Estelle

Belleconde benahm sich nicht belle genug und das Muster wurde für mich zu unruhig. Zumindest zu unruhig für hellgelb, Constanzes Version hat es mir nach wie vor angetan. Nun saß ich also gestern abend früh im Bett, hatte mir einen alten Film eingelegt und war hibbelig: Bündchen war gestrickt, aber wie kann es sein, dass ich unter mehr Anleitungen, als ich zählen oder gar jemals stricken kann, keine finden kann, die zu dem gelben Garn passt?

Also wieder raus aus dem (beheizten!) Bett und nicht nur in meiner virtuellen Sammlung, sondern auch in meiner handfesten Bibliothek suchen. Als ich vor ewigen Urzeiten mein erstes Vintagepullöverchen strickte – Daliet, farblich und der Form nach der Belleconde gar nicht so unähnlich – strickte und danach recht bald rettungslos für die heutige Zeit verloren ging (strickend, meine ich, strickend. Und nähend. Lesend. Schauend. Naja!), begann ich meine Suche nach mehr, mehr, mehr Anleitungen aus dieser Zeit. Und fand, man kommt nicht an ihr vorbei, recht bald zu IvaRose, die eine Unmenge alter Hefte und Bücher digital aufarbeitet und in Ausdrucken anbietet. Eines des ersten Bücher, die ich bei ihr kaufte, war Corticellis sweaters for spring aus den frühen 30ern. Und strickte nichts daraus, sondern gelangte recht bald in meine Kuschelzone – also knapp 10 Jahre in unsere Richtung. Was ja verständlich ist, denn könnte man sich ein besseres Jahr in der Weltgeschichte denken als 1939?? Ähm, ja, leider. Offenbar musste schöne Kleidung über vieles hinwegtrösten … das müssen wir nicht heute vertiefen, demnächst vielleicht mal?

Aber was lag näher, mir daraus nun endlich ein Modell zu wählen, wo ich doch die Kuschelzone verlassen möchte? Eben. Und nachdem ich also Estelle erwählte und mir die Anleitung durchlas, wie genau passte es da? Ich hatte noch einen kleinen Rest nebenweißer Wolle gefunden und wollte sie irgendwo irgendwie in das Gelb einbringen. Und was steht als erstes auf der Seite: Gelbes und weißes Garn wurde als passend vorgeschlagen. Na dann!

Estellesweater

Zum Nähen kam ich heute nicht: erst durfte ich eine sehr liebe neue Kundin im Studio begrüßen und dann mich an die Steuer setzen. Zwischendurch erreichte mich Berrys Durchhaltetipp mit der Viertelstunde täglich. Leuchtet vollkommen ein und schon beim Lesen hatte ich größte Lust, loszulegen. Klar, dass das passiert, wenn man wirklich, wirklich nicht ran kann und darf. Nun ist es dunkel, ich bin müde und verschiebe alles auf morgen Nachmittag.

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