Tierkompatible Hauskleidung

Nun, wo es draußen ungemütlicher wird, nasser und kälter, neige ich dazu, mich eben doch umzuziehen, wenn ich raus muss oder rein komme. Das hat den Vorteil, dass ich zu Hause durchaus ordentlich gewandet sein kann. Unter günstigen Bedingungen bin ich sogar bei der Hunderunde fein – denn der kleine Hund liebt Nässe gar nicht. Was verständlich ist: Nicht nur kuschelt er gerne auf Sofas und Betten, nein, er muss das auch tun, weil er keine Unterwolle hat und dazu mit nacktem Bauch in Bodennähe umher traben muss. Ich wollte das auch nicht. Dem Großen macht Wetter meist nichts aus, aber Temperaturen um die 10 Grad plus Nässe scheinen die Arthritis zu triggern. So kommt es, dass ich meist nur eine kleine Runde durchs Wohnviertel drehe, bevor beide Hunde Richtung Kuschelwärme ziehen. Das kommt meiner momenten Lauffaulheit und dem Schreibfluss sehr entgegen. Jetzt gerade beispielsweise liegt Micky auf meiner rechten Seite und kuschelt mit meiner Hüfte, Max liegt links in seinem Boot und schnarcht. Draußen ist es dunkelgrau, die Einkäufe und die erste Runde liegen hinter mir und ich habe Bilder gemacht.

Von hundekompatibler Kleidung: Hellgraue Strümpfte, hellgrauer Flauschpulli, mittelblauer Kunstlederrock – wo ein Haar hängen bleibt, ist es nicht zu sehen. Hurra!

Nun habe ich seit Wochen – ach, Monaten! – mich nicht geknipst, aber sobald ich alles aufgebaut hatte, trafen die Tiere nacheinander ein. Als Erste Minusch, die mich schmusend und schnurrend davon überzeugen wollte, sie in den Garten zu lassen. Tat ich. Sie war empört, denn es regnete.

Max schaute einmal um die Ecke und setzte drei Pfoten in de Küche. Sein Blick sprach von quälendem Hunger – natürlich, denn nach einer Portion Hundefutter und zwei geklauten Spekulatius und einem erbettelten Käsestückchen ist man noch lange nicht satt.

Wo der Große ist, darf der Kleine nicht fehlen. Er vermisste Schmuse- und Spieleinheiten. Eine Viertelstunde am Knoten ziehen und zerren reicht einfach nicht aus.

Momo hat sich allerdings vorbildlich verhalten: Sie saß neben dem Stativ und machte ein geheimnisvolles Gesicht und forderte mich dann zum Augenspiel auf. Wie man sieht, ich habe brav mitgemacht.

Ich fühle mich übrigens äußerst wohl in den Sachen, wenn sie auch so gar nicht sexy, sexy, sexy sind. Vielleicht genau deshalb. Und jetzt drehe ich mal die Heizung etwas höher, denn die Sonne will so gar nicht mehr rauskommen und das merke ich hier drinnen doch sehr.

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6 thoughts on “Tierkompatible Hauskleidung”

    • 😀 Das Schöne ist ja, die haben mich genauso lieb, wenn ich verschlunzt, verschlafen und verschlumpft vor ihnen stehe – der Gatte hat da deutlich mehr Schwierigkeiten, das zu ignorieren 😀

  • Sehr schick! Ich beneide Dich ein bisschen, dass Deine Hunde nicht sooooo die Regenspaziergänger sind. Meinem Labbi kann es nicht nass genug sein. Er hat sich bis jetzt nur einmal unter meinem langen Regenmantel versteckt, und das war, als wir von einem Hagel-Gewitter überrascht wurden.

    • Ich ahnte schon länger, dass es gut ist, doch keinen Labbi zu haben 😀 Andererseits habe ich ein elend schlechtes Gewissen, denn der große könnte mehr Bewegung gebrauchen, aber der kleine hält jetzt nicht mehr lange durch. Blöd ist auch, dass er panische Angst vor der Leine hat und der Versuch, ihm ein geliehenes Mäntelchen überzustülpen, erinnerte sehr an Katzentablettenverfütterungen – auf gar keinen Fall wollte er darein. Heißt: Wir finden nichts, was auch seinen Bauch wärmt 🙁
      Max kann Gewitter gar nicht ertragen und zerrt mich bei starkem Wind ohne jeden Kompromiss heim, wo wir meist kurz vor dem Gewitter eintreffen – sein Radar funktioniert gut 😀

  • schön schaut ihr alle aus 🙂
    Grau (flauschig) und blau (mittel) finde ich sehr schöne Farbkomposition
    (meine vor Kälte blaue Nägel fügen sich nicht so recht ins Bild …)

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