ZKJ – Aprilkleid

Hmm, ja, oder auch nicht. Erst war ich spät dran, weil ich mich über Blusen ärgern musste. Dann fing ich mit dem ersten Kleid an. Dessen Schnitt absolut und vollkommen daneben gegangen ist, weil ich in einer Nacht-Nebel-Fieber-Frust-Aktion meinen Grundschnitt schreddern und in falsch (statt in schön) neu zeichnen musste. Eine dumme Idee war das. An dem Kleid könnte ich retten – wenn ich es noch sehen möchte. Mag ich nicht.

Versuch Zwei scheiterte schon im Probelauf – viel zu voluminös und ich mochte den V-Ausschnitt gar nicht an mir. Was ich auch nicht an mir mag, sind fiese Viren, was diese aber nicht davon abhielt, mich aufzusuchen. Ich huste und keuche noch immer, fit ist anders. Nichtsdestotrotz legte ich am Montag noch ein drittes Mal los – es sollte ein ärmelloses Hemdblusenkleid werden wie es das Tupfenkleid ist. Nur statt eines Kragens sollte eine Schluppe ran. Und was soll ich sagen? Mag ich auch nicht.

Fing schon mit dem Stoff an, dessen blau eigentlich einen Ton zu knallig für mich ist. Viel schlimmer aber ist, dass ich nun das soundsovielte Mal in Folge einen Stoff vor mir hatte, der sich nicht glatt streichen ließ, der franste, wenn man ihn ansah und der sich wehrt, gesteckt oder geheftet zu werden – Nadeln wie Garn rutschen einfach so raus. Dennoch habe ich geschnitten und genäht, wenn auch ohne Zuversicht und Hoffnung. Nun fehlen noch Knöpfe und Knopflöcher und eigentlich ein farblich passender Gürtel. Was dieses Kleid gar nicht verdient hat. Weshalb ich in den nächsten Stunden den Rock abschneiden werden und mich mit einer kleinkarieten Sommerschluppenbluse anfreunden werde.

Jetzt grübele ich leicht verzweifelt, was der Mai mir an Kleidideen wohl bescheren mag – bislang irgendwie … Nichts! Bilder vom Blüschen gibt es vielleicht morgen, so ich weniger angekränkelt sein sollte und die Zeit mitspielt.

Diese Beiträge könnten dich interessieren: