To Do – Liste von Dingen, die mich beschäftigen

Nachdem meine Jungs krankheits-, geburtstags-, weihnachts-, urlaubs-, ferien- und operationsbedingt seit Anfang Dezember mit nur wenigen Tagen Unterbrechung bei mir zu Hause sind und ich seitdem erst gute fünf Mal das Haus verlassen habe, finde ich es sehr schwer, wieder in einen Alltag mit früh(er) Aufstehen und Zeit für mich hinein zu finden. Das mit der freien Zeit sollte zumindest ab nächste Woche wieder statt finden, aber ich hänge meist verwirrt zwischen Wäsche und Putzeimer herum – und manchmal sitze ich weniger lustlos vor der Nähmaschine. Mit 50/50-Erfolgen. Da hat sich bei mir so einiges angesammelt, was ich erledigen möchte.

Da wäre beispielsweise der Blogaward, den Bettina mir mit warmen Worten überreicht hat. Nun müsste ich ihn an fünf eher unbekannte Bloggerinnen weiterreichen, aber wer von euch ist nun wirklich noch unbekannt? Wer sich angesprochen fühlt, nehme sich diesen Award gerne mit – die lobenden Worte reiche ich gerne hinterher. Verdient hätten ihn alle auf meiner Liste – und einige mehr, die mir noch nicht begegnet sind. Also hier ist er:

Und hier kommen die Regeln:
Du bist getaggt worden & möchtest teilnehmen?
Erstelle einen Post, indem du das Liebster-Blog-Bild postetst & die Anleitung reinkopierst (= den Text, den du gerade liest). Außerdem sollst du zum Blog der Person verlinken, die dir den Award verliehen hat & ihr den Link deines Award Posts dalassen. Danach überlegst du dir 3-5 Lieblingsposts, die du ebenfalls mit deinem Post verlinkst & die Besitzer jeweils per Kommentar-Funktion informierst, dass sie getaggt wurden und hier ebenfalls den Link des Posts angibst, in dem die Erklärung steht.
Liebe Bloggerin: Das Ziel dieser Aktion ist, dass wir unbekannt, gute Blogs ans Licht bringen, deswegen möchte ich euch bitten, keine Blogs zu posten, die ohnehin schon 3000 Leser haben, sondern talentierte Anfänger & Leute, die zwar schon ‘ne Weile bloggen, aber immer noch nicht so bekannt sind.

Nun fühle ich mich schon besser, denn Punkt eins ist: Erledigt 🙂

Auf Punkt zwei folgen die Vorsätze fürs neue Jahr. Banal? Lächerlich? Klischeebeladen? Richtig! Und ich habe noch niemals eine solche Liste – gedanklich oder schriftlich – verfasst. Für mich also neu. Aber der Zeitpunkt passt, denn ich habe mir noch am 31.12. das folgende Buch bestellt: Fitting and Pattern Alteration: A Multi-Method Approach von Elizabeth L. G. Liechty, Della N. Pottberg und Judith A. Rasband.
Seit ewigen Zeiten bin ich auf der Suche nach DEM Buch, das mir weiterhilft. Auf dieser Suche bin ich vielen Büchern begegnet; einige von ihnen haben den Weg in mein Regal gefunden. Aber keines ist so, dass es mich vollkommen zufrieden stellt. Mein größtes Problem ist das Lesen und Erkennen von Falten und ihrer Ursache. Unter meinen Büchern ist wirklich eines, das so ziemlich jede nur mögliche Änderung ausführlich und bebildert schildert. Nützt aber nur, wenn du weißt, weshalb du eine Änderung vornehmen solltest – wie du das erkennst, wird in dem Werk mit keinem Wort erläutert. (Dabei fällt mir ein: sollte sich jemand für Besprechungen dieser Bücher interessieren, dann gebt Laut und ich werde mein Bestes geben)
Jenes neu bestellte Buch nun habe ich nur in sehr wenigen Auszügen gesehen, aber es schien mir das Richtige zu sein. Leider soll es einen Monat dauern, bis es mich erreicht – die zwei bis drei Wochen angegebene Lieferzeit wurden per Mail schon korrigiert. Und erst wenn dieser Gral vor mir liegt, werde ich wieder mit dem Nähen von Blusen, Kleidern, Jacken und Mänteln beginnen. Bis dahin gibt es Röcke und Hosen.

Und damit bin ich dann bei Punkt 1 unter Punkt 2 😉 Verwirrt? So geht es mir ständig. Also genauer gesagt ist das der erste Punkt meiner Vorsatzliste von Punkt zwei. Jetzt bin ich auch verwirrt, was wollte ich eigentlich? Vergesst alles, ich erzähle nun einfach, was ich vor habe.
Ganz klar vor allem: Schnitte anpassen. Meine Schultern bereiten nach wie vor Probleme und Hosen sind auch nicht leicht passend zu bekommen. Von diesem Thema bin ich besessen und zwar so sehr, dass ich bei jedem Blick in den Fernseher die Paßform der zu sehenden Kleidungsstücke analysiere und darin sogar besser werde. Das nun aber auf meine Näherei zu übertragen, ist nicht so leicht.

Und da bin ich beim nächsten Punkt: Unbedingt muss ich jetzt mal ein halbes Kilo runter und das Gewicht dann halten. Ich habe durchaus absichtlich und bewußt innerhalb der letzten 8 Wochen 5 Kilo zugenommen und gefalle mir im Grunde (soweit mir das möglich ist, meine Akzeptanz hat Grenzen!). Nun sind es aber schon knapp 6 kg und ich merke, mache ich so weiter, dann bekomme ich meine Schlemmerei nicht mehr in den Griff. Das wäre nicht mehr ich und zudem könnte ich dann bald all meine Schnittmuster entsorgen … DAS will ich wirklich nicht. Also: ein halbes Kilo runter und etwas weniger Sahne und Süßes zu mir nehmen.

Von da aus bin ich schon am nächsten Punkt: Ordnung in meine Näherei bringen, bevor ich die Übersicht vollkommen verliere. So habe ich gestern, angespornt von einem eher klassischen Bonner Winterwetter (also Regen und um/über 10 Grad, so wie es “früher” einmal war), sämtliche Wollstoffe in die Kiste unter meinem Bett gepackt, mit Lavendel und Zedernholz versehen, und die Baumwollstoffe nach unten in die Abarbeitsriesenschublade geschafft. Einer plötzlichen (und sehr dämlichen) Inspiration folgend, habe ich alles sortiert und dann nacheinander in die Waschmaschine geworfen – wäre es nicht himmlisch, mich an die Arbeit begeben zu können und der Stoff hat das Schlimmste schon hinter sich? So stand ich dann von gestern vormittag 11:00 Uhr bis gestern abend 18:00 Uhr und habe Stoffe gewaschen, geschleudert, angetrocknet, gefaltet, gehangen, gebügelt, gefaltet. Und bin immer noch nicht durch.
Dabei konnte ich feststellen, dass ich an dunkelblauen Stoffen fast genug habe – es fehlt nur einer für einen weiten Rock. Dunkelblau ist sehr offenbar MEINE Farbe und das werde ich in Zukunft deutlicher zeigen 🙂

Damit komme ich einfach zum nächsten Punkt gesprungen: Was werde ich nähen? Wie wäre es, wenn ich wirklich einmal das nähte, was ich brauche und was ich mir vorgenommen habe? Das würde mir die stundenlangen Wühlereien durch dutzende von Burdas, Knips und Patrones, von Vogues, Buttericks, McCalls und Simplicitys ersparen. Und wenn ich dann endlich die Grundpfeiler meiner Garderobe beisammen hätte, dürfte ich auch wieder Stoff kaufen, für all die Kleider, die mich anlachen. Hmmm, träummmmmhh …. Doch, doch eine gute Idee. Also hier der Plan (und somit muss ich auch im Januar beginnen, ich läute hiermit hoch offiziell den Frühling ein!!)

McCall’s 5816 A – dafür habe ich seit dem letzten Frühjahr einen wunderschönen Baumwollpikee liegen. In Dunkelblau.

McCall’s 5273 A – habe ich schon in einem grauen Stretchflanell genäht. Für das Frühjahr in 3/4 kurz. In Dunkelblau.

Simplicity 4135 A – aus Baumwollköper. In – tadaah! – Dunkelblau.

Burda 8488 A – zweimal bereits genäht, passen beide nicht mehr … da muss ich den Schnitt etwas, ähm, weiter gestalten. Natürlich in weich fallender Baumwolle. Mit etwas Stretch. In Dunkelblau. Was sonst?

Das ist schon mal ein Anfang. Aber beim Stichwort Burda bin ich gleich beim nächsten Punkt: Ich will nämlich noch mal meckern, weil ich insgeheim immer noch mich und meine Unfähigkeit dafür verantwortlich mache, dass ich die Schnittmuster der Firma mit Heimvorteil nicht passend bekomme (bis auf zwei Ausnahmen und das sind seltsamerweise Hosen …). Gestern spät abends allerdings habe ich zum Surfen verführen lassen und bin dabei auch auf burdastyle gelandet, wo ich mir die neuen Schnitte angesehen habe. Als erstes habe ich mich gefragt, wer eigentlich auf die wahrhaft blendende Idee gekommen sein mag, weiße Kleidung vor einem weißen Hintergrund zu fotografieren und das Ganze dann noch auf einer weißen Website zu präsentieren? Denn wenn die Hobbschneiderin eines mag, dann doch sicherlich das Mysterynähen: Schnittführung und Sitz vorher zu sehen? Nur was für Angsthasen 😉

Da ich mich für die nächsten Wochen auf Hosen und Röcke beschränken werde, habe ich mir auch nur diese Schnitte genauer angesehen. Und mich erst gewundert. Dann geärgert. Zuletzt erleichtert zurück gelehnt und gelacht. Vielleicht erinnert sich die Eine oder Andere an eine graue Hose, die ich nach einem Burdaschnitt genäht habe und die zwischen Bauch, Oberschenkel und Hüfte eine enorme Menge an Stoff um mich herum gewellt hat. (Bild ist leider beim Umzug abhanden gekommen, zumindest kann ich es im Augenblick nicht finden). Auf den ersten Blick wirkte es wie zu eng – nur war genau das Gegenteil der Fall. Von der vorderen Schrittnaht kommend war einfach viel zu viel und ich bin mir heute noch nicht ganz sicher, wie ich das Problem korrekt angehen müsste.
Das Bild hatte ich mit Bitte um Hilfe auch an Burda gesandt, worauf es Tipps gab, die nicht so recht weiterhalfen – wobei es schwer ist, anhand eines Bildes eine perfekte Analyse zu erstellen. Vor allem aber kam die Aussage, dass die Hose doch nicht so schlecht säße … und erst seit gestern verstehe ich, warum das im Hause Burda so gesehen wurde. Bislang habe ich mir die Einzelschnitte noch nie so genau angesehen und im Heft ist es mit der Erkennbarkeit auch nicht sooo weit her. Wie auch immer, ich lasse Bilder sprechen (aus der neuen Schnittkollektion von Burda):

Seid so gut und schaut euch die Bilder per Klick in der Vergrößerung an. Und was seht ihr? Seltsame Stoffwellen, die sich im Schritt und daneben zusammen ballen. Kein Wunder, dass das Burdabuch nicht erklärt, wie man diesen Paßformfehler in den Griff bekommt. Das waren die Art Hosen, die ich mit Abscheu auf den Bügel zurück warf, als ich noch Kleidung kaufte. Lieber durfte es am Po etwas schlottern! Ich für mein Teil gehe nun davon aus, dass Burda schmale oder enge Hosen genauso haben will. Ich nicht. Also bleibe ich bei weiten Burdahosen, das kommt ja mit etwas Bastelei gut aus. Bin ich hier zu kritisch oder was meint ihr? (Bei Schultern ist das ja ähnlich: auch bei den Models hängt der Armausschnitt auf dem Oberam …, aber jetzt stoppe ich mich, sonst komme ich heute nicht mehr zum Nähen. Kinder spielen gerade so brav nach dem Mittagessen, das sollte ich nutzen …

Jetzt habe ich dermaßen viel von mir gegeben, wer immer bis hierhin durchgehalten hat, hat eine Pause verdient! Also gönnt euch eine schöne Tasse Tee oder Kaffee und überlegt, was demnächst genäht wird!

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5 thoughts on “To Do – Liste von Dingen, die mich beschäftigen”

  • gugusele, in meinem Strickblog ist ja nichts Genähtes, was nicht heissen soll, dass ich nicht nähe.. ok, hast Du schon mal folgendes gemacht,
    Du gehst in ein Geschäft, probierts Hosen and bis Dir eine so richtig toll passt, keine Falten wo sie nicht hin gehören,kein Gehänge, wo es nicht hängen soll, dann ziehst Du ein Massband aus der Tasche und misst da alles ab, was so zum Abmessen notwending ist, aufschreiben nicht vergessen,
    Dann hast Du schon mal das A vom O… wenn Du dann, example only, einen
    gekauften Schnitt genützt, misst Du an Hand Deiner hingekritzelten Liste, klar wird das nicht der gleiche Schnitt sein, aber, Du weisst genau wie breit soll es wo sein, wie lang soll es da und dort sein… dann beäugst Du den Stoff, dehnt sich der, ist der etwas steif, flatterig… was auch immer.. ich habe mir so meinen perfekten Hosenschnitt so zusammen gefieselt und wenn ich den jetzt wieder finden würde, dann würde ich so laut jodeln, dass Du es oben in Bonn hören würdest, könntest. Ich muss wohl wieder von vorne anfangen… ok, die Verkäuferin in der Boutique in Zürich damals hat mich mindestens 3 mal gefragt, ist alles ok bei Ihnen in der Kabine und ich nehme mal an, die hätte quadratische Vögel gesungen, wenn die mich mit Massband meine Masstabelle erstellen hätte gesehen, ich hatte mir vorher schon eine Zeichnung erstellt, sodass ich nur noch Zahlen kritzeln musste..4 Geschäfte musste ich besuchen, bis ich das Teil fand, in dem mein Bauchabwärtskörper so aus sah, wie ich mir eine passende, richtig gut passende Hose vorstelle… das wars von mir… es regnet am Bodensee und meine Nähmaschinen haben immer noch Urlaub, da ich immer noch mit Strickufos beschäftigt bin..nichts desto trotz… es grüsst herzlich vom Bodensee, Christa..ich les das jetzt nicht nochmal durch..

  • Dunkelblau!
    Ich mußte ja so grinsen! Mein Stofflager sieht ganz ähnlich aus :o)
    Und meinen Frühlingsmantel habe ich in den letzten Tagen schon genäht … in dunkelblau! Ich bin sehr erleichtert, dass dieses Mamutprojekt so gut geklappt hat (der Schnitt ist von Burda).
    Für deine Frühlingsgardarobe wünsche ich dir ein gutes Händchen!
    Liebe Grüße, Bettina

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