Das Zelt dankt recht artig

Weil wir am Wochenende den allerbesten Grill-, Klön- und Entspannungsbesuch hatten (plus Übernachtung des großen Sohnes bei unserem großen Sohn), kam ich gar nicht dazu, auf die überraschend positiven Kommentare zu antworten. Das Kleid hat seinen Dienst vorbildlich geleistet, trocknet nun auf der Leine und wünscht sich einen Gefährten. Was aber gar nicht so leicht ist: ich denke auch, dass ein Stoff ohne Muster und in einer eher kräftigen Farbe am besten wirkt; dazu müssen Fall und Struktur leicht sein. Da will sich in meinem Stoffschrank nichts rechtes finden.

Viel erstaunlicher als die positiven Kommentare war, dass auch der Gatte – der insgeheim auch nichts gegen eng und kurz hätte – das Kleid mochte. Leider hat das weniger mit seinem Gespür für das Schmeichelhafte, Modische und Schöne zu tun, als mit der schlichten Erkenntnis, dass dieses Gewand den Spielen der Lüfte weniger entgegenzusetzen hat als ein tailliertes Kleid und somit eben doch auch zeigt, was drunter ist, indem es sich hierhin schmiegt und dorthin weht. Einzig mein Gang die Terrassentreppe abwärts bewirkte allgemeines Schmunzeln: der Wind fing sich unter dem Saum und blähte das Kleid zu einer Art Kegel auf. Es wurde vermutet, dass, stürzte ich nun die Treppe hinunter, ich weich und sanft und unverletzt zu Boden gleiten würde. Ich habe das nicht getestet; der Blick an mir hinab war mir ausreichend.

Gut, das wollte noch schnell gesagt sein. Heute nachmittag werde ich vermutlich das dritte Trägerkleid nähen. Zwar ist es heute wieder angenehm kühl mit etwa 26°C, aber die Lust, ein neues luftiges Kleid zu entwerfen und zu zeichnen – nunja, die ist nicht enorm groß.

PS: es steht noch einiges mehr an Dank aus, ich habe das nicht vergessen. Das wahre, echte, einzige Leben ist nur gerade anspruchsvoll: das Ausräumen des Studios und Einräumen des Hauses, die Steuern, die Schulferien, die Hitze, das Nähen für Freundinnen, das Umsorgen des Gatten (Monika: OHNE Mändelchenpudding!) – irgendetwas ist immer, immer ist irgendetwas.



1 thought on “Das Zelt dankt recht artig”

  • Einen wunderschönen guten Tag!

    Na hoppla, das sind ja ganz neue Bilder. Ich finde es toll und bin ganz verzückt.
    Hmm…. solche Kleider hält man besser im Rudel! Bei diesen Temperaturen ist es das Beste.
    Es war mir ein Vergnügen zu lesen und zu schauen. Bitte gerne weiter so!
    Ich danke artig und bin weg…… der flüchtenden Zeit hinterher

    Liebste Grüße
    Nina

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