Von mir für mich – das habe ich mir verdient

Gleich vorweg: ich sitze noch etwas geschafft und vertränt vor dem Monitor; danke euch und vor allem den bislang Unbekannten: danke für eure Worte, eure Zeit und euren Trost. Das bedeutet mir viel.

Seit Wochen, so kommt es mir vor, ich könnte das recherchieren, habe ich nichts Fertiges gezeigt. Was nicht verwundert, denn seit Wochen bekomme ich nichts hin. Entweder scheitere ich schon im Vorfeld daran, dass ich mich nicht genügend motivieren kann, etwas zu beginnen, manchmal knülle ich alles zusammen, weil ich sowieso nichts davon verstehe und eben am besten Müll produziere und mitunter komme ich sogar dahin, genau das zu tun: die berühmten Teile für die Tonne. Oder Kleidungsstücke, denen man meine mangelnde Konzentration ansieht: hier ein schiefer Saum, hier ein einseitig verrutschter Kragen, dort eine Ziersteppung mit Kurve, wo keine hingehört. Dazu dann die sich hinziehende Erkältung (ha, Erkältung, viel zu sanftes Wort für die Fieberattacken – die mich heimtückisch zu der Vernichtung eines nur in kleinen Teilen unpassenden Grundschnittes zwangen. Mitten in der tiefsten Nacht. Erkältung? Nur eine Erkältung? Hohnlach, hahaha), der dienstreisende Gatte, malade Kinder und eben meine latent depressive Grundstimmung. Gepaart mir immer wieder auffklackernden Kreativitätsschüben – sehr verwirrend, sehr anstrengend 🙂

Fertig geworden ist immerhin Hose Nummer zwei und das Leinenblüschen – dass das einigermaßen etwas geworden ist, obwohl es nach dem neuen und total falschen Schnitt entstand: welch ein Glück, der Stoff war mir nämlich lieb. Es gibt auch ein Streifenblüschen, das knapp geworden ist, ein kariertes Blüschen, das noch knapper ist (der Stoff, der ist schuld, ehrlich. Teufelszeug, damisches!) und einen hellblauen Faltenrock, an dem ich den Bund abtrennen und einen Beleg einarbeiten sollte. Mag ich also nicht zeigen. Motivieren mich gar nicht. Bilder wurden heute auch nichts, das Zimmer war dunkel, aber die Bilder egal mit welcher Einstellung hell und leuchtend – als stünde ich im Licht eines sich nahenden UFOs – von denen ich mittlerweile drei auf den Nadeln habe. Drei! Ich! Habe ich sonst nie! 2013 ist doof, so!

Aber Bilder – ihr bekommt sie alle, ich mag heute nicht aussuchen. Lächeln ging auch nicht und mein Abdeckstift für die Augenringe ist auch leer – wen wundert’s?

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Als Ausgleich und eigentlichen Star des Tages gibt es Momo, die meckernd auf meiner Nähmaschine saß und einen Raubvogel nach dem anderen erledigte 🙂

Das Blüschen hat übrigens ein kleines Schößchen und ein breites Bindeband und sieht zu engen Röcken sehr nett aus – da mochte ich mich aber nicht hineinquälen. Aber vielleicht gibt es noch mal Bilder davon, ich strenge mich an.

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14 thoughts on “Von mir für mich – das habe ich mir verdient”

  • Die Hose ist toll, gar keine Frage, aber sie sieht auf den Fotos so …. so massiv aus. Obenherum wirkst du zierlich und bei der Hose dachte ich zuerst du stehst hinter der Hose und nicht das du drin steckst. Die Proportionen verwirren mich.
    Ach ich kann es heute so schwer erklären, vielleicht ändert sich mein Eindruck mit einem anderen Oberteil …
    viele liebe Grüße Rubinengel

  • Ich weiß, was du meinst 😉 Dürfte aber eher daran liege, dass das heute aber auch gar nichts mit dem Licht wurde – zumindest bilde ich mir das vor dem Spiegel ein. Dass die Hose aus einem sehr feinen und leicht strukturiertem Wolle-Leinen-Gemisch ist, kann wohl auch nicht erkennen? Oder dass die Farbe ein leicht bläulich getöntes Grau ist und nicht so einfarbig hellblau?
    Zumindest fühlte ich mich neulich in der Stadt wohl damit und bekam ein Kompliment. Vorm Spiegel mag ich es auch, auf den Bildern – naja … aber ich gönne euch ja auch die zweifelhaften Ergebnisse, wenn ich in Fotolaune bin. Ach, auch, wenn ich es nicht bin – Fotos machen finde ich immer grausig…

    Und ja so: bei der roten Version ist das auch so: die ist riesig geworden, weitet sich ohne Ende, rutscht immer tiefer, fällt gar nicht schön und ich sehe aus, als wäre ich eine Büste auf roten Säulen. Aber ändern ist so … bähh?

  • Die Hose sitzt fantastisch, finde ich. Aber ich weiss, was Yvonne meint, ich denke es liegt daran, dass wir dich im Rock gewohnt sind und mit der Hose wirken die Beine eben “massiv”, weil man ja deine schlanken Fesseln nicht sehen kann 😀

  • Ja, das habe ich auch nur für euch angezogen und weil ich an diesem doofen Tag die Sonne hatte locken mögen – stattdessen habe ich auch noch den Himmel zum Weinen gebracht. Nach den Bildern habe ich noch eine halbe Stunde ausgehalten und dann ein Unterkleid, ein echtes Kleid und zu guter letzt wirder Strickstrumphose angezogen 🙁

    Dass man meine schlanken Fesseln nicht sieht, ist ja das eigentlich Tolle an der Hose – ich kann meine Waden nicht ausstehen, ihr ahnt ja gar nicht, wie ich mich mit Röcken immer habe anfreunden müssen. Wenn ich ihr was aussuchen dürfte: rundere Unterarme und -bein, strafferes Gewebe und jetzt gerne wieder weniger Busen. Falten, graue Haare, breite Hüften, schmaler Oberkörper: geschenkt, das darf bleiben – aber Waden …!

    Offenbar ist diese Hose ebensowenig fotogen wir ich, wie sind ein Traumgespann!

  • ich war ja seit Wochen auf das Blüschen gespannt und freue mich dass es so wunderschön ausschaut :-).
    Wenn Du mal Lust haben solltest es in der ganzen Schönheit zu zeigen, wäre ich dankbar.

    Das “massive” aussehen der Hose liegt garantiert an dem Foto, man bekommt nichts von der Weichheit des Stoffes mit, sieht eben wie eine Fläche oder wie aus Papier genäht – in Echt wirkt sie garantiert anders, vor allem wenn Du Dich bewegst

    • Wenn ich mit den Hüften wackele, meinst du! 😉 Wann ist der nächste Feiertag? Vielleicht schaffen wir es dann endlich? Irgendwie fließen mir Wochenenden durch die Finger.

      • Si, das meinte ich!

        Die nächsten Feiertage sind am Wochenende :-), und am Donnerstag in zwei Wochen. Wir haben aber nur den 26 halbwegs frei … (zumindest nach jetziger Planung, kann sich ändern). Und – Warnung – ich lebe jetzt mit 6 Männern zusammen (3 zweibeinige, Dir bekannte Personen und 3 Vierbeiner … alle aus der selben Gattung aber ganz unterschiedlich und noch nicht aneinander gewöhnt… es ist etwas turbulent derzeit 😉 )

  • Ich wollte genau das Gleiche wie Joanna schreiben. Solche Hosen brauchen Bewegung. “in echt” wirken sie wesentlich luftiger und leichter als auf Bildern.

    Das Blüschen würde ich gern mal zum Rock sehen.

    LG Lucia

  • Die Hose ist einfach schön. Die Bluse würde ich auch gerne mal ganz sehen.
    Ich denke, dass die Dominanz der Hose auf dem Foto an der Perspektive liegt. Stürzende Linien und so. Auf welcher Höhe steht denn Deine Kamera? Und wie weit entfernt? Und welche Brennweite hast Du genommen? Nach meiner unmaßgeblichen Erfahrung ist eine kürzere Bennweite und ein Beschneiden des Bildes für die Proportionen besser, als das Fotomotiv dicht heranzuzoomen. Portraits z.B. haben spätestens ab einer Brennweite von 80mm riesige Nasen und ganz schmale Wangenknochen…
    Liebe Grüße, Mirabell

    • Hihihi, du gibst mir zu viel der Ehre 🙂 Das Ding, manche nennen es Kamera, habe ich mir auf die Schnelle gekauft, als der Gatte unsere mit auf Reisen nahm und Wochen unterwegs war. Da kann man bestimmt eine Menge einstellen, aber irgendwie beschäftige ich mich damit nicht.
      Sie steht immer ein klein wenig schief auf dem Regal vor mir und ist in etwa auf Brusthöhe. Ein Regalfach höher und ich habe keine Füße mehr 🙂 Es gibt in unserem Haus irgendwie keinen Ort, an dem sowohl Platz für mich als auch die Kamera ist, zumindest nicht in optimaler Anordnung. Aber ich habe vor, mich damit zu beschäftigen, ganz ehrlich.
      Die Perspektive ist dabei wirklich immer mein größtes Problem, damit hast du völlig recht – ich gehe mal bei dir in die Lehre, du weißt locker zehnmal mehr davon 🙂

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