Wie die Zeit vergeht …

Satt und müde liege ich auf dem Sofa – der Gatte hat ein Luxuswaffeleisen besorgt und auch selbst den Teig angerührt und die Waffeln gebacken, um meinen Ehrentag kurz vor Ende noch gebührend zu feiern. Ansonsten mache ich mir schon lange nichts mehr aus Geburtstagen: bitte kein Tamtam und großes Brimabamborium. Stattdessen habe ich mir vom Haushalt freigenommen, mich gepflegt, ein wenig gespielt, etwas gelesen und mit der dritten Staffel von „Miss Fisher’s murder mysteries“ begonnen – einer australischen Serie, die in den 20ern spielt und wunderbar ausgestattet ist. Die Bücher, die als Vorlage dienten, sind übrigens nicht zu empfehlen: grauenhaft geschrieben und nicht halb so charmant wie das, was im Fernsehen daraus wurde. Es kommt selten vor, dass mir eine Verfilmung besser gefällt als der zugrunde liegende Roman, aber in diesem Fall ist es so.

Wie auch immer: ich bin nun endgültig eine Endvierzigerin und pünktlich heute morgen zeigte sich das auch deutlich im Spiegel …

 

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Naja, ganz so weit bin ich dann doch noch nicht, aber ich fange an, mich an den Gedanken zu gewöhnen 😀 Aber die Anlagen dazu sind da, und sie per Gimp noch einmal so richtig rauszuholen und zu verschärfen, das ist eine gar nicht so schlechte Übung gegen falsche Eitelkeit.

So sah ich übrigens nach der Zufuhr von Feuchtigkeit und Strom wieder aus; das ist im Moment noch vertrauter, oder?

 

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4 Gedanken zu “Wie die Zeit vergeht …

  1. Liebe Michou,
    Ich kenne niemanden der schön altert wie du.Und das was du sehen willst ist noch sehr weit entfernt,
    Alt werden ist nichts für Feiglinge, das merke ich auch jeden Tag, obwohl ich 5 Jährchen „jünger“ bin.
    Natürlich spüre ich selbst hin und wieder die Tücken des Alltags, aber ich sehe es ganz stark an meinem Umfeld, Kinder werden gross, Tanten sterben, und der Onkel hat plötzlich keine Haare mehr und Tränensäcke. ..
    Und vereinzelt gibt es graue Haare.
    Spannend, aber es macht mir auch Angst, diese Vergänglichkeit.

    Deshalb bin ich für Viel Tamtam bei Geburtstagen, soll das Universum nur sehen wie sichtbar und schön du bist !
    ( und ja ich weiss, das Universum interessiert sich nicht für uns…)
    Ganz liebe Grüsse

    1. 😀 Ich sage dir, warum ich Tamtam gruselig finde: zwar lasse ich mich gerne verwöhnen, aber ich stehe sehr ungern im Mittelpunkt und finde zudem viele Menschen gleichzeitig um mich herum anstrengend. Und anstrengender, je älter ich werde.
      Gerade dieses Jahr fiel mir auf, dass der Tag an sich recht bedeutungslos für mich geworden ist, was ich fast ein wenig schade finde. Aber eben auch entspannend.
      Was die äußeren Anzeichen anbelangt: genau wie du schwanke ich zwischen „sehr spannend“ und „sehr lästig“; zumal man als denkender Mensch ja nicht umhin kann, zu bemerken, wohin das führt … irgendwann ist halt Schluß.
      Und das schöne Altern: hmm, ich glaube, die 40er sind so eine etwas undankbare Zeit. Nach den 30ern, in denen ich mich rundum fantastisch fühlte, geht es erst noch harmlos los und dann kommen diese Wellen, in denen sich von einem Tag auf den anderen etwas drastisch verändert – es ist so eine Übergangszeit wie in der Pubertät auch und frühere Frische und Jugend so stückchenweise abblättern zu sehen – es gibt besseres. Wenn ich mir dann aber die 50er wieder anschaue, dann sehen die meisten wieder toll aus 😀 Darauf baue ich auch.

  2. Geburtstag haben ist wirklich inzwischen ein zweischneidiges Schwert….einerseits das „schön, dass ich geboren bin“ und andererseits dieses „wie lange bleibe ich noch hier.
    Letztens las ich irgendwo, dass es ein Privileg ist, alt zu werden, was nicht allen beschieden wird.
    Darum hab ich auch nur kurz hyperventiliert, als ich das 1.lange graue Haar entdeckte….
    Mein Motto wird sein: Gelassenheit ausstrahlen und im Geist jung bleiben , dann bist du wunderschön. Hahahaha! Man denkt, man nimmt es gelassen. ..aber so ist das nicht! Es durchzuckt einen!
    Ich möchte trotzdem nicht mehr 16 sein.
    Diese Unsicherheit! Diese ganzen Fragezeichen!
    Und wieder die Antwort hierauf…. Gelassenheit macht schön !
    LG Eva

    1. Unterschreibe ich genauso. Wobei ich mich immer mal wieder frage, wieviel % Gelassenheit und wieviel % Resignation wohl Ursache für die letztendliche Haltung dem Alter gegenüber ist 😀

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