Da war doch noch was …?

Hatte ich nicht vor einiger Zeit meinen ersten Kleiderentwurfsversuch an der Puppe gezeigt? Und das war es dann? Erst einmal – weil ich nichts für drunter hatte? Von hier aus gäbe es textlich zwei Optionen: ich schwenke in die Erläuterung ein, WARUM ich nach wie vor nichts selbst genähtes für drunter habe und gelange somit ganz von selbst zur schon prophezeiten Ärmeljammerei inklusive der Vor- und Nachteile diverser Konstruktionsmethoden (und warum keine bei mir funktioniert) oder aber ich marschiere in Richtung Bilder – was nach gestrigem Blusenkauf endlich machbar ist. Lasst mich raten, ich gehe in mich, ich spüre … ich spüre, da ist eine Botschaft, gaaaanz schwach noch, aber ja, ja, sie wird deutlicher:

Ihr wollt Bilder! Nun, ich bin ein guter Mensch im Grunde meines Herzens und so verschone ich euch für heute mit der Michou’schen Philosophie des Unmöglichen am Beispiel des Ärmels. Die Intellektuellen und Wißbegierigen unter euch werden seufzen, aber sie werden noch belohnt werden. Ein anderes Mal halt 😉

Tja, was kann ich sagen, was wollt ihr hören? Der (Woll)Stoff ist ein helles Blaugrau, minimal dunkler und etwas ausdrucksstärker als auf den Bildern. Allerdings doch so hell, dass ich ihn als Rock nicht gemocht hätte – da bleibt ja nur ein Kleid. Und da ich mich nicht wirklich an einen schmalen Kleiderärmel begeben mochte, Blieb nur eines ohne Ärmel. Trägerrock oder -kleid erscheint mir nicht mehr altersgemäß, aber die Illusion einer Weste gefiel mir. Die zudem noch einen kleinen Kragen bekommen sollte – ich hatte nicht darüber nachgedacht, dass ich somit an der Ausschnittspitze mit sehr, sehr viel Stoff zu tun bekäme: Futter, Oberstoff, Oberkragen und Unterkragen und das alles doppelt durch die NZ – macht acht Lagen Stoff an einer kleinen feinen spitzen Spitze … ähm, ja, ich lebe also nun damit, dass das Futter teilweise zu sehen ist. Nachdem eine nicht nähende Freundin das allerdings als gewolltes Designelement mißdeutete, betrachte ich den helleren Rand etwas liebevoller. Alles eine Frage der Perspektive und des Hintergrundwissens!

Jetzt noch einmal ohne Hampelei vor der Kamera:

Ansonsten hatte ich bei dem Kleid noch einmal Glück, denn dem Oberteil liegt noch der falsche Sloper mit dem zu kleinen Nackenausschnitt zugrunde – allein der Fakt, dass ich den Halsausschnitt sehr vergrößert und die Schulterbreite extrem verschmälert habe, hat ein Disaster verhindert. Das dann bei den Blusen zuschlug.
Was nicht gut passt, ist natürlich die Kaufbluse, deren Armausschnitte etwas zu tief für die Armausschnitte des Kleides sind; dadurch fältelt sich der Ärmel stärker als eh schon. Seit ich die beiden Blusen im Haus habe, bin ich allerdings der Meinung, dass ich es doch noch schaffen werde, besser passende Hemden zu konstruieren. Wäre doch gelacht …

Von hinten – auch hier gibt es ein kleines Problem, denn das Rückenteil ist einfach zu kurz, dadurch zieht sich der Rock etwas zu sehr nach oben. Kann ich aber auch mit leben, ebenso wie mit dem nicht ganz so schönen RV:

Den Kragen nochmal:

Und noch etwas Albernes: ist euch in Zeitschriften schon einmal aufgefallen, dass seit ein paar Jahren selbst eindeutig erwachsene Frauen sich immer in einer “Ich-bin-drei-Jahre-alt-meine-Füße-zeigen-nach-innen”-Pose ablichten lassen? Welchen Nutzen hat das? Aber wer bin ich, mich dem zu entziehen. Bitte schön:

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4 thoughts on “Da war doch noch was …?”

  • Sieht ziemlich gut aus 🙂 Ja, diese Pose… ist mir auch ein Rätsel, bitte bleibe bei Deinen alten, die stehen Dir wirklich besser! Freue mich schon auf den Philosophiepost bzgl. der Unmöglichkeit des Ärmels. Beste Grüße Anke

  • Kleid steht Dir sehr gut, die Hose aus dem vorigen Post ist toll (das sage ich ganz bitter, da ich doch hosentechnisch aufgegeben habe – ich kriege es nicht hin sie so anzupassen dass es keinen Katzenbart gibt :-()

    Bin gespannt auf die Ärmel :-).

    Grüße

  • Viola, doch wirklich recht gut gelungen (trotz Pannen).

    Ausserdem hast Du ja jetzt (wieder) ein schoenes ‘Feindbild’ vor Dir: Kaufbluse(n) zur weiteren Motivation, oder? 😉

    Also: auf geht’s; ich halt’ Dir die Daumen?

    Liebe Gruesse,
    Gerlinde

    PS: Bezueglich der DOB-Verkaeuferin (mit fehlender Rest-Tagesversorgungsstaette fuer’s Kind um Geld verdienen zu koennen) aus einem Deiner Vorposts: Koennte SIE selbst vielleicht mit Staatsunterstuetzung so ein Ding anfangen?

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