Tempus fugit

Ja, die Zeit flieht. Am Samstag noch Hochsommer (der übliche Sommertag pro Woche, aber wahrscheinlich der Letzte diesen Jahres), heute schon Herbst. Auch der letzte ernst zu nehmende Blogeintrag ist eine Weile her. Kein Wunder, hier geht alles drunter und drüber. Obwohl – nein, eigentlich geht alles sehr ordentlich. Nur sind die Tage sehr, sehr voll.
Leonard hatte seinen ersten Schultag und will mich nun schon nicht mehr in der Nähe seiner Klasse antreffen – werden Mütter wirklich sooo schnell peinlich? Tom genießt die Abwesenheit des Kindergartens (und die seines Bruders auch), kuschelt, spielt und hilft sehr anständig im Haushalt. Taek-Won-Do und Tennis beginnen in dieser Woche wieder, auch Tommys Logopädiestunde steht auf dem Wochenplan und so fahre ich hin und her, hin und her. Die verbleibende Zeit verteile ich einigermaßen gleichmäßig auf Nähen, Stricken, Schnittmustererstellen und Fitness im Keller. Viel kommt dabei zur Zeit nicht heraus: zwei weitere Pullis, zwei neu Begonnene, einen neuen Proberock samt neuem Grundschnitt, einen fertigen A-Linien-Rock und einen Mantelschnitt samt zugeschnittenem Stoff. Das Wohnzimmer sieht seit zwei Wochen aus wie ein Hinterhofatelier – der Gatte toleriert es mit erstaunlichem Gleichmut, was ich äußerst charmant finde.
Nun will ich mich nicht mit einer öden Aufzählung zurück melden; ein paar Bilder habe ich doch auch:

Sehr dekorativ, diese Papierrollen inmitten meiner Probemodelle. Diese Rollen kann ich im übrigen empfehlen: 3,50 für ich weiß nicht mehr wieviele Meter. Ich verwende dieses feste Papier für die Entwicklung der Endschnitte – es ist flexibler als die Pappe, so dass es sich gut aufschneiden und kleben lässt, ist aber noch fest genug, um es als Schablone auf dem Seidenpapier verwenden zu können.

Stuhllehnen sind geeignete Aufbewahrungsplätze für Schnittteile – wenn auch nicht vom optischen Aspekt her 😉

Lange habe ich nicht mehr an zwei Pullovern gleichzeitig gestrickt, aber der dunkelviolette braucht mit seinen Zöpfen, 2,25er Nadeln und seiner dunklen, nicht mit dem abendlichen Kunstlicht kompatiblen Farbe viel mehr Geduld, als ich durchgehend besitze. Der Rote (leider etwas zu rot, nicht richtig kirschig) hingegen liegt auf 2,5ern, das Garn ist dicker und die Farbe (und damit die Maschen) auch abend abends gut zu erkennen; so wird er quasi zur Entspannung gestrickt.

Und zu guter Letzt ein taubenblauer Rock, entwickelt aus dem Rockgrundschnitt nach Winifred Aldrich – mit vorderen Abnähern! Mittlerweile besitze ich acht Bücher zum Thema Schnittaufstellung und jedes geht ein wenig anders vor, wenn es um den Grundschnitt geht. Je mehr ich davon lese, umso sicherer fühle ich mich. Nun fehlt nur noch Zeit. Die flieht. Leider.

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4 thoughts on “Tempus fugit”

  • 🙂
    Schöner Rock, passt zu Dir und zu dem Pulli!

    (ich frage mich schon seit April was eigentlich mit der Zeit los ist, ich schaffe nicht mal meine fertigen Projekte für Ravelry zu fotografieren – mittlerweile habe ich Mühe mich daran zu erinnern was eigentlich noch nicht veröffentlicht wurde … aber vielleicht ist das nicht die Zeit sondern ich bin viel viel vieeeel langsamer geworden?)

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