Trotzdem blau

Ich lasse mir mein geliebtes Blau nicht nehmen, ein Blau, das für einen freien Himmel, ein endloses Meer und einen ruhigen Geist steht – es wäre daher sehr zu wünschen, dass sich die eine oder Vereinigung unendlich freiheitsfeindlicher Unruhestifter dazu entscheiden könnte, eine besser zu ihnen passende Farbe auszusuchen – welche mir da spontan einfiele, dürfte die selbe sein, die euch in den Sinn kommt. Aber gut, gut – zur Zeit lasse ich mich lieber auf FB aus und blogge nur Schönes, bis ich mich wieder im Griff habe.

Nach dem Simplicity-Schnitt habe ich mittlerweile drei tragbare Hosen genäht, wobei der Saum dieser hier unbedingt von helfender Hand gesteckt werden muss: sie ist so lang, dass sie immer an den Riemen der Schuhe hängen bleibt und so drehen sich die Hosenbeine um sich selbst. Außerdem fehlen mir noch passende Oberteile: die große Weite der letzten Blusen gefällt mir von vorne zwar, von hinten aber, wo die Hosen nicht ganz so gut aussehen, sieht es einfach nur seltsam aus: da fehlt mir die Taillenbetonung. Egal, was ich trage: von einer der vier Seiten sieht es doch immer ungünstig aus …

 

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Die Bilder sind von gestern morgen und das Wohnzimmer war sonnendurchflutet – an scharfe Bilder war nicht zu denken; erst später habe ich gemerkt, dass die Kamera auf Nahaufnahme eingestellt war …

Der Stoff ist ein mittelblauer Poly-Viskose-Gabardine, deutlich mehr Poly und weniger Bügelfreundlichkeit als beim dunkelblauen Gabardine. Wobei ich schon nochmal hätte drüberbügeln können. Aber da ich auf passende Oberteile im Laufe des Frühjahres hoffe, wird diese Hose noch einmal Gelegenheit bekommen, vor der Kamera zu glänzen. In richtiger Länge und gebügelt und so und überhaupt.

Das Oberteil ist aus einem ebenso leuchtend blauen Seersucker mit gewebten weißen Streifen entstanden in Abwandlung der Japan-Bridget-Tunika. Ich bin, was die Kombination mit der Hose anbelangt, ja eigentlich, was die Hose überhaupt anbelangt, sehr unschlüßig. Zumindest bin ich es nun, wo ich die Bilder sehe. Sollte die Hose vielleicht ab Hüfte doch etwas enger sein? Sollte sie tiefer rutschen? Sieht sie in Wirklichkeit ebenso massiv aus wie auf den Fotos? Ist es euch auch schon passiert, dass ihr ein sehr geliebtes Teil für den Blog geknipst habst und es danach mit ganz anderen Augen saht? Da mein Fototalent weit unter Null ist, versuche ich das zu ignorieren, aber wenn ich etwas negatives bei mir, an mir, über mich finde, dann hat das doch Gewicht.

 

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Ich frage mich ja immer, wie das auf Modefotos klappt mit den weiten Hosen, dem glatten Fall und den hohen Schuhen, die nahezu komplett verdeckt werden. Wenn meine Hose den Absatz auch nur teilweise verhüllen soll, dann liegt die Hose vorne auf meinem Rist auf und zieht sich dann als Falte nach oben. Da hilft nichts, da muss ich noch mal ran – ich hoffe mal wieder auf Arlett, die vielleicht steckt?

 

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Die Bilder von hinten sind vernichtet, da ist es mir nicht gelungen, ohne verdrehtes Hosenbein abgelichtet zu werden. Außerdem ist es ja auch nicht schön anzusehen. Bißchen eitel darf ich auch sein. Daher von der Seite, das ist schon Horror genug – wohin mit dem Arm, wenn man eine ungestörte Seitenansicht zeigen will?

Was an diesem Stoff auch etwas problematisch ist, ist das Ausbügeln der Abnäher und der Nähte. Und das stört mich sehr. Gibt es hierfür einen Trick oder Tipp?

 

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Und wahrhaftig stand dann Momo vor mir und war bereit, sich von mir tragen zu lassen – am liebsten direkt zum Futter in die Küche. Ein Bild mit Seltenheitswert.

Jetzt habe ich alles mögliche konfus durcheinander geschrieben, aber es ist frühmorgens, ich kann nicht mehr schlafen und darf/muss gleich beim Großen in der Schule hospitieren, da sei mir das Notbloggen hier nachgesehen.

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7 Kommentare

  1. Hallo Michou, ich bin schon länger stille Leserin und mag deinen Blog sehr.

    Zum ausbügeln der Nähte habe ich mal einen Tipp für dich.
    Die Sache mit dem Kantholz… mal irgendwo auf youtube gesehen.
    Mein Mann hat mir ein Kantholz (in handlicher Länge und etwa 6 mal 6 cm in der Breite) schön glatt geschliffen. Es muss aber Naturholz und unbehandelt sein. Dieses dann sofort nach dem Dampfbügeln auf die gebügelte Naht drücken – ein paar Sekunden fest drücken – und: tada!!! Die Naht ist und bleibt flach, viel besser als nur mit dem Bügeleisen.

    Funktioniert bei mir sehr gut.

    Liebe Grüße von der Ostseeküste

    Inge

    • Da muss ich mal schauen, ob ich ihn zu solch einem Liebesdienst bekommen kann – danke dir 🙂 Wobei ich ja auch den Stoff in Verdacht habe, der relativ widerspenstig ist …

  2. Steht dir super. Ich hab mich letztens auch über eine Hose gemacht. Ich mag mich ja nicht in Hosen, aber da lachte mich dieser violette Jeansstretchstoff an und ich konnte nicht nein sagen. GLGC

    • Danke schön, im Spiegel gefalle ich mir auch 😀 Auf den Bildern finde ich es … nunja, rechteckig irgendwie?
      Violetter Jeansstretch – was ist draus geworden und wo lacht einen sowas an?

  3. Natürlich stecke ich am Sonntag den Saum. Und nicht wieder zappeln dabei!
    Blüschen gefällt mir sehr gut.
    Liebe Grüße
    Arlett

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