerwellen eine Rolle. Irgendwie gebranntes Kind, aber irgendwie eben auch dauer-fasziniert. Nun hatte ich das Thema ja schon vor zwei Jahren durch. Oder eben nicht durch. Es war ein Wechselbad: hoch und runter. Da sie – die Dauerwelle – aber jetzt endgültig draußen ist und meine Haare durch vermutliche Grüße der herannahenden Wechseljahre…

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1. August 2013
Oden, schlechte Reime, Pamphlete, Tiraden und Ansprachen habe ich hier veröffentlicht. Wie wäre es nun mit einem Loblied auf die Freundin in nicht gereimter Form (also eine Ode pro Jahr ist ausreichend. Sagen meine Nerven.)? Heute morgen, nachdem Tommy und ich den Großen namens Lenny im Soccercamp abgesetzt hatten, kamen wir auf die Idee, gemeinsam in die Innenstadt zu brausen und dort nach einem feinen Frühstück nach Büchern (das Kind) und nach Arbeitskleidstoff (ich) uns umzuschauen. Das mit dem Brausen wurde ausgebremst, denn kurz vor 10:00 und drumherum ist die Zufahrtsstraße komplett dicht. Also zockelten wir eben und hatten dann…

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11. Juni 2013
Mt dem Thema ‘Altern’ bin ich noch nicht durch. Bloggend, meine ich. Ansonsten ja eh nicht. Ich habe es versucht. Ich habe mir, dem Spiegel, dem Schicksal, erklärt, es sei nun gut, ich bleibe jetzt einfach so. Vermutlich war ich nicht energisch genug. Gut, dann eben nicht. Aber im Grunde finde ich es nicht sooo schlimm, zumal ich nicht alleine stehe: mit all den seltsamen Gedanken, die einem durch den Kopf gehen, wenn man sein eigenes Gestern und Heute und vermutetes Morgen miteinander vergleicht. Nun können wir nicht nur uns selbst beim Altern betrachten, sondern vor allem auch Frauen, deren…

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5. Juni 2013
Heute morgen, ich erwachte hold und frisch aus engelsgleichem Schlaf, wehte ein Gedanke um mein Haupt, noch bevor ich frohgemut die Füße aus dem Bett schwang, meinen Morgengruß trällerte und mich an meinem Spiegelbild entzückte. Er musste demnach wichtig sein. In den letzten Tagen nämlich – wir alterten gemeinsam mehr oder weniger lustig vor uns hin – verblüffte mich die hohe Anzahl der mir bislang unbekannten Leserinnen, die aus ihrer Stille heraus traten, um sich zu Wort zu melden. Als nun vor ein paar Stunden eine nun nicht mehr stille Veronika genau und eben diesen Gedanken in ihrem Kommentar aussprach,…

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7. Februar 2013
Ich schätze Rubinengel als Mitbloggerin sehr, das schicke ich mal voraus, wenn ich ihren Kommentar mit einem Post beantworte 🙂 “Wie war das doch noch gleich … Männer können besser sehen als denken? Gut ich bin nicht so fein­fühlig wenn es um ver­patzte Wortwahl bei Männern geht, da kann ich dann mit pas­senden Ant­worten dienen. Ich war auch schon mal so unver­froren und habe einen Mann in den Schritt gelangt (nicht grade sehr sanft) nach dem er der Meinung war unge­fragt meine Körb­chen­größe zu fühlen. Wir Frauen jammern doch immer rum von wegen Femi­nismus, dann steht endlich eure Frau und…

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4. Februar 2013
Meine liebste Maria fragte gerade sehr klug an, was denn mein älterer Sohn – Lenny, 8 Jahre, tendenzieller Macho, sportlich und anstrengend, aber sehr Frauen- und Mädchenaffin – zum Thema zu sagen hätte. Da er wieder einmal nicht ins Bett findet und neben mir auf der Sofalehne sitzt (ich bin viel zu geschafft, um da jetzt zu kämpfen), habe ich ihn befragt. Ich: “Lenny, sag mal, wenn du alleine auf der Straße wärst und es käme dir ein fremder Mensch entgegen, der dich seltsam anschaut und vielleicht anspricht: vor wem hättest du mehr Angst? Vor einem Mann oder einer Frau?”…

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4. Februar 2013
Gerade eben, als ich Tommy, unseren sehr schlauen und sehr liebenswürdigen (meistens bis knapp vor immer!) Sechsjährigen, von seinem Taekwondo-Training abholte, kündigte WDR 5 eine Hörsendung für morgen vormittag an: Ein Mann und eine Frau tauschen für einen Tag die Rollen und erleben den Alltag neu. Tommy: “Oh, das ist gut, warum schaust du das nicht, wenn ich in der Schule bin?” Ich: “Ist wahrscheinlich nur zum Hören, im Radio.” (Radio höre ich nur unter der Dusche und im Auto, das Kind weiß das und verstand sofort.) T: “Schade. Das wäre doch witzig, ein Mann in hohen Schuhen und dann…

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28. Januar 2013
Brav und artig habe ich mir gestern – ausnahmsweise einmal – die Jauchrunde angesehen und mich geschüttelt. Legte Herr Jauch nicht immer Wert auf Gutmenschentum? Nun kam er mir wie der verkörperte Herrenwitz vor, der nur von Herrn Karasek übertroffen wurde. Was Letzteren in diese Runde brachte, wird mir ein Rätsel bleiben. Ebenso, wie es beiden Herren ein Rätsel bleiben wird, wieso Frauen sich meinen heraus nehmen zu dürfen, was sie als Belästigung empfinden und was nicht – weil: jedes männliche Wesen freut sich ja grundsätzlich über jede weibliche Aufmerksamkeit, da ist mann ja nicht fimschig … oder doch? Ich…

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19. Dezember 2012
Was ist Luxus? Konkret: was bedeutet Luxus für mich? Mit Juwelen, Yachten und Villen könnte man mir keine Freude bereiten und tote Tiere kommen mir weder auf den Teller noch über meine Schultern. Wie wohl für jede Rund-um-die-Uhr-Hausfrauenmama ist der größte Luxus natürlich Zeit OHNE Bügelwäsche und Herzenskinder – und wenn möglich wird diese Zeit ausgefüllt mit einem Erfolgserlebnis. Die Möglichkeit, tagsüber nähen und stricken zu können – wenn auch weniger ausgeprägt als außer-Haus-Vollzeitbeschäftigte annehmen mögen – ist sicherlich schon Luxus. Stünde mir nicht immer meine Belohnungsattitüde im Weg, wäre ich auf dem Gebiet produktiver. Aber immer, immer muss mir…

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20. April 2012
Ganz klar: Meine Ministerin ist sie nicht. Ich weiß nicht, in welchem Land sie lebt, welche Zeitungen sie liest, welche Frauen sie kennt, welchen Kindergarten ihr Kind besuchen wird, wieviel sie ihren Hausangestellten zahlt, wann sie einkaufen geht, ob sie einkaufen geht oder ob sie jemals in ihrem Leben über andere Lebenssituationen anderer Frauen einen Gedanken verloren hat – außer, dass ja alle selbst schuld sind an ihrer Lage – aber es ist mir auch egal. Denn was auch immer dazu geführt hat, dass sie sich aufführt, wie sie sich aufführt; uninteressant, ob es Arroganz, Blindheit oder Naivität ist, die…

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29. Dezember 2011
… bin ich heute, ich komme nicht in die Gänge und so sitze ich hier nach Sport, Wäsche waschen, Sauna, Duschen und Haare waschen, Essen kochen und verspeisen immer noch im Bademantel auf dem Sofa und spiele herum – tun die Jungs oben auch und offenbar sind sie ganz froh, heute ohne Papa mal alleine sein zu dürfen … 😉 Muss ich gleich mal schauen, was da los ist. Am zweiten Weihnachtsfeiertag lief auf BBC2 eine Doku über ein vermutliches Portrait Jane Austens, die ich sehr, sehr schätze – was bitte schön NICHTS mit irgendeiner Verfilmung zu tun hat, wenn…

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21. Dezember 2011
Unser Großer wird morgen sieben Jahre alt und im Vergleich zum Tag seiner Geburt kann nichts geschehen, was diesen Tag aufregender machen kann. Damals nämlich war nicht Geburts-Tag geplant, sondern ein schneller Umzug in eine hellere, größere, schönere Wohnung in einer kinderwagenfreundlicheren Umgebung. 8:00 Uhr morgens sollte die Umzugsfirma bei uns vor der Tür stehen – der Gatte kam gerade noch rechtzeitig, um die Herren einzulassen. Er hatte es zum Glück nicht weit und er mag durchaus beschwingt den kurzen Weg durch die Altstadt über den frisch gefallenen und noch knirschenden Schnee gegangen sein, denn vor knapp sieben Stunden war…

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24. Oktober 2011
So oder so ähnlich könnte ich wohl titeln. Ups, habe ich schon getan. Klingt wie der Titel eine Fünzigerjahrewerbeprospektes für angehende Stewardessen. Suschnas heutiger Beitrag gab den entscheidenden Stupser, um mich heute mal aufs Sofa zu setzen und das in Worte zu fassen, was mir in den letzten Tagen ungeordnet durch den Kopf ging – versprechen, dass das hier geordneter sein wird, kann ich nicht. Will ich ehrlich sein (und das bin ich nun mal, kannst nix machen), dann muss ich gestehen, dass ich aber auch nicht die allergeringste Ahnung habe, WAS genau ich aufschreiben werde. Ums Nähen und Stricken…

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2. Juni 2011
Es begab sich zu Zeiten, in denen Frau Michou noch ein Fräulein H. war, dass eben jenes Fräulein den schwierigsten Kunden kennen lernte. Es war die Krone die Schöpfung. Es war die Krone der Schöpfung im Paradies der Düfte. Es war der Mann in der Parfümerie. Heute ist Vatertag, das mag der Grund sein, weshalb mir heute nach über 22 Jahren diese Geschichten einfallen. Nachdem ich mich von der Chefin eines Zweifrauenbetriebes habe ausbeuten lassen, nachdem ich auf einem sowjetischen Kreuzer um Europa geschippert bin, dachte ich, es wäre an der Zeit, meine Zukunft in diesem Beruf zu planen und…

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23. Mai 2011
– in nahezu all meinen Schuhen -trete ich die Frauenbewegung mit Füßen. Hätte ich vor zwanzig Jahren noch gemeint. Meinen vielleicht heute noch welche. Andererseits: wer interessiert sich noch für die Emanzipation, seit wir eine Frauenministerin haben, die den Jungs auf ihrem harten Lebensweg helfen möchte? Seit wir eine Kanzlerin haben, die andere Frauen – wie gerne berichtet wird – um sich herum weg beißt? Eben! Das ging mir heute morgen durch den Kopf, als ich meine Schuhe – diverse durcheinander gewürfelte Paare zwischen meiner Zimmertür und meinem Kleiderschrankvorhang – wahrhaftig mit Füßen trat, um Platz zu haben. Aufräumen muss…

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18. Februar 2011
Schön, dass ihr euch gestern so amüsiert habt. Schön, dass ihr mich so aufgemuntert habt. Schön, dass sich eines offenbar nicht geändert hat: das Thema “Mann” ist ein ebenso großes Verbindungselement zwischen uns Mädels wie es das Nähen oder Stricken (oder vielleicht gibt e noch mehr) sein kann. Wann immer meine Freundin Viola und ich fassungslos vor den Aussprüchen und Taten diverser Herren und Herrchen in unserer näheren und ferneren Umgebung standen, sprach eine von uns die immer gültigen Worte: “Abheften! Kommt alles in den Ordner mit der Überschrift MÄNNER. Tsss …” Mit diesem Archivieren begannen wir um unseren 15.…

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17. Februar 2011
Nun ja, so drücke ich mich sonst nicht aus, aber etwas anderes fällt mir zu dieser Woche nicht ein: Die Tutanchamun-Ausstellung am Sonntag war, obwohl interessant und schön, so anstrengend, dass ich leicht geschafft in den Montag startete. Der begann mit der schon erwähnten Herumkutschiererei und endete mit viel Hausarbeit, einem kranken Mann und noch mehr Fahrerei. Am Dienstag missglückte der Rock, die Wäsche wuchs mir über den Kopf (wie können drei männliche Wesen innerhalb zweier Tage eine komplette Waschladung produzieren? Wie? WIE?) und abends um zehn beim Bügeln knallte die Hauptsicherung raus. Wieder einmal. Und mein Verdacht, der sich…

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