Fortschritt, Rückschritt, Wechselschritt …

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Die Phildarjacke besteht mittlerweile aus dem Rückenteil und beiden Vorderteilen und lässt sich sehr entspannt stricken: glatt rechts, zwei Abnahmen, NS 5 – eine angenehme Abwechslung nach meinem Kampf mit Beatrix. Auch die extra zu strickenden Blenden lassen sich geradezu meditativ anbringen.
Die Farbe ist übrigens ein Pflaumenblau, genau in der Mitte von dunkellila und dunkelblau, aber fotografieren lässt sie sich nicht. Also nicht erschrecken, so knallig wie auf dem Bild wird das Jäckchen nicht werden.

Und hier mein aktueller Stand bei Beatrix …

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Es ist nichts zu sehen? Das stimmt nicht ganz, denn das Knäuel Felted Tweed ist aufgerollt. Am Sonntag noch habe ich Beatrix aufgeribbelt, da sie zu weit wurde. Gestern kam die Antwort von Kathleen (KH’s Mutter und Geschäftspartnerin); freundlich und kompetent wie immer.
Sie hat mich darauf hingewiesen, dass der Moss Stitch fest gestrickt werden muss und mir angeboten, kleinere Nadeln zu senden, falls ich das nicht hinbekäme. Ich habe mich sehr bemüht, aber wie ich es auch versuche, ich stricke nicht fest genug. Also habe ich gestern Nadeln in 2,5 besorgt, mit denen ich hinkomme. Heute oder morgen werde ich Beatrix erneut anschlagen. Ich ahnte es, Beatrix ist ein Abenteuer – allerdings keines für eine Nacht …

zp301399Gestern war Steve sehr großzügig: obwohl der Fehlkaufmantel noch nicht nach Frankreich zurück gekehrt ist und ein Verlustgeschäft (wegen des doppelten und sehr hohen Portos) ist, hat er mir diesen Mantel gegönnt. Das Bild stammt von der Promod-Homepage und wer den Mantel nach diesem Foto zu kaufen bereit ist, muss schon sehr risikofreudig sein, denn nur mit Phantasie lässt sich erkennen, wie schön er ist – meiner Meinung nach.

Das Material ist schwarzer Wollfilz, die Länge endet kurz über dem Knie, aber das Schönste ist das Detail im Brust-Schulterbereich: es erinnert an die Herrenhemdbrust Anfang des letzten Jahrhundert. Beschreiben fällt mir schwer. Der Mantel ist trotz dieser verspielten Applikation schön schlicht und sieht zu Hosen und Röcken gleichermaßen gut aus.

Moral: Nie wieder in Frankreich bestellen, sondern brav abwarten und in die Stadt gehen – vorzugsweise mit meinem geliebten Mann, der nun schon dreimal innerhalb von sechs Wochen Spaß hatte am Ankleiden seiner Gemahlsgattin 😀 Ich hoffe, diese Lektion endlich gelernt zu haben – sollte hier noch einmal die Rede von Frankreich – Bestell – Lust sein, dann schlagt mir auf die Finger.
Ähm, ausgenommen sind natürlich Notkäufe bei Bergère de France und Phildar (wie heute nacht – glaubt mir, ich erröte…)



4 thoughts on “Fortschritt, Rückschritt, Wechselschritt …”

  • TITLE:
    Schön, bei dir zu lesen.Bin auf die Fortschritte gespannt. Schade, daß Du die Jacke aufribbeln mußtest. Aber besser ribbeln, als sich später ärgern…..
    Der Mantel sieht gut aus. Ich glaube, wir haben einen sehr änlichen Geschmack.
    Liebe Grüße
    Susan

  • TITLE: 1.
    Auf die Phildarjacke bin ich gespannt.
    2. Beatrix wird dir jetzt sicher gelingen – gut, dass du den ersten Versuch aufgetrennt hast!
    3. Der Mantel ist sehr, sehr hübsch. Und so ganz, ganz, ganz entfernt erinnert er mich doch auch ein bisschen an einen Dufflecoat!

  • TITLE: Aber
    du kannst nähen! Ich bin so neidisch, aber in dieser Hinsicht auch talentfrei! So bist du in der glücklichen Lage, dir Dinge so zu gestalten, wie du sie haben willst … Hach.

  • TITLE: 😉
    Ich habe soeben den 1. Ärmel angeschlagen, Beatrix kommt nun erst, wenn Phildar beendet ist.
    Du wirst lachen, als ich vorhin das Bild eingestellt habe, dachte ich auch an den Dufflecoat, der meinem Mann ja gar nicht gefiel, während er diesen Mantel ausgesucht hat – eine Ähnlichkeit ist ihm zum Glück nicht aufgefallen 🙂
    Männer …

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