Ausgezählt

[110420161038]

 

Aber so was von hinüber fühle ich mich. Nicht nur, dass die Mistwechseljahrsbeschwerden wieder aufmucken und Jungs und Mann zwei Wochen Osterferien hatten – was ich ab einem bestimmten Punkt sehr anstrengend finde: dieses niemals alleine sein – nein, es mussten in der letzten Woche noch fiese Zahnschmerzen für eine Nacht und daran anschließend gemeine Rückenschmerzen auftreten. Die so gemein waren, dass ich am Freitag, als ich den Gatten vom Büro abholte und nach Hause kutschierte, zu weinen begann und mich wieder zurück aufs Sofa legte. Was die Kinder verstanden, denn sie sahen ja schon am Tag zuvor, dass bei mir kaum noch was ging. Was aber der Gatte mit einigem Unverständnis besah; haben wir nicht alle mal eine kleine Verspannung? Wie immer ging nicht nur er, sondern auch ich selbst davon aus, dass ich übertrieben schmerzempfindlich und wehleidig sei.

Weil genau das man mir immer schon sagte. Wenn man mir nicht erklärte, wie dünn ich sei und dass ich doch bitte mal was essen solle. Gut, das sagte man mir nur, wenn man mir nicht vorwarf, immer und immer nur zu essen und dabei nicht zuzunehmen, was so unglaublich ungerecht und herzlos sei, da die betreffende Mahnerin ja derlei nicht einmal ansehen könne, ohne zuzunehmen. Ich hatte da wohl das eine oder andere Mal das Gefühl, ich könne es nicht recht und nicht richtig machen. Einig war man sich aber doch: dünn, wie ich war und so wenig, wie ich heben und schleudern konnte, war klar, dass jeder Schmerz, über den ich klagte, eingebildet oder selbstverschuldet sein müsse. Reiß dich doch mal zusammen!

Zu meinem großen Unglück hatte ich erst ab Mitte 20 andere weibliche Wesen um mich herum, die ebenfalls unter Regelschmerzen litten und mir, wenn ich unbeweglich-verkrampft zusammen sank, nicht rieten, mich doch einfach ein bißchen mehr zu bewegen, grundsätzlich mehr Sport zu treiben und mich nicht so anzustellen (“Ist ja keine Krankheit und ich mache dann auch alles, nur halt mit Tampon, also …!”). Als mir dann noch ein Frauenarzt sagte, dass Regelschmerzen durchaus Wehenstärke erreichen könnten, hatte ich zumindest das Gefühl, dass da ein Schmerz sein könne, den ich mir nicht einbilde. Wobei immer der Verdacht in mir haften bliebe, dass ich dennoch fürchterlich fimschig sei und mehr essen solle – gut, da ich damals ständig aß, hätte ich für noch mehr essen wohl die Berufstätigkeit aufgeben müssen, aber wenn das alle immer sagten? Außer, wenn ich vor ihnen aß – siehe oben.

Erst, als ich dann in den Händen meiner wunderbaren Hebamme war und sie nach meiner Periodengeschichte fragte, war ich vollends überzeugt, dass ich Schmerzen hatte, die eben auch von sehr schmerzbefreiten, supersportlichen Wahnsinnsfrauen nicht hätten ignoriert werden können und dass das vermutlich sein Gutes haben könne, wenn es ans Gebären ginge. Quasi Hochleistungstraining über Jahre. In der Tat war ich nach der Geburt des ersten Kindes für eine Zeit sehr mit meinem eben gar nicht so schwachen Körper und meiner Schmerztoleranz versöhnt: Zum Einen stellte ich in einem weniger umwölkten Moment fest, dass mir der Schmerz sehr bekannt vorkam und ich als Teenie in der Tat Wehen hatte, die – hätte ich mich nach Ratschlag bewegt – deutlich schlimmer geworden wären. Hätte ich das damals gewußt, hätten andere sich das vorstellen können, so wäre ich sicherlich über die folgenden 20 Jahre weniger schuldbewußt ob meiner Wehleidigkeit gewesen. Wußte ich nicht. Mist.

Zum Anderen sorgte das Training dafür, dass das erste Kind nach drei Stunden auf die Welt kam und das zweite nach anderthalb. Und beide Male ohne Schmerzmittel! Ha, nehmt das, die ihr mich immer für schwach und fimschig hieltet. Ich finde es, ohne dabei in den albernen Wettstreit der “richtigen” Geburt und der “besseren” Mutter eintreten zu wollen, aber doch höchst befriedigend, dass drei der Nörgeltanten von damals auch Kinder bekamen und das nur mit PDAs taten …

“Hach, du kannst dir die Schmerzen nicht vorstellen, nach einer Stunde hielt ich es nicht mehr aus, unglaublich. Und du? Hast bestimmt ‘ne Vollnarkose gehabt? Das wäre für dich nix gewesen!”

“Öhm, ich war im Geburtshaus, ich hatte Räucherkerzen und eine Badewanne.”

“???”

Jaha, schluck das. Das war dann ein kurzes Fest, das muss ich gestehen. Dennoch hätte ich mir all das Leid gerne erspart. Nun möchte man ja meinen, ich hätte es kapiert: ich spüre Schmerz einfach sehr schnell, kenne meinen Körper auch sehr gut und weiß, wann was im Argen ist. Und halte meist lieber durch und aus, als sofort zu betäuben. Und dennoch: noch immer neige ich dazu, mir nicht zu glauben; zu denken, ich sei eben einfach übermäßig empfindlich und übertriebe es.

Als ich aber Freitagnacht unbedingt noch unter die Dusche wollte, weil ich mich so steif und wund und elend fühlte, bekamen der Gatte und ich den Beweis, dass meine Chimäre doch handfeste Erkrankung war: rote Bläschen rund um den linken Rippenbogen bis zu der Stelle am Schulterblatt, wo die Schmerzen ihren Anfang nahmen. Dank bester Dermatologielehrerin vor 30 Jahren tippte ich sofort auf Gürtelrose. Der Besuch beim Arzt am Samstag gab mir leider recht. Und da es bei mir Tage vorher mit Zahnschmerzen begann – wer kommt denn auf sowas? – und die Bläschen zuletzt kamen, war es für Medikamente, die die Virenausbreitung verhindern sollten, zu spät. Stattdessen darf ich mit juckreizlindernder Lotion herum tupfen und muss, entgegen meiner üblichen Taktik, Schmerzmittel nehmen, um ein chronisch Werden der Schmerzen zu verhindern. Und dieser ganze Mist knockt mich richtig, richtig aus.

Es gibt sicherlich schwerere Verläufe und meistens ist es erträglich, aber allein dieses ständige Vorhandensein des Schmerzes seit Tagen – das schafft mich und so hänge ich immer wieder irgendwo und weine vor mich hin. Das Ganze fühlt sich an wie eine Mischung aus blauen Flecken, Seitenstichen, Blasenentzündung, Sonnenbrand, Brennessel, Stromschläge und eingeklemmter Nerv. Die Tatsache, dass ich nichts davon habe, auch die Muskeln kein bißchen verspannt sind und ich weiß, es sind die virenbesetzten Nervenbahnen, die Falschmeldungen rausgeben, hilft leider kaum. Auch wenn ich so versuche, mir das Kranksein herunter zu reden.

Warum erzähle ich das? Weiß ich auch nicht. Oder weil ich mir eben alles von der Seele schreiben muss. Und damit ihr schneller erkennen könnt, wenn ihr von einer Gürtelrose überfallen werdet. Und um wieder was zu bloggen, was mir fehlte. Und überhaupt und sowieso. Sendet mir Mitleid und Genesungswünsche und gute Energie, was immer euch hilft, euch fit und gesund heute zu fühlen und das tolle Wetter bitte aus vollem Herzen zu genießen 😀



32 thoughts on “Ausgezählt”

  • Meine Kleine hatte mit 10 Monaten Hand-Mund-Fuß-Krankheit. Weleda Lotion “Weiße Malve” hat ihr gut getan. Vielleicht hilfts Dir auch ein bisschen.
    Und gegen die Regelschmerzen habe ich von meiner Frauenärztin (der 3ten, dann mit 32 Jahren) Magnesium, Vitamin B und Mönchspfeffer empfohlen bekommen. Die ersten beiden haben mir auch gereicht. Mönchspfeffer soll aber auch im Wechsel hilfreich sein.
    Gute Besserung,
    Martina

    • Magnesium und Vitamin B habe ich immer in den drei bis vier Tagen zuvor genommen, das hat gemildert. Heute, wo ich nicht mehr weiß, wann die Regel kommt, ist das vom Tisch. Wenn es erst mal losgeht, ist es dafür zu spät.
      Mönchspfeffer hatte ich letztes Jahr getestet. Die Blutung war milder, die Spannungen in der Brust geringer, aber dafür habe ich mich übergeben, sobald ich mich bewegt habe 😀
      Das mit der Malvenmilch werde ich mir gönnen, sobald sich Krusten zeigen, wird wohl noch dauern. Ich hadere jetzt erst mal heftig mit dem Schicksal, dem grausigen, und danke dir für deine Tips und deine Sorge 🙂

  • Ich wünsche Dir allerbeste Besserung mit der Gürtelrose! Ich hatte das vor einigen Jahren, und ich wünsche das meinem größten Feind nicht! Auch wenn diese Tupferei nicht gegen das Jucken und vor allem die Schmerzen hilft – Deine Haut wird Dir nachher dankbar sein! Ich erstmal dachte das wäre eine Allergie gegen ein neues Waschmittel, wird schon weggehen – Pustekuchen… Bei mir ging es dann von der Taille am rechten Bein bis zum Knöchel, und die Narben am Rücken, wo ich selber nicht rankam zum Tupfen sah man noch Jahre! Ruh Dich aus, beweg Dich nicht zu viel, es ist ein echter Scheiss…

    • Das wünsche ich auch niemanden. Naja, nur wenigen, mir fielen da ein paar Leute ein, die zur Zeit in neuen Parteien von sich reden machen …
      Wie lange dauerte das ganze bei dir denn?

      • Ja, wenn man die neue Parteienlandschaft so betrachtet, dann könnte man vielleicht schon… *hüstel*
        Ich war zwei Wochen ziemlich weggeschossen und habe mehr oder weniger gar nichts gemacht. Bis die letzten dicken Quaddeln verkrustet waren und ich wieder “normale” Kleidung um Taille und Hüfte tragen konnte (gottseidank war es im späten Frühjahr…) und mich an Stühle tatsächlich auch anlehnen wollte hat es in Summe dann vier Wochen gedauert. Ich hoffe wirklich, dass es bei Dir schneller geht, nachdem Du immerhin zügiger als ich realisiert hast, worum es sich handelt…

        • Wow, wenn ich das zügig realisiert haben soll, dann frage ich mich, wieviele Betroffene überhaupt in den Genussen der perfekten Erstversorgung gelangen. Ich hatte ja Dermatologie und es war mein absolutes Lieblingsfach, aber es zielte natürlich nicht darauf ab, mich mit allem vertraut zu machen, was außerhalb meiner beruflichen Sphäre liegen würde. Und so erkannte ich das auch erst, als die Rötungen und Bläschen um mich herum liefen. Zusammen mit den Symptomen davor war mich dann schon klar, was das ist. Dass das da schon kaum noch stoppbar war, habe ich ein paar Stunden später erfahren.
          Ich rechne dann jetzt einfach mal den Dienstag großzügig mit ein und behaupte, ich müsse zur Hälfte durch sein – das hält mich aufrecht. Und das späte Frühjahr: ich denke auch, da haben wir beide noch die beste Zeit erwischt. Wenn ich mir das vorstelle mit all den Winterklamotten oder in der Sommerhitze … O weh, da bin ich dann ganz dankbar.

          Dir auch, dass du mir mit deinen Erfahrungen weiter geholfen hast 🙂

  • Armes Maus!
    Erhol dich bitte, entspann und überhaupt – wenn es geht (Wünsche darf man ja haben) – lass Dich umsorgen. Gürtelrose ist fies (hatte ich als Teenager :-/ und bis heute nicht vergessen, obwohl ich recht vergesslich bin) aber vor allem sie schlägt gerne zu wenn das Immunsystem am Boden ist und Stress oberhand nimmt … Ich drücke Dich ganz fest !!!

    • Ja, das mit dem angeschlagenen Immunsystem gibt mir auch arg zu denken. Ich hänge wieder auf dem Sofa rum, hätte eigentlich gerne ein bißchen Bewegung bei dem herrlichen Wetter gehabt, aber ich bin dann doch flott erschöpft 🙁 Morgen vielleicht …

  • Das kommt mir doch alles so bekannt vor. Diese fiese Gürtelrose hatte ich letztes Jahr im Januar. Ich hab es aber schnell erkannt und konnte noch die entsprechenden Medikamente einnehmen, sodass kein allzu schwerer Verlauf zustande kam. Positiver Nebeneffekt war, dass ich immerhin ein ganzes Jahr lang keinen Herpes mehr bekam. Ich hab währenddessen auch dauernd geheult, war weinerlich wie nie. Wechseljahre sind nicht lustig, die denken sich alle möglichen Gemeinheiten für uns aus.
    Gute Besserung und liebe Grüße
    Elke

    • Ja, das ist bei mir dumm gelaufen, aber ich glaube nicht, dass irgendein Arzt das hätte erkennen können mit den doofen Symptomen. Ich bin ja doch erstaunt, wieviele das Mistding auch schon zu Besuch hatten. Mit dem klassischen Lippenherpes hatte ich zum Glück noch nie zu tun; bei mir sind es halt die Windpocken, die noch herumgeistern.
      Dieses Weinerliche: mir ist das gar nicht so verständlich, denn ich habe wirklich schon schlimmere Schmerzen gehabt, aber vielleicht selten so hartnäckig im Vordergrund herumstörende. Vielleicht ist dieses schlappe und erschöpfte Weinen Teil der Symptome?

  • Hallo,
    Gürtelrose hatte ich GsD noch nie, aber vor meiner ersten Entbindung hatte ich diese Regelschmerzen auch EXTREM. So mit umfallen vor Schmerz, erbrechen und zwei Tage ausgeknockt im Bett liegen. Ich bin eigentlich eher der Typ Gar-nicht-wehleidig und hab eine hohe Schmerzgrenze.
    Wenn ich an diese wehenähnliche Beschwerden zurückdenke und dann lese, wie du dachtest/dir gesagt wurde, du sollst dich nicht so haben, tust du mir gleich total leid!
    Ganz gute Besserung und liebe Grüsse!

    • Wenn ich damals auch nur geahnt hätte, was das ist und vielleicht weniger dünn und weniger schüchtern gewesen wäre, dann wäre mein Verhältnis zu meinem Körper auf alle Fälle ein vollkommen anderes gewesen. Wahrscheinlich sogar zu meinem ganzen Wesen.
      Das mit der Gürtelrose: lass es bleiben. Das ist wirklich, wirklich, wirklich nicht schön, mittlerweile weiß ich kaum noch, wie ich liegen, laufen oder stehen soll 🙁 Aber bei so lieben Wünschen MUSS es doch nun bald besser werden!

      • Hallo Michou, ganz wichtig ist, dass du ausreichend viel Schmerzmittel nimmst. Der Schmerz soll deutlich gedämpft werden, die Einnahme soll auch nicht schmerzabhängig sein, sondern kontinuierlich. Wenn es besser wird, kannst du immer noch reduzieren, aber für den Anfang sollte die Dosis wirklich erst einmal relativ hoch sein. Das hat auch nichts mit Wehleidigkeit oder Abneigung gegen Medikamente zu tun, es ist einfach notwendig. Viele Grüße, Annette

        • Fällt mir wirklich schwer, weil ich da sehr zurückhaltend bin. Das Problem aber ist, dass ich das Paracetamol doch nur alle 6 Stunden nehmen darf und die Wirkung gar nicht so lange anhält …?

          • Möglicherweise bist Du aus der “Paracetamol hilft gar nicht so doll” Sorte? Es gibt Menschen die besser auf Ibuprofen reagieren. Zum Beispiel. Oder was auch immer es noch an Schmerz-Wirkmittel mit Entzündungshemmer so gibt. Unser kleiner muss z.B. Paracetamlo übedosieren damit er überhaupt irgendwelche Wirkung merkt … Ibu geht besser. Bei mir hilft aushalten am besten ;-), Schwester im Geiste ….

            • Paracetamol hilft bei wenig, finde ich. Nicht bei Kopfschmerzen, nicht bei Regelschmerzen, nicht bei Halsschmerzen. Aber der Gatte als Aussie wirft sich das Zeug an wie Bonbons.
              Ich habe noch Kinderibusaft da …

  • Liebe Michou, bitte nimm ausreichend Schmerzmittel, wie oben schon gesagt wurde! Wenn eines nicht wirkt, lass Dir was Stärkeres verschreiben. Mit dem Schmerzgedächtnis ist gerade bei Gürtelrose nicht zu spaßen – ich weiß von einer Frau, die die Schmerzen jahrzehntelang nicht mehr los wurde.

    Die Regelschmerzen hatte ich auch übel, von Anfang an. Als Teenager ging das bis zum Erbrechen, kaltem Schweiß etc. Aber ich hatte eine Mutter, die das Leiden kannte, und somit Verständnis. Agevis hat geholfen, aber ich habe es erst genommen, wenn ich merkte, dass die Periode da war, nicht schon am Tag vorher (was laut Beipackzettel erlaubt gewesen wäre).
    Dafür sind Wechseljahresbeschwerden wundersamerweise komplett an mir vorbei gegangen (von ein paar wenigen Wärmewallüngelchen abgesehen).

    Pfleg Dich, spare nicht mit Medizin, schlafe, döse, genieße den Blick auf die blühenden Bäume, lese. Die beste Krankheit taugt nichts, aber Gürtelrose ist nun wirklich überflüssig 😉

    Alles Gute und zeig den Viren die lange Nase
    Ursula

    • Agevis vermisse ich bis heute, das einzige Mittel, das half, auch wenn es mitten im Gange war, das Elend.

      Um stärkere Schmerzmittel zu bekommen, müsste ich erst einmal einen Arzt außerhalb der Notfallpraxis haben. Eigentlich einen Hautarzt, denn die sind die Ansprechpartner. Aber mir fällt sitzen unglaublich schwer und autofahren geht eigentlich gar nicht ohne fiese Schmerzen, das habe ich gestern getestet. Ich komme erst mal hin, von der Stärke her ist es ausreichend. Nur nachts lässt es nach und dann wache ich auf und fühle mich grausig. So wie jetzt.

  • Liebe Michou,
    Gürtelrose ist nicht lustig. Ich hatte sie vor ein paar Jahren mal in der rechten Gesichtshälfte (Bis dahin dachte ich, dass sie dem Namen entsprechend nur um die Körpermitte vorkommt, aber offensichtlich kann sie überall auftreten, wo Nervenstränge sind). Fing mit permanentem Augenjucken an und ging zum Glück relativ schnell mit entsprechenden Medikamenten vollständig wieder weg.
    Und dank dir weiß ich jetzt, dass ich nicht nur enorm wehleidig bin, wenn ich mich neuerdings wieder fast jedes Mal während der Regel vor Schmerzen krümme. So ungefähr stelle ich mir Wehen vor (keine Erfahrung mit denen). In der Pubertät hatte ich das auch, bis sich mein Körper offensichtlich auf den neuen Hormonhaushalt eingestellt hatte. Danach tat es zwar auch weh, war aber erträglich. Und jetzt fängt es wieder an, bis hin zu kaltem Schweiß und grünlicher Gesichtsfarbe (die in der Pubertät jeden Lehrer überzeugte, dass ich nicht simuliere…). Offensichtlich komme ich in den Wechsel. Und Schmerzmittel nehme ich nur, wenn ich kurz vorm durchdrehen bin vor Schmerzen (hängt wohl auch mit meiner Tabletten-Schluck-Unfähigkeit zusammen, und meiner Erfahrung (Einbildung?), dass nur aufgeschoben, nicht aufgehoben).
    Alles Gute dir und dass es bald besser werde
    lg heike

    • Das mit dem Aufgeschoben kenne ich auch: wenn ich bei Regelschmerzen etwas nehme, bevor es richtig weh tut, habe ich statt eines Tages Leid zwei Tage was davon. Es ist nicht zu unterdrücken und viel besser, sofort durch zu starten mit dem Mist.
      Was die Wehen anbelangt: da kommt natürlich noch der Dehnungsschmerz hinzu und eine andere Intensität. Aber über einen großen Teil der Strecke war es das gleiche. Nur in meinem Fall war die Geburt viel kürzer als Regeltag mit Schmerzen und irgendwie ja auch sinnvoller. Erst da habe ich ja auch begriffen, wie heftig mein echter Schmerz war. Also lass dir bloß nicht einreden, du wärest zu empfindlich, das sagen dir nur Leute, die überhaupt keine Erfahrung damit haben.

      • Zum Glück hat mir im Zusammenhang mit Regelschmerzen noch nie jemand gesagt, ich wäre empfindlich. Das bin ich nur selbst, die sich mit anderen vergleicht, die das vermeintlich locker wegstecken oder die keine oder kaum Schmerzen haben. Wie man sich eben immer mit anderen vergleicht…
        Und mein Mann ist immer super besorgt, wenn ich mich vor Schmerzen winde und bereitet mir sofort eine lindernde Wärmflasche und holt mir Schmerztabletten (Ibumetin forte helfen einigermaßen, alles andere ist für die Fische) und ein Glas Wasser.
        Meine Gürtelrose hat übrigens damals die Hausärztin behandelt. Und die würden doch auch eigentlich Hausbesuche machen? Wegen dem Nicht-Sitzen-Können und stärkeren Medikamenten und so. Wünsche dir eine einigermaßen erholsame Nacht

  • Hallo Michou, du kannst von Paracetamol maximal 4 Gramm/Tag nehmen, also 8 Tabl . zu je 500mg. Vielleicht kannst du sie so verteilen, dass du sie abends bzw, nochmals in der Nacht nehmen kannst, um auch nachts weitgehend schmerzfrei zu sein, da ein guter Schlaf sehr wichtig für das Immunsystem und damit für die Heilung ist. Außerdem kannst du in der Apotheke ja rezeptfrei Ibuprofen (max. 400 mg/Tbl) bekommen. Da kannst du auch mal 2 davon nehmen und das ist ein besseres Schmerzmittel als Paracetamol. Max. Dosis pro Tag 2400mg. Wie gesagt, es ist besser, kontinuierlich Schmerzmittel zu nehmen als zwischendurch immer wieder in eine Schmerzspitze zu geraten, die dann wieder mehr Schmerzmittel erfordert um zu helfen. Gute Besserung, Annette

  • Mein Mitgefühl und ein Berg guter Gedanken, damit du bald wieder gesund wirst! Schmerzen sind sch…. Sie haben die Tendenz sich wie ein klebriges, stinkendes 2 Meter-Ungetüm vor deine Nase zu stellen. Das brüllt dich mit Pestatem an und nimmt dir die Sicht auf Schöneres. Da ist es manchmal nicht so einfach drüber weg zu schauen oder es gar zu ignorieren. Ich hoffe, dass es dir trotzdem bald gelingt, bzw. du das Mittel findest, wie es sich in ein duftendes Plüschhäschen oder ähnlich Schönes verwandelt. Oder verschwindet.

    • Was für herrliche Bilder du malst 🙂 Ein Plüschhäschen, es dürfte meinetwegen sogar pink und riesig sein, wäre viel besser als dieser Mist. Alleine, wenn ich wüßte, wie lange ich in etwa noch durchhalten muss, das würde ja schon helfen. Im Augenblick fühlt es sich an wie immer und noch drei Tage 🙁

  • Hallo Andrea,
    eine riesige Portion Mitleid von mir, ich hatte/habe eine Gürtelrose Anfang März bekommen. Da ich früh beim Hausarzt war, bekamm ich erstmal ein Antibiotikum und diese Salbe. Nachher ein Schmerzmittel, dies habe ich auch eingenommen obwohl ich nicht Schmerzempfindlich bin. Aber dieser Dauerschmwerz war auch mir zuviel. Als die aufgebraucht waren habe ich Ibuprofen 400 genommen, hat mir der Arzt empfohlen (kriegste ohne Rezept), hat auch geholfen. Jetzt tut es nur noch hin und wieder weh.
    Es geht vorbei aber bis dahin ist es fürchterlich.

    • Ja, ich war leider lehrbuchmäßig mit unspezifischen Schmerzen zu Gange und weil ich ja noch immer denke, ich sei so superempfindlich, habe ich also alles von Dienstag bis Freitagnacht hingenommen und geweint und mich geschämt. Bis dahin hörte ich dann auch gerne mal, dass ich ja immer irgendetwas habe … für antivirales war es dann wohl zu spät 🙁
      Wie lang hat es denn bei dir gedauert und ab durftest du wieder baden oder duschen? Ich habe solche Sehnsucht nach der Wanne!

        • Oje oje, ich habe eine ganz andere Definition von kurzer Zeit 😀 Ich habe, es ist widerlich, das letzte Mal am Samstag geduscht und danach fühlte sich schon alles sehr gereizt an. Jetzt wird halt morgens gewaschen wie zur Jahrhundertwende. Der vorletzten, nicht der letzten 😀 Aber so als Pflege- und Cremetante finde ich das schon sehr unangenehm.

          • Eingecremt habe ich mich auch mit der Creme die man abduscht (mein Bad ist im so kalt). Die Lotion für die Bläschen hab ich ca. 10 Tage genutzt, danach war die Haut an der Stelle so trocken wie Pergamentpapier, da mußte ich einfach eingrecremen. Da das Jucken leider noch geblieben ist habe ich DDD-Salbe genommen, die gibts in der Apotheke und hilft gegen Jucken und beim abheilen. Ist auch sonst sehr praktisch bei Mückenstiche und Blessuren bei den Kinder. Also dusch heute abend ausgiebig und creme Dich gut ein und dann die Salbe auf die Bläschen. Wenn man sich wohler fühlt wird man auch schneller gesund.

              • O je, ich gestehe, dass ich sie in ihren Filmen mag, aber ihr bitte nicht ähnlich sehen möchte. Aber es gibt auch Bilder von mir, auf denen ich wie Helga Feddersen aussehe:-D

            • Ich habe schon mit dem Gedanken gespielt 🙂 Gerade eben die nächste Dosis Schmerzmittel genommen, dann bekomme ich gleich noch eine Kleinigkeit zu essen und dann werde ich mal vorsichtig duschen. Sonst drehe ich ab hier.

Schreibe einen Kommentar zu annette Antworten abbrechen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

* Die DSGVO-Checkbox ist ein Pflichtfeld

*

Einverstanden

Please leave these two fields as-is:

Protected by Invisible Defender. Showed 403 to 547.411 bad guys.