Puh!

Von heute morgen um 7:00 bis heute nachmittag um 14:30 habe ich die Zeit größtenteils mit Warten zugebracht. Ich bin ja als besonders geduldig und leidensfähig, sanftmütig und entspannt bekannt (in einem anderen Universum, das muss zugegeben werden, aber so klingt es besser) und auch der Gatte, der um 8:30 munter dazu stieß, amüsierte sich gar prächtig. Immerhin war um kurz vor 8:00 die Liege geliefert worden, die über eine sofort zu testende Sitzheizung verfügt. Das war ein Höhepunkt. Meine kurze Fahrt, um belegte Brötchen und ein Apfelteilchen zu besorgen, muss als weiteres glückliches Ereignis gewertet werden, weil ich ansonsten jetzt noch in Frust versinke.
Denn das mittägliche Einsammeln der Brut war ein absoluter Tiefpunkt – 18 Minuten haben die mich warten lassen und dazu sage ich weiter nichts, weil ich sonst gleich aufspringen, in ihre Zimmer stürzen und Feuer und Flamme spucken muss. Wollen wir ja alle nicht. Obwohl … ach nein, ich bin einfach zu müde. Als ich dann in den zukünftigen Laden zurück kam, wo mich mein bestelltes indisches Essen erwarten sollte, wartete EIN, doch nicht MEIN bestelltes indisches Essen auf mich – und wurde eine weitere halbe Stunde später freundlichst umgetauscht.
Danach wurde weiter gewartet – bis 14:00 sollte die Spedition eintreffen. Traf sie nicht. Dauerte noch ein halbes Stündchen länger. Immerhin, sie kamen. Doch weil wir noch das Eine und das Andere vom bevorzugten Schweden benötigten und der Gatte ja den Tag freigenommen hatte, setzten wir uns frohgemut ins Auto, stellten fest, dass die Baustelle am Bonner Tausendfüßler weiterhin in Betrieb ist (bzw. stellten das fest, nachdem wir 20 Minuten im Stau davor standen) und landeteten am nicht mehr ganz so frühen Nachmittag am Ziel. Vorher dachte ich fest an mein Mantra “Alles, was ich brauche, wird vorrätig sein. Alles wird vorrätig sein. Alles!” Hat funktioniert, wenn auch zwei der benötigten Möbel als allerletztes Einzelstück in hohen halbleeren (nix da halbvoll!) lagen – aber sie waren Mein! Meine telekinesischen Fähigkeiten sind nicht zu unterschätzen und ich werde sie demnächst für gute Zwecke einsetzen. Denke ich. Aber vorsichtshalber rate ich schon einmal garstigen Mitmenschen, mich nicht zu verärgern – das könnte wahrhaft böse Folgen haben. Doch, huch, ich schweife ab und irgendwie hat sich mein Anfangsbild als sanftmütige Dulderin ein wenig getrübt … hmmm … wer weiß, wozu es nutzt.

Nun, alles war im Wagen, wir standen NICHT in der längsten Schlange, spielten dann ein halbes Stündchen Kofferraum-Tetris und fuhren Richtung Heimat, süße Heimat. Bzw. standen im nächsten Stau, weil es ja nun einmal so ist, dass die eine Hälfte der Bonner Bevölkerung in Köln arbeitet und ein Drittel der Kölner in Bonn – so dass man, egal in welche Richtung man des Morgens oder Abends fährt, zuverlässig IMMER im Stau steht. Hatte ich nur verdrängt, da es so lange her ist, seit ich als Bonner Hälfte in Köln versklavt war. Die Erinnerung kam spontan und verblüffend scharf zurück. Irgendwann hatten wir es nun also geschafft, standen wieder vorm Laden und verstauten alles, so schnell es ging, in den vorhandenen Räumen, die heute morgen viel, viel größer zu sein schienen. Dann endlich konnten wir die Oma der Brut von selbiger befreien und das wohl keine Minute zu früh. Die Minuten, die wir zu spät waren, lassen sich leider kaum zählen.

So, und das Ergebnis kann sich sehen lassen:

Ja, kann doch so bleiben, oder? Für heute zumindest reicht es und ich habe fest vor, innerhalb der nächsten Minuten wenigstens zwei Filme zu schauen und am nächsten Pulli weiter zu stricken, vielleicht ja mal in lang genug? Fragen über Fragen, mal sehen, ob ich Antworten finden werde.



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