Gestrickt. Und fertig!

Es gibt endlich wieder einmal etwas Gestricktes zu sehen. Seit einer Woche schon beendet, gewaschen, geblockt und getrocknet. Und eigentlich – wie immer: eigentlich – habe ich gar keine Zeit zum Fotografieren, Zeigen, Bloggen. Auf den Bildern seht ihr den gefüllten Wäschekorb und das Bügeleisenkabel. Aber wie schön: der Korb ist mir frisch gebügelten Stücken gefüllt und muss nur noch nach oben transportiert und entleert werden. Allerdings tummelt sich in der Waschmaschine der reichliche Nachschub …
Eigentlich müsste ich auch noch staubsaugen und das Wohnzimmer aufräumen, denn heute nachmittag ist Besuch im Haus, der sich wohl fühlen soll. Aber ist der Gatte unterwegs, dann fehlt mir die Motivation, all meine Nähbücher, Seidenpapiere, Stoffe und Garnreste säuberlich weg zu packen. Muss aber sein. Gleich. Lohnt sich kaum noch, denn – auch wie eigentlich immer – ich muss gleich los, den Großen von der Schule abzuholen. Also habe ich mich heute morgen in das Sommerkleid geworfen, die neue Jacke darüber geschwungen und Bilder gemacht. Die Bilder waren eine Qual, heute gelang gar nichts und so alt wie heute kam ich mir bislang noch selten vor. Egal, hier die Jacke, gestrickt (und leicht modifiziert) nach einer Anleitung aus einer Vogue Knitting der Fünfziger und mit Rowan Pure Wool 4ply in Eau de Nile. Geschlossen wirkt der Cardi etwas trachtig, aber das verliert sich beim Öffnen – oder?

Das sind vielleicht Bilder – schön ist anders. Aber erkennen kann man genug, auch schon was wert 😉 Im übrigen sitzt mein Kleiner neben mir und liest mit. Vor vier Wochen etwa hat er angefangen, ihm bekannte Texte zu buchstabieren; mittlerweile ist er ganz schön flott dabei. Jetzt hoffen wir nur, dass es ihm im ersten Schuljahr nicht zu langweilig wird … Erfahrungen?

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14 thoughts on “Gestrickt. Und fertig!”

  • Sehr, sehr schick – besonders geschlossen gefällt mir die richtig gut!

    Sag mal, wie lange brauchst Du für so ein Stück von Anfang bis Ende?

  • wow – die steht dir ausgezeichnet – sieht echt super aus – sowohl geschlossen als auch offen! wo genau nimmst du diese muster her? sammelst du alte vogue strickhefte und entnimmst dann daraus? ich finde die jacke jedenfalls wirklich wunderschön!
    lg gudrun

  • Kommt darauf an, wie du es rechnest 😉 Die reine Stundenzahl bleibt zwar immer gleich, aber früher – als ich noch nicht nähte oder nur sehr, sehr wenig – habe ich alle 10 Tage abgeliefert.
    Heute nimmt das Nähen und darüber nachdenken, fluchen und bloggen deutlich mehr Zeit in Anspruch. Ich stricke seitdem nicht mehr so gleichmäßig und brauche auch länger, um mich für ein Projekt zu entscheiden; da ribbele ich dann auch öfter etwas auf, weil es mir doch nicht zusagt oder ich keinen passenden Stoff für einen passenden Rock finden konnte. Und so habe ich für diese Jacke zwei Wochen gebraucht – abends auf dem Sofa etwa 2 Stunden, auf den Tag verteilt immer mal ein Viertelstündchen hier und da. Da die Wolle und das Ajourmuster zusammen für ein schnelles Wachstum sorgten (26 Maschen und 36 Reihen auf 10×10 cm) blieb ich auch fleissig dran – jede Minute brachte sichtbaren Erfolg 😉

  • Gudrun:

    Sammeln wäre zuviel gesagt, ich habe schon lange kein bezahlbares Heft mehr gesehen, dafür aber viele PDF-Sammlungen. Mit sind vor zwei Jahren einmal glücklich zwei britische und zwei US-Ausgaben in die Hände gefallen und es sind viele schöne Dinge drin.
    Bei der Jacke hier musste ich ein kleines bißchen umrechnen, da ich selbst mit 2,5 nicht auf 28 Maschen kommen konnte. Muss echt wieder mehr stricken, damit es wieder gleichmäßiger aussieht …

  • Schöne Strickjacke! Geöffnet/Offen gefällt sie mir zum Kleid besser als geschlossen, aber das ist ja bekanntlich Geschmackssache. Das Kleid passt dir super.

    Lesen vor Schulbeginn führt nicht zwingend zur Langeweile in der ersten Klasse. Ich weiß gar nicht welches Bundesland ihr seid, aber in der ersten Klasse geht es ja nicht nur ums Lesen. Die Umstellung auf einen anderen Rhythmus und genaues Schreiben und Rechnen und vor allem die sozialen Veränderungen sind so “raumgreifend”, dass es oft kein Fehler ist, in einem Bereich schon sehr sicher zu sein. Außerdem können Grundschullehrer Binnendifferenzierung (die Spanne geht in der ersten Klasse ja altersmäßig von 5-7 Jahren und die Fähigkeiten von Null bis 100, sozusagen) meistens ganz gut 😉

  • Ja, Tommy wird eher Probleme damit haben, mit gleichaltrigen echte Freundschaften zu schließen – Kinder interessieren ihn einfach nicht, egal, ob jünger, älter oder gleich alt. Lenny hingegen findet Kleine süß und gibt dann gerne den großen Aufpasser, ist mit allem befreundet, was er kennen lernt und buhlt um die Aufmerksamkeit der Großen.
    Tommy mag nur Erwachsene … da hat er dann sicher was zu tun.
    Das Blöde ist einfach, dass die Vorschläge angeblicher Fachleute so auseinander gehen: die Einen meinen, man solle das ruhig fördern, die anderen würden ihm die Bücher am liebsten aus der Hand reißen.

    Mit dem Rechnen ist er nun auch schon weiter als der große Bruder und beim Schach reitet ihn der Ehrgeiz. Und der Frust, wenn er wieder einmal verliert 😉 Na, wir werden sehen, wie es läuft, ist ja nicht mehr sooo lange bis zur Schule.

  • Die Jacke sieht offen sehr chic aus und überhaupt nicht mehr trachtig…

    Wie frifris es schon sagte, das Thema des Ersten Schuljahres ist die Schulreife und Beschulbarkeit. (Schlimmes Wort) D.h. sich an den Rhythmus des Unterrichtes und der Pausen zu gewöhnen, den “langen” Schultag, die Konzentration, zuhören, Aufgaben erfassen und umsetzten, das Miteinander lernen, Teil einer Klasse sein, still sitzen (ohweh)…. Die Inhalte sind immer für manche Kleinigkeiten, für andere Berge …. Das ist eigentlich in Klasse 1 + 2 egal.

    Ich denke in Sachen, was kann das Kind eher entspannt: Jedes Kind darf hier tun, was es mag. Die eine mehr, die andere weniger… Die eine rechnet 1 Klasse weiter (in Büchern der Schwester), die andere hat null Bock und geht spielen… Die Kinder wissen ganz gut, was ihnen gut tut und was sie brauchen.
    Ist dein Sohn hochbegabt? (Las sich so..) Das wäre ein weites Feld…

    LG, Bronte

  • Oh Gott, hochbegabt? Das Wort fiel immer wieder einmal in Bezug auf ihn, aber eigentlich glaube ich das nicht. Er ist sicherlich clever, aber ich selbst habe mit zweieinhalb angefangen zu lesen und hochbegabt bin ich auch kaum … 😉

  • Schickes Jäckchen – auch an Dir!
    Ich durfte es ja schon in natura bestaunen.
    10 Tage für ein Strickstück? Meine Herren. Ich brauche fast 4 Wochen…

    Lieben Gruß
    Simone

  • Wunder-wunderschöne Jacke. Und die Farbe! Und die Schuhe :-D!

    Mit der Schule ist bei jedem Kind anders, meine beiden konnten rechnen bevor sie in die Schule kamen, haben anfangs Mathe geliebt, aber das sie nie mehr als Programm vorsieht machen dürften, hat sich das schnell erledigt.
    Mit Lesen haben sie es nicht so (was mir sehr weh tut).
    Was Du Dir ziemlich sicher sein kannst, ist die Tatsache dass Dein Jüngerer wahrscheinlich ganz andere Sachen in ders Schule lernen wird – dank der neuen NRW-Regierung ;-).
    Meine Söhne liegen 3 Jahre ausseinander und lernen – in der selben Schule – ganz anders. Wann wird endlich Bildung Bundsache? Damit die ständige Rumdoktorei am Schulprogramm aufhört?

  • Eine sehr schöne Kombination. Offen gefällt mir die Jacke allerdings besser.

    Zu deinem Schulproblem kann ich nichts sagen, da hier im Süden alles ganz anders läuft. Hier fangen wir schon mit 3 mit der Vorschule an und wieviel die Kinder dann lernen, liegt viel an der Lehrerin.
    Wir haben mit unserer viel Glück, sie ist noch jung und sehr engagiert und macht mit den Kindern viel mehr als der reine Lehrplan vorsieht. Der kleine Mann saugt im Unterricht alles auf wie ein Schwamm und fángt inzwischen auch schon an einfache Wörter zu lesen, obwohl das erst für die 1.Klasse (mit 6) vorgesehen ist.
    Beim letzten Elterngespräch habe ich mich extra erkundigt, wann der optimal Zeitpunkt ist, mit ihm deutsche Bücher zu lesen. Sie fand das überhaupt nicht negativ, sondern fand es sei sogar eine gute Idee, um die lange Sommerpause zu überbrücken.
    Solange die Initiative vom Kind ausgeht, kann man kaum was falsch machen.

    LG Lucia

  • Mit 2,5???? Lesen??? Bist du sicher nicht hochbegabt zu sein? Ist das je getestet worden? Und die Übergänge sind sowieso fließend…. Normal ist 90-110 IQ, hochbegabt ab 130 und dazwischen??? Viele interessante Menschen mit vielen Fähigkeiten…. Und dann gibts ja noch das Feld der Sonderbegabung…. auch schön!

    🙂

    LG, Bronte

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