Munterer Montag – wieder erwacht!

Nun gut, es ist Dienstag. Aber als ich gestern mich daran begab, meinen Aktenschrank zu sortieren – alte Schnitte, neue Schnitte, eigene Schnitte, Knittax-Unterlagen, Strickhefte, Nähhefte, allgemeine Inspiration – fielen mir Schätzchen in die Hand, die mir gar nicht recht bekannt vorkamen. Unter anderem ein kleines Heftchen: Erikas Handarbeiten 2 von 1948 – Kostenpunkt: 1,95 Mark.
Der erste Gedanke war, und ich finde, das ehrt mich sehr :-D, ich müsse das sofort einscannen. Zumal ich denke, ich solle mich wieder mehr organisieren, endlich wieder raus aus der Lahmheit, die mich seit dem Tode meines Vaters so gefangen hält. Das ging mir auf, als ich vor einigen Tagen auf dem Weg zum Einkauf an Spätzle dachte. Mein Vater kam aus Lindau – der bayrischen Stadt am Bodensee – und ist mit schwäbisch-bayrischer Kücher groß geworden. Kam er abends von der Arbeit nach der Hause, so erinnere ich mich vor allem daran, dass er dann mit Holzbrettchen und holzeingefaßtem Besteck Brotzeit machte samt Radi und Bier dazu trank. Nicht sehr rheinisch, ließ sich hier aber gut machen. Weniger gut war die Tatsache, dass hier vor 40 Jahren kaum jemand wußte, was Spätzle oder Kasspatzen sind und noch weniger konnten sie herstellen. Bei einem unserer jährlichen Lindau-Urlaube wurde also ein Spätzlehoble besorgt und meine Mutter lernte, damit umzugehen. Kam auch auf Parties immer gut an. Käsespätzle werden für mich auch in zukünftiges veganen Zeiten unverzichtbar sein; da hängt zu viel anderes dran.
Wie nun auch immer, ich dachte daran, fertige Spätzle mitzunehmen und auf einmal setzte die Trauerspirale so heftig ein, wie ich es seit einigen Monaten nicht mehr kannte. Es hat mich überwältigt und ich musste erst einmal auf dem Parkplatz im Auto verharren, bis ich mich einigermaßen gefasst hatte. Als ich nach Hause kam, war mir klar, ich muss mich zumindest so weit eingesammelt bekommen, dass ich mein Leben wieder genießen kann. Und da fehlt mir doch einiges, was ich gerne tun möchte – und was ich von einer Seite zur anderen geschoben habe. Was davon ich dann wirklich wieder auf die Reihe bekommen werde, sei mal dahingestellt.
Aber mir wieder einen etwas geregelteren Tagesablauf zuzulegen, ist sicher nicht verkehrt. Und der Blog gehört dazu – und da war doch mal was? Genau: Teilen. Downloads. Munterer Montag. Nun also geht es ans Stricken. Und zwar luftig, luftig, luftig.

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Ein Klick aufs Bild führt euch zum PDF, ansonsten ist es auch über den Reiter ‘Downloads’ zu finden. Nachgestricktes würde ich natürlich gerne sehen und ich möchte noch einmal fragen, ob eine der knapp 1.000 Damen, die die Modenschau 1938 herunter geladen haben, mir diese Datei noch einmal zusenden könnten: sie ist vor einiger Zeit gecrasht und ich habe sie nicht mehr auf dem Rechner …