FO N03/2008

Hose-BurdaBald kennt ihr jeden Winkel unseres Hauses, weil ich immer noch nach dem Ort suche, von dem aus ich mich komplett, ohne Gegenlicht und unverschwommen fotografieren kann – wie ihr seht: Gefunden habe ich diesen Platz nicht…

Was ist hier zu sehen? Meine geliebte Daliet und meine neue Hose, von der ich semi-überzeugt bin. Erinnert sich die Eine oder Andere an die Girbaud-Hosen Mitte der 90er erinnern? Ich glaube, in diesen Jahren besaß ich nicht einmal eine Jeans, sondern ausschließlich diese Hose aus sehr festem Elastan, hoch geschnitten, eng und knapp vor dem Knöchel endend. Sie hingen in blau, schwarz, kirschrot, hellgrau und oliv in meinem Schrank und ich fühlte mich rund um die Uhr wohl darin: bequem, figurbetont, kombinationstüchtig und angesagt 😉

Als ich vor drei Wochen in der neuesten Burda dieses Modell entdeckte, glaubte ich mich 15 Jahre zurück versetzt – gut verdienende, junge Singlefrau mit straffer Haut 😉 Nicht schwer zu verstehen, dass ich mich zu dieser Hose hingezogen fühlte.

Auf dem Hennefer Stoffmarkt kam mir der passende Stoff unter die Finger – exakt das gleiche Material, aus dem besagte Girbauds hergestellt waren. Zwar bin ich eine miese Schneiderin und Hosen passend zu bekommen, ist bestimmt nicht leicht, aber auf der anderen Seite dachte ich mir, dass ich bislang auch mit Konfektion irgendwie klar gekommen bin – was also kann schon passieren?

Viel, natürlich. Vor allem etwas sehr seltsames: bei der ersten Anprobe wunderte ich mich über die Beulen am vordern Beinansatz – hierin hätte ich locker meine Wocheneinkäufe unauffällig an der Kasse vorbei schmuggeln können. Eine Anfrage mit Bitte um Hilfe an Burda wurde schnell und freundlich beantwortet, aber leider war meine Beschreibung und das mitgeschickte Bild waren mißverständlich. Die Beulen sahen aus wie Querfalten und ließen auf zu eng schließen. Da ich mir aber nicht sicher war, ob ich vielleicht nur falsch gucke, habe ich die Nähte geöffnet und ausgelassen – aber leider, leider: die Beulen hingen nun sogar an mir herunter.

Letztendlich habe ich nun so lange herumgespielt, bis das Ganze enger saß, so dass die Beulen nahezu verschwanden. Ihr seht schon, ich bin nicht in der Lage, meinen Taten zu erklären und die Bilder hier werden euch auch nicht viel zeigen – aber immerhin: das dritte (fast) tragbare Teil ist fertig.

Wobei: das “tragbar” bezieht sich auf den allgemeinen Eindruck: die Nähte sind gerade, der Reißverschluss geht zu, die Länge stimmt, nichts rutscht, nichts kneift und die Beulen und Falten sind nicht toll, aber etwas, was ich auch bei gekauften Hosen mit in Kauf nehmen muss. Aber: was ziehe ich dazu an? Eine blusige Bluse wäre wohl das beste, besitze ich aber nicht. Enge kurze Pullis gehen schon, irgendwie – aber ideal ist anders. Insofern: fast tragbar.

Übrigens habe ich mich während der Hosennähzeit intensiv mit Frauen und Hosen beschäftigt. Ich habe unendlich vielen Frauen auf ihr Hinterteil geschaut – möglichst unauffällig. Nun habe ich ja gelernt, dass Querfalten unterm Po auf ein flaches Gesäß schließen lassen. Aber wieso habe ich keine einzige Frau gefunden, bei der die Hose perfekt an dieser Stelle saß? Selbst sehr runde Pos scheinen die Hosen zwischen Po und Oberschenkel
nicht aus zu füllen? Sind Frauen und Hosen am Ende nicht füreinander gemacht? Ein gräßlicher Gedanke …

… und damit muss ich diesen Beitrag beenden, da meine beiden Süßen sich gerade wieder in Monster verwandeln. Demnächst vielleicht mehr hierzu.



2 thoughts on “FO N03/2008”

  • TITLE:
    Der Popo ist ja üblicherweise (mehr oder weniger *hihi*) rund, und dann kommt das Bein… keine Chance, eine Röhre auszufüllen! Vielleicht ist das “Problem” auch eher bei engen Hosen. Ich trage nur weite Hosen, die sozusagen ab Hüfte nach unten “hängen”.

    LG Steffi

  • TITLE: Genauso ist das!
    Die weibliche Figur, wie auch immer sie ist, und Hosen passen eben an ein oder zwei kleinen Stellen nicht zusammen – also sollte man die Dinger einfach tragen, ohne ständig nach der perfekten zu schmachten – die gibt es eben nicht. 🙂

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