Heute etwas für die Schneiderinnen

Genauer gesagt: für diejenigen, die die Mode der Dreißiger lieben, einen Basisschnitt besitzen und daraus ihren eigenen Schnitt entwickeln wollen. Das könnte ein sehr eingeschränkter Kreis sein, aber ich liebe es ja exklusiv.
Was habe ich da für euch? Vor gut acht Wochen konnte ich einem ebay-Angebot nicht widerstehen. Angeboten war ein Schnittmusterlehrwerk(chen) aus den Dreißigern für 30,-. Schnitte aus den Dreißigern, egal woher, tauchen nicht so häufig auf und zudem traf es bei mir auf meinen Wunsch/Willen/Wahnsinn, mich nicht mehr länger mit Kaufschnitten herum zu ärgern. Also nicht lange überlegt und “Hier!” gerufen. Und einige Tage später traf ein sehr großer Umschlag bei mir ein, in dem sich eine Papphülle befand. In der sich eine weitere Papphülle verbarg. Welche ein Zeichenheft mit Schnittübungen enthielt. Und ein vierseitiger Katalog mit Damenhüten. Und ein Heftchen, dass die “Archimedes Maß-Schnitt-Erstellung” erläuterte. Ein weiteres Heft mit Modellbeispielen. Ein Fitzelchen bedruckter Viskose. Und Pappgrundschnitte in diversen Größen. Ein Vergleich mit meinem Sloper machte sofort klar: verwendbar wären diese Schablonen für mich nicht – aber die Anleitungen, wie diese Grundschnitte aufgeschnitten, gedreht und verändert werden können, lassen sich natürlich auf jede andere Schnittbasis übertragen.
Und weil das möglich ist, habe ich mich in der letzten Stunden hingesetzt und gescannt, gedreht, gespeichert, zusammen geführt und konvertiert. Ich muss mich vor meinem Arzttermin morgen einfach ablenken und da die Jungs heute nacht bei Oma schlafen, hatte ich gaaaanz viel Zeit für euch. Auf jetzt, lobt mich, näht Kleider und schickt mir Pralinen. Ähm, nein, nichts mit Zucker, nichts mit Milch. Schickt mir freundliche Gedanken 🙂

Zum Thema Schnittkonstruktion und passende Bücher – vor allem für Friederike – sollten wir uns alle vielleicht einmal austauschen. Es gibt einiges dazu auf dem Markt und zu jeder Methode findet sich Lob und Kritik, tolle Ergebnisse und Tonnenproduktionen. Für mich ist das Harriet-Pepin-Buch ideal, denn ich kann damit all meinen “Problemzonen” schon beim Messen Rechnung tragen. Ohne Nähen, Stecken, Ändern, Zeichnen, Nähen, Stecken, Ändern etc. wird es wohl bei keiner Methode laufen. Das erwähnte Buch “Schnittkonstruktion für Damenmode” ist für mich zwar bei der Erstellung des Grundschnittes nicht ideal, aber die Masse an Erklärungen, wie diese Schnitte dann weiter entwickelt werden können, lässt sich auch auf meine Sloper anwenden.
Wer von euch zu dem Thema Erhellendes beitragen kann und mag, ist hiermit dazu aufgefordert 🙂

PS: Leider ist auch das Heft mit den Erläuterungen größer als die Scannerauflage – aber ihr seid ja schlau und die fehlenden Buchstaben setzt ihr gedanklich leicht hinzu.

Diese Beiträge könnten dich interessieren:



4 thoughts on “Heute etwas für die Schneiderinnen”

  • Ich habe Schnittkonstruktion für Damenmode. Allerdings bisher nur darin quer gelesen und mich nun aber mit Linealen und Papier eingedeckt.Eigentlich könnte ich also nun loselegen, erstmal mit dem Rockgrundschnitt und dann auch ein “fachliches” Urteil abgeben. Doch leider kloppen sich meine Kleinen gerade immer wieder die Köpfe ein, daher muss ich mein Vorhaben auf Tag X vertagen….
    Viele Grüße und vielen Dank für deine Mühe und Großzügigkeit mit den Schnittbüchern.
    Julia

  • Du bist aber am werkeln – kannst Du das Thema Schnitterstellung überhaupt noch sehen ?? Einen Sloper muß ich mir auch unbedingt anfertigen, da ich ziemlich viele Vintageschnitte angleichen muß und nicht gerade eine Vintage Figur habe 😉
    Für deinen Arzttermin morgen, drücke ich die Daumen, das es nicht so schlimm wird !!
    LG Eva

  • Auch wenn ich hier ein paar Tage fehlte, stelle aber mit Entzuecken fest: SIE lebt – weil sie schlaegt sich wieder mit Schnitt-Anpassungen herum 🙂 🙂 🙂

    Bin leider noch immer nur als Cheer-up gebrauchbar und absolut ansonsten keine Hilfe – sorry. Hoffe Du nimmst mir das nicht zuuu uebel.

    Darum: Go go go Michou, go. Noch ist’s bis zum Ende dieses Jahres eine Ecke hin.

    Liebe Gruesse,
    Gerlinde

    (als etwas betagter Cheer-up nur mit maessigen Beinschwuengen; dafuer mit meeeehr ‘feather-duster’ Wedeln 🙂

  • Wow, ein cooler Fang. Ich hab auch sowas ähnliches, nicht ganz so detailliert wie dieses Archimedes-Teil. Interessant finde ich die Abwandlungen aus den Grundschnitten und wenn ich das mit meinem modernen Buch vergleiche: same old, same old. Das Rad ist in den letzten 70 Jahren auch nicht neu erfunden worden.

Schreibe einen Kommentar zu Eva Antworten abbrechen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

* Die DSGVO-Checkbox ist ein Pflichtfeld

*

Einverstanden

Please leave these two fields as-is:

Protected by Invisible Defender. Showed 403 to 539.868 bad guys.