Für die Strickerinnen unter Euch …

… gibt es heute wieder etwas. Vor kurzer Zeit hatte ich Ingrid angefleht, die Anleitung für einen schräggestreiften Pullover heraus zu rücken, was sie dann hier lieberweise getan hat. Allerdings hat sie eine Bedingung daran geknüpft, die ich heute zumindest teilweise beantworten kann.

Das gute Stück wird sowohl für das Vorder- als auch für das Rückenteil in jeweils zwei Hälften gestrickt; jeweils beginnend in der unteren Seitennahtecke. Ob sich das gut ausrechnen lässt, wie man wo zuzunehmen hat – von mir eher nicht 😉 Auf beiden Enden einer Reihe muss solange zugenommen werden, bis ich die Maße meines Pullis erreiche. Ab dort wird dann entweder gerade weitergestrickt oder aber an der Seitennaht weiter zugenommen bzw. irgendwann abgekettet. Und um all das zu erreichen, braucht es einen Schnitt. Einen Papierschnitt, an den das Gestrick immer wieder angelegt wird, um die nötigen Ab- und Zunahmen zu ermitteln. Die man am besten auf dem Schnitt notiert, um für die anderen drei Hälften nicht wieder zu rätseln. Und wie es der Zufall, die Vorsehung, das Schicksal so will: einen Tag, nachdem Ingrid die Anleitung zur Verfügung stellte, kam ein “neues” Beyerheft vom Januar 1937 bei mir an, in dem genau dieses Vorgehen detailliert geschildert wird:

Nun könnt ihr hier nicht allzuviel erkennen und so klickt, wer es genauer wissen möchte und dazu noch ein paar Anleitungen aus eben jenem Beyer-Heft haben möchte, auf den obigen Reiter namens Stricken und lädt sich das .pdf herunter.
Ich habe das große Glück, an den meisten Anleitungen aus alten Zeiten nichts oder nur wenig ändern zu müssen (was aber auch gelegentlich schief läuft, demnächst hoffentlich mal wieder ein Beispiel), aber nicht jede passt ohne Anpassung in diese kleinen Jumper. Anstatt nun immer umzurechnen, was auch schon mal auf Kosten der gewünschten Vintage-Form gehen kann, fertigt man sich also einen passenden Pappschnitt an (die Schneiderinnen haben fast alle einen gut sitzenden Schnitt für ein enges Oberteil, das verwendet werden könnte) und strickt nach dieser Vorlage. Voraussetzung ist allerdings, dass man stricken kann – also weiß, wie man wo welche Zu- und Abnahmen erreichen kann. Da sehe ich bei der holden Leserschaft keine größerem Schwierigkeiten. Notiert man sich auf dem Pappschnitt Garn- und Nadelstärke und die jeweiligen Maschenzahlen, dann lässt sich daraus sehr leicht beim nächsten Mal ein neuer Pulli stricken.

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