Eines von Zweien

ist gelungen, hurra! Nachdem das Wickelkleid misslungen ist und ich weder Lust noch Idee habe, was ich mit dem Rockteil anfangen werde, habe ich mich aus Frustverdrängung SOFORT an das zweite Kleid gesetzt: das Hemdblusenkleid – ebenfalls mit Änderungen. Unter anderem hatte ich das Oberteil um einen Zentimeter gekürzt: das Original sitzt leicht unter der Taille, was aber wohl auch so gedacht war. Denn sobald der breite Gürtel umgebunden wird, rutscht das Oberteil sehr stark nach oben – was dann den laut Schnittbeschreibung “Loose fit” ergibt. Was ich aber nicht wollte.
Aber irgendwie ist aus dem Zentimeter beim Zuschneiden viel mehr geworden: nun saß die Taillennaht gute 5 cm über meiner Taille, was sich nicht schön anfühlte. Also nochmal trennen und Rock und Oberteil knapper zusammen setzen. Nun ist die Taillennaht immer noch weit von meiner natürlichen Taille entfernt, aber mit dem Gürtel sieht man das nicht und es fühlt sich besser an. Seltsam auch, dass der vordere Beleg viel länger war – trotz des ebenfalls entfernten Zentimeters … Die Wunder des Selberschneiderns!

Der Stoff stammt noch vom Winterstoffmarkt: nebenweiß mit blauem Rosenmuster. Gedacht hatte ich beim Kauf an ein Sommerkleid mit weitem Rock, aber je öfter ich den Stoff vor mir sah, desto eher war ich der Meinung, das könnte zu lieblich werden – das Rosenwickelkleid ist mir auch ein wenig zu süß 😉 Also, ein schlichter, sachlicher Schnitt musste her. Was könnte sachlicher sein als ein Hemdblusenkleid? Leider ist die Burda auf die gleiche Idee gekommen – aber nein, die Inspiration habe ich nicht dort geklaut und der Schnitt ist auch nicht von dort. Als ich aber das Bild beim Durchblättern im Supermarkt sah, wusste ich zumindest: “Yep, das funktioniert!”

OK, ich bin nicht so jung, nicht blond, habe keinen sportlichen Kurzhaarschnitt und meinen Stoff finde ich hübscher, aber einen Versuch war es wert. Am Donnerstag habe ich den Schnitt aufgelegt, leicht nachgebessert, ausgeschnitten und alle Markierungen übertragen. Freitagmittag dann ging es ans Nähen und heute habe ich mich mit Knöpfen und Knopflöchern, mit Säumen und Handstichen beschäftigt. Und obwohl ich anderes zuerst zeigen müsste – den weißen Rock, zwei Blaue, den Türkisen und zwei Blusen – habe ich vor ein paar Stunden die letzten hellen Sonnenstrahlen genutzt, um nur für euch Bilder zu nehmen. So gibt es auch am Wochenende mal wieder was bei mir zu sehen 😉 Mittlerweile wirbelt das Kleid durch Waschmaschinentrommel und läuft hoffentlich nicht zu sehr ein. Zum Vorwaschen gab es keine Zeit/Geduld …

Jetzt bin ich seit langem einmal an dem Punkt, an dem ich noch nicht weiß, was als nächstes entstehen soll. Hmmm …

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6 thoughts on “Eines von Zweien”

  • Wow, es steht dir wahnsinnig gut!!!
    Ich finde, Stoff & Schnitt sind optimal kombiniert – super!
    Sorry, aber ich bin richtig sprachlos, so begeistert bin ich.
    Liebe Grüße, Bettina

  • Klasse! – Da passt alles! Ich bin begeistert von Deinem Durchhaltevermögen und Deiner Selbstmotivation. Da muss ich mir mal eine Scheibe von abschneiden. Vielen Dank für Deinen schönen Blog.
    Liebe Grüße
    Ulrike

  • Oh, das ist sooo schick! Ich finde, es unterstreicht extrem gut die weiblichen Proportionen (also im positiven Sinne natürlich!) und sieht richtig elegant aus. Ich glaube, sowas sollte ich auch mal ins Auge fassen.
    Liebe Grüße
    Carola

  • Herzlichen Glückwunsch, das ist ganz “deins” und sieht wunderbar aus! Ich hab nun auf einmal das dringende Gefühl, ich bräuchte auch ganz dringend so ein Hemdblusenkleid B)
    LG, berry

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