So ein doofer Tag!

So, das war ein blöder Tag und er ist noch nicht zu Ende.
Kind 2 ist gestern in der Schule auf die rechte Hand gestürzt, glaubte aber, es sei alles gut.
Heute morgen dachte er das noch immer und ist zur Schule. Der Gatte musste nach Grevenbroich und kam auf die glorreiche Idee, statt erst zur Arbeit zu radeln, um dort den Dienstwagen zu nehmen, später loszufahren und das mit unserem Wagen.
Weiterhin kam er auf die gute Idee, statt seines Autoschlüssels den meinigen zu nehmen, weil seiner sich beim Türöffnen anstellte. Gesagt hat er das nicht, sondern nahm meinen und legte seinen auf meinen Platz.
Um acht bin ich erst aufgestanden und habe mich nur notdürftig zurechtgemacht, damit ich schnell mit Max, dem großen Hund rauskonnte. Warm angezogen schnappe ich mir Leine, Handschuhe, Hund und Schlüssel und wir gehen eine große Rund. Um viertel vor zehn kommen wir zurück, ich hole den Schlüssel raus und merke nun: Es ist nicht meiner. Dann an meinem hängt kein leerer Plexiglasrahmen, sondern mein Haustürschlüssel. Da stehe ich also vor der Tür mit einem Maxi, der vollkommen erschöpft ist (das lahme linke Vorderbein hat sich bemerkbar gemacht auf den letzten Metern), und höre Micky, den kleinen Hund, der sich freut, dass wir zurück sind. Ja, Pustekuchen, wir kommen nicht rein und hey: 2,8 Grad waren es, als wir losgingenn, und sehr viel mehr war es nun auch nicht.
Was also tun?
Nachbarin – aber leider nicht da. Handy besitze ich nicht und niemand hat einen Ersatzschlüssel. Ich habe kein Geld dabei und irgendwie war das ein sehr unschöner Moment. Aber gut, wir müssen also zu Kind 2 in die Schule. Immerhin ist es die Schule, die am nächsten ist, aber es ist eben doch ein Weg von knapp einer halben Stunde, der sich ordentlich zieht mit einem Hund, der nicht mehr kann, es nicht versteht und sich nun bergauf kämpfen muss. So recht wohl fühlte ich mich auch nicht mehr; ich konnte nicht sagen, ob es warm oder kalt war. Die Ohren schmerzten, mein Max tat mir entsetzlich leid, aber gemeinsam kämpften wir uns durch.
Im Lehrerzimmer fragten wir nach dem Kinde, fanden ihn auch sofort, gönnten der 7a eine willkommene Pause, das Kind kam kurz mit raus, um mir sein Handy zu erklären, mit dem man unsere Haustür öffnen kann – einen Schlüssel hatte der Sohn natürlich nicht dabei. Dafür aber fing er auf einmal an zu weinen, als ich ihm erklärte, die Arztpraxis schlösse um elf und Papa sei mit dem Wagen unterwegs. Scheußliche Schmerzen habe er jetzt und er wollte doch nachher zum Arzt. Jetzt mitkommen wollte er nicht.
Was gut war, denn so konnte ich den Gatten erreichen. Also – nachdem Max und ich wieder zu Hause waren. Da es leicht bergab ging, ging es ihm besser, aber du meine Güte, was war dieses Tier froh, als wir endlich im Wohnzimmer standen, wo uns ein leicht verzweifeltes Hündchen empfing, das nicht wusste, weshalb wir ihn so lange alleingelassen hatte – über zweieinhalb Stunden waren wir unterwegs gewesen.
Kaum saßen und lagen wir alle wieder kuschelig, hatten etwas gegessen und getrunken – Frühstück hatte keiner von uns – da ging es dann los mit Halsschmerzen, Fieber, Müdigkeit. Nix also mit Schreiben oder Nähen, stattdessen kam ich auf die glorreiche Idee, den anderen Blog noch mal umzubauen: Neues Theme, das angepasst werden muss und zwar so hinterhältig gemein, dass ich noch immer dran sitze. Seit nunmehr fünf Stunden …! Weshalb auch gibt es keine Themes, die mit verschiedenen Schriften kommen, ohne Sidebar, farblich anpassbar und was ich sonst noch so will. Flattersatz in Blocksatz umwandeln, Breadcrumbs entfernen – alles schon gemacht. Aber die blöde Seite will nicht mittig werden und sie weigert sich, statt eines Blogs eine statische Seite anzuzeigen, weshalb auch immer.
Natürlich kann nicht nun nicht aufgeben, das kennt man, ja? Trotz brennender Augen und schmerzender Sitzfläche denke ich, das schaffe ich nun auch noch!!!

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2 thoughts on “So ein doofer Tag!”

  • ich hoffe der Arm war doch nicht gebrochen …
    Und du bist gut über die Feiertage gekommen

    Schön von dir zu lesen (Instagram ist für mich nur zu gucken, was auch dem kleinen Handy-Display und den schlechten Augen geschuldet ist … ich habe das unklare Gefühl mich zu wiederholen, was wiederum dem schlechten Gedächtnis zuzuschreiben ist :-P)
    Viele Grüße

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