Geblümte Sommerbluse oder: Der große Murks – plus: Linkparty!

Guten Morgen, guten Mittag oder überhaupt einen ebenso herrlich schön-sonnigen Tag wünsche ich euch, wie ich ihn eben habe. Noch. Die Jungs sind noch nicht zu Hause … Hachja, Mutterliebe! So schön!

Nun, die liebende Mutter dieses Hauses nahm sich gestern frei vom Schreiben und auch vom Haushalt (wieder einmal. Ehrlich: Wer hat den Lust, hinter drei Mannsbildern herzuräumen, die täglich fauler und bequemer werden? Falls da eine ein dringendes Bedürfnis verspürt, laut Ja zu rufen, so möge sie sich gerne melden, sie ist herzlich willkommen) – ähm, wo war ich? Genau, ich habe genäht und zwar ein Blüschen nach einem Siebzigerjahreschnitt, die ich vor fünf oder sechs Jahren mehrmals nähte.

Ich wählte dazu du salbeigrünen Crêpe, den ich mit viel Sorgfalt und einiges an Tücke dazu bekam, glatt und gerade auf meinem Tisch zu liegen. Um dann festzustellen, dass ich mir dir  Mühe hätte sparen können, denn sobald die Schere sich nur näherte, verzog und verrutschte alles. Da ich einen zweiten Stoff dieser Art habe, kann ich es nun kaum abwarten, auch den zu vernähen. Lachen Sie bitte … JETZT! Gut, danke.

 

 

Übel wurde es aber eigentlich erst, als ich versuchte, die im schrägen Fadenlauf zugeschnittene Schluppe zu nähen. Das Ding ist komplett verzogen und es war der blanke Horror, es zu bügeln. Und während ich da so stand, am frühen Abend am Bügelbrett, herzallerliebst fluchend und schimpfend, da dachte ich wohl zum hundersten Male, wie gnadenlos ich in jeder Nähsendung unterginge. Lasst uns schätzen: ärmellose Schluppenbluse ohne Knöpfe und mit nur einem Schulterabnäher – wie viel Zeit hätte man mir zugestanden? Zweieinhalb Stunden? Ein Witz, wahrlich, so lange habe ich ja bald schon mit Bügeln verbracht. Und wofür? Dass Paddy underwhelmed ist? Nein nein, es ist schon gut, dass keine Kamera dabei ist, wenn ich nähe. Sagen wir so: Hey, ich wurde fertig! Applaus!

 

 

Und ich habe Bilder: Gnadenlose noch dazu, denn die Kaufhose – und ich denke nicht, dass ich nach zwei Versuchen in diesem Jahr noch weiter Hosen nähen werde – sitzt am Hintern natürlich so grässlich, wie meine faule, plattgesessene Kehrseite es verdient. Aber ich versuche, darüber zu stehen und mir zu sagen: Ich bin verdammich noch eins über fünfzig und irgendwann darf ich doch mal schlunzig werden, oder? (Aber die miesen zwei Kilo, die bekomme ich weg, die gehören mir nicht! Und so lange sie da sind, sind sie an allem schuld, danach müssen die Söhne wieder herhalten!)

 

 

Ich finde ja, ich sehe am Besten aus, wenn man nicht zu viel von mir sieht und ich mit anderem beschäftigt bin. Dieser Küchenboden sollte geputzt werden …

 

 

Das Gefährliche an Hosentaschen ist: Man stopft wirklich ständig die Hände hinein, insbesondere vor einer Kamera. Ist so, oder?

 

 

Achja, die Schluppe muss gezeigt werden. Ist diese Kleinmädchenhaltung bei Influencerinnen eigentlich noch beliebt? Da gab es mal so eine Phase …

 

 

Und nicht, dass eine denkte, der Kochtopf wäre nur nettes Accessoire – ha, nein, ich koche. Bzw. lasse köcheln. Dann kann ich nämlich arbeiten, während der Herd etwas tut. Wenn ich nur nicht stattdessen bloggen würde. Räusper.

 

 

Ääzesupp jitt et hück! Passierte. Geht schnell, macht satt und mir zumindest schmeckt es.

Und außerdem starte ich einen zweiten Versuch mit einer Impro-Linkparty – mal sehen, ob das Tool nun funktionieren will. Eine Woche lang bis nächsten Montag – vielleicht auch länger, falls es nicht klappt und die Entwickler daran arbeiten wollen – habt ihr Zeit, etwas zu zeigen, was entweder geblümt, ärmellos oder mit Schleife versehen ist. Oder etwas, was euch ganz viel Lust auf Sonne macht. Da sollte doch was zu finden sein. Link zum Blog ist nötig, aber ansonsten seid ihr frei. (So es denn gelingt …)

 

 

You are invited to the Inlinkz link party!

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8 thoughts on “Geblümte Sommerbluse oder: Der große Murks – plus: Linkparty!”

  • Hübsch ist es geworden dein Blüschen. Ich habe mal gelesen, dass sich solche Stoffe mit Sprühstärke bändigen lassen – getestet habe ich das allerdings noch nicht. Aber vielleicht wäre das was für den zweiten. Stoff? Ich glaube Frau Machwerk hat davon geschrieben…
    Sonnige Grüße
    Sternie

    • Sprühstärke habe ich vor Jahren mal verwendet. Und dann bin ich auf dem glitschigen Fußboden ausgerutscht, der auch eine ganze Ladung abbekommen hatte 😀 Aber ich google nachher mal, danke 🙂

      Hoffe, es geht dir gut 🙂

  • Oh, ich bin auch froh, dass mir während des Nähens keine Kamera über die Schulter schaut; ich fände das ganz gräßlich und hätte never ever Lust, mich diesbezüglich in einem Wettbewerb zu messen.
    Das kleine Schluppenblüschen sieht jedenfalls ganz reizend aus und ich stecke meine Hände vor der Kamera auch immer in die Hosentaschen; ich kenne anscheinend keine anderen Fotoposen, : )
    LG von Susanne

    • Für was sonst sind diese Taschen gemacht? Doch kaum, um wirklich etwas hineinzustopfen, was sich dann beim Sitzen querstellt und piekst? Nein, es müssen Kamerataschen sein, sozusagen 😀

  • Oh, das mit dem rutschigen Stoff kenne ich nur zu gut. Schon das ordentliche Hinlegen dauert ne Ewigkeit. Das einzige, was mich immer tröstet: Kein Mensch sieht am Ende, ob der Stoff beim Nähen 100%tig lag oder nicht.
    LG, Sandra

  • Sieht gut aus. Paßt. Und was nicht paßt, das muß so sein. Fertig. Dafür ist es selbstgenäht. Gut fürs Ego.
    Sprühstärke kann ein gutes Hilfsmittel sein, aber probier bitte an einem Stoffrest, ob der Stoff es verträgt oder nicht. Ich habe schon mal glänzende Stellen eingebügelt, die nicht mehr zu entfernen waren.
    Für die Linkparty kann ich weder geblümt, noch mit Schluppe was anbieten. Dafür Palmwedel . Hat ja auch was von Sommer, oder?
    Übrigens mußte ich über “Hachja, Mutterliebe!” wirklich schmunzeln. Ich sitze hier auch gerade ganz allein, weil der Gatte Klassentreffen hat und der Sohn Orchesterprobe. Ich finds gut, hab ich meine Ruhe und kann ohne “Mama!!!!” diesen Kommentar schreiben.
    Liebe Grüße,
    Susan

    • Her mit den Palmenwedeln und ein dreifach Hoch auf die einsamen Stunden. Man liebt die Brut ja doch viel mehr, wenn sie unterwegs ist 😀

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