MuMo – Schneidern mit Stil 1. Teil

Heute morgen, als die Wolken ins Zimmer lachten und mein Hals sich kribbelnd meldete, beschloß ich, dies sei kein guter Tag für montägliche Putzorgien – heute müsse alles etwas langsamer von der Hand gehen. Und so dachte ich, es sei eine gute Idee, mal eben etwas einzuscannen.
Das mit dem ‘mal eben’ war ein Trugschluß; das von mir gewählte Heftchen bringt 68 Seiten mit und einige davon mit farbigen Akzenten, die ich euch nicht vorenthalten will. Aber das dauert … somit wird das nichts mit einem kompletten Scan, sondern nur mit einem Teil davon. Ein bißchen was anderes wollte und sollte ich heute doch noch erledigen können und dürfen und müssen und überhaupt und sowieso.

Was gibt es heute und an den nächsten ein oder zwei Montagen? Etwas für die ambitionierte Heimschneiderin, die keinen Fehler begehen möchte – und sind wir das nicht alle? Irgendwie?

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Klick aufs Bild führt euch zur Datei 🙂

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13 thoughts on “MuMo – Schneidern mit Stil 1. Teil”

  • Herrlich! Die Dame des Hauses untadelig gekleidet mit strahlend weißem Blüschen und sexy (aber sicher unbequemem), engem Rock. Dezent geschminkt (wer zieht zuhause regelmäßig die Lippen nach?), mit eleganter Perlenkette und makellos manikürten und lackierten Nägeln. Und erst die Kleinen: adrett gekleidet schauen sie der Mutter andächtig beim Zuschneiden zu. Ja, so waren sie, die 60-er. Idyllisch. Ganz bestimmt! Ach, tempi passati …

    Schmunzelnde Grüße
    Ursula

  • Hach, das ist ja mal ein geniales Heft. Mit allen Hinweisen für die junge Hausfrau, inklusive Tipps zum Bügeln. Ganz reizend natürlich auch die Anmerkung, wie gut gestärkte Baumwolle bei Kinderkleidchen wirkt … irgendwo habe ich noch ein Buch von um 1960 für angehende Schneiderinnen (“Ein V-Ausschnitt für eine große, schlanke Frau – unmöglich!”) und ein altes Benimmbuch … Wie schön, das alles zu lesen – und wie gut, nichts davon zwingend beachten zu müssen 😉
    Emma

    • Du willst mir doch jetzt nicht sagen, dass du nicht stärkst? Ich bitte dich …!

      Lustig ist ja, dass viele heutzutage davon ausgehen, dass “früher” (also vor allem in den 50ern) die Frauen fülliger hätten sein dürfen als heute. Dazu muss man sich nur mal einen x-beliebigen Damenratgeber hervorholen und schon weiß man es besser: als füllig galtst du schon – je nach Buch – ab Kleidergröße 42 (eine heutige 38 in etwa) oder ab Taillenweite 70 und alt warst du noch flotter. Ne, manches ist heute eben doch besser 😀

      • Das ist richtig, die Ladies in den 50-ern waren zierlich. Da dürften auch die kargen Kriegs- und Nachkriegsjahre mit verantwortlich gewesen sein. Dagegen gibt es auf erotischen Bildern des 19. Jhdts. durchaus dralle Weiber. Gut, wer sich für Fotografen auszog, dürfte nicht den obersten Schichten angehört haben. Bei denen galt schon lange: je zarter, desto eleganter.

        Was das Alter angeht: ich erinnere mich an ein Literaturkränzchen Anfang der 70-er, als die Sprache darauf kam, dass frau “früher” mit 50 schon jenseits von gut und böse gewesen sei und sich das ja inzwischen sehr geändert habe. Hatte es auch. Aber das ist nochmal ein gutes Stück weiter gegangen. Damals gab es eine große Welle von Frauen um die 50, die erstmals den Führerschein machten. Sowas ist heute undenkbar. Nicht nur, weil die Meisten, Jungs wie Mädels, heute den Führerschein ganz selbstverständlich mit 18 machen bzw. gemacht haben, sondern weil die allermeisten Frauen eine ganz andere Rolle ausfüllen. Das Heimchen am Herd gibt es praktisch nicht mehr. Auch wer sich eine Zeit lang vorwiegend den Kindern widmet, ist nicht so abgeschottet vom Leben “draußen” wie viele Ehefrauen früher. Welche Frau lässt heut noch den Gatten die Behörden- und Banksachen ohne eigenen Einblick alleine erledigen und verwaltet allenfalls das ihr zugemessene “Haushaltsgeld”? Bis in die 60-er Jahre hinein durfte eine (verheiratete) Frau nicht mal selbst Verträge abschließen, sondern brauchte immer die Unterschrift des Ehemannes dazu. Kann man sich heute kaum noch vorstellen …

        Viele Grüße
        Ursula

        • Tja, Du würdest Dich wundern wieviele es davon leider immer noch gibt…. Oder – ich wundere mich immer wieder …. 😉
          Aber sie stärken die Wäsche nicht unbedingt 😛

  • Fülliger vielleicht, aber auf kleinerem Niveau. Und die Modetipps für die ‘vollschlanke, nicht mehr ganz jugendliche Dame’ lassen mich auch immer schlucken 😉 – wobei: es gibt auch anderes. Ich habe hier ein amerikanisches Magazin von 1937 ‘Good Housekeeping’ – eine Fundgrube! – da gibt’ eine Anzeige mit dem Titel ‘Live Begins at 40’ – und es geht um Weiterbildung. Nicht zu vergessen natürlich der brandaktuelle Artikel mit dem Titel: ‘Should wives work’, der verblüffend weitblickend ist (“Sind Sie sicher, dass Sie zwei Vollzeitjobs durchhalten können ….?”) Und ich gehe jetzt mal meine ganz ungestärkten Baummwollblusen waschen 😉

  • Hah, toll, das Heft habe ich zufällig auch … allerdings auf Schwedisch. Jetzt verstehe ich endlich, was drin steht. Was für ein glücklicher Zufall! 😀 Lieben Dank und liebe Grüße, Zuzsa

  • Vielen Dank für’s Einstellen! Das macht wirklich Spass, in diesen alten Heften zu lesen – und viele Fachinformationen gelten heute ja genau so immer noch. Jetzt weiss ich endlich, dass unter dem Begriff “Kunstseide” z.B. ein Acetat- oder Viskosestoff zu verstehen ist.
    LG, Berry

  • Liebe Michou,

    danke für das Heft, ich habe es mir gestern am Feiertag zu Gemüte geführt. Ich finde es interessant, vor allem über das Anpassen der Modelle.

    Vielen Dank!
    Rosenherz

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