Mg 9 – und zugeschnitten!

Gestern nachmittag habe ich endlich wieder einmal einen Schnitt konstruiert und Stoff zugeschnitten – es geht aufwärts, hurra! Wobei ich das mit dem Konstruieren relativieren muss: es war das allersimpelste Kleid, das man sich vorstellen kann. Ich habe den Halsausschnitt breiter und tiefer gesetzt, die Länge von Hüfte auf kniefrei gezogen und von der Achsel zur gewünschten Saumbreite eine Diagonale gezogen – das als Schnittkonstruktion zu bezeichnen, das ist schlicht frech. Spannend daran ist nur: wird es mir stehen?

Gestern schon lief ich in kurzen Hosen umher und heute sieht man es ihnen an:

 

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Zweimal das gleiche Bild, ihr dürft jetzt entscheiden, ob es “Knipsen in der Küche” oder “Fotos im Fernsehraum” sein soll. In jedem Fall stehe ich dort mit frisch gewaschenen Haaren, ungeschminkt, mit Dellen im Oberschenkel und sich deutlich verstärkendem hallux valgus (mieses Bindegewebe überall!) vor euch – wie der Hintergrund aus ist, die Frau bleibt, wie sie ist. Hachja.

Leider ist es heute schon nicht mehr so sonnig und strahlend wie gestern und ich bin nicht sicher, ob die Sonne heute noch einmal durchbricht. Für Pfingsten ist ja Bibbern angesagt, dabei könnte ich mich so leicht an luftige Kleidung gewöhnen. Ich finde, wir haben uns in diesem Horrorjahr wenigstens einen langen und wunderbaren Sommer verdient, sonst weiß ich wirklich nicht, wie all das Schreckliche um uns herum erträglich sein kann.

So, nun wird ein Stündchen genäht und dann vier gesaugt und gebügelt. Das ist das wahre Leben.