Gekauftes als Grundlage

Ich hatte gewarnt, hier kommt der zweite Beitrag für heute – überschüssige Energie, die heute ins Einkaufen, Staubsaugen, Ändern und Bloggen fließt.

Als es vor zwei Wochen sonnig und warm war, hielt es mich nicht mehr und ich musste wenigstens einmal vor die Tür und sei es nur zu einer der lokalen Aldi-Filialen. Was ich dort wollte, weiß ich nicht mehr, aber ich fand eine nebenweiße Leinenhose der Art, wie ich sie in der ersten Schwangerschaft mit Wonne trug. Eine Größe 40 gab es noch und mutig nahm ich sie mit. Passt. Offenbar habe ich nur bei den einschlägigen Modeketten eine 42. Und sie saß so gut und angenehm und hatte 6 cm Saum zum Auslassen, dass ich noch einmal losfuhr, um in den anderen Geschäften nach weiteren Farben zu schauen. Was sagte ich über erfüllte Wünsche, die immer weitere nach sich ziehen? Genau. Die Sonne schien, ich litt und hatte den Eindruck, mir etwas Gutes tun zu müssen. Sofort.

Ich fand sie noch in blaugrau und dunkelblau. Beide saßen nicht so gut wie die weiße Hose, vor allem die dunkelblaue ließ zu wünschen übrig. Aber Leinen-Baumwollmischungen in dieser Zartheit sind als Meterware selten zu bekommen; oben herum passte sie gut und der rundum weite Schnitt fühlte sich gut an. So durfte sie bleiben.

 

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Deutlich kürzer trotz ausgelassenen Saums als die beiden anderen Hosen kam sie auch noch mit seltsam kurvigen Seitennähten – ein wenig wie eine zu kurze Zimmermannshose; man kann es wohl erahnen auf dem Bild. Und weil ich zur Zeit im Änderungswahn bin und zu mehr Lässigkeit auch beim Nähen finden will, habe ich es mir ganz, ganz leicht gemacht: Einfach markiert ab dort, wo die Weite abnehmen soll, die Hose auf links gedreht, mit einem langen Lineal eingezeichnet, wo es lang gehen soll und drüber gerattert. Zack. Und jetzt habe ich eine luftig-leichte Leinenhose mit Krempelsaum:

 

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Manchmal ist das das einzige Wahre: schnell und schmutzig Lästiges abarbeiten, sich am Ergebnis freuen und ran ans nächste. Oder?

 



5 thoughts on “Gekauftes als Grundlage”

  • Gut siehst du aus. Scheint auch ein guter Tag für dich zu sein.
    An so ein tägliches Foto habe ich in letzter Zeit auch öfter gedacht. Einfach um zu dokumentieren was ich eigentlich wirklich trage.
    Liebe Grüße
    Arlett

    • Ah, das hättest du nicht sagen dürfen, dann erwarte ich jetzt, dass du mitmachst – ich wüßte schon gerne, wie bei dir der Anteil mittlerweile ist 🙂
      Ich fühle mich auch deutlich besser. Wird ja auch Zeit.

  • Lässig, elegant und wohl proportioniert. So muss das. Da kann’s doch nur noch aufwärts gehen mit dem Wohlbefinden!
    Viele Grüße
    Ursula

  • Lässig und schick gleichzeitig. Gefällt mir sehr!!!
    Eine kurze Weile habe ich gedacht Du hättest einen Overall an (neudeutsch – Jumpsuit). Sind die Bluse und Hose farblich so sehr verwandt wie meine Augen + Bildschirm es vormachen?

    Ich bin was Änderungen angeht sehr digital – nicht dass ich mich NICHT na gekauftes heranwagte – recht oft sogar, aber meistens stört mich wahnsinnig dass ich es WEIß dass die Passform ursprünglich andere war und trage das Zeugs nicht … Wie dumm wie dumm 😉

    • Ja, aber das kann ich nicht verstehen … wenn du es doch gekauft und geändert hast, dann ist es doch gut? Dann ziehst du das bitte auch an.
      Farblich ist beides relativ nah, aber doch deutlich unterschiedlich; ich war auch erstaunt, als ich mir die Bilder ansah.

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