Reißverschluss-Dilemma – immer und immer wieder!

Immer wieder ärgere ich mich über Reißverschlüsse. Besser: ich ärgere mich darüber, wie meine Maschine sie einnäht.

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Ups, sieht viel schlimmer auf dem Bild aus als in Wirklichkeit. Auf der linken Seite scheint der Fuß den RV deutlich stärker nach vorne über den Stoff zu schieben als rechts. Nun ist der Fadenlauf in diesem Beispiel leicht schräg gestellt, aber auch bei einem Fadenlauf in der HM entsteht ein ähnliches Bild.

Was tue ich schon? Ich messe die Länge des RV aus, übertrage sie auf den Stoff, markiere mir Anfang und Ende und die Bundansatznaht, verstärke den Stoff mit Formband, hefte den RV probeweise ein, kontrolliere 10x, trenne meist ebenso oft und doch: eine Seite zumindest hat mehr Stoff- als Reißverschlusslänge. Wie also kann ich es noch genauer und besser hinbkommen? Ist natürlich auch stoffabhängig, manchmal ist im ersten Angang schon alles fein. Eher selten allerdings.

Ich werde nun aber nicht nochmal trennen – um solche Falten zu erhalten, reichten mir genau 3 mm mehr Stoff als Reißverschluss. Das nun ändern zu wollen, würde mich wohl in den Wahnsinn treiben. Also nähe ich nun Saum und Bund an und gut ist. Aber wer noch einen Tipp hat, der mich weniger Nerven und Aufwand kostet … bitte gerne!



10 thoughts on “Reißverschluss-Dilemma – immer und immer wieder!”

    • Witzboldin 🙂 Das tue ich natürlich und habe es auch nie anders gemacht.
      Aber diese 2-4 mm auf der linken Seite, die machen mich eben rasend!! Ich messe und kontrolliere wie eine Besessene und immer wieder haut es mir da rein. Bah!

  • Eventuell hilft eine ganz dünne Einlage, die auf die Nahtzugaben und ein kleines Stückchen daneben augebügelt wird. Ich meine aber eine Gewebeinlage oder eine faserverstärkte Vlieseline. Normale Vlieseline ist zu elastisch.
    Beim Einnähen schiebe ich den Stoff immer seiltich vom RV weg, damit sich nichts verzieht.
    Zum Trost: Ich hab ab und zu unten eine kleine Delle wegen minimaler Mehrlänge, die sich nicht immer einbügeln läßt.

    Viele Grüße
    Anette

    • Ja, ich nehme die fadenverstärkte, aber offenbar muss immer was sein. Die blöde Delle unten kenne ich auch bestens – die immerhin habe ich diesmal nicht 🙂

  • Hmmm, passiert das auch, wenn du den Reißverschluß mit Hexenstich einheftest? Bei meinem letzten Kleidhatte ich nämlich trotz heften mit Heftstich ein ähnliches Problem. Mit Hexenstich ging es problemlos.

    Gruß Ute

  • Viele nehmen Stylefix von Farbenmix zur Hilfe um Reißverschlüsse und Borten, Bänder usw zu fixieren. So kann sich beim einnnähen nichts mehr verschieben. Bisher habe ich es selber noch nicht ausprobiert, von vielen wird es aber ausschließlich hochgelobt.
    Liebe Grüße, Nicole

  • Ich nähe immer erst die linke Seite, schliesse dann den RV und markiere die Länge auf der anderen Seite am RV. Dann nähe ich die rechte Seite ein. Immer von oben nach unten, ohne zu ziehen. Wichtig ist das gute bügeln vom RV vorher. Ich nehme auf keinen Fall verstärkte Einlage, sondern G785. Mehr kann ich Dir auch nicht helfen … 🙂

    • Welche Seite ich zuerst einnähe, wechsele ich nach Lust und Laune. Habe jetzt so ziemlich alles durch und glaube wirklich, dass mein Nähfuss auf der einen Seite etwas tiefer nach unten drückt – denn wenn ich zu Testzwecken einfach RVs auf Stoffstreifen nähe und dabei nicht stecke oder halte, dann ist er auf der einen Seite glatt und auf der anderen Seite leicht gewellt … Mistding 😀

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