Emma Schumacher & Der Salon des Todes

Ich schreibe mittlerweile an Band 3 und möchte wirklich versuchen, weniger Zeit online zu verbringen und mehr am Nähtisch und im Blog hier. Mehr Sport, mehr alles irgendwie. Aber jetzt gerade heute traue ich mich etwas, was mich viel, viel Mut kostet:

Ich gebe den zweiten Band für einige Tage kostenlos ab an kindle-Leserinnen. Einfach so könnt ihr ihn über amazon herunterladen und lesen. Und das ist deshalb so unglaublich mutig, weil ich dadurch sicherlich auch Leser anziehe, die weder mit meiner Sprache noch mit der Zeit oder überhaupt nur mit einem ruhigeren Krimi etwas anfangen können oder wollen. Was sich in üblen Rezensionen niederschlagen kann.

Aber, was mir eben auch klar ist: Wenn ich weiterhin Vollzeit schreiben will, muss ich das irgendwann zumindest dadurch rechtfertigen, dass ich die Familie – die darbende, hungernde und ungewaschene – einmal im Monat zum Essen ausführen kann. Und das kann ich nur, wenn ich mich überwinde und für Bekanntheit sorge. Weshalb ich auch hier davon berichte. Denn ich würde mich sehr freuen, wenn auch hier die eine oder andere Freude an meiner Emma hätte – Überschneidungen gibt es einige, so denke ich mir:

  • Sie lebt in den Zwanzigern in Bonn und wird immer mehr erleben müssen, wie ihre Welt sich verändert.
  • Sie ist etwas jünger als ihr Jahrhundert und reift an ihren Erlebnissen, reibt sich an ihnen. So ist es sicherlich kein Wunder, dass sie sich an Ungerechtigkeiten Frauen gegenüber ärgert. Nicht so, wie wir es heute tun – sondern aus ihrem eigenen Erleben heraus.
  • Sie verliebt sich zum ersten Mal und die Wahrscheinlichkeit, dass das in eine Ehe mündet, war damals deutlich höher als heute. So frei die Zwanziger im Vergleich zu den Jahrzehnten zuvor waren, war eine Frau mit unehelichen Kindern doch nicht akzeptiert.
  • Sie ist schüchtern – glaubt sie. Auf andere wirkt sie wohl eher schusselig, unsicher oder unüberlegt. Kennen wohl einige von uns …
  • Und natürlich kann ich auch beim Schreiben eines Kriminalromans nicht aus meiner Haut: Lange Sätze durften sich hineinschleichen, kurze ebenso. Mal ist es lustig, mal romantisch. Oder dramatisch, pathetisch, garstig. Wer bislang immer sagte, sie lese mich so gerne – nun bitte, gönn dir die volle Dröhnung 😀

So, also – wer einen Kriminalroman lesen mag, der nicht nur Mord auf Mord reiht, wer beim Lesen gerne mitflaniert, wer die Zwanzigerjahre liebt und Entwicklungsgeschichten, wer Serien lesen mag, die nicht auf immer und ewig im selben Jahr hängen bleiben, wer Fernsehserien wie Detektei Blunt, Mrs. Bradburys Mysteries oder diejenige der Miss Fisher liebt, wer auch mal eine Heldin erträgt, die nicht mutig und selbstbewusst und cool jedes Abenteuer vorantreibt und wer gerade jetzt einen Roman lesen mag, der im Advent spielt – nunja, wer also sich darin erkennt, kann ja mal hineinschauen.

 

 

Und die Leseprobe gibt es auch noch:



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