Bonn ist schon schön

Ich lebe wahnsinnig gerne in Bonn, obwohl ich Norderney ebenfalls wunderbar fand und es durchaus auch in Hamburg, Toulouse, Brüssel oder London aushalten könnte. Oder in Lüneburg, Lindau und Lüttich. Aber Bonn ist einfach so wunderbar praktisch, so herzig hübsch, so freundlich entspannt. Also meistens – wer vorhin bei FB meinen GLS-Frust verfolgen durfte, darf diesen Teil Bonns mal ausnehmen. Bißchen Schwund ist immer …

Bonn liegt malerisch am Rhein gelegen, war zu Hauptstadtzeiten die prozentual grünste Hauptstadt Europas (was sich im meist frühen Frühling bemerkbar macht – nach all den Jahren bin ich jeden Lenz komplett umgehauen, wenn es überall blüht und grünt), verfügt im Sommer über ein subtropisches Klima, was sich in ständigem Tatütata bemerkbar macht, weil immer und überall Leute umkippen (was sich in den letzten Jahren gemäßigt hat zusammen mit kälteren und längeren Wintern) und hat dazu drei kleine Innenstädte und einige Dorfzentren – die Geschichte der Stadt lässt sich daran auch gut ablesen. Die Bonner Innenstadt ist geschlossen und erst, wenn ich in Städten mit Verkehrsstraßen in Einkaufszonen umher wandere, merke ich, wie herrlich und entspannt das ist. Wege in der City sind kurz, doch von einem Ende der Stadt zum anderen ist man dann doch verblüffend lange unterwegs. Drumherum ist es grün und dezent hügelig, der Rhein ist eh schön und andere Länder nicht zu weit entfernt.

Der Bonner an sich ist eine römisch-germanische Mischung, sprach mal Bönnsch, was er zum Fastelovend heraus kramt, und hat eine dem Kölschen sehr verwandte Lebenseinstellung – mit einem Spruch wie “Jede Jeck is anders” kann man sich mit vielem arrangieren. So lese ich oft mit stiller Verwunderung bei anderen Bloggerinnen in deutlich größeren Städten, dass sie mit einem bunten Kleid viele Blicke ernten. Will ich auch mal, aber egal wie bunt und berockt ich bin, ganz selten verwundert sich darüber jemand: da kam schon mal ein alter Herr und sprach Galantes, eine fremde Frau warf mir ein “Toll sehn Sie aus!” zu, aber für Aufsehen sorge ich nicht. Das muss mit dem anderen Jeck zu tun haben 🙂

Warum erzähle ich das, statt endlich meine Söhne abzuholen? Weil ich ein Video teilen möchte, das mir heute den Tag versüßt hat:

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