Mg 6 – nochmal Mustermix und Rockstress

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Ich sagte schon, dass es schwierig sei, das passende Oberteil zu diesem Rock zu finden oder noch konkreter: irgendein Oberteil zu irgendeinem Rock. Zwei 30er-Jahre-Röcke habe ich in der letzten Woche gekürzt und vom Bund getrennt, aber so richtig gefallen will mir gar nichts dazu. Versuche ich es minimalistisch-architektonisch à la Jil Sander oder Cos, dann sieht es an mir einfach aus wie ein riesengroßes A. Oberteile ÜBER Röcke – grauenvoll, trutschig, litfaßig. Oberteil im Rock – besser, aber daran habe ich mich satt gesehen; das ist mir im Augenblick wieder zu viel Vintage bzw. fehlen mir dafür noch die etwas weiteren Blusen, die sich lässiger tragen lassen. Aber ich möchte in der warmen Jahreszeit Röcke tragen … so suche ich wieder einmal nach der grünkarierte Maiglöckchen fressenden, eierlegenden Wollmilchsau. So wie ich nach blau-weiß gestreiften Tops suche (von Beate gab es einen guten Tipp, aber dazu muss zunächst einmal Geld zu mir geraten) und sie nicht finde. Das T-Shirt auf dem Bild finde ich zu eng und warm für meinen Geschmack – trotz Größe L. Es ist wirklich, wirklich hochinteressant, wie manche Läden und Hersteller ihre Kleidergrößen erwürfeln.

Es ist nach wie vor ungewohnt schwierig für mich, mich in das neue Ich einzufinden. Das so neu ja nicht, es ist nur verändert und älter und genervter und hat viel zu vage Vorstellungen, um mir beim Suchen und Finden zu helfen. Dieses Ich nörgelt und jammert nur herum, was immer ich ihm auch vorlege: alles nix. Es will Abwechslung, Bequemlichkeit und eine klare Linie. Selbst die eierlegende Wollmilchsau wäre nicht genug. Ach, schweig still, du dumme Nuss.

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