Michou näht I: Die Idee

Von der Idee bis zum fertigen Kleidungsstück will ich euch heute (und morgen) zeigen, wie das Nähen bei mir läuft. Um das klar zu stellen:

  • Ich bin keine Fachfrau und habe mir alles selbst beigebracht.
  • Ich vermeide aufwendige Techniken, wenn sie nicht unbedingt nötig sind.
  • Nicht alles gelingt mir: das kann am falschen Stoff, am falschen Schnitt, an der falschen Figur oder an mangelnder Fähigkeit liegen.
  • Genau bin ich nicht immer; bedauerlicherweise trägt mein Hang zur Schnelligkeit meist den Sieg über ruhige Exaktheit davon.
  • Ich bilde mir nicht ein, irgendetwas Neues zu dem Thema beisteuern zu können.
  • Für Tipps bin ich offen – solange sie nicht mit meiner Neigung zum Zeitsparen kollidieren 😉

Weshalb mache ich das also? Weil ich neugierig bin, wie andere so nähen und bevor ich euch auffordern kann, das zu zeigen, sollte ich mit “gutem” Beispiel voran gehen. Außerdem scheint der Eindruck entstanden zu sein, ich nähte sehr viel und sehr schnell. Ich neige dazu, selbst aus einem Hobby eine Obsession zu machen und so fühle ich mich schon rastlos, wenn ich drei Tage nichts genäht habe. Immer treibt mich auch der Gedanke: “Verdammt noch mal, das muss ich doch wohl schaffen können!!” Ja, es geht eben nichts über eine entspannende Freizeitbeschäftigung …

Womit startet jedes Projekt? Mit einer Idee (oder nennen wir es vollmundig Inspiration?), einem aktuellen Bedarf (“Brr, kalt geworden, vielleicht brauche ich doch eine Hose, die ich in die Stiefel stecken kann?”) oder einem schönen Stoff. Ich habe gestern hin und her überlegt, was ich denn für dieses Unternehmen nähen möchte – das Kleid, das noch einen RV braucht und einen Saum, lege ich für ein paar Tage beiseite; UFOs haben bei mir eine echte Chance 🙂
Ein Mantel für die Übergangszeit wäre eine Idee, aber viel zu gewagt, so etwas hier zu zeigen. Soll ja auch fertig werden, bevor ich in der nächsten Woche abtauchen muss. Ein Rock, der zur getupften Schluppe passt, wäre ein akuter Bedarf. (Akut, naja, das muss ich mir schon manchmal einreden). Aber habe ich passenden Stoff? Und welche Form? Bleistift macht mir ja gerne mal Probleme und einen weiten Blauen habe ich schon. Gehen wir mal stöbern, lasst mich mal überlegen …

(Die beiden Inspirationsbilder stammen von style.com und sind aus den Kollektionen von Giles und Caroline Herrera.)

Da wäre einmal ein durchgeknöpfter gerader Rock mit leichter Kräuselung – könnte zusammen mit der weiten Bluse etwas viel sein. Oder ein Wickelrock mit mäßiger Weite – der zudem keinen komplizierten Verschluß mitbringt 🙂 Einfach ist genau das Richtige im Moment; es wird also dieser Schnitt sein: McCall 7634 aus dem Jahr 1981.

Jetzt gibt es eine kleine Pause – bis gleich 🙂



2 thoughts on “Michou näht I: Die Idee”

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