McCall’s aus den 70ern

In den letzten Wochen war ich nicht sehr produktiv. Oder besser gesagt: nicht erfolgreich produktiv. Entweder ich war im Urlaub oder mein Rechner, entweder es war zu kühl und die Kinder wollten beschäftigt werden oder es war zu heiß und ich lag regungslos darnieder. Dazwischen ging das meiste entweder schief oder wartet bis heute auf die Fertigstellung. Was mich nicht hinderte, ständig Neues zu beginnen. Aber es gibt drei Kleider, drei Röcke und zwei Blusen, die so lala bis gut geworden sind. Eines der Kleider ist dieses hier (Kategorie: so lala):

Der Stoff ist eine Baumwoll-Seiden-Lurex-Mischung und piekst. Piekst ständig und nadelig. Dazu krinkelt der Stoff, wie er mag und steht mehr als er fließt. Das alles kam aber erst nach dem Waschen heraus. Aber das Muster ist für mich so ungewöhnlich, und der Schnitt so luftig, dass ich es dennoch trage. Das Vorderteil besteht aus einer kurzen Passe mit eckigem Auschnitt und einer ausgestellten, oben leicht gerafften Stoffbahn, während das Rückenteil aus einem linken und rechtem Teil besteht; der eingearbeitete Reißverschluss wäre nicht zwingend gewesen. Die Taille wird durch ein schmales Bindeband in Form gebracht und das war es auch schon. Geschlampt habe ich dennoch, denn das Futter der Vorderpasse wird an den Schulternähten eingeschlagen festgenäht, ebenso wie der Beleg des hinteren Ausschnittes. Beim Zusammen nähen der Schulter sollen diese beiden eingeschlagenen Futterstücke gegeneinander treffen und mit der Hand vernäht werden. Irgendwie aber habe ich das vordere Futter zu weit umgebügelt und habe dort nun eine Lücke, die man auch sehen kann. Aber alles noch mal öffnen und von vorne beginnen, nur um mich weiterhin pieksen zu lassen? Nö, ich kann mit dieser Schlampigkeit gut genug leben.

Auf den Bildern gelingt es mir nicht, die Wirkung dieses Kleides einzufangen: es sieht sonst ausgesprochen “angezogen” aus. Sehr wahrscheinlich, dass ich im nächsten Jahr noch einmal zu diesem Schnitt greifen werde – mit ohne Pieksern 😉

Von Burda habe ich noch nichts gehört. Entweder alle im Urlaub, zu viel zu tun oder aber ratlos-entnervt …



2 thoughts on “McCall’s aus den 70ern”

  • ich finde das Kleid ausgesprochen schön. Vor allem der Stoff ist so was von aussergewöhnlich! ich bin zwar eine Mimose aber für diese Schönheit wurde ich mich pieksen lassen (oder dickeres Futterstoff nehmen ;)).

    Was Dein blaues Kleid anbelangt, bist Du wirklich ganz sicher dass es nicht zu eng ist? Bei mir entstehen solche schrägen Falten in “Busennähe” bei Oberteilen die zu klein sind. Etwas (wirklich minimal) zu eng in der Oberweite oder in dem Hüftbereich – dann rutscht alles ganz dezent nach oben und sieht grässlich aus. Wobei wenn ich die Sachen nach unten ziehe sehen sie wieder ok aus.

    LG

  • Hi, Joanna, schön, dich zu sehen 😉
    Das Kleid ist leider nur in der Passe gefüttert, also piekst das überall, irgendwie. Mal am Gürtel, mal an der Hüfte, wenn ich gehe, mal woanders, wenn ich sitze … aber es sieht in echt viel besser aus als auf den Bildern, also lasse auch ich mich pieksen. Frauen!

    Mit dem blauen Kleid: ich weiß, was du meinst und ich gebe dir vollkommen recht, denn es ist fast überall zu eng; auch an der Brust – obwohl ich da im Augenblick sogar weniger habe als zum Zeitpunkt des Messens. Aber es scheint so eine seltsame Mischung von beidem zu sein: zu eng und zu viel Stoff an der falschen Stelle.
    Bevor ich die Hüfte ausgelassen hatte, sah es obenherum noch schlimmer aus. Und wenn ich den oberen Knopf offen lasse, der genau auf Brusthöhe ist – und den ich daher auch nicht offen lassen möchte – dann sitzt es auch besser. Direkt an der Brust könnte gerne noch etwas mehr sein. Aber dennoch ist darüber zuviel: der Armausschnitt ist zu lang und an der falschen Stelle, da müsste sich was ändern.

    Hoffe, es geht dir gut:-)

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