Vorbildlich reifen?

Mt dem Thema ‘Altern’ bin ich noch nicht durch. Bloggend, meine ich. Ansonsten ja eh nicht. Ich habe es versucht. Ich habe mir, dem Spiegel, dem Schicksal, erklärt, es sei nun gut, ich bleibe jetzt einfach so. Vermutlich war ich nicht energisch genug. Gut, dann eben nicht. Aber im Grunde finde ich es nicht sooo schlimm, zumal ich nicht alleine stehe: mit all den seltsamen Gedanken, die einem durch den Kopf gehen, wenn man sein eigenes Gestern und Heute und vermutetes Morgen miteinander vergleicht.

Nun können wir nicht nur uns selbst beim Altern betrachten, sondern vor allem auch Frauen, deren Beruf eng mit ihrem Äußeren verbunden ist: Schauspielerinnen oder Modelle (hört sich Modelle nicht ganz allerliebst altmodisch neben Models an?) Grob unterteilt, gibt es drei Varianten, wie die Betreffende reift. Es kann fern der Öffentlichkeit geschehen, wie es bei Marlene Dietrich und Greta Garbo der Fall war. Oder öffentlich mit Hilfe von Chirurgen oder ohne sie. Und wer weiß, was sich noch ablesen lässt. Leiden Schöne mehr? Werden manche hübscher? Beweist sich echter Stil oder Gewöhnlichkeit? Fragen über Fragen 😉

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11 thoughts on “Vorbildlich reifen?”

  • Guten Morgen Andrea!
    Gefällt mir gut. Eine schöne Auswahl hast du da zusammen gestellt! Alt werden ist nix für Feiglinge. Meine Falten habe ich mir hart erarbeitet, manchmal stören sie mich, aber meistens ignoriere ich sie. Immer wenn im Bekanntenkreis jemand erkrankt oder schlimmer – stirbt – überkommt mich eine tiefe Dankbarkeit gesund und fit zu sein. Schiet auf das Äußere!
    Dir einen wunderschönen sonnigen Tag mit viel Freude im Herzen – wahre Schönheit kommt von innen!
    Astrid

  • Ich suche auch immer noch vergeblich nach dem Knopf, mit dem man die Weckzeit am Katzenwecker verstellen kann 🙂 Bei meinen beiden Modellen ist diese Funktion leider auch nicht implementiert.

    Jaja, das Altern in Würde. Früher fragte ich mich immer, warum die Weiber sich so anstellen, sich operieren und aufspritzen lassen. Aber nun, wo ich selber ein paar Jährchen mehr auf dem Buckel habe, kann ich die Motivation dahinter doch gut verstehen. Und wenn man mal angenfangen hat sich “tunen” zu lassen, ist es wahrscheinlich schwierig, den Zeitpunkt zu finden, wo man damit aufhören sollte, da gibt’s ja genug Negativbeispiele.

    Leider, leider, leider werden Frauen immer nur über das Aussehen definiert. Ich möchte wetten, dass mehr Bemerkungen über die “Hässlichkeit” der Bundeskanzlerin gemacht werden, als über ihre Politik. Wenn wir Frauen mal damit anfangen würden, Männer nach dem Aussehen zu beurteilen, dann gute Nacht!

    Womit ich nicht sagen möchte, das mir das optische Erscheinungsbild nicht wichtig ist, aber es geht doch nicht immer nur um Jugend und Schönheit – was ist denn überhaupt schön, da hat ja auch jeder eine andere Meinung. Ich finde es cool, wenn man sich nicht gehen lässt (“ist ja jetzt eh’ schon egal”) und das Beste aus dem macht, was man hat, wie die Damen, die bei http://advancedstyle.blogspot.de/ immer zu sehen sind. Das sind meine Vorbilder in punkto Altern. Wenn man schon älter werden muss (und das muss man ja wohl), dann aber bitte mit Stil!

    • Kenne ich auch: FRÜHER war es leicht zu sagen, mache ich alles nicht – heute ist es etwas schwieriger durchzuziehen 😉 Tue ich aber doch und dafür ist Bloggen ja auch ein gutes Mittel: Ich gedenke zu bloggen, bis es nicht mehr geht und irgendwann wird dann eine junge Frau mal zufällig auf mich stoßen und krank im Bett liegen und sich langweilen und wird blättern – und sich wundern. Entweder ruft sie danach ihren Schönheitschirurgen an oder sie beschließt, alles zu lassen wie es ist – ich hoffe mal (für mich!!) auf letzteres …

  • Mein Papa zitiert in solche Fällen immer eine Schauspielerin (deren Namen ich leider vergessen habe, eine Dame aus der Ära des Schwarz-Weiß-Filmes), die da zu einem Fotografen gesagt haben soll: “Und wehe, Sie retuschieren mir die Falten weg, die habe ich mühsam erlitten”. Ich persönlich mag mein Spiegelbild auch öfters nicht, besonders, wenn der Schlaf mangelt, dann gibt es oft :”ich kenn dich zwar nicht, aber ich wasch dich trotzdem”. Immerhin arbeite ich daran, dass der Großteil der Falten vom Lachen kommt, ich glaube, mit solchen Falten kann man wirklich in Würde altern. Mimik hat ja viel mit der Lebenseinstellung zu tun, und diese senkrechten Fältchen an den Lippen, die vom missbilligend Schürzen kommen, oder diese Unmutsfalten am Mund, die finde ich tatsächlich nicht so schön. Die Frauen, die Du da ausgesucht hast, haben alle diese positiven Ausstrahlung, die sie auch oder gerade mit Falten schön sein lässt.
    LG, Stefanie

    • Genau so ist das! Die Frauen, die sich auf meiner Liege über ihre Falten beschwert haben, waren welche, die sich auch sonst immer über alles beschwert hatten und nun ein Probem damit hatten, dass es jetzt auch jeder sehen kann. Tja …

      Als ich mir gerade noch mal meinen Beitrag bzw. die Bilder angesehen habe, habe ich mich auch noch mal gefreut, weil die Damen darauf zum Einen “auf der Hand lagen” und zum Anderen, weil sie trotz aller Unterschiede ein oder zwei Dinge gemeinsam haben: sie waren auch in ihrer Jugend irgendwie besonders und haben es geschafft, das – ob mit oder ohne Hilfe von außen ist egal – auch zu erhalten. Vor allem eine BB, die sicherlich auch Mut brauchte, um grauhaarig und moppelig die sehr begrenzte Wahrnehmung, die man von ihr hatte, zu druchbrechen.
      Und Brigitte Horney – in die war ich als Teenie geradezu verguckt als Adele – so eine tolle alte Dame wollte ich auch mal werden 🙂

  • Nachdem ich nun so lange schon regelmäßig und anonym deinen Blog lese, melde ich mich nun mal zu Wort.
    Ich mag deine Reihe über das Altern wirklich sehr und hoffe, dass du dich noch ein wenig länger mit diesem Thema beschäftigen wirst. Ich bin zwar “erst” 34 Jahre – aber so langsam aber sicher bekomme ich immer mehr graue Haare. Auch die Falten werden mehr und meine ehemalige Porzellanhaut (um die mich immer alle beneidet haben) sieht verbraucht au und verzeiht mir keine längere Party mehr.
    Und plötzlich überfällt mich das erste Mal bewusst der Gedanke, dass mein Leben endlich ist und ich vielleicht schon die Hälfte herum habe. Aktuell schockiert mich das ein wenig. Daher finde ich es schön zu lesen, dass ich nicht die Einzige bin, die sich plötzlich andere Fragen zum Leben stellt.
    Herzliche Grüße

    • Danke für deinen Zuspruch, deine Gedanken und dein “Geständnis” 🙂 Da kommt halt vieles zusammen, was einem durch den Kopf geht und das Meiste ist irgendwie unvorstellbar. Zeit ist so gar nicht greifbar …

      Was die reine Äußerlichkeit anbelangt, denke ich schon länger darüber nach, doch mal was über die richtige Pflege zu schreiben, aber das ist so ein Riesenthema, dass ich mich (noch) etwas scheue 😉

  • Schöne Frauen, starke Frauen – und jede hat was Besonderes als junge Frau und auch als alte Frau.

    Was ich bedauerlich finde am altern: zu sehen, das ich vieles in jüngeren Jahren nicht gemacht oder anders gemacht habe. Oder manches erst spät begonnen habe. Ich habe erst mit 40 Jahren mit Ballett beginnen können, ein Jugendtraum. Es macht Spaß – aber ich merke einfach das Alter. Und ich weiß, das ich bestimmte Bewegungen einfach nicht mehr ausführen werde können, denn die Gelenke sind einfach nicht mehr so dehnbar – vor allem da ich es ja vorher nie geübt habe. Und manchmal frage ich mich: warum habe ich das damals nicht gemacht? Warum bist du nicht spontan genug gewesen und hast das oder jenes gemacht?
    Andererseits – ich bin sehr glücklich über mein Leben. So wie es ist. Und so ist es ja nur geworden, weil ich eben damals so gelebt habe wie es war. Ist das verständlich?

    Aber ich finde schon auch, das Altern auch Vorteile hat. Es ist doch zum Teil auch stressfreier, findet ihr nicht? Wenn ich mir die jungen Mädels anschaue: Mensch, die haben doch auch Stress bzw. machen sich den selber. Gut – wir bekommen langsam graue Haare – die bekommen noch Pickel. Wir haben schlaffere Muskeln – die aber auch (also wenn ich da so manche 16jährige sehe, wundere ich mich).

    Liebe Grüße
    Sabine

  • Irgendwie musste ich gerade an einen Spruch von Adele Sandrock denken, die sagr, dass sie einfach nicht verstehe, warum die Falten im Gesicht entstehen müssten, wenn doch auf dem Rest dest Körpers so viel Platz dafür wäre..

    Natürlich war man (frau) schon fitter (früher haben mir durchgemachte Nächte nichts ausgemacht, jetzt brauche ich meinen Schlaf und 2 Tassen Kaffee, bevor ich bereit bin, mich ernsthaft mit der Welt auseinanderzusetzen), aber ich denke, man weiss auch vieles mehr zu schätzen: ein gutes Buch, einen ruhigen Tag allein, einen Museumsbesuch, ein schönes Glas Wein. Also drehen wir wie ein guter Oldtimer einfach mal etwas niedrigertourig, lassen es ruhiger angehen und geniesen das Leben!

    Liebe Grüße Maike/ eule

  • Ich glaube, etwas weiter oben stand der entscheidende Satz: die körperlichen Anzeichen erinnern uns daran, dass das Leben endlich ist. Und je nachdem, wie man die Jahre bisher gestalten konnte oder wollte, hat man das Gefühl, dass man etwas versäumt hat oder zu wenig Zeit hat. Und tiefer drin verursachen uns möglicherweise gar nicht die grauen Haare oder die Linien um die Augen dieses komische Gefühl, sondern der Gedanke daran, was man eigentlich noch so alles vor hat(te) im Leben?

    Dagegen gibt es aber auch nur eine Lösung: “Just do it”. Denn wenn ich nicht gerade mit 41 davon träume, plötzlich Profi-Schifahrer werden zu wollen, ist fast alles möglich – meist steht man sich selbst im Weg. All die wunderbaren Frauen in meinem Leben träumen von unerfüllten Wünschen wie “Ich würde so gerne gut singen können!”, “Tanzen, das wär’s!”, “Hätte ich doch damals in der Schule Französisch gelernt!”, “Schade, dass wir so selten verreisen!”

    Dass man das Leben beim Schopf packen muss (gerade mit diesen “kleinen” Dingen), jetzt, nicht in zwei Jahren, jetzt, weil ich es gerne möchte und es mein Leben (und damit auch das der Menschen um mich herum) reicher machen würde, jetzt, ohne falschen Hemmungen (“Was könnten denn die Leute denken?”) – das wird einem erst bewusst, wenn man plötzlich ungeschminkt und ungebremst mit der Endlichkeit konfrontiert wird. Eine Krankheit, ein Unfall, es kann doch so schnell vorbei sein oder unmöglich gemacht werden. In so einer Situation denkt man auch nicht mehr an die schlaffen Oberarme, sondern nur an die verpassten Möglichkeiten.

    Ich finde es soooooo schön, dass Du dieses Thema hier nachhaltig aufgreifst, beim Lesen Deiner Beiträge werden einem diese Dinge so sehr bewusst.

    Liebe Grüße aus Österreich
    Andrea

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